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Heerlager unter leichtem Beschuss beim MPS

Rotschas Söldnerhaufen ist regelmässig beim MPS dabeiNun geraten die Heerlager unter leichten Blidenbeschuß beim MPS.

Gisbert Hiller hat das neue Konzept für das MPS Remeringhausen vorgestellt, in dem die Heerlager eine größere Rolle spielen sollen als zuvor.  Da wird ein Bogenschiesswettbewerb organisiert, da wird Schauprangerstehen angeboten und einiges mehr. Das alles soll mit Hilfe der Heerlager organisiert werden. Ein gutes Konzept , finde ich.

Trotzdem wird in Facebook eine Diskussion über die Heerlager geführt . Da gibt es Kommentare wie “die wollen nur das Eintrittsgeld sparen” oder “ das sind Sauflager” oder es wird moniert, dass die Heerlager Umzäunungen bauen und die Besucher nicht ins Lager lassen. Das mag sicher in dem einem oder anderem Fall stimmen – aber eine Medaille hat immer zwei Seiten.

Zunächst einmal sorgen die Heerlager für eine kostengünstige “mittelalterliche” Stimmung. Kein Marktbetreiberkommt gänzlich ohne Heerlager aus.

Ach ja, apropos mittelalterliche Stimmung, ein Wort an unsere Reenactment Fanatiker, die am liebsten das Wort “mittelalterlich” aus dem MPS Namen per Gesetz herausstreichen lassen wollen, weil diese Veranstaltung ja angeblich rein gar nix mit dem Mittelalter zu tun hat: Mir ist nicht bekannt, das, bis auf die zahlreichen Heerzüge, die Menschen des Mittelalters in der Hauptsache in Zelten lebten …

Zurück zur Heerlagerdiskussion. Sicher wird man auch als Heerlagermitglied nicht den Genüssen der Schänken, der zahlreichen Metstände ständig widerstehen können. Und es mag ja auch sein das man dann ein wenig zu viel davon nimmt und morgens den Besuchermassen nicht besonders aufgeschlossen ist. Es mag durchaus sein, dass es auch das eine oder andere Sauflager gibt, wo das ganze Lager dem Alkoholgenuss verfallen ist.

Aber das für alle Heerlager  zu behaupten ist ein Witz.

Die Masse der Heerlager hat liebevoll, aufwändig und teuer (!) das Lager ausgestattet. DAS trägt zum Flair der Veranstaltung bei! Feuerstelle MPS  Bueckeburg

Wo wir gerade bei “teuer” sind. An gut besuchten MPS Tagen laufen mal eben so 15 Tausend Besucher über den Platz. Von denen ist bedauerlicherweise nicht jeder ehrlich.  So ein gutes  Schaukampfschwert kostet zwischen 200 und 600 Euro, eine Schaukampfaxt mal eben so an die 150 Euro, Rüstungsteile, die schaukampftauglich sind, sind noch sehr viel teurer. Das solche Teile gerne mal Flügel bekommen und urplötzlich verschwunden sind dürfte klar sein.

Viele Marktbesucher, nicht nur beim MPS, glauben auch, dass sie mit dem Eintritt das Recht erworben hätten, in jedes Zelt zu gucken, auf den Bühnen herumzuturnen  die ausgestellten Waffen zu benutzen, in die Kochtöpfe zu gucken. Und – natürlich – auch im angetrunkenen Zustand den einen oder anderen saloppen Spruch auf den Lippen hat der zuweilen die Grenzen des Respekts und der Höflichkeit weit überschreitet.

Das man als Heerlager  eine kleine Abgrenzung zum üblichen Marktgeschehen baut ist, verständlich.

Kommen wir zum letzten Punkt: Das Einbinden der Heerlager in die Marktaktivitäten.

Klar finde ich, wenn das möglich ist, ist das ein tolles Konzept. Ich habe es ja auch schon vorgeschlagen, hier bestimmte Märkte gezielt mit Heerlagern zu besetzen, die sich aktiv am Geschehen beteiligen können.

Aber zunächst ist es ja nicht so, als ob die Heerlager beim MPS lediglich am Freitag ihre Zelte auf- und am Montag wieder abbauen. Sie beteiligen sich bei der Markteröffnung, bei der Soldausgabe, bei Umzügen und vielen mehr.

Insgesamt sollte sich Gisi Hiller aus meiner Sicht bemühen, ein  stimmiges Konzept für die Heerlager zu erarbeiten und dies möglichst unter Einbeziehung der Heerlager, die schon lange Erfahrung auf dem MPS gesammelt haben. Dies würde eine Art interne Qualitätskontrolle bedeuten und man wäre weg von dem Konzept, immer mehr Heerlagern eine Teilnahme zu ermöglichen. Das erhöht nämlich das Veranstaltungsrisiko weil damit automatisch eine größere Veranstaltungsfläche benötigt wird, was wiederum Geld kostet. Vielleicht könnte man die Betreuung der Heerlager während des MPS auch zumindest teilweise auf einen oder zwei Heerlagerbeauftragte aus den Reihen der Lager abwälzen. Das spart Kosten und garantiert, dass die Interessen beider Seiten umgesetzt werden.

