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Die Heerlager beim MPS werden definitiv mehr eingebunden

Feuerstelle_MPS _Bueckeburg

Das ist schon eine heiße Diskussion um die Heerlager beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, die da zur Zeit geführt wird, das kann man wohl sagen.

Und dabei fing es erst ganz harmlos bei Facebook an, eine kleine Frage des Veranstalters Gisbert Hillers auf Facebook rief sofort  hunderte von Kommentare auf den Plan. das ist an sich nichts  Neues.

Immer wenn Gisi, der Drache daselbst, in Facebook etwas schreibt, gibt es diese Resonanz. Hier aber schieden sich mal wieder die Geister. Von Sauflagern war die Rede, von solchen Lagern die sich mustergültig einbringen in das Konzept, von Lagern die nur die kostenlose Eintrittskarte nebst Freikarten für Freunde kassieren wollten und solchen, die liebevoll ins Detail gingen.

Die Wahrheit, liegt, wie so oft in der Mitte.  Tatsache dürfte sein, das der Trend, sich bequem als “Heerlager” – was auch immer dann die Definition desselben ist – an das MPS Spectak(el)ulum anzuhängen und kostengünstig teilzuhaben, gestoppt werden muss.

Fakt ist aber auch, dass das MPS als Veranstaltung natürlich Begehrlichkeiten weckt- wer möchte nicht als TEIL der Veranstaltung wahrgenommen werden?

Letzteres erzeugt natürlich einen Bedarf an Heerlagerplätzen, der exponentiell mit dem Erfolg der Veranstaltung gestiegen ist, keine Frage.

Naja und hier muss man wirklich denn auch mal die Frage stellen: Wer soll das bezahlen?

Heerlager kosten Geld für den Organisator, deshalb sind die Plätze IMMER begrenzt.

Klar dürfte sein, dass KEINE Veranstaltung, die in sich den Begriff “mittelalterlich”  trägt, ohne Heerlager auskommt. 

Nur, wollen wir den Einheitsbrei? Wenn es etwas gibt, was das MPS von Märkten und Veranstaltungen der Szene abgrenzt,  ist es  der kompromisslose Wille anders zu sein.

Und zwar, wenn es nötig ist, auch spontan. Wie oft hat Gisbert Hiller in der Vergangenheit noch in der Saison das Ruder herumgerissen, das Konzept geändert und ist aktiv auf die Bedürfnisse seiner Gäste eingegangen? Sehr oft und meistens lag er richtig.  Zuweilen hat er – zumindest nach meinem Geschmack – über das Ziel hinausgeschossen, aber immerhin, er bewegt etwas und er agiert und reagiert nicht nach Schema F.

Seine Fans  – und seine Kritiker – beeindruckt und fasziniert dies gleichermaßen. Je nach Denkrichtung mehr oder weniger positiv.

Aber genug des theoretischen Sermons, was steht nun an? Zunächst einmal wird, typisch für den Drachen, ganz spontan von allen Heerlagern die sich beworben haben oder noch bewerben werden, verlangt,  ein Konzept sowie Fotos vorzulegen, wonach  entschieden wird, ob das Lager nun teilnehmen darf oder nicht.

Das finde ich extremst gut, denn so werden die Lager systematisch in das Veranstaltungskonzept eingebunden und als hauptberuflicher Projektmanager kann ich mit Systematik immer etwas anfangen.

Weiterhin droht er an – und jeder der ihn kennt, weiß, dass er das umsetzen wird – die Lager rauszukegeln, die kein Konzept haben oder von denen er das Gefühl hat, hier soll nur billig Freizeit finanziert werden. Das finde ich wiederum gut, denn Rekorde in der Anmeldung und Teilnahme von Heerlagern bringen das MPS sicher nicht weiter und wer Teil der Veranstaltung werden will muss auch etwas tun. Das hilft,  Kosten kalkulierbar zu machen und durch die Heerlager noch mehr Besucher au die Veranstaltung zu bringen. Wer darüber jammert und klagt, er werde als kostenfreier Kleinkünstler missbraucht, hat bedauerlicherweise nicht mal ansatzweise erkannt, das dies – man verzeihe den Begriff – eine WIN – WIN Situation ist. Hiller gewinnt, weil das MPS attraktiver für Familien wird und die Heerlager, weil damit gewährleistet wird, das ihr Hobby immer noch kostengünstig in einer äußerst attraktiven Umgebung ausgeübt werden kann.


