788215 Besucher seit 23.07.2010

Kategoriern

Besucherrekord in Dortmund

Campside MPS DortmundDas Wochenende begann mit einer Sight-Seeing Tour durchs Ruhrgebiet. Während Tom uns sicher über die Autobahn brachte, oder – wie Andreas sich ausdrückte – den Ruhrschleichweg , (Autobahn mit einer Beschränkung von 80 km/h, also bitte, so ein Schwachsinn), spielte Andreas den Fremdenführer und machte uns auf die Schönheiten des Ruhrgebietes aufmerksam: rauchende Schornsteine, alte, halb zerfallene Lagerhallen, bunte Kirchtürme, etc.

Muss man wirklich gesehen haben, ein Urlaub im Ruhrgebiet lohnt sich immer.

Nach schier endloser Fahrt wurde dann die neue Campside erreicht und hier hat Gisi wirklich seinen Gästen ein Kleinod präsentiert, wie es schöner nicht mehr ging.

Um einen Ententeich herum konnten auf der großen Wiese die Zelte aufgebaut werden. Wirklich wunderschön, in meinen Augen die schönste Campside, die das MPS zu bieten hat.

Nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten, wurde der Grill angeschmissen, denn so eine Arbeit unter freiem Himmel macht enorm hungrig. Mein Magen war bereits dabei, sich selbst zu verdauen. Noch mehr aber macht die Bewegung an der frischen Luft durstig, unsere Bier-, und Weinvorräte waren nach dieser Zecherei doch erheblich geschrumpft.

Zu späterer Stunde wurde dann einstimmig beschlossen, mal die Nachbarn auf der anderen Campside zu besuchen, man möchte ja wissen, mit wem man es zu tun hat. Weiter bis zu den Piraten sind wir allerdings nicht gekommen. Gesellig und lustig haben wir uns daran gemacht, deren Alkoholvorräte auch erheblich zu dezimieren. Und nach diesem Gelage muss ich jetzt einmal mit einer Behauptung aufräumen.

Man sagt ja, dass Whiskey das Wasser des Lebens ist. Stimmt nicht, ganz bestimmt nicht. Denn einer davon (sehr großzügig bemessen) knipste bei mir an diesem Abend sämtliche Lichter aus, so dass ich schließlich beim Zelt angekommen in einem der Stühle einschlief und irgendwann von der Security geweckt wurde, es sei doch ziemlich kalt, ob ich nicht lieber ins Zelt gehen wolle.

Also auf dem Märkten wird sich wirklich gekümmert. Aber von Whiskey lasse ich in Zukunft die Finger, Whiskey ist böse!

Ich hatte den ganzen Samstag noch von der Zecherei am Freitag einen im Tee. Und habe meine Begleiter mit meiner dauerhaft guten Stimmung beinahe in den Wahnsinn getrieben, fürchte ich. Sie waren auch der Meinung, ich soll von Whiskey in Zukunft die Finger lassen.

Aber wenn man denn schon mal auf einem MPS ist, kann man natürlich nicht daran vorbei, sämtliche leckeren Getränke auch zu probieren. Da Gisi seit dieser Saison die „Black Tavern“ eingeführt und seine Gäste mit Ales und Whiskeys nun verwöhnt, wollte ich das schottische Nationalgetränk auch einmal probieren. Das Ale, nicht den Whiskey,

Aber Ale und ich werden keine Freunde, es schmeckt mir eindeutig zu herb, ich bleibe meinem Odin und anderen süßen Sachen treu.

Allerdings muss ich dem Tavernenteam einmal ein großes Lob aussprechen: die Bedienung hier ist nicht nur sehr freundlich, sondern kennt sich auch wirklich gut mit den verschiedensten Sorten Whiskey und Ale aus und kann den Gast auch professionell beraten.

Da ich dem geneigten Leser ein wenig Abwechslung bringen möchte, habe ich auf das erste Konzert meiner Lieblingsband verzichtet (ja, manchmal muss man eben Opfer bringen!) und bin stattdessen zur Gauklerbühne gegangen, um mich dort einmal umzuschauen.

