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Das MPS in Öjendorf war der Hammer

Gisbert Hiller hat auf seiner Seite nicht zu viel versprochen, als er schrieb, dass das MPS in Öjendorf der Höhepunkt dieser Saison ist. Das Gelände ist riesengroß – und ich denke das die Grenze, was sinnvoll machbar ist, damit erreicht wurde.  Eigentlich hätte es der Standort verdient, mehrere Tage bespielt zu werden. Die Anfahrt für die Camper war am Samstag ab 10:00 h ein wenig nervig, man musste das Gelände P9056430quasi umfahren. Die Polizei machte die Zufahrt zur Einbahnstraße – und hatte Recht. Wer die Menschenmassen gesehen hat, die sich in Richtung Gelände bewegt haben, konnte erahnen, was die Polizei zu bewältigen hatte. Insgesamt wurden 6 Bühnen bespielt – und zwar durchweg mit Krachern aus der mittelalterlichen Musikszene.  Saltatio Mortis, Streuner, Schelmish, Rapalje, Vermaledeyt, Metusa, Saor Patrol, Faun und für mich ganz neu: Das Niveau. Letztere sind zwei Künstler mit absolut frechen Texten, Dominik von Metusa meinte” Bisher habe ich geglaubt, Metusa hätte die verdrehtesten Texte, aber in “Das Niveau” haben wir unseren Meister gefunden.” Das war wohl wahr, ich habe selten so einen (vergnüglichen) Unsinn gehört, mit einer Menge ausgesprochener und unausgesprochener Anzüglichkeiten. Schade, dass die beiden meinen musikalischen Geschmack nicht treffen, ich hab aber trotzdem zugehört:-) À propos Metusa: Die haben entweder kräftig gefeiert oder sie mussten einen schwarzen Tag erwischt haben: Ich wollte mir endlich eine CD von denen zulegen und da haben sie doch glatt vergessen, welche mitzunehmen. Außerdem stellte Dominik die Gruppe am Sonntagvormittag auf die Probe: Er hielt sich nicht an die Liederliste, die vor Anja auf dem Boden lag und spielte so munter drauf los. Ehrlich: hätte Anja das nicht während des Bühnenauftritts genussvoll erzählt, ich hätte es nicht gemerkt. Sind ja auch schließlich Profis, die Jungs und Mädels und sie beherrschen ihr Handwerk ganz vortrefflich!

Eine ganz wunderbare Erfahrung für mich war Faun. Ich kannte so einiges von denen und habe sie aber bisher noch nie Live gesehen. Ich war hin und weg, ein solch fantastisches Konzert hatte ich nicht erwartet! Tolles Bühnenbild, alles mit Laub geschmückt um die Nähe der Verbundenheit zur Natur auszudrücken, vermute ich mal, Harfe, Sphärenklänge, Herz was willst Du mehr? Übrigens, der Besuch der Website von Faun lohnt sich wirklich, ihr kriegt da einiges auf die Ohren.

P9056447 Ein weiteres musikalisches Highlight waren natürlich die Streuner. Kaum eine Gruppe versteht es so vortrefflich, das Publikum so systematisch in die Show mit einzubinden (Originalton von Pinto:” Es ist doch immer wieder dasselbe mit den adeligen Kurgästen dahinten …”). Die Streuner konnten spontan etwas außerordentliches zeigen: MCRogan, so nannte sich der junge Mann, führte auf der Bühne einen irischen Stepptanz auf. Wahnsinn, wenn man das richtig kann. McRogan (ich hoffe, ich schreibe ihn richtig) kommt aus einem der Heerlager, ich meine es war die “Gemeinschaft der Falken” Ich konnte das leider heute nicht mehr recherchieren, die Homepage der Gruppe ist leider nicht aktiv.Jedenfalls trat er zweimal auf der Bühne auf, wie anstrengend das ganze ist, konnte man sehen, er war richtig ausgepumpt und hat uns eine wunderbare Show geboten!

Nach dem Nachtkonzert von Rapalje (ja, die MUSS ich mir einfach anhören!) habe ich mit zwei jungen Mädchen gesprochen, die mir aufgefallen waren. Ich hatte sie schon einmal in diesem Jahr gesehen, ich meine in Hohenwestedt, und ich fragte sie nach ihrem Namen und was sie denn hier so toll hier fänden. Venja und Sophia kommen aus Eckernförde und kommen gewandet zum MPS weil es ihnen einfach Spaß macht, sich zu verkleiden. Als ich meinte, das Rapalje bspw. nicht so dem allgemeinen Geschmack von Jugendlichen entspräche, widersprachen sie mir vehement. Das ist tolle Musik, sagten sie. Recht haben sie! Ich wünsch Euch noch jede Menge weitere MPS Events und vielleicht sieht man sich mal wieder, ihr seid wirklich sympathische Mädels!

Übrigens, das Foto links zeigt, dass das MPS wirklich etwas für die ganze Familie ist: da kam mir doch ein Vater mit seinen drei Töchtern am Sonntag entgegen, alle gewandet, dieses Bild musste ich einfach festhalten. Schade dass die Kleinste nicht mit aufs Bild wollte.

So, wahrscheinlich war das für dieses Jahr das letzte Mal, das ich auf dem MPS war, eventuell schaffe ich Gelsenkirchen am 2./ 3.Oktober. Ich werde sonst auf jeden Fall den Telgter Lichtermarkt besuchen und davon berichten. Die Fotos von Öjendorf findet ihr hier.

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