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Monatsarchive: Mai 2012

Das MPS in Hohenwestedt– was für eine Party!

 

dolmen_beim_mps_hohenwestedtDas war ne super Party was Pfingsten in Hohenwestedt abging – und zehntausende begeisterte Besucher feierten mit. Das Festival war klasse organisiert: es gab eine zweigeteilte Campsite. Am Sonntag wurde offenbar noch eine dritte eröffnet (die ich allerdings nicht selber gesehen habe sondern nur aus Erzählungen davon weiß). Der Veranstalter reagiert ja bekanntlich schnell auf die Besucherwünsche und hat sich was tolles als Reaktion auf Rastede einfallen lassen: einen kostenlosen Shuttle Service von den Parkplätzen und der Campsite zum MPS Gelände und zurück. Und zwar nicht alle Viertelstunde sondern permanent. Ich habe nie länger als 10 Minuten warten müssen und schon kam ein Bus vorbei. Der hat die Besucher an festen Haltestellen und sonst so ziemlich überall aufgelesen – Daumen raus und der Bus hielt an. Bei mir hat das so ziemlich immer geklappt, nur einmal nicht, da wollte der Fahrer uns nicht auflesen – meinen einem Landsknecht angemessenen Fluch hat er mir wohl von den Lippen abgelesen und es schließlich doch getan. Schwamm drüber …

Man merkt den Hohenwestedtern an, das sie Spaß an der Veranstaltung hatten. Auf der Campsite wurde ich am Freitag Abend von der freiwilligen Feuerwehr empfangen die drei Euro Parkgebühr kassierten und super drauf waren. Alle sehr freundlich, ein Witz auf den Lippen und ich war dann endlich da und konnte bei den MPS Fans von den “Wolfstatzen” mein Zelt aufstellen.

Eigentlich waren wir ein reduzierter Haufen, ein Großteil unserer Freunde musste arbeiten oder der Weg war denn doch zu weit. Aber – die MPS Fans von den “Wolfstatzen” sind nunmehr international, am Sonntag haben wir mit Erik aus Utrecht und Mandy aus Hilversum gefeiert sie werden unserem Forum beitreten und ich freu mich schon auf ein Wiedersehn spätestens in Bückeburg.

Auf jeden Fall regnete es gute Laune. Polizei und Feuerwehr waren gut drauf, die Gäste sowieso, die Bands hatten sichtlich Spaß und ich hoffe die Händler erholten sich von dem katastrophalen Zuschauerinteresse der verregneten Festivals in Ballenstedt und Weeze.

Mein Bruder und ich wollten vor allem The Dolmen, Versengold, Rapalje und Saor Patrol sehen und hören. Nur waren The Dolmen so gut, dass wir schließlich irgendwie immer wieder dort landeten und sozusagen für den Rest kaum Zeit fanden.

Das Veranstaltungsgelände war riesig, einbezogen war eine Wiese auf der ich im Vorjahr noch gezeltet habe. Da ich aber Heerlager und Ritterturnier zur Genüge kenne, bin ich nicht dort hinuntergegangen – ich wollte mich auf die Musik konzentrieren.

Man kann feststellen: The Dolmen sind angekommen. Sie haben in Rastede ihr Debüt gegeben und nach einem zunächst schleppenden Zuhörerzuspruch über den Tag gesehen hat der Vogt daselbst dafür gesorgt, das beim Nachtkonzert drei tolle Zugaben gespielt wurden. Und die Zuhörer tobten! Ich habe selten so ein wildes durcheinanderspringen gesehen wie beim Samstag Nacht Konzert von The Dolmen. Die beiden entzückenden Musikerinnen hatten sich auch noch etwas Besonderes einfallen lassen: Sie rockten erst auf der Bühne und kamen dann herunter um mit den Zuschauern zu tanzen. Klar , dass ich mir das nicht entgehen ließ!

The Dolmen war auch  geradezu bildlich umwerfend wie man es im Fotoalbum unschwer sehen kann: Harte schnelle Klänge gepaart mit Head Banging, einem Fläschchen Wein und das bei so ca 25 Grad im Schatten kann einen schon mal aus den Latschen werfen. Ach nee, hatte er ja gar nicht an Smiley Aber der junge Mann hatte seinen Spaß und er brauchte auch nur eine kurze künstlerische Pause, er hat später wild weitergetanzt.

