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MPS 2013 – Was lange währt geht nun nicht mehr

MPS Borken  ist in 2013 nicht geplant

Das war ein Paukenschlag vom Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums Gisbert Hiller!

Aufgrund der wirtschaftlichen Katastrophe für das MPS in 2012 sind einschneidende und drastische Kürzungen für 2013 vorgesehen. Solches ist je – und gerade in dieser Saison – mehrfach angekündigt und sogar schon vorgezogen und mitten in der Saison umgesetzt. Aber wer heute morgen gemütlich in sein Facebook hineinschaute, hatte als MPS Fan schon einen schweren Start in den Tag.Gisbert Hiller streicht elf(!) Veranstaltungstage und garantiert nur noch an folgenden Orten die Durchführung des MPS :

  • +  Säckingen + Weil + Speyer + Maxlrain + Dresden + Köln + Telgte + Weeze + Rastede + Bückeburg 1 + Öjendorf + Hohenwestedt

Alle anderen Veranstaltung werden mit Stand der heutigen Planung nicht bespielt, weil hier die Vorfinanzierung nicht gesichert werden kann. Zudem sind für 2013 moderate Preiserhöhungen, teilweise Preisreduzierungen für die Veranstaltungsorte angekündigt – sofern der Die Waldwesen beim MPS in Weezegeneigte Besucher die Karte im Vorverkauf erwirbt. Kauft man an der Tageskasse, wird es drastisch mehr kosten, nämlich 5 Euro pro Karte.  Das sind bei 20 Euro mal eben 25 %.

Hinzu kommen sicherlich die angekündigten Reduktionen bei den Bühnen, wir werden also in 2013 deutlich weniger vom MPS haben als in den Jahren zuvor.

Und wie ist das zu bewerten? Schließlich hat der langjährige Besucher schon oft lautes Getöse vom Veranstalter gehört und dann mehr oder weniger beruhigt zur Kenntnis genommen, dass es halt mehr kostet als bisher.

Aber diesmal ist der Fall anders:  Mit Dresden, Ballenstedt, Weeze, Remeringhausen und Hohenlockstedt sind gleich vier neue Veranstaltungsflächen in dieser Saison dazugekommen, die allesamt unter fehlendem Zuschauerzuspruch zu leiden gehabt haben. Ballenstedt und Weeze hatten zudem noch katastrophales Wetter zu verkraften. Das bedeutet in der Planung: die lokalen Kunden haben diesen Veranstaltungsort in 2013 garantiert noch nicht auf dem Schirm als ein mögliches Highlight.  Hinzu kommen katastrophale Wetterlagen in Köln, Maxlrain, Singen, Telgte. Wiederum extremster Zuschauerschwund -  und das an Standorten die ideal liegen, eigentlich immer  Zuschauer bringen und – zumindest was die süddeutschen Veranstaltungsorte betrifft – zu dieser Jahreszeit eigentlich ein geringes Wetterrisiko bedeuten. Naja, und das Rheinland ist ja nun auch nicht die kälteste Gegend Deutschlands. Dann kommen jede Menge kostenintensive Auflagen für die Betreiber von Open Air Veranstaltungen dazu, zusätzlich ein beständig gewachsenes Publikum, was wiederum größere Flächen benötigt und im Falle von Wetterkatastrophen ausbleibt. Die Kosten aber nicht, denn man muss ja vorbereitet sein.

Lebte Gisbert Hiller in der vergangenen Saison noch von den Zuschauerrekorden in den ersten fünf Veranstaltungstagen wurde er von einer Zuschauerpleite in die nächste begleitet. Das hält kein Unternehmer aus.

Tatsache ist nämlich – und das vergessen all diejenigen die sich in ihren Facebook Kommentaren so über Preiserhöhungen und Streichen von Veranstaltungsorten aufregen -   Hiller ist Geschäftsmann. Man kann nicht erwarten, dass er aus Freude am MPS den wirtschaftlichen Ruin in Kauf nimmt und damit sein Lebenswerk zerstört.

