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Monatsarchive: Juni 2012

Gebühren für das Campen beim MPS

Nun ist es amtlich: Gisbert Hiller erhebt ab dem MPS in Bückeburg 5 Euro pro Person (ab 16 Jahre)  und 5 Euro pro Wagen, 5 Euro pro Wohnwagen und 10 Euro pro 220 V Anschluss. Das letzte kostenfreie Campen findet also in Hohenlockstedt statt. Hiller begründet das mit den Kosten, den er durch immer mehr Camper auf der Campsite hat und die mittlerweile aus dem Ruder gelaufen sind.  Ich bin gespannt, wie sich das auswirken wird, muss ein Wohnwagengespann nach dieser Rechnung 10 Euro für das Gespann und 10 Euro für den Stromanschluss zahlen. Dazu vielleicht bei 2 Personen die den Wohnwagen nutzen nochmal 10 Euro macht also alleine 30 Euro für die Campsite.  das wird den einen oder anderen Wohnwagenbesitzer denn doch zurückschrecken, da kommen mit Spritgeld und Eintrittspreisen für das MPS schon mal am Wochenende 100 – 150 Euro und mehr heraus.  Schaun wir mal!

Das MPS in Hohenlockstedt – Platz für eine gigantische Party

Kartenbild

Das wird `ne Wahnsinnsshow beim MPS Hohenlockstedt auf dem ehemaligen Gelände der Heeresflieger “Hungriger Wolf”. Wo bis 2003 noch Helikopter der Bundeswehr abhoben, wird am Wochenende gefeiert und getanzt bis in die späte Nacht. Günstigerweise sind die nächsten menschlichen Behausungen 4 – 5 KM weg und so kann Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS,  ausnahmsweise mal aus dem Vollen schöpfen. Und – wir  kennen ihn nicht anders – er tut das auch und bietet seinen Gästen ein Wahnsinnsprogramm. Die angekündigten Bands wie Saltatio Mortis, Duivelspack, Die Streuner, The Dolmen, Ignis Fatuu, Fiddlers Green, Rapalje, The Moon and the Night Spirit, Versengold, Saor Patrol, Feuerschwanz, Reliquiae und Das Niveau haben nur einen Nachteil: man kann unmöglich alles sehen und hören. 13 Bands auf 4 Bühnen – das ist selbst beim MPS selten. Dazu werden 90 Minuten Feuershow die Nacht zum Tag machen. Ein grandioses Event.

Das Gelände selbst ist bis 3:00 h (!) für Besucher geöffnet, es sollte also genug Zeit zum Austoben da sein.

Übrigens gibt es was Neues in Sachen Campsite zu vermelden: Ab Samstag Nachmittag  finden Kontrollen auf der Site statt, alle Campsitebenutzer sollten dann eine gültige Eintrittskarte vorweisen können.

Gisi will damit verhindern, dass Plätze auf der Campsite einfach nur von Festivalgeiern belegt werden, die kein Interesse am MPS haben und statt dessen auf der Campsite feiern.  Ich bin gespannt, ob das den gewünschten Erfolg bringt.

In früheren Ankündigungen wurde auch auf die Möglichkeit von Rundflügen hingewiesen, allerdings finde ich in neueren Beiträgen weder auf Facebook noch auf der Website des Veranstalters einen derartigen Hinweis mehr. Ich bin gespannt ….

Auf jeden Fall werde ich mit einem kleinem Teil unserer MPS Fan Gruppe Die Wolfstatzen auf der Campsite lagern, ich freue mich auf unsere “niederländische Fraktion”, die den weiten Weg von Utrecht zu diesem Event auf sich nimmt. Sehen wir uns an der Drachenschänke auf ein Bierchen?

Camping auf dem MPS – 2013 wird es definitiv anders

Die Diskussion über die Campsite der MPS Veranstaltungen in  2013 geht weiter. Dabei gibt es von bedingungsloser Zustimmung

bis hin zu völliger Ablehnung jede Menge Kommentare bei Facebook zu Gisbert Hillers Plänen. Unzweifelhaft ist, das er die Kosten für die Campsite in 2013 von den Campern zumindest teilweise wieder hereinholen wird.

Relativ neu in der Diskussion über das Campen sind allerdings die Beschwerden über  “Krachmacher” auf der Site. Ich zelte regelmäßig auf dem MPS, natürlich gibt es zuweilen Gruppen die ein wenig lauter sind, natürlich gibt es auch manchmal Gruppen, die bis in den Morgen hinein feiern, aber richtig gestört hat mich das eigentlich noch nie. Schließlich bin ich auf dem MPS und nicht auf einem Campingplatz. Ich ärgere mich auch zuweilen über die Vollpfosten, die ihren Müll einfach liegen lassen oder die es nicht mal für nötig halten ihr Zelt abzubauen, aber dieses-  auf anderen Festivals durchaus übliche Phänomen –  ist höchst selten auf dem MPS zu beobachten und eigentlich eine Ausnahme. Ich werde diese meist jüngeren Besucher nie verstehen  in ihrer Wegwerfmentalität und vermute, dass sie bisher nie etwas für ihr Geld tun mussten.  Eine Lösung für mehr ruhebedürftige Campsite Besucher könnte sein, dass ein bestimmter Bereich auf der Campsite eingerichtet wird, auf dem ab 0:00 Uhr Ruhe herrscht.

