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Tom

Ein gelungener Saisonauftakt in Luhmühlen

Liam Bo Skol auf dem MPS LuhmühlenEin Saisonauftakt Mitte April für eine Open Air Veranstaltung ist ja immer eine riskante Sache und Luhmühlen ist für das MPS ein Veranstaltungsort, der noch relativ jung ist.

Somit sind die Randbedingungen nicht gerade supergünstig gewesen, vor allem, wenn man die Wetterprognose in Betracht zieht.

Nichtsdestotrotz ist es dem Veranstalter Gisbert Hiller einmal mehr gelungen,  seinen Gästen ein fantastisches Event mit jeder Menge Spannung, Action und viel guter Musik zu bieten.

Der MPS Fan Blog war diesmal als Heerlager dabei, und auch deshalb habe ich mich auf Luhmühlen besonders gefreut.

Zunächst einmal aber das Wesentliche über die Veranstaltung.

In Luhmühlen waren jede Menge neuer Künstler zu sehen. Wie Gisbert Hiller schon angekündigt hatte, ist Ars Equitandi nicht mehr unter Vertrag, ihren Part übernahm die Compania Kaskadeure.

Soweit ich sehen konnte, haben sie ihren Part ganz ordentlich gemacht – in Rastede werde ich sie mir noch einmal genauer anschauen.

Natürlich gab es auch altbekannte und –bewährte Akteure. Achim der Falkner,Der hässliche  Hans, Der Tod, Gawan, für die Kinder der Kiepenkasper, der Zauberer Heiko und die Feuervögel – es war für jeden Geschmack etwas dabei.

Für mich neu war die Teilnahme als Heerlager. Wir haben zu viert eine frühmittelalterliche Darstellung gewählt und sind als Heerlager Saxnot Wigmodien aufgetreten – und waren damit Teil Heerlager Saxnot Wigmodiender Veranstaltung.

Am Freitag Morgen ging es los und das Wetter machte gerade nicht so wahnsinnig Lust auf den Aufbau.

Gegen 11:00 kamen wir auf dem Platz an und mussten erst mal an der Heerlagersammelstelle auf Igor warten. Er organisiert unter anderen die Heerlager und weist sie ein.

Ich hatte schon eine Vorstellung davon, was die Organisation des MPS für eine Sisyphusarbeit ist, aber endlich konnte ich mal konkret hinter die Kulissen schauen.

Nachdem Igor die anwesenden Heerlager abgehakt hatte, machte er die Runde mit uns und stellte mögliche Aufbauplätze vor. Man stelle sich das nicht als einfachen Vorgang vor, Igor hatte noch jede menge andere Aufgaben und wurde immer wieder über Funk unterbrochen weil er sich mal um die Situation auf der campside, dann über An- und Abfahrt, dann über Personalzuweisung kümmern musste – er hat einen Job, der sicher nicht einfach ist.

Wir entschieden uns für einen Platz direkt am Eingang gegenüber der Festivalbühne, wo wir auch die Chance hatten, eine Bogenschiessbahn für Besucher aufzubauen.

Mehrmals täglich  ging Silvie als Heerlagerbeauftragte über das Gelände und sorgte dafür, dass die Lager auch stimmig aussehen.

Keine moderne Dinge sollten für die Besucher sichtbar sein und sollte das Zeltinnere nicht entsprechend ausgestattet sein, war der Eingang verschlossen zu halten

Auch wenn wir das manchmal vergaßen – Silvie wies uns freundlich aber bestimmt darauf hin und das war natürlich auch gut so.

Für die Heerlager gab es jeden Morgen eine Durchsprache über die geplanten Aktivitäten des Tages und man konnte sich bspw. für das Bruchenballturnier anmelden oder für den Pestumzug und eine aktive Rolle spielen.

Da gab es dann auch interessante Details über die zukünftigen Veranstaltungen im Jahr oder auch für die weitere Zukunft.  Noch in dieser Saison soll es bspw.  noch abwechslungsreicher auf dem MPS zugehen – neue Händler werden aktiv gesucht.

Heerlager sind ausdrücklich aufgefordert worden, sich für den gigantischen Berlin Termin anzumelden – das soll ein unvergessliches Event werden.

Gisi erzählte auch von seinen Plänen in der nächsten Saison und ich kann verraten, dass die sehr spannend werden wird und ein gigantisches Jahr verspricht. Wenn sich die Infos, die er uns gegeben hat, verdichten, werde ich sicher noch einmal darüber schreiben.

Die Bands, die Gisi eingeladen hatte, waren vom Feinsten. Omnia, Saltatio Mortis und Versengold, Celtica Pipe Rocks hatten selbstverständlich ihre riesige Anhängerschar,  aber die Newcomer des letzten Jahres, allen voran die tolle Pagan Gruppen Cesair und Waldkauz am Samstag faszinierten ebenso das Publikum.

Mythemia habe ich zum ersten mal auf dem MPS gesehen. ich fand sie nicht schlecht aber zumindest bei mir reichte es nicht zum Kauf einer Scheibe

Sonntag spielten Rapalje ud Duivelspack auf und nach langer Abwesenheit konnte ich noch mal wieder bei den Streunern reinhören.

Der Abbau der Heerlager erfolgte natürlich erst nach Veranstaltungsende am Sonntag, und weil das dann doch etwas anderes als der Abbau auf der Campside ist, dauerte das auch entsprechend. Auch wenn ich dann um Mitternacht todmüde ins Bett gefallen bin – es hat sich gelohnt!

Mein nächstes MPS ist in Rastede – wir trinken doch zusammen ein Bierchen an der Drachenschänke, oder?