Die Frage ist aber auch berechtigt – sind die getroffenen Maßnahmen geeignet, das Kostenrisiko zu minimieren? Jede geplante  Veranstaltung produziert zunächst planbare Kosten. Hierfür muss man Geld haben, liquide sein, um diese zu decken. Als Unternehmer hoffe ich dann, mit dem Event nicht nur meine Kosten zu decken sondern eben auch Gewinn zu machen. Einen Teil davon lege ich beiseite, den Rest investiere ich in die nächste Veranstaltung.

Bislang ging das Konzept wohl auch 19 Jahre mehr oder weniger auf – nur dieses Jahr sowie die Jahre 2010 und 2005 waren reichlich katastrophal und haben auch jeweils zu Veränderungen geführt.

Gisbert Hiller versucht nun, durch den Vorverkauf und den deutlichen Preisunterschied zwischen Tageskasse und Vorverkauf das Ausfallrisiko zu minimieren bzw. auf die Besucher zu verlagern, die kurzfristig entscheiden . Das ist sicherlich eine vernünftige Entscheidung und führt zu planbaren Einnahmen, reduziert aber nicht wirklich das Schlechtwetterrisiko . Ich bin sicher, das viele Fans vermehrt Karten im Vorverkauf ordern. Ich könnte fast wetten, dass angeboten wird, die gestrichenen Veranstaltungsorte doch noch zu bespielen, wenn genügend Karten im Vorverkauf abgesetzt werden. Was das für die Verträge mit Händlern, Kleinkünstler und Bands bedeuteten würde,  vermag ich nicht zu sagen aber es erscheint mir ein logischer Schritt. Ich habe zu diesem Zeitpunkt noch keine abschließende Meinung, dazu werden auch noch zu häufig neue Botschaften über Änderungen auf Facebook mitgeteilt.

Tatsache erscheint mir, das es diesmal keine Spontanentscheidungen des Veranstalters gibt sondern einen Diskussionsstand von verschiedenen MPS- internen Fachleuten widerspiegelt. Vvielleicht sogar den von der  Bank und dem Steuerberater. Aber das ist Mutmaßung von mir.

Fantastisch finde ich die Reaktionen zahlreicher Facebook User. Die wollen ihre Jahreskarte zurückgeben weil sie nun drei  statt vier Veranstaltungen besuchen können.  Sauerei, dann sparen sie ja nur 3 Euro (das ist ironisch gemeint). Und überhaupt, warum sollte man gewandet zum Jubiläumsfestival kommen, da gibt´s ja zwei Freikarten, das lohnt ja gar nicht für diese schweineteure Veranstaltung. (wieder Ironie). Die meisten Bands, die beim MPS auftreten, nehmen für ein zweistündiges Konzert 15 – 30 Euro Eintritt. Beim MPS kann ich meine Lieblingsbands ein ganzes Wochenende stundenlang hören. Und krieg noch Action dazu wenn ich will.

Ich kann nur sagen: Wir leben in einer Marktwirtschaft. Da gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Entweder ich will das bezahlen oder nicht. In Bremen gastierte mal ein Mittelaltermusical mit Rittershow und Musik vom Feinsten.  Aber ein Sitzplatz für knappe 200 Euro wollte ich mir denn doch nicht leisten. Ich hab mich nicht beklagt und insgeheim denen, die dieses Event besucht haben einen schönen Abend gewünscht. Ich bin sicher, sie haben was erlebt für ihr Geld – das sie dafür ausgeben wollten.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