Auf jeden Fall kommen viele Besucher schon am Freitag auf die Campsite, ganz einfach weil die Stimmung dort unvergleichlich ist. Ich gehe jedes Mal herum und schaue, ob ich Freunde und Bekannte sehe, setze mich mal zu der einen oder anderen Gruppe, zuweilen kommen wildfremde Menschen zu uns unter den Pavillon und wollen mit uns ein Bierchen trinken oder einfach nur reden. Dieses Feeling kaputt zu machen wird nach meiner Einschätzung viele Dauergäste kosten, das MPS ist in all den Jahren auch deshalb so groß und anziehend geworden weil es die Campsite gibt .

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Im nächsten Jahr kein kostenfreies Campen mehr beim MPS

Campsite_telgteDas ist ne echte Krachermeldung die Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS gestern auf seiner Website veröffentlicht hat: Er plant harsche Änderungen auf der Campsite.

Im Einzelnen: Jedes Fahrzeug zahlt 5 Euro. Jede Person ab 16 Jahren  zahlt 5 Euro. Jedes Zelt zahlt 5 Euro und muss vorher hinsichtlich der Größe schriftlich gemeldet werden.  Wohnwagen, Wohnmobile, Sprinter und LKW ab 7,5 t zahlen 10 Euro. Stromanschluss kostet 15 Euro , 16 Ampere Anschlüsse 50 Euro. Wer campen will, muss das vorher anmelden, Jahreskartenbesitzer müssen bei der Bestellung gleichzeitig Campingkarten kaufen. Als “Neuerung” kommt dann noch eine Security dazu, die vor allem für Ruhe in der Nacht sorgen soll, falls eine Party zu lange und zu laut laufen sollte.

Gekaufte Campingkarten  werden bei Nichtbenutzung nicht zurückgenommen, können aber weitergegeben werden und sind somit nicht wie Jahreskarten personengebunden.

Nach Aussage von Gisi soll hier eine bessere Planung der Kapazitäten auf der Campsite möglich sein, unerwünschte Besucher, die kein Interesse am Festival haben und einfach nur auf der Campsite übernachten wollen und dort Partys feiern sollen ferngehalten werden.

Außerdem steigen die Kosten für den Betrieb der Campsite – das muss abgefangen werden. Weiterlesen

Das MPS in Dresden–ein gelungenes Debut

Lasterbalk_von_saltatio_mps_dresden

Es ist vollbracht – Gisbert Hiller hat das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum nach Ostdeutschland gebracht. Und man muss sagen: es gab ein gelungenes Debut.  460 anstrengende Kilometer musste ich fahren und ich habe nicht einen bereut. Die Campsite kann nahezu beliebig vergrößert werden und liegt unterhalb einer Hochstraße- Vorweg: Es gab weder Verkehrslärm noch irgendeinen Autostress, man hat von der Hochstraße nichts mitbekommen. Es waren nur an die 200 Zelte und WoMos auf der Campsite, und man sollte es nicht glauben, aber ich habe Freunde aus Bayern getroffen . Einige Leute vom MPS Radio waren auch dort so dass ich nicht nur unbekannte Gesichter gesehen habe. Übrigens bleibt man auch in Dresden nicht lange allein –  neben mir zelteten Claudia mit Christian und Tobias, drei supernette junge Leute mit denen ich das eine oder andere Bier getrunken habe. Es hat echt Spaß gemacht mit Euch, hoffentlich treffen wir uns mal wieder!