Ich Jedenfalls bin gespannt, wie die Diskussion über die Heerlager weitergeht.

Wie ist Deine Meinung dazu?

 

11 Antworten auf Heerlager unter leichtem Beschuss beim MPS

  • Evelyn sagt:

    …dem ist Nichts hinzu zu fügen…

  • Rotscha sagt:

    DAnke, das euch unser Werbestoff gefällt!….. ansonsten.. gut geschrieben! passt

  • Thomas sagt:

    Klar Rotscha, Dein Heerlager sieht klasse aus. Und unvergessen sind Deine Werbeeinlagen während der Markteröfnung ….

  • Rotscha sagt:

    Die Grundidee entsprang ja in zusammenarbeit mit dem Gesindel der Falkenburg und auch das erste Laken in Rastede wurde vom Gesindel gefertigt. Will ja den ganzen Ruhm nicht für mich!

  • Savi sagt:

    Sehr gut geschrieben!
    Aber gab es nicht sogar schon mal einen Heerlagerbeauftragten? Ich meine mich daran erinnern zu können. Was ist denn mit dem passiert?

  • Thomas sagt:

    Danke Savi, tja, einige Heerlager bemängeln, dass der Beauftragte nicht greifbar ist. Und wenn ich mir vorstelle, was im Verlaufe eines MPS alles schief gehen kann, dürfte ein Beauftragter ziemlich viel zu tun haben. Deshalb mein Vorschlag, hier doch die Heerlager mit einzubeziehen. Übrigens hat Gisi schon auf die Kommentare bei Facebook reagiert: Er kündigt ein verändertes heerlagerkonzept für 2014 an.

  • Rotscha sagt:

    Silvi Müller ist die Heerlagerbeauftragte hier in der Mitte und ich muss hier mal ein Lob aussprechen, weil sie sich die Nöte und Sorgen der Leute anhört und auch weitergibt! Eine sympatische Person, der man auch abnimmt das sie was tut.Ruhig mal ins Lager einladen!

  • amdaro sagt:

    nach Gisbert Hillers neuesten Überlegungen stehen die Heerlager mittlerweile ein wenig unter Dauerfeuer.
    So überlegt er schon durchaus konkret, einige MPS Veranstaltungen ohne Heerlager stattfinden zu lassen, da
    die Heerlager nach seiner Lesart einige Kosten verursachen.
    Zu den Kosten kann ich natürlich konkret nichts sagen, aber:
    Die Heerlager sind durchaus ein stimmiger Beitrag zum Gesamtbild des MPS, umso mehr, wenn sie sich zukünftig noch intensiver in das Geschehen einbringen.
    Der Pestumzug beispielsweise ist schon nur für sich eine beeindruckende Sache, auch wenn der alteingesessene hardcore fan hier sicherlich nicht mehr so staunt wie beispielsweise Erstbesucher, die übrigens auch diesen Part des Geländes abschreiten. Sollten zukünftig in den Heerlagerbereichen intensivere Aktionen -gerade auch mit Einbindung der Gäste- stattfinden, empfinde ich das als zusätzliche Attraktion für die Besucher.
    Nicht jeder hat Lust und vor allem die Taler, um alle Marktstände abzuklappern oder sich den Freß- und Saufbuden zu widmen.
    Ohne Heerlager verliert das MPS an Flair, wobei ich gesteigerte Aktivitäten selbiger in Zukunft für absolut sinnvoll halte.
    Da Gisberts Strategien und Taktiken ja relativ leicht erkennbar sind, vermute ich mal, dass es ihm tatsächlich um etwas ganz anderes geht.
    Ich denke mal, die Zeiten der kostenfreien Heerlager gehen langsam dem Ende zu.
    Er wird in nächster Zeit mit der plötzlich vom Himmel gefallenen Idee herausplatzen, dass nach der derzeitigen
    Lage die Mitglieder der Heerlager ebenfalls einen Obolus -sagen wir mal, die Hälfte des Eintrittspreises- entrichten müssen, da sonst alles aus dem Ruder läuft und die überaus widerspenstigen Behörden, Fürsten oder der Papst daselbst ihm keine andere Wahl lassen.
    Wettet jemand dagegegen?

  • Gisi sagt:

    Ich wette dagegen. Gisi

  • Thomas sagt:

    Oh, jetzt bin ich sehr gespannt in welche Richtung uns die Heerlager Diskussion bringen wird!

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