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Monatsarchive: März 2012

Das MPS 2012–Wenn Du dachtest es geht nicht noch professioneller hast Du Dich geirrt …

Ritterkampf beim MPS 2011 in ÖjendorfEin etwas langer Titel für den Blog Beitrag, zugegebenermaßen. Aber er beschreibt treffend den Stand der Planungen beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) 2012. Das MPS ist unbestritten ein Zuschauermagnet und gleichzeitig ein wirtschaftlicher Faktor geworden, und dies Dank des unermüdlich weiterentwickelten Konzepts dieses grandiosen Events. Nachdem das letzte Jahr wohl einen Beitrag mit dem Titel “MPS – ein Wettlauf mit dem Amtsschimmel” verdient hätte könnte der geneigte Fan ja durchaus die Befürchtung haben, dass das größte reisende Mittelalter Phantasie Spectaculum so langsam den Zenit überschritten hat und mehr auf Schadensbegrenzung denn auf revolutionäre Neuerungen aus ist. Weit gefehlt! Im “richtigen” Leben bin ich Projektmanager (hört hört!) und verstehe was vom Risikomanagement und da muss ich einfach mal konstatieren: Was der Eventveranstalter Gisbert Hiller für 2012 an Maßnahmen und Neuerungen einführt ist etwas für das Lehrbuch! Wetter? Nacht nix ! Neue Locations mit riesigen Gebäuden minimieren nicht nur das Risiko sondern versprechen neue, attraktive Möglichkeiten! Anwohnerbeschwerden? Dann eben nicht in Wohngebieten! Kein Interesse bei der lokalen Bevölkerung oder anscheinend kein attraktiver Platz? Der Harz, der Osten und unsere niederländischen Freunde warten nur auf erreichbare Locations! Neugestaltung und Neuorientierung? Schaut mal auf die Website: Es werden Heerlagerbeauftragte, Pestumzugsbeauftragte, Personalplaner und was weiß ich nicht gesucht? Galoppierende Eintrittspreise? Eine Steigerung von 3 Euro auf die Jahreskarte ist unterhalb der Inflationsrate, trotzdem müssen Personal- und Materialkosten gedeckt werden. Und die Miete für Campsite und Co wird auch nicht günstiger. Also bringt ein Merchandising Konzept (das von den Fans lang ersehnt  wurde!) eine gewisse wirtschaftliche Stabilität. So stell ich mir Unternehmertum vor, das pfiffig ist und nicht auf plumpes kurzfristiges Profitmachen aus ist. So ganz nebenbei wird das MPS immer attraktiver, in Weeze treten neben altbekannten Bands Größen auf wie : Ignis Fatuu, The Moon and the Spirits und Bragaas und die Freunde härterer Klänge können sich auf die junge Band Reliquiae freuen. Wenn das man keinen Umtrunk an der Drachenschänke wert ist! Wir sehen uns doch dort, oder?

Das MPS 2012–Der Countdown läuft

Kartenbild

Nur noch wenige Tage sind es bis zum Saisonauftakt des Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, kurz MPS, in Weeze und langsam steigt die Spannung bei den Fans. Der Veranstaltungsort Weeze steht wohl sinnbildlich für die zahlreichen spannenden Neuerungen, die Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS für 2012 und 2013 vorgesehen hat . In den letzten zwei Jahren hat der findige Gisbert Hiller Veränderungen im Veranstaltungskonzept vorgenommen wie niemals zuvor – jedenfalls aus meiner Wahrnehmung heraus. War die Planung für 2011 anfangs noch der Erfahrung geschuldet, das Wetterkapriolen die gesamte Veranstaltungsplanung und den wirtschaftlichen Erfolg des Events über den Haufen werfen kann (Stürme und Hitze bzw. Kälte und Regenperioden in 2010 haben enormen Schäden angerichtet) entpuppte sich 2011 als das Jahr, das man am Besten mit „Kampf gegen den Amtsschimmel“ charakterisieren könnte. Die Antwort auf das Wetterrisiko – weniger ist mehr, keine großflächig angelegten, zentral auf Bühnen ablaufenden Künstlerdarbietungen, dafür publikumsnahe attraktive „Klein“kunsteinlagen ging voll auf- das Publikum gisbert_hiller_thumb5war begeistert. Allerdings lernten die Behörden aus z.T. katastrophalen Fehlentscheidungen anderer, völlig anders gelagerter Großveranstaltungen quasi reflexartig nur eines: Drastische und zum Teil sinnlose Verschärfung irgendwelcher Formalien, wie die Forderung nach Löschtrupps, die Bereitschaft für die Veranstaltung stehen sollen, unsinnige Vorgaben für Geräuschemissionen, Versuche die Veranstaltung zu einer Dorfkirmes zu reduzieren und gegen 23:00 enden zu lassen, damit Otto Normalbürger seine Schlafmütze aufsetzen kann und nach einem Gute Nacht Tee der wohlverdienten Ruhe nach einem anstrengenden Tag ohne von Störungen entfernter Saltatio oder Saor Patrol Klängen gepeinigt zu werden. Aus meiner Sicht hat sich Gisbert Hiller nicht immer diplomatisch vorbildlich verhalten – aber eines muss man ihm lassen, er hat alle Veranstaltungen in 2011 zu einem vollen Publikumserfolg gebracht und für 2012 ein Veranstaltungskonzept vorgelegt, das in der mehr als 20 jährigen Geschichte einzigartig ist. Einen Kompromiss bei Veranstaltungen für 2012 hinsichtlich der – erfolgstreibenden – Klänge zahlreicher Bands gibt es nicht. Zehntausende wollen ihren Spaß und wenn das nicht an den althergebrachten Standorten geht werden eben neue gesucht. Und nicht nur das – mit dem Konzept, Gelände außerhalb von Wohn- Weiterlesen