Das Festivalgelände war direkt an der Campsite und nach dem ich in Hohenwestedt und Rastede soviel gelaufen bin war das ein echtes Highlight. Das Gelände war ziemlich klein – in gut 10 Minuten konnte man es umrunden. Ich hatte zunächst Befürchtungen, dass die drei Bühnen sich gegenseitig beschallen – das war aber nicht der Fall, schließlich ist Gisi Profi und hat die Bühnen gut ausgerichtet. Am Freitag war noch nicht so viel los auf dem Platz, einige Dresdner haben sich das Spektakel teilweise von der Hochstraße oder einem hinter dem Festivalgelände gelegenen Hügel angeschaut. Die, die draußen geblieben sind, haben was verpasst, denn musikalisch hat Gisi hier vom Allerfeinsten aufgeboten: Am Freitag spielten auf : Metusa, Versengold,  Duivelspack, Vermaledeyt, Rapalje  und das Niveau. Vor den Bühnen war immer gut Stimmung, auch wenn sich nicht solche Massen dort ansammelten. Ich habe selten soviel Platz zum Tanzen vor der Bühne wie am Freitagabend, aber ich bin sicher, das MPS Fieber hat die Dresdner erwischt und nächstes Jahr wird´s gerammelt voll sein. Am Freitag lieferten sich Metusa und Vermaledeyt ein Duell. Wie eingeweihte Metusiasten und die Vermaledeyten wissen, hat Metusa den Vermaledeyten das Maskottchen namens Hektor geklaut. Das sollte wieder zurück zu Vermaledeyt, also stürmten diese die Metusa Bühne. Alles Aufpassen und Blockieren half nix – Vermaledeyt eroberte im Handumdrehen die Stage. Man einigte sich, dass der Verbleib des Maskottchen über Armdrücken entschieden werden sollte: Anja gegen Vivianne von der Saar und der Saitenreiter gegen Thomas Galgenvogel. Während Anja den Job mühelos erledigte schwächelte der gute Domenicus und unterlag schmählich. Unentschieden! Listigerweise hatte Johann Lästerzunge von Vermaledeyt der guten Anja den Hut stibitzt und es war entschieden: Hektor wanderte wieder in seine bayrische Heimat zu Vermaledeyt und braucht sich nicht mehr über die verrückten Schwaben von Metusa gruseln. Ach ja, Metusa, da war noch was.  Dominik spielte gleich im ersten Set Anna Dutzinger, dazu holt er sich ja immer ein Mädel auf die Bühne (ich schwörs – im nächsten Leben werd ich Musiker!). Und als er fragte wie sie hieße sagte sie: “Tina aus Bremen.” Aus Bremen! Ich hab sie hinterher angesprochen,  sie studiert hier in Bremen und kommt ursprünglich aus Nürnberg. Aber trotzdem: Eine Bremerin zu Besuch des MPS in Dresden, super. Ich hoffe, Dir gefällt es in Bremen so sehr dass Du nach dem Studium nicht mehr weg willst …

Übrigens hat das Wetter nicht nur am Freitag gehalten. 23 – 24 Grad, trocken, ab und an Wolken also bestes Festivalwetter.

Der Samstag begann mit einem kleinem Würfelspiel mit meinen drei neuen Freunden (nein, nicht ich habe damit angefangen sondern Claudia) und diesmal habe ich mir Versengold und Metusa angeschaut. Der Platz wurde nun voller und man konnte ihn – was die Zuschauermassen betraf – kaum von einem der alten MPS Standorte unterscheiden. ich hab mit Gisi kurz gesprochen, er zeigte sich sehr zufrieden und hielt den Auftakt für gelungen. Drücken wir die Daumen dass es in Dresden weitergeht.  Mittlerweile habe ich gemerkt, das ich immer mehr zum Versengold Fan werde. Das Nachtkonzert war allererste Sahne, die Texte sind Klasse und die Tunes die die reinlegen reißen die Füsse nahezu automatisch in den Tanz.

Da ich von Ignis Fatuu noch nie ein gesamtes Set gehört habe, hatte ich mir vorgenommen die einmal in Gänze zu hören – und es hat sich gelohnt. Tolle Musik, tolle stelzentheater_waldwesen_mps_dresdenKlänge, jeder beherrscht sein Instrument und sie bringen eine Theatralik in ihre Geschichten die richtig  Laune auf mehr macht. Ignis fatuu hat eine richtig große Fangemeinde und bildet für mich zusammen mit Vermaledeyt einen schönen Kontrast zu Saltatio Mortis, die natürlich auch wieder vertreten waren und gefühlt die Hälfte aller Besucher vor ihrer Bühne hatten.

Meine ostdeuschen Freunde waren von der Feuershow beeindruckt, die ich mir allerdings nicht angeguckt habe. Als ich dann am Samstagabend gegen 1:00 zu Zelt ging, warteten Claudia und Christian schon und fragten ob ich Tobias gesehen hätte. Hatte ich aber nicht und bald wurde klar, warum er sich verspätet hatte: er hatte zwei Mädels im Schlepptau. Allerdings lieber Tobias: Man sollte dann schon  das versprochene Hauszelt haben sonst hauen die Damen  – wie geschehen – wieder ab. Tobias hat mich ein bisschen an Mike aus dem Emsland erinnert …

So, das waren meine Eindrücke vom ersten ostdeutschen MPS, mein Fazit: Wieder mal tolle Leute kennengelernt, wieder mal jede Menge Spaß gehabt, wieder mal Entspannung vom Berufsstreß gefunden, tolles Wetter gehabt, super Musik gehört. Nächste Jahr fahre ich gerne wieder 460 KM um in Dresden dabei zu sein.

Mein Fotoalbum findet ihr hier.

Über Kommentare – positive wie negative – würde ich mich freuen, und wenn euch gefällt, was ich schreibe, dann empfehlt mich doch einfach bei Google. Sehen wir uns bei der nächsten Party in Hohenlockstedt?