Ich habe jede Menge alter und neuer Freunde getroffen – schöne Grüße an Reinhard. immer wenn Du sagst “Ich komme nicht zum MPS in … “ weiß ich, dass ich Dich treffen werde Smiley

Die Stallungen (für alle die es nicht wissen: Damit sind die Klos gemeint) waren zentral und für die, die es nicht wissen, wurde groß und fett “Freiwillig” auf die Bitte um 30 Cent für die Benutzung geschrieben. Ich hoffe, es hören diese leidigen und überflüssigen Diskussion über das angebliche Toilettengeld endlich auf.

Von den künstlerischen Darbietungen wie Fechtkampf etc habe ich nichts mitgekriegt, ich habe mich auf die Musik konzentriert.

Allerdings musste die Feuershow Samstagabend abgesagt werden, weil Gewitter, starke Windböen und Starkregen angekündigt waren. Es wurde nicht ganz so heftig, der Regen war eher eine Abkühlung, aber das konnte der Veranstalter ja nicht wissen.

Der Hammer war das Rapalje Konzert am Sonntag: Diesmal waren es The Dolmen, Rapalje und Saor Patrol die zusammen die Bühne aufmischten. ich find´s Klasse, dass die Bands so völlig unbefangen zusammen auf die Bühne gehen und solch eine tolle Show abliefern.

Ein Highlight auf das ich mich schon seit Wochen gefreut habe war der Auftritt von Faun. Natürlich musste man frühzeitig dort sein um nahe an der Bühne stehen zu dürfen – aber schon der Soundcheck ist ein absoluter Hörgenuss. Mein Bruder und ich standen schon Rapalje, Dolmen und Saor Patrol auf einer Bühne in Hohenwestedteine ganze Weile als er von  zwei  netten junge Mädels gefragt wurde, ob sie sich noch reindrängen dürften, sie wären ja so klein … Natürlich durften sie, mein Bruder ist schließlich Kavalier der alten Schule. Manchmal jedenfalls …

Meine Freude wurde aber ein wenig getrübt: Sonja Drakulich, die zusammen mit Stephan Groth den Weggang von Rairda kompensieren und Faun zu neuen musikalischen Abenteuern führen sollte, war nicht dabei. Das war der erste Wermutstropfen. Der zweite war die miserable Tontechnik, bei einem Faun Konzert geht das gar nicht. Man hörte öfter mal ein Pfeifen es wurde zuweilen übersteuert. Hier sollte dringend etwas verändert werden, zumal ich schon in Rastede auf der einen oder anderen Bühne technische Probleme bemerken konnte. Christian “Laputa” der Faun in Magdeburg auf dem ”Spectaculum Magdeburgense” gesehen hatte erzählte mir, dass dort die Technik noch schlechter gewesen sei, aber das half mir natürlich nicht weiter.  Insgesamt habe ich das Faun Konzert aber sehr genossen – vor allem die musikalischen Fähigkeiten von Stephan sind eine phantastische Bereicherung.

Nach dem Konzert haben wir uns, entgegen unserer ursprünglichen Planung Saor Patrol zu besuchen, noch einmal The Dolmen angehört – und haben es nicht bereut. Wie gut die sind hatte sich wohl mittlerweile rumgesprochen, vor der Bühne war es gerammelt voll. Aber es war wieder super Stimmung, viele Wacken Leute waren da und haben auch wackenmässig vor der Bühne getanzt.

