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Faun Acoustic Tour – versunken in der Harmonie der Klänge

Ich war gestern beim vorletzten Konzert der Acoustic Tour von Faun  in Bremen und benötige mit Sicherheit den gesamten Sonntag, um von diesem musikalischen Erlebnis wieder herunterzukommen.

Oliver Pade Quelle:  Spectaculum.de Ich habe die Gruppe zum ersten Mal im letzten Jahr Live auf einem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum® live erlebt und war sofort süchtig. Ich kannte natürlich vorher schon einiges von Faun, wer sich ein bisschen mit mittelalterlichen Klängen auseinandersetzt, kommt an Faun natürlich nicht vorbei. Die Band wurde 1999 von Oliver Pade (Oliver S. Tyr), Birgit Muggenthaler und Werner Schwab gegründet.  Aktuelle Bandmitglieder sind Oliver S. Tyr, Fiona Rüggeberg, Rairda (Margareta Eibl), Rüdiger Maul und Niel Mietra, der gestern nicht mit auf der Bühne stand.

Alle Bandmitglieder haben langjährige Erfahrung und eine breit gefächerte musiklalische Ausbildung, die man aus der Musik auch heraushört. Ein kleiner Eindruck gefällig?

Fiona Rüggeberg :

Klassische Ausbildung auf Klavier, Querflöte und Gitarre. Studium der altorientalischen Musiktherapie (Uni Istanbul / München).
Ausbildung in orientalischer Musik- und Aufführungspraxis und Tätigkeit als Studiomusikerin im Weltmusikbereich.

Instrumente:
Gesang, Dudelsack, Dombra, Rebab, Oud, Flöten, Chalumeaux, Pommer & versch. Rhythmusintrumente

(Quelle: http://www.faune.de/web/index-de.html)

 

Oliver Pade:

organisatorische Leitung der Gruppe „FAUN“.
Seit über zwanzig Jahren musikalische Erfahrung und zahlreiche Fortbildungen an Saiten- und Streichinstrumenten (Schlüßelfiedel u.a. bei Sonja Sahlström, Torbjörn Näsbom, und Marco Ambrosini, Harfe u.a. bei Betty Peterson und Uschi Laar).
Tätigkeit als Studiomusiker u.a. für Mediaeval Baebes, Eluveitie, Corvus Corax, Schandmaul, Omnia uvm. Veröffentlichung der CDs „Sava – Aire“ 2004 und „Sava – Metamorphosis“ 2008 gemeinsam mit Birgit Muggenthaler (Schandmaul). Veröffentlichung der Gedichtbände „nach hinterhügelland“ 1998 (vergriffen) und „Meere“ 2007.
Von 1997-2001 aktive Tätigkeit und später Leitung der Zirkus- und Aktionstheatergruppe „Germars Gaukler“.
„M.A. (Magister Artium) der Literatur des Mittelalters“

Instrumente:
Gesang, Nyckelharpa, Bouzouki, keltische Harfe, Gitarre, Saz, Tar, Kontrabasharpa

(Quelle: http://www.faune.de/web/index-de.html)

Die Daten von Rairda, Rüdiger und Niel spar ich mir, sonst sprengt das den Rahmen des Artikels. Rairda hat übrigens auch eine eigenen Homepage: http://www.rairda.de/ mit genialen Hörproben

 

Zurück zum Konzert:

Die Band hat im Tivoli gastiert, ein ehemaliges Kino in Bremen, das aber schon seit mehr als 20 Jahren anderen Bestimmungen zugeführt wurde. Nebenan befindet sich das “Aladin”, eine Disco in der sogar ich schon als Schüler mein Bierchen getrunken hab, und das ist wahrlich lange her. Das Konzert ging über etwas mehr als 2 Stunden, unterbrochen mit einer etwa 20 minütigen Pause. Die Acoustic Tour findet in bestuhlten Räumen statt, was mich zunächst verwunderte. Das etwa 200 köpfige Publikum harrte denn auch geduldig aus, Oli Satyr erklärte jedes Stück das gespielt wurde – und alle Bandmitglieder mussten ständig die empfindlichen Saiteninstrumente nachstimmen, weil die Temperatur im Konzertverlauf doch merklich anstieg, obgleich die Leute nicht einmal tanzen konnten. Schon beim ersten Stück stand mir der Mund weit offen, die Band ist einfach eine Wucht. Diese Harmonie der Klänge, die perfekten Stimmen, der absolut perfekt abgestimmte Einsatz der einzelnen Instrumente und Stimmen entführte die Zuhörer in andere Welten. Nach jedem Stück gab es Ovationen, die Band wurde zum Schluss zu 3 Zugaben gebracht, wobei die letzte für die Gruppe tatsächlich überhaupt nicht eingeplant war, denn Oli Satyr überlegte locker eine Minute lang, was die Band wohl spielen soll.

Über einen durchaus ärgerlichen Wermutstropfen muss ich leider doch noch berichten: Die Disco nebenan setzte so gegen 21:30 ein und die Bässe neumodischerer Musik störten denn doch ärgerlicherweise das Klangerlebnis zum Teil ganz erheblich. Das Konzert endete gegen 22:20 und ich wollte eigentlich noch an dem nachfolgenden “Veitstanz” teilnehmen. DJs sollten dann mittelalterliche Klänge auflegen. Schon während der Umbauarbeiten konnte ich eine Auswahl der nachfolgenden Musik hören und das ließ mich die Veranstaltung denn doch nicht mehr besuchen. Ich hatte noch die wunderbaren Stimmen von Fiona und Rairda sowie die außergewöhnlichen Percussion Effekte von Rüdiger im Kopf und wollte diese nicht durch Metal – Klänge zerstören.

Nun freue ich mich auf ein Wiedersehen mit der Gruppe in Gelsenkirchen auf dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum ® . Kommt ihr auch?

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