Jahreskarten 2011 für das MPS
Gisbert Hiller vermeldet auf seiner Website, unter diesem Link die Preise und Bedingungen für die Jahreskarten 2011. Erfreulich: Wer jetzt bis zum 5.12.2010 bestellt, erhält die Jahreskarte 2011 zum gleichen Preis wie für die Jahreskarte 2010. Das nenn ich fair. Wer sich später entscheidet zahlt 3 Euro mehr, nämlich 67 Euro. Das nenn ich nicht nur einen fairen Preis sondern gemessen an dem was einem sonst so auf mittelalterlichen Veranstaltungen geboten wird unverändert sensationell. Also hoffe ich mal, das ich mit dem einem oder anderem Leser (oder Leserin) meines Blogs auch im nächsten Jahr an der Drachenschänke das eine odere Bier zusammen leeren werde …
Die Burgmannentage in Vechta
Einmal im Jahr veranstaltet das Zentrum für experimentelles Mittelalter in Vechta die Burgmannentage. Organisiert werden diese zusammen mit Fogelvrei, die früher zusammen mit Gisbert Hiller das Mittelalterlich Spectaculum, auf die Beine gestellt haben, das später Mittelalterlich Phantasie Spectaculum wurde.
Das Preis – Leistungsverhältnis für diese Veranstaltung ist unschlagbar – der Eintritt ist kostenfrei, lediglich um eine Spende für das Museum wird gebeten. Das Programm ist aber auch nicht vergleichbar mit dem MPS – es treten keine Musikbands auf, die Kämpfe werden von Heerlagergruppen vorgeführt, insgesamt ist viel weniger Action als beim MPS. Der konzeptionelle Ansatz ist allerdings auch überhaupt nicht vergleichbar: wie der Name des Veranstalters “Zentrum für experimentelles Mittelalter” schon ausdrückt soll hier eine Darstellung bestimmter Mittelalterepochen stattfinden und keine Show Veranstaltung. Dies drückt sich auch in den Bedingungen für teilnehmende Heerlager aus: sämtliche Elemente der Gothic Szene sind verboten, ein Heerlager darf nur einen in sich geschlossenen Zeitabschnitt des Mittelalters zeigen, also ein Mix aus Wikinger und Landsknecht, um mal ein extremes Beispiel zu nennen, wäre untersagt. Die Kleidung sollte selbstgefertigt sein und möglichst handgenäht, falls mit Maschine genäht, sollte das nicht erkennbar sein. Nun, ich hab den Heerlagern ehrlich gesagt nicht so auf die Wäsche geguckt, aber ich muss sagen, das Bild dass die Heerlager abgaben war stimmig und interessant. Mittelalterlich Musik wurde auch gespielt – unter Verzicht sämtlicher Elektronik wurden mittelalterliche Stücke vorgetragen und das klang wirklich nett. Das Konzept des Veranstalters ging voll auf und wurde vom Publikum gut aufgenommen.
Das MPS in Öjendorf war der Hammer
Gisbert Hiller hat auf seiner Seite nicht zu viel versprochen, als er schrieb, dass das MPS in Öjendorf der Höhepunkt dieser Saison ist. Das Gelände ist riesengroß – und ich denke das die Grenze, was sinnvoll machbar ist, damit erreicht wurde. Eigentlich hätte es der Standort verdient, mehrere Tage bespielt zu werden. Die Anfahrt für die Camper war am Samstag ab 10:00 h ein wenig nervig, man musste das Gelände
quasi umfahren. Die Polizei machte die Zufahrt zur Einbahnstraße – und hatte Recht. Wer die Menschenmassen gesehen hat, die sich in Richtung Gelände bewegt haben, konnte erahnen, was die Polizei zu bewältigen hatte. Insgesamt wurden 6 Bühnen bespielt – und zwar durchweg mit Krachern aus der mittelalterlichen Musikszene. Saltatio Mortis, Streuner, Schelmish, Rapalje, Vermaledeyt, Metusa, Saor Patrol, Faun und für mich ganz neu: Das Niveau. Letztere sind zwei Künstler mit absolut frechen Texten, Dominik von Metusa meinte” Bisher habe ich geglaubt, Metusa hätte die verdrehtesten Texte, aber in “Das Niveau” haben wir unseren Meister gefunden.” Das war wohl wahr, ich habe selten so einen (vergnüglichen) Unsinn gehört, mit einer Menge ausgesprochener und unausgesprochener Anzüglichkeiten. Schade, dass die beiden meinen musikalischen Geschmack nicht treffen, ich hab aber trotzdem zugehört:-) À propos Metusa: Die haben entweder kräftig gefeiert oder sie mussten einen schwarzen Tag erwischt haben: Ich wollte mir endlich eine CD von denen zulegen und da haben sie doch glatt vergessen, welche mitzunehmen. Außerdem stellte Dominik die Gruppe am Sonntagvormittag auf die Probe: Er hielt sich nicht an die Liederliste, die vor Anja auf dem Boden lag und spielte so munter drauf los. Ehrlich: hätte Anja das nicht während des Bühnenauftritts genussvoll erzählt, ich hätte es nicht gemerkt. Sind ja auch schließlich Profis, die Jungs und Mädels und sie beherrschen ihr Handwerk ganz vortrefflich! Weiterlesen
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