7 Antworten auf MPS 2013 – Was lange währt geht nun nicht mehr

  • Hallo Thomas,
    sehr gut beschrieben.Du beschreibst in deinem Blog,genau das,was ich darüber denke,aber zu schreiben nicht vermag.
    Die ironischen Stellen wurde sorgfältig und übereinstimmend verfasst.
    Viele s.g MPS-Fans denken wohl tatsächlich,ein Herr Hiller macht eine Veranstaltung aus lauter Menschenfreundlichkeit und Freude an der Sache.
    Fakt ist,das MPS ist ein Unternehmen welches Gewinn erziehlen muss,damit es und auch der Unternehmer Hiller,überleben kann.
    Abgeleitet von vielen FB Einträgen,scheint das nicht Jedem bewusst zu sein.
    Sicherlich sind einige Einträge,bewusste Durchhalteparolen.Auch ist bekannt,das Gisi manchmal zu Übertreibungen und dramatisierungen tendiert,die letztendlich doch nicht so vollzogen werden. Jedoch bin auch ich ziemlich sicher,das es nun,nicht mehr die üblichen Jammereien sind,wodurch nur Kommentare und Reaktionen der MPS Besucher erhascht werden sollen.
    Diesmal geht es wirklich zur Sache. Auch hast du völlig Recht,das Kürzungen und Streichungen im Programm,auch schon 2012 ersichtlich und bemerkbar waren. Saltatio Mortis hatte zB nur noch den Samstag bespielt.
    Auch ich bin der meinung,Weniger ist manchmal mehr.Ich bedaure beispielsweise,Gisis Entscheidungen ,frühere „kleinere“ Spielorte zu streichen.Für mich waren die „Kleinen“ VAs,die Besseren.Wobei auch da natürlich das wirtschaftliche im Vordergrund eines Unternehmers steht.
    Meine persönlichen Tipps zum MPS wären halt,Back to the Roots.Keine Megaveranstaltungen die im Vorfeld ,Unsummen verschlingen. Sondern eben kleine,feine und vorallem Hochwertige Veranstaltungen.
    Allein bei den Händlern,bemerkt man deutlich den Verfall in Billigwaren ,die man als Selbstständiger,saugünstig und in Massen in China bestellen kann. Sicherlich gibts dafür auch Kunden.Die Lagernden jedoch ,haben dafür keine Verwendung.Zum Thema „Heerlager“ müsste ein weiterer Blog her,der hier das Thema verfehlen würde.
    Jedenfalls bin ich gespannt darauf,wohin das MPS-Flagschiff,steuern wird.
    Zum Schluß sei noch gesagt,das nicht nur das MPS Schiff trudelt,sondern auch andere ähnliche VAs ins straucheln geraten.
    Die derzeitge Wirtschaftssituation und der Mangel an Geld bei den Leuten,bringt dies mit sich.Nicht immer ist das Wetter Schuld!
    Beste Grüße
    P.Deutsch

  • jeannette sagt:

    Super geschrieben. Ich kann mich dem nur anschließen.

  • Thomas sagt:

    Danke für das positive Feedback. Ich denke auch, dass mit dem Konzept -noch größer – noch mehr Bands – noch mehr Bühnen ein Teufelskreis in Gang gesetzt wurde, dem man nur schwer entrinnen kann. Ich drücke Gisi fest die Daumen, dass er diesmal Gelassenheit und nüchterne Überlegung anstatt spontanes Geschimpfe über Kritiker walten lässt und so diese wirklich grandiose Veranstaltung in einer sichere Zukunft führt.

  • (Konzept -noch größer – noch mehr Bands – noch mehr Bühnen ein Teufelskreis in Gang gesetzt wurde, dem man nur schwer entrinnen kann. )
    Dem kann ich mich Lückenlos anschließen,Thomas.
    Kritiken,Veröffentlichungen von Amtstexten und Zerschmetterungsversuche durch Text und Bild,sind ja Gisis Aushängeschild.
    So kenn ich ihn seit 12 Jahren.Gut früher war er auch noch ansprechbar auf einem MPS.Dies verbittet er sich inzwischen ausdrücklich und schriftlich,seitens der Heerlager.Auch da merkt man schnell,das diese Riesenevents für ihn auch nur noch Stress bedeuten.Letztendlich schlichen sich da Herzprobleme mit ein.
    Ich hoffe jedenfalls,das sich alles zum Guten wendet und das MPS auch die nächsten Jahre,vielen Fans und denen die es werden wollen,Freude bringt.
    Zu den Preiserhöhungen: Das war eh schon Lange fällig.Klar wirds für Familien echt teuer,aber auf keiner anderen VA aus diesem Genre,gibts so viel für den Eintrittspreis. Das Ritterfest in Amerang kostete dieses jahr 14 Euro Eintritt und DAS ist für das was geboten wird,eine absolute Frechheit.Vieleicht sollten sich die Preiserhöhungs-Kritiker im August 2013 mal dort umschauen und dann nochmal urteilen.