Gaukler Alf trat mit seinem Sohn auf und unterhielt das Publikum mit verschiedenen Jonglage-, und Geschicklichkeitsnummern, spaßig moderiert. Die Zuschauer wurden mit eingebunden, Groß und Klein hatten eine Menge Spaß. Zusehen lohnt sich, es ist wirklich erstaunlich, was sich dieser Mann alles einfallen lässt.

Und da ich gerade schon einmal vor dieser Bühne stand, habe ich mir auch gleich Das Niveau angeschaut. Luzie das L Saltatio Mortis

Ja, ihr lest richtig. Habe ich. Ich denke, man kann erst über etwas reden, wenn man sich auch damit auskennt.

Nun, ich muss ganz ehrlich sagen: es ist nicht mein Musikgeschmack, aber was Martin und Sören auf der Bühne abziehen, ist Unterhaltung pur. Ich habe selten Musiker gesehen, die so gut improvisieren und dabei noch das Volk durch lustige, zotige Sprüche unterhalten kann. Wenn man einmal Ruhe haben möchte von dem ganzen Trubel auf dem MPS, einfach mal nicht nachdenken möchte, dann sollte man Das Nivea besuchen und sich berieseln lassen.

Während ich so durch die Gegend schritt und mir die wunderschön präsentierten Stände anschaute, an denen es allerlei schöne, handgefertigte Dinge zu erstehen gab, wurde ich, was die Eröffnung des Marktes angeht, eines Besseren belehrt. Nicht der Vogt erklärt der Markt für eröffnet, nein, erst wenn Black Sam Bellamy, einer der Piraten, anwesend ist, hat der Plan geöffnet. Aha, wusste ich auch nicht. Aber Piraten soll man ja bekanntlich nicht widersprechen. Und schon gar nicht wenn dieser Pirat zwei Köpfe größer ist als man selbst. Ich habe also nur artig genickt und mich für diese Information bedankt. Wieder was gelernt. Wenn das so weitergeht, werde ich einmal nachfragen, ob man den Besuch des MPS nicht auch als Bildungsurlaub von der Steuer absetzen kann.

Es war übrigens 15.47. Nicht mal pünktlich sein können diese Seemänner.

Nach einem Rundgang über den Markt bin ich dann allerdings doch wieder vor der SaMo-Bühne gelandet.

Allerdings habe ich erst gedacht, sie hätten einen neuen Sänger. Aleas Stimme kam ein wenig schief und kratzig daher. Hat er am Abend vorher etwa auch zuviel Whiskey getrunken?

Aber lustig war es und die Menge feierte, im Nachtkonzert stand ich dann auch wieder mitten im Pulk und hatte Spaß mit vier anderen SaMo-Fans, für die das das erste Konzert dieser Gruppe war. Sie konnten zwar keinerlei Texte, aber im Mitgröhlen waren sie schon fast perfekt.

Das hat mich dann auch meine Stimme gekostet, mal wieder, aber das bin ich ja gewohnt.

Zu guter Letzt habe ich mir dann noch Knasterbart angeschaut. Diese Band kannte ich noch nicht und ich wurde nicht enttäuscht. Feiern und tanzen wurde hier groß geschrieben, die Band unterhielt das Publikum mit rockigen Klängen, scherzte und lachte. Ein krönender Abschluss des Abends. Noch leicht angeschlagen vom Vortag habe ich mich um zwei Uhr ins Zelt zurück gezogen und damit eine Weisung meiner Mutter missachtet. Die sagt nämlich immer, dass anständige Menschen im Hellen nach Hause kommen. War ich eben mal nicht anständig.

Im Nachhinein habe ich übrigens erfahren, dass Knasterbart einen neuen Rekord aufgestellt haben: sie haben vier Stunden die Bühne gerockt! Einsame Spitze, tolles Durchhaltevermögen. Bravo!

Tsja, und nach einem kurzen Rundgang über den Markt am Sonntag ist dann dieses wundervolle, wunderschöne MPS leider auch schon wieder Geschichte. Das Wetter hat mitgespielt und Gisi einen neuen Besucherrekord am Samstag beschert. Das freut mich wirklich sehr, denn er litt schon wahnsinnig unter den im Wasser ertrunkenen Terminen. Hoffentlich geht das jetzt für den Rest der Saison so weiter.

Ich verabschiede mich mal bis Bückeburg, gehabt Euch wohl und bleibt gesund!

Das Fotoalbum findet ihr hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.