Eine Begebenheit allerdings hätte mir fast den Abend verdorben: Man muss wissen, dass The Dolmen wirklich laute und schnelle Musik macht, es kam ein junges Elternpärchen mit ihren 2 Kindern, etwa drei  und  vier Jahre alt direkt an die Bühne um mit zu rocken. Die Kleinen waren so verängstig, ein ziemlicher Lärm prasselte auf sie ein, rundherum sprangen wildfremde Menschen herum, da ist es klar dass sie Angst kriegen. Einer von beiden brach denn auch in fürchterliches Weinen aus worauf die Eltern ihre Kleinen wegbrachten. Ich verstehe nicht, warum Eltern so wenig emotionale Intelligenz für ihre eigenen Kinder  aufbringen …

Tja, das Konzert endete wieder mit mehreren Zugaben und zufrieden machten wir uns auf den Heimweg. Ab in den Shuttle Bus (nochmals danke Gisi!) und meine Wolfstatzen haben den Ausklang des MPS nochmal würdig begossen. Das MPS in Hohenwestedt war superhammergeil, ich freu mich schon auf das nächste Jahr. Das Fotoalbum findet ihr hier.

Das MPS in Rastede: super Bands, super Show, super Publikum

Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum MPS in Rastede war gigantisch. Bei allerbestem Festivalwetter strömten an allen vier Tagen tausende begeisterte Menschen und hatten ihren Spaß. Und die Bands gaben diesen Spaß tausendfach zurück.Snorre von Versengold beim MPS in Rastede Gisbert Hiller hatte aber auch mächtig aufgefahren und es gab zum Teil Gruppen zu sehen, die vorher noch nie auf einem MPS aufgetreten sind. Ich habe mir The Dolmen angeschaut, Unschuldig, Omnia, natürlich Metusa, Versengold, Saor Patrol, Rapalje, Feuerschwanz Ignis  Fatuu und Vermaledeyt. Außerdem war noch Saltatio Mortis, Das Niveau und Die Streuner da. Die Streuner sind übrigens ohne Rabe aufgetreten, ich habe allerdings nicht nachgeforscht, wieso. Übrigens gab es auch eine Vermischung der Bands: Metusa, The Dolmen und Saor Patrol spielten zusammen (so eine volle Bühne habe ich noch nie gesehen, Metusa holte The Dolmen mit auf die Bühne, Dominik trieb sich bei Vermaledyt mit rum – ach ja, das Foto ist es wert in Dominik von Metusa bei Vermaledeyt auf der Bühne: MPS Rastededen Titelbericht zum kommen. Irgendwie hat der gute Dominik nämlich den Vermaledeyt Leuten etwas über Schwaben und Bayern erzählt und außerdem noch deren Maskottchen geklaut und sie überreichten ihm dann als Geschenk die nebenstehende Verkleidung.

Ich habe mit meiner neuen MPS Fan Gruppe “Die Wolfstatzen” gecampt. Wir haben uns aus diversen Gründen vom MPS Fan Forum gelöst (ich bin dort auch nicht mehr zu finden)  und campen auf der Campsite zukünftig immer unter diesem Namen zusammen. Ihr könnt uns an der Flagge erkennen, oder eben unserem Totenkopf mit Kettenhaube und Nasalhelm “Heinrich VIII” auf dem Pflock. Wer Lust hat, sich ungezwungen zu uns zu gesellen, ist immer willkommen.  Die Campsite war vom Platz her fantastisch – es hatte am Mittwoch hier im Norden noch geregnet und Samstag Nacht ging ein gewaltiger Schauer herunter, trotzdem war der Platz trocken. Aaaaber – die 700 Meter  Entfernung zum Festivalgelände sind wohl nur Vogelfluglinie gewesen und es war verdammt weit. Ich bin locker 20 Minuten gelaufen und das ist für Familien mit Kindern schon ein verdammt langer Weg gewesen. Ein Shuttle Service, gerne auch bezahlt, hätte hier sehr geholfen.

Auf dem Platz gab es mal wieder alles was der MPS Fan so braucht, ziemlich günstige Getränke alkoholischer und nicht alkoholischer Art, jede Menge zu Essen dazu Show vom Feinsten. Die Feuershow war wieder gigantisch, es gab Feuerwerk, Fictum lieferte Showkämpfe, ich habe beim Ritterturnier reingeschaut, mal wieder einer Markteröffnung beigewohnt und hatte vier Tage echt ordentlich zu tun. Schließlich habe ich jede Menge neue und alte Freunde gefunden die alten und neuen Unsinn gemacht haben. Weiterlesen