Eine einzigartige Themenwelt erwartet Euch

Autor: Christian-wittmann-1964, published unter der Lizenz Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 InternationalNun geht es bald los: vom 24.07.20 – 04.10.20 startet Gisbert Hiller ein einzigartiges Projekt, das es ohne die Corona Krise wohl nicht gegeben hätte.

Statt rauschender Nächte und einer Woche Urlaub in Bückeburg ziehen Dinosaurier, Urmenschen, Piraten, Monster und Ritter auf das Gelände.

Das klingt großartig und – wenn man die Geschichte des MPS kennt – wird es großartig.

Denn in kleinen Dimensionen zu denken ist einfach nicht das Ding von Gisbert Hiller. Das hat ihm in der Vergangenheit natürlich auch Kritik und Neid eingetragen. Aber davon hat sich der Veranstalter niemals abhalten lassen, auch scheinbare Niederlagen, wie damals die Veranstaltungen im Harz oder der Versuch, das Gelände in Dresden zu entwickeln, führte nur zu neuen großartigen Ideen.

Eigentlich war es logisch, dass aus der Corona Krise etwas Neues und Großes entstehen würde, denn Aufgeben liegt einfach nicht in den Genen des Gisbert Hiller. Aber wie immer gibt es Reichsbedenkenträger.

Schreibt die Schaumburger Zeitung am 8.7. noch neutral, dass der Skulpturenpark geöffnet wird, gibt es schon am gleichen Tag einen Beitrag des Chefredakteurs: Der Tod kann zu Hause bleiben.

Er versteigt sich zu folgender Aussage:

“Liest man die vollmundigen Ankündigungen des umtriebigen Veranstalters, so drängt sich ein Verdacht auf: Das angepriesene Programm mit vielen Höhepunkten jenseits mittelalterlichen Inhalts unterscheidet sich nicht wesentlich vom ,,echten“ Spektakulum. Mit dem Verweis auf den sogenannten Skulpturenpark wurde lediglich ein Hintertürchen gefunden und geöffnet, um Corona-Regelungen zu umgehen. Ein Schlag ins Gesicht für die Veranstalter etwa von Jahrmärkten, die mit Fug und Recht ebenfalls auf die Zulassung ihres Events pochen.”

Ich fürchte, der Mann war noch nie auf einem MPS (was ja eigentlich seltsam ist, treibt die Veranstaltung im Juli doch jedes Jahr regelmäßig zehntausende zahlende Touristen in die Region). Wäre er je dort gewesen, wüsste er, dass dort die Post abgeht. Die paar tausend Besucher, die hier zeitgleich auf den gesamten Platz der Themenwelt gelassen werden, verteilen sich im Idealfall normalerweise vor der Bühne von Saltatio Mortis beim Nachtkonzert (ich weiß, ich übertreibe, aber nur ein wenig Open-mouthed smile).

Es kann sich hier nicht um ein “echtes” Spektakulum handeln, das hätte man aus den sehr früh verlautbarten Informationen des Veranstalters entnehmen können, wenn man gewollt hätte. Ich kenne zufällig das Vorgehen der Staatsbediensteten, wenn auch aus anderen Bereichen. Wenn der Themenpark genehmigt wird, dann nur und ausschließlich, deswegen, weil der Veranstalter ein wasserdichtes Konzept vorgelegt hat.

Kein Staatsdiener will sich in der Zeitung sehen, wenn Bückeburg zum neuen Corona Hotspot wird.

Natürlich wollen andere Veranstalter auch wieder loslegen, ich gönne es jedem. Wenn das nicht genehmigungsfähig ist, können Auflagen nicht eingehalten werden. So einfach ist das. Ich verstehe nicht, wieso Berufskritiker ständig gute Ideen torpedieren. Hebt das ihr Selbstbewusstsein? Arme Schweine!

Ich finde es großartig, dass Hiller eine Idee umgesetzt hat, die wieder Menschen in Arbeit bringt, Kleinkünstlern (vielleicht) durch diese schwierige Zeit hilft und nebenbei ein ganz ganz kleines Stück an Normalität zurückbringt. Ich kann mir vorstellen, dass die Umsetzung der Idee viel Kraft, Frust und Rückschläge bedeutet hat. Hiller hat nicht aufgeben und präsentiert uns ein großartiges Event. Ich werde jedenfalls hingehen, zwar nicht in der ersten Woche, weil ich auf Familienbesuch bin, aber ganz bestimmt noch im August. Lasst die Kleingeister und Neider doch schreiben, was sie wollen, wir wissen, auf was wir hoffen können.

Sehen wir uns im Themenpark?

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