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Heiß, heißer, MPS Karlsruhe

Der Schlosspark MPS KarlsruheObwohl mich eine Magenerkrankung fast davon abgehalten hätte, aber eben auch nur fast (den wahren MPS Fan hindert eben nur der Tod), trat ich diese vor einer gefühlten Ewigkeit gebuchten Reise an. Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, jemanden in Karlsruhe zu überraschen. Leider entschloss sich dieser Jemand, seine Termine zu ändern und so machte ich mich eben alleine auf, unbekanntes Gebiet zu erobern. Da es in der Stadt bekanntermaßen durch Gisi keine Zeltplätze gibt, war ein in der Nähe gelegenes Hotel schnell gefunden. Hier auch sehr schön die Organisation von Herrn Hiller, denn auf seiner Homepage findet man die Unterkünfte in der nächsten Umgebung.

Also Samstag Morgen in den Zug gestiegen und die 3,5 stündige Fahrt angetreten. Schön am Rhein und an meiner Loreley vorbei, in strahlendem Sonnenschein und natürlich im klimatisierten Abteil.

Schön, ja, bis ich in Karlsruhe ausgestiegen bin. Da hätte mich beinahe der Schlag getroffen! Es war schon mehr als heiß. Eigentlich ein Wetter, bei dem man sich an den Badesee legt.

Nun denn…..

Ab ins Hotel und dann ab auf den Markt. Kam gerade noch rechtzeitig zum Einlass. Da das Gebiet, wie schon erwähnt, völlig unbekannt für mich war, musste ich erst einmal den Plan abschreiten und mich mit allem vertraut machen.

Dabei gleich über die Feuerspektakelbühne gestolpert, wo eine gewisse Lieblingsband ihren Soundcheck machte.

Und davor, in der prallen Sonne……waren die Fans bereits begeistert am tanzen. Bei der Hitze! Ich bewundere die Jugend für ihre Kraft und Ausdauer und ihr Durchhaltevermögen. Für mich war das definitiv keine Option.

Also weiter den Platz abgesucht, dabei auch die anderen Bühnen gefunden und festgestellt, dass es ein sehr, sehr schönes Gelände für ein Mittelalterevent ist. Der Schlosspark lag zwar in brütender Hitze vor mir, überall jedoch luden schattige Plätze unter Bäumen zum Verweilen ein, schufen mitunter sogar romantische Nischen. Man sah die Ritter und Burgfräulein förmlich vor sich. Kein neumodisches Gebäude verschandelte den Anblick. Leider war das Karlsruher Schloss nicht in den Markt integriert, sondern lag außen vor, aber dennoch ein traumhaftes Gelände, das ich mit Sicherheit nicht zum letzten Mal besucht habe.

Überall hatte Gisbert Hiller Wassersprenger und Rasenduschen aufgebaut, unter denen man sich erfrischen und sogar kostenlos Trinkwasser besorgen konnte. Das Angebot wurde reichlich genutzt. Zu späterer Stunde erinnerten die Plätze rund um die Sprenger an SAM_0462Maxlrain letztes Jahr….Sehr matschig eben.

Aber Mensch und Vierbeiner hatte ihren Spaß, vernünftige Eltern hatten für ihre Kleinen Ersatzkleidung dabei und die Kindlein konnten toben, bis die Lippen blau anliefen. Sehr unwahrscheinlich bei dem Wetter.

Vor der Folkbühne ging von vorneherein die Post ab, einigen Fans von Rapalje, Metusa und Saor Patrol war es offenkundig doch etwas kalt, denn sie tanzten bereits bei den ersten Konzerten, als gäbe es kein Morgen. Meine Hochachtung! Bei diesem Wetter habe ich mich dann doch lieber unter eines der großen Sonnensegel gesetzt. Von rechts hörte ich Metusa und Co, von links Samo und Feuerschwanz. Fand ich nicht besonders gut, vielleicht könnte man das im Nachhinein ändern. Ich konnte mich nämlich nie entscheiden, welchen Song ich jetzt mitsinge und hab die Songs der Bands schon mal durcheinander geworfen, was für den ein oder anderen irritierten Blick gesorgt hatte.