Denn wer angesichts einer Veranstaltung, die tausende von Menschen auf den Plan lockt, nicht erkennt, dass dieses tolle Gefühl, für jene Besucher interessant zu sein, nicht ohne straffe Planung und Organisation zu haben ist, sollte besser auf den Märkten des Heimatvereins lagern. O.K., diese Veranstaltungen finden dann nur ein Mal – wenn überhaupt, im Jahr statt, sind dafür aber nicht so publikumslastig und man hat seine wohlverdiente Ruhe.

Man möge mich nicht falsch verstehen – wer Authentizität und demokratisches Miteinander will, wer will, und (scheinbar) objektiv Geschichte vermitteln will, der soll sein Hobby gerne ausleben. Ich besuche solche Märkt ab und zu auch gerne.

Das MPS ist anders. Nicht authentisch, aber fantastisch. Und fantastisch organisiert. Das man es da als Organisator nicht jedem Recht machen kann, liegt auf der Hand.

Ein Wort an meine Leser an dieser Stelle: ich bin absolut unabhängig vom Veranstalter, bezahle wie jeder normale Besucher meine Jahreskarte, werde nicht gesponsert und war erfreut, das der Drache daselbst hier im letzten Bericht einen Kommentar hinterlassen hat.

Das hier ist meine eigene, persönliche und unabhängige Meinung und die steht zur Diskussion, nicht das MPS.

Also, jeder Kommentar, ob zustimmend oder ablehnend ist erwünscht. Denn das MPS sind wir, und nur wenn wir frei heraussagen, was wir meinen, gibt es Änderungen.

Wie in den vergangenen 13 Jahren auch, in denen ich das MPS als Besucher und Fan besuche. In diesem Sinne -  ich würde gerne mit Euch bei einem Horn Met oder Odins bei der Jubiläumsfeier in Dortmund weiterdiskutieren. Ihr seid doch dabei, oder?

4 Antworten auf Die Heerlager beim MPS werden definitiv mehr eingebunden

  • amdaro sagt:

    Sehe ich genauso. Da hat Gisbert ein richtig gutes Konzept entwickelt, clap.

  • Rotscha sagt:

    Bin so ziemlich deiner Meinung Tom, wenn du das Wort “ Kostengünstig “ weglässt. Allein diesen Winter sind für Reparaturen und Neubauten etwa 45o€ draufgegangen. Dann der Sprit, mit Hänger natürlich mehr! Wir kochen anders, die Lebenmittel sind auch nicht immer beim Discounter zu kriegen. … Trotzdem.. es ist es wert, dieses Gefühl im Lager zu agieren, die Teilweise erstaunten Blicke und die wirklich lustigen fragen die da kommen…. unbezahlbar!

  • Thomas sagt:

    ich meine mit „kostengünstig“ ja auch nicht die Ausstattung des Lagers und das Hobby an sich. Was allein an Geld für Waffen zelte und Geschirr drauf geht ist schon sehr beachtlich. Und euer Lager it ja auch eines mit Liebe zum Detail – nur sind die Details ziemlich teuer. Aber manchmal sehe ich auch nur ein Zelt, ein Schaffell, eine Feuerstelle. Davor sitzt manchmal ein Mensch mit Leinenhose, verfilztem Haar und nackter Oberkörper, fertig ist das Mittelalter.

  • Rotscha sagt:

    Verfilztes Haar und nackter Oberkörper… echt authentisch! Brüll

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