770802 Besucher seit 23.07.2010

Kategoriern

Im nächsten Jahr kein kostenfreies Campen mehr beim MPS

Campsite_telgteDas ist ne echte Krachermeldung die Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS gestern auf seiner Website veröffentlicht hat: Er plant harsche Änderungen auf der Campsite.

Im Einzelnen: Jedes Fahrzeug zahlt 5 Euro. Jede Person ab 16 Jahren  zahlt 5 Euro. Jedes Zelt zahlt 5 Euro und muss vorher hinsichtlich der Größe schriftlich gemeldet werden.  Wohnwagen, Wohnmobile, Sprinter und LKW ab 7,5 t zahlen 10 Euro. Stromanschluss kostet 15 Euro , 16 Ampere Anschlüsse 50 Euro. Wer campen will, muss das vorher anmelden, Jahreskartenbesitzer müssen bei der Bestellung gleichzeitig Campingkarten kaufen. Als “Neuerung” kommt dann noch eine Security dazu, die vor allem für Ruhe in der Nacht sorgen soll, falls eine Party zu lange und zu laut laufen sollte.

Gekaufte Campingkarten  werden bei Nichtbenutzung nicht zurückgenommen, können aber weitergegeben werden und sind somit nicht wie Jahreskarten personengebunden.

Nach Aussage von Gisi soll hier eine bessere Planung der Kapazitäten auf der Campsite möglich sein, unerwünschte Besucher, die kein Interesse am Festival haben und einfach nur auf der Campsite übernachten wollen und dort Partys feiern sollen ferngehalten werden.

Außerdem steigen die Kosten für den Betrieb der Campsite – das muss abgefangen werden.

Prinzipiell sind die Argumente des Veranstalters nachvollziehbar – die geplante Umsetzung in einigen Teilen aber aus meiner Sicht nicht. Ich habe eigentlich für 2012 die Teilnahme an 12 MPS Veranstaltungen geplant – zwei davon musste ich jetzt schon aus beruflichen Gründen canceln und ein weiteres (in Köln) werde ich nicht wahrnehmen – weil es keine Campsite gibt, das war Anfang des Jahres nicht erkennbar. Außerdem wollte ich spontan meine Teilnahme an mindestens einem süddeutschen MPS im Herbst planen. Im Falle des jetzigen Konzepts würde ich also jetzt schon 30 Euro auf meine Jahreskarte draufrechnen, ein (erlaubter) Weiterverkauf wäre gar nicht möglich gewesen, weil alle Nichtteilnahmen kurzfristig entschieden werden mussten.  Es ist für mich – und viele meiner Freunde und Bekannten überhaupt nicht möglich, eine Jahresplanung zu machen und diese dann mehr oder weniger verbindlich auch einzuhalten.

Ich verstehe und akzeptiere, dass die Campsitebenutzer an den Kosten beteiligt werden sollten – eine Erhöhung der Parkgebühren, eine Gebühr pro Zelt / Person ist ebenfalls akzeptierbar, die Nutzung von Strom auch in Rechnung zu stellen – meinetwegen. Das bringt unser Campsite “Lager”  Die „Wolfstatzen“ nicht um, dann werden die Kosten eben geteilt, seis drum. Ein Großteil der Camper nutzt eh keinen Strom.  Ich würde für die Jahreskartenbesitzer vorschlagen, dass eine pauschale  Campingjahreskarte erworben werden kann und / oder  ein Vorkaufsrecht bis 4 Wochen vor dem jeweiligen MPS Termin, unbürokratisch über das Internet wahrgenommen werden kann. Hierfür gibt es Ticketsysteme, die die Verwaltungskosten auf Veranstalterseite niedrig halten. Vier Wochen vorher wäre ein fairer Entscheidungszeitraum. Um reine Partygäste von der Campsite fernzuhalten, könnte man auch darüber nachdenken, einen Teil der Gebühren als Wertcoupons auf dem Markt zu verwenden, also bspw. pro Person auf der Campsite 10 Euro zu verlangen, davon können 5 Euro wieder in MPS Taler umgetauscht werden. Alle Camper, die auf den Markt gehen, werden in der Regel an einem Wochenende mindestens 5 Euro ausgeben …

Soweit mein erster Eindruck, ich werde die Diskussion weiter verfolgen und berichten.

Mein bisheriges Fazit jedoch ist: Ich befürchte, dass Gisi hier mit diesen Konzept einen Beinschuss produziert, viele Jahreskarteninhaber werden sich nicht auf ein solches Risiko einlassen und damit fallen planbare Einnahmen weg.  Drücken wir die Daumen, dass hier eine Lösung gefunden wird, die alle Seiten zufrieden stellt.

Morgen kommt ein Kurzbericht über das Thema “Nachtruhe” auf der Site hinzu.

3 Antworten auf Im nächsten Jahr kein kostenfreies Campen mehr beim MPS

  • Jahreskartenbesitzerin 1 sagt:

    Vielen Dank für diese Kurzzusammenfassung.
    Herr Hiller schreibt derzeit sehr vieles und täglich ändern sich die Vorschläge und Preise, was jedoch auch daran liegt, dass Herr Hiller freundlicherweise die MPS-Besucher online nach Vorschlägen gefragt hat. Leider scheint er nur die Nörgler zu beachten und darauf grollt er noch lauter, ohne jedoch auch die zu beachten, die Vorschläge aber auch Kritik anbringen.