Vielleicht könnte man das im nächsten Jahr ändern.

Eine Gruppe aus der Schweiz gab schon einmal einen Vorgeschmack, was einen auf Wacken erwartet. Alle Achtung. So wie die da rumgetobt sind, die Bands angefeuert haben, kann Wacken nur gut werden. Die haben mit vier Mann Stimmung für 400 gemacht. Die Kraft der Jugend…..

Umgekippt ist keiner. Dank Gisis Rasensprenger und Gartenduschen.

Überhaupt hat es meines Erachtens wenig Alkoholleichen gegeben. Der Aufruf von Gisbert, möglichst viel Wasser und Co. zu trinken und dem Alkohol erst zu späterer Stunde eine Chance zu geben, wurde anscheinend beherzigt. Ein Hoch auf einen Organisator, aber schade, dass es extra erwähnt werden muss, eigentlich sollte das selbstverständlich sein.

Ich hab mir auch nur ein Odin schmecken lassen, danach gab`s Wasser und das allseits beliebte Moorwasser.

Zu späterer Stunde, ich hockte im Schatten unter einem Baum und überlegte, welches der Nachtkonzerte ich denn mir ansehen sollte (nicht dass der Sieger von vorneherein feststand, aber ich möchte ja jedem eine Chance geben), fiel mir ein altbekannter, liebgewonnener und leider aus den Augen verlorener Wikinger auf. Und ehe ich diesem sagen konnte, dass ich zum Nachtkonzert von Samo möchte, lag ich bereits im Wikingerlager in einem Badezuber mit kaltem Wasser und sah aus wie eine ertränkte Katze….

Tsja, da hatte sich das was mit dem Konzert. Zum Glück konnte ich mein Handy und meine Kamera noch retten. Mir selbst war dann nicht mehr zu helfen….

Ein Becher kalten Mets versöhnte mich allerdings und ich verbrachte den Rest des Abends in diesem Lager. Daher kann ich die Stimmung bei den Nachtkonzerten nicht beschreiben, aber ich bin sicher, sie war wie immer famos.

Samo haben eingeheizt und manchmal hatte ich das Gefühl, Metusa und Rapalje versuchten mit den Saltaten zu wetteifern, wer denn nun lauter ist. Der Gewinner steht noch aus.

Einzig als Saor Patrol gespielt hat, dürfte sicher sein, dass die an Lautstärke nicht zu überbieten sind.

Als nach dem Feuerspektakel der Markt so langsam schloss, verlegten wir unser Gespräch vom Wikingerlager in eine nahegelegene Cocktailbar, aus der ich irgendwann bei Dämmerung wieder hervorkroch. Da sich Schlaf nicht lohnen würde und ich in meinem Alter nicht mehr fähig bin, mit keinem Schlaf weiter zu feiern, entschloss ich mich denn auch, den zweiten Tag sausen zu lassen und nach Hause zu fahren. Und Schlaf nachzuholen.

Jedenfalls möchte ich mich bei Gisbert Hiller für die tolle Organisation bedanken. Obwohl die Sonne wirklich mörderisch war (für die anderen, nicht für mich, ich liebe ja die Hitze, mir kann es nicht heiß genug sein, nur zuviel Bewegung sollte halt nicht sein), hat er sein Bestes gegeben, um für Abkühlung und so wenig Schäden an Zwei-, und Vierbeinern zu sorgen.

Danke auch an die Bands. Es war im Publikum schon heiß, welche Temperaturen herrschten dann auf der Bühne? Mich wundert, dass keiner in Flammen aufgegangen ist.

Der nächste Markt wird nun eine Woche auf sich warten lassen.

Vielleicht sieht man sich ja in Köln, bis dahin…schont Eure Kräfte!

4 Antworten auf Heiß, heißer, MPS Karlsruhe

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