741136 Besucher seit 23.07.2010

Kategoriern

Monatsarchive: Februar 2013

Phantasium im Beursgebouw in Eindhoven

phantasium

Das war ein gelungenes Wochenende und eine wunderbare Überraschung, die ich da in Eindhoven bei unseren niederländischen Nachbarn erleben durfte.

Ich hatte den Tipp aus unserer Wolfstatzengruppe erhalten, dass The Dolmen auf dem Phantasium, einer Veranstaltung rund um Mittelalter, Gothic und Steam Punk, in Eindhoven auftritt.

Natürlich konnte ich mir dies  auf gar keinen Fall entgehen lassen und reiste – ungewandet und dummerweise ohne Fotoausrüstung – am Samstag an.

Ich betrat das Gebäude und tauchte ein in eine wahrhaft fantastische Welt. Nahezu 50 – 60 Händler präsentierten in einer Halle ihre Waren aus dem Bereich Mittelalter, Gothic und Steam Punk. Dazwischen tummelten sich etliche gewandete Leute.

Bier- und Metstände und eine Bühne waren aufgebaut. Auf der Bühne spielte gerade The Wild Geese ziemlich guten Mittelalterfolk. Völlig neu für mich war der Bereich Steam Punk, im ersten Stock waren etliche Stände aufgebaut an denen man die Kunstwerke bewundern konnte: eine Zeitmaschine, diverse fantastisch anmutende Automaten mit Hebeln und Ventilen und Bildschirmen, die geheimnisvolle grüne Bilder von sich gaben, dazwischen Menschen die direkt aus dem Film “Der goldene Kompass”  zu kommen schienen. Ich war begeistert und werde mir sicher auch irgendwann so etwas zusammenstellen.

Ich habe ein paar niederländische Freunde getroffen, einige bekannte Gesichter vom MPS gesehen und mich ansonsten mit den Ständen und den Bands beschäftigt.

Die Preise bei den Klamotten haben mich echt überrascht: Sehr viel günstiger als ich das von Deutschland her kenne.

Leider war nichts für mich dabei, ich trag selten bis gar nicht barocke Kleider, ich glaub so ein Mieder steht mir auch nicht. Warum ist das Warenangebot für die Damenwelt immer nur um soviel größer als für uns?

Die Stimmung vor der Bühne war mäßig. Bei den Wild Geese tummelten sich zeitweise 5 Zuhörer, bei der Steam Punk Gruppe Victor Sierra über längere Strecken niemand. Das muss frustrierend für die Musiker sein, zumal beide Gruppen gut mit ihren Instrumenten umgehen konnten .

Apropos Steam Punk: nicht nur das Outfit der Steam Punker hatte es mir angetan, auch die Musik ging gut ins Ohr. Ich muss mich also mal mehr mit dieser Richtung beschäftigen.

Tja, und dann kam der eigentliche Anlass meiner Anreise: The Dolmen betrat die Halle. Die Damen gingen erst mal shoppen und schauten, was sie für ihr Outfit tun konnten.  Taloch wurde in diverse Gespräche verwickelt und endlich, endlich machten sie ihren Soundcheck. Als ich mir noch schnell mein Bühnenbierchen Anouk Adrien von Victor Sierrabesorgen will, sehe ich doch tatsächlich Rob und Daphyd von Omnia.

Beide wohnen in Eindhoven und sie erzählten mir, sie wären mit dem Fahrrad zum Phantasium gekommen.

Der Gig von The Dolmen war fantastisch.  Ich hatte das Gefühl, sie  sind über den Winter noch viel besser geworden. Kraftvolle Klänge, ausdrucksstarker Gesang und die Querflöte von Ellie Goldsack war viel präsenter als ich sie in Erinnerung hatte.Vor der Bühne war ein wenig mehr los als bei den Bands vorher –  aber es waren immer noch recht wenig Leute, die sich da versammelt hatten. Vielleicht 30 oder 40 und die Niederländer haben es, scheint`s, nicht so mit dem Tanzen vor der Bühne. Gut, das haben die drei deutschen Wolfstatzen gemacht und unsere niederländische Tatzenfraktion war auch nicht faul, aber insgesamt habe ich die Stimmung bei den Gigs von The Dolmen wesentlich ausgelassener gesehen.

Das Dumme an der Veranstaltung war, dass sie um schon 19:00 zu Ende ging. Wenn´s nach mir gegangen wäre, hätten wir noch ein, zwei Stündchen weiter gefeiert.

Insgesamt hat mir das Phantasium sehr gut gefallen, und ich werde nächstes Jahr wiederkommen. Dann gewandet und mit Fotoapparat. So musste halt diesmal das Smartphone und die Fotos meiner Freunde von den Wolfstatzen aushelfen, vielen Dank nochmal dafür!