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MPS Bückeburg – das 2. Wochenende im Juli 2010

Leider hatte ich nur am Sonntag Gelegenheit, das MPS zu besuchen, aber es hat sich wie immer gelohnt. Die Schäden des Orkans, der am 16.07. über das Gelände zog CIMG1413(siehe http://www.spectaculum.de/news/?view=overview&entry=210) waren beseitigt, das Wetter war Klasse, strahlender Sonnenschein bei einigermassen erträglichen Temperaturen und die Stimmung war wie immer super. An diesem Wochenende fielen mir auch Besucher mit etwas “wärmeren” Kostümen, etwa in Platte oder Vollleder auf, mit und ohne Umhang. Solche Kostüme wären eine Woche vorher angesichts der heißen Temperaturen eine wahre Tortur gewesen. Es waren tatsächlich auch Musikgruppen dabei, von denen ich vorher nichts gehört hatte und zumindest für mich zum ersten Mal auf einem MPS zu sehen waren, so etwa Zackenflanke oder Ars Floreo. Zackenflanke hat mich persönlich nicht so umgehauen, es gibt nach meinem Geschmack jede Menge mittelalterlicher Rockgruppen, die sich nicht unbedingt sehr scharf voneinander abgrenzen und nach meinem Geschmack gehört Zackenflanke dazu. Das soll ihre Darbietung keinesfalls schmälern, aber zum hundertfünfzigsten Mal dieselbe Dudelsack Variation zu hören? Da fällt mir spontan Duivelspack ein: “Ich spiele Dudelsack – Sack Sack …”. Irgendwie haben die Jungens Recht.

Nett fand ich Ars Flor eo, hätte ich nicht dringend zu meinen Favoriten ( jaja, ich weiß, langsam nerv ich mit Rapalje, aber die sind für mich immer noch die Besten!) hätte ich die durchaus interessante Zugabe auch noch mit angehört. Ich hab jedenfalls auf ihrer Homepage

http://arsfloreo.de recherchiert, dass sie doch tatsächlich ei8ne CD herausgebracht haben. Die Songs, die sie gespielt haben waren allerdings weit mehr als das, was sie auf der CD haben und klangen nicht übel. Einige Lieder, wie bspw. Herr Mannelig kennt man natürlich schon, aber es war doch eine eigene Interpretation herauszuhören. Und vielleicht schaffen es die drei ja auch, systematischer das Publikum mit einzubinden und den “Funken herüberfliegen zu lassen”, dann wirds eine Gruppe auf die man sich richtig freuen kann. Ich drück ihnen jedenfalls die Daumen. Der Rest ist schnell erzählt: Ich verweilte ein bisschen bei den wirklich guten Darbietungen der tschechischen Fechtkampfgruppe Fictum, richtig klasse finde ich, dass sie systematisch ihren Nachwuchs mit einbeziehen: einer der Darsteller war vielleicht mal gerade 10 Jahre alt und konnte schon richtig gut mit dem Schwert umgehen. Á Propos Umgang mit den Waffen: Ich finde besonders die Darbietung dees Axt / Keulenkampf mit Schild beeindruckend, man erkennt kaum dass hier absolut perfekt einstudierte und geübte Bewegungsabläufe  vorgestellt werden, die Jungs dreschen mit einer Wucht aufeinander ein, das ist schon sehenswert. Weil meine geliebte Rapalje Band pünktlich ihre Zwischendarbietung  abschloss und die Truppe von Ars Equitandi vor lauter Spaß nicht aufhören konnte, hatte ich Gelegenheit den Rest der Show anzusehen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie gekonnt die ihren Tjost durchführen, miteinander kämpfen und das Durchreiten des Feuers ist immer wieder atemberaubend. Für mich bildete der Abschluss das Abendkonzert von Rapalje, wer mochte, konnte sich aber auch zum Abschluss Duivelspack anhören. Schelmish file leider aus, ich habe nicht mitbekommen, wer für das vorgesehene Abendkonzert eingesprungen ist. Während des Rapalje Konzerts gab es noch einen kleinen tragischen Zwischenfall: Die kleine Emily hatte ihre Oma verloren und William half: seine Stimme ist nicht nur im Gesang gewaltig, sonder dient auch dazu, verlorene Familien zusammenzuführen. Ein Allrountalent eben! Die Bilder, die ich gemacht habe seht ihr hier!

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