  • jemand sagt:

    Auf dem MPS bekommt man für 20 Euro 12 Stunden Spaß. Und wenn es dann 25 € sind, ist das doch absolut ok. Da stimmt die Preis-Leistung!

  • Thomas sagt:

    Hallo Jemand:-) Nee, dagegen ist auch nix zu sagen. das Preis leistungsverhältnis ist unschlagbar, keiner behauptet das gegenteil. ich hab für ne Veranstaltung von Mittelalterspass.de vor 2 jahren 12 Euro Eintritt für maximal 20 Händlerbuden, einem 20 minütigen Auftritt von heidenlärm und 5 Zelten Heerlager bezahlt. Das war ne Unverschämtheit. Ich hab für 10 veranstaltungen, die ich in 2012 beim MPS für meine Jahreskarte 75 Euro bezahlt, dabei waren Rastede mit 4 Tagen und Hohenweststedt mit 3 Tagen, das macht 7,50 fürs Veranstaltungswochenende – das ist quasi geschenkt. Ich denke, man kann Gisi nicht vorwerfen dass er überhöhte Preise nimmt.

  • Kerstin sagt:

    Als langjährige MPS-Besucherin fände ich es schade, wenn das südliche Gefilde von Deutschland wegbröckeln würde. War auch schon in Rastede und habe festgestellt, dass das Publikum im Süden temperamentvoller und auch begeisterungsfähiger ist. Und das wärmere Klima – natürlich gibt es nirgends eine Wettergarantie! – ist auch ein Argument.
    Das Rumnörgeln um die Eintrittspreise geht mir wirklich auf die Nerven! Wie hier schon richtig bemerkt, schaut euch mal die Preise bei Konzerten mit nur einer Band an oder Eintrittsgelder bei Möchtegernmittelalterfesten. Bei den MPS bekommt ihr im Vergleich für wenig Geld viele Live-Bands und noch viele andere Darbietungen dazu. Also denkt mal darüber nach ihr notorischen Nörgler…ihr gebt ja auch locker bei einem Kneipenabend Geld aus!
    Ich kann die Sicherheit der Vorfinanzierung durch Vorverkauf gut verstehen und würde es gerne unterstützen, gehöre aber leider zu den Personen, die nicht im Voraus planen können. Ich hoffe sehr, dass es nicht der Mehrheit so geht und somit schöne Standorte „sterben“ müssen…vor allem Mosbach und Karlsruhe. Was passiert eigentlich, wenn die erforderliche Anzahl nicht erreicht wird? Müssen dann tausende von Eintrittsgelder wieder zurücküberwiesen werden?
    Wie auch immer…MPS muss erhalten bleiben!

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Saisonstart 2017 in Lumühlen

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Guest_589
2. August 2017 - 14:56
@Guest_345:
26. Februar 2018 - 09:55
Ich habe noch nie so eine schlechte Kundenbehandlung erlebt!!!! Meine bestellte Ware ist nicht angekommen, obwohl Lieferung 1-2 Tage angegeben war. Natürlich hatte ich die Ware schon bezahlt. Seid fast einem Monat bin ich mit LOST Legend in Kontakt da ich natürlich mein Geld zurück haben möchte. Ich werde immer wieder hingehalten... Keine Rückzahlung!!!!
26. Februar 2018 - 18:05
@Guest_193: : ich habe das gleiche Problem, nur leider meldet sich niemand auf meine Mails.Wo meldest du dich da genau?
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