    Ich selbst überlege mir nach diesen Aussagen klar, ob ich nochmals eine (erneut verteuerte) Jahreskarte für 2013 bestellen werde. Diese Art der Planung und Voranmeldung gefällt mir nicht. Die verallgemeinernde Argumentation ebenfalls nicht.

    * jeder sei ja wohl fähig, rechtzeitig zu planen, denn für einen Urlaub hielte man sich ja auch Monate zuvor die Zeit frei.

    > Das ist etwas ganz anderes. Bei einem Urlaub geht es um viel viel Geld und auch eine weitaus längere Zeit, die man vor Ort verbringt, in der Regel mindestens eine Woche.

    * für eine Übernachtung im Hotel zahle man ja schließlich sehr viel mehr Geld, 50 – 80 Euro, deshalb seien 15 Euro ja auch nicht zu viel, pro Nacht, und das zahle man sogar auf einem Campingplatz. (war ein Besucherkommentar)

    > Warum fahre ich denn Zelten ? Weil ich nicht in einem Hotel schlafen möchte oder es mir finanziell nicht leisten kann (!). Sonst würde ich es auch anders machen. Besonders aber wegen der Atmosphäre, Freunden, Markterlebnis. Ohne Camping auch keine zwei Tage (oder länger) Markt.
    Desweiteren erhalte ich auch auf einem Campingplatz Strom für nen Appel und n Ei, habe warme saubere Duschen, saubere WCs mit fließend Wasser und Spülung, festistallierte Grillmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten und eine Nachtordnung, es ist meist eingezäunt und vor fremdem Publikum geschützt. Der Platz ist großzügig bemessen und es gibt Verpflegungsmöglichkeiten zu humanen Preisen inklusive Frühstücksservice, bei dem ich Brötchen erhalte oder Kaffee, und das nicht zu 7 Euro das Set, sondern zu Einzelpreisen. Da lehne ich mich nun weit aus dem Fenster, denn sicherlich muss Herr Hiller all dies keinesfalls erfüllen, doch wenn man schon so argumentiert mit „aber in einem Hotel / auf einem Zeltplatz..“, DANN dürfen auch die Camper ein ABER in den Raum werfen.

    Zumal ich noch niemanden aus unserer Gruppe mit einem Strom-Anschluss gesehen habe, oder gehört habe, dass diese überhaupt zur Verfügung stehen. Angeboten werden. Ich sehe Dixies, und die sind tatsächlich seit einem Jahr in besserem Zustand als noch vor zwei oder drei Jahren (Säuberungsturnus). Sehr positiv. Doch ist diese „ich will es allen recht machen und überflute den Zeltplatz mit Scheinwerfern“-Einstellung wirklich nötig ? Es wird so hingestellt, als fordere der Pöbel diese Maßnahmen, die den gutherzigen Hiller finanziell aussaugen.


    Alles, was wirklich einmal lautstark gewünscht wurde ist, dass die Dixies sauberer und nachts auch auffindbar und begehbar sind (ein dezentes Licht am Klo, bitte).


    Und ehrlich ? Etwas kosteneffektiver könnte auch der Herr Hiller vorgehen.

    Und wenn einer schreit, muss man noch nicht springen.

  • Thomas sagt:

    Ja, ich sehe das auch problematischer. Es ist so, dass diese Veranstaltung mittlerweile solch eine Faszination ausübt und deshalb sehr viele Fans hat dass es schwerfällt, öffentlich konstruktive Kritik anzubringen ohne gleich hunderte Kommentare wie:“Dann geh doch nicht hin“ zu bekommen. Meine Erfahrung aber ist, wenn man direkt mit dem Veranstalter oder dem orgpersonal spricht, wird das durchaus als konstruktive Kritik wahrgenommen. Meine persönliche Einschätzung ist, das Gisi hier erstmal abtestet, was überhaupt an finanziellen Dingen vom Publikum akzeptiert wird. Den Vergleich mit einem Campingplatz kann er ja nicht ernsthaft ziehen, den verliert er immer. Aber das ist ja auch nicht die Absicht der Campsite. Einige Dinge wie die Beleuchtung macht er aber nicht auf Drängen der Besucher hin, sie sind schlicht Forderungen der Behörden. Und es kommt immer wieder dazu, das die Dixies in unbeschreiblichen Zuständen sind, bspw. letztes jahr BüBu I, aber immerhin reagiert er darauf. ich bin gespannt, wohin die diskussion uns führen wird. Auf jeden Fall geht ein teil der Spontaneität verloren und ich denke, er verliert einen teil des Stammpublikums. Ob das dann genau die unerwünschten Besucher sind, die fernbleiben, wage ich zu bezweifeln …

  • Irrlicht sagt:

    Wir sind seit 10 Jahren dabei haben alles positiven und negativen sachen mitbekommen.Mit einer abgabe für´s campen kann mann leben obwohl wir nie strom oder wasser benutzen gaskocher und kanister wasser hat immer gereicht.Es ist sehr schade für all die Leute die sich immer anständig und sauber verhalten haben,die Personen die sich dort wie eine offene hose benehmen regen mich echt auf weil die waren und treuen Mps-Fans da leider mit reingezogen werden,wir sind jahreskartenbesitzer uns wird es nicht mehr möglich sein spontan zu einem mps zu fahren geschweige denn das geld aufzubringen.Die beste lösung wäre Gisbert schafft ein Kombiticket an wer zelten will nimmt das und wer nicht ein nornmales ticket.Dann weiß er wieviele Leute zelten und hat gleichzeitig die gebühr für´s zelten,wasser und strom.Naja mal sehen wo das alles noch hinführt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.