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MPS Öjendorf 2011 – war das ´ne Party!

cCcharlie Allan von Saor Patrol beim MPS ÖjendorfDas war super! Als Gisbert Hiller beim Nachtkonzert von Saltatio Mortis auf dem MPS in Öjendorf die Bühne betrat, konnte er verkünden, dass dieser Tag der erfolgreichste der MPS Saison 2011 gewesen ist – und die Party doch bitteschön noch ein wenig weitergehen könne.  Recht hatte er – die Party ging weiter! Ich war am Freitag Abend angekommen, da war die Camp Site schon gut gefüllt. Ich traf natürlich alte Bekannte – das MPS Radio – Team, außerdem eine Gruppe junger Leute die mir damals in Rastede  nachts den Schlaf geraubt haben (weil sie so nett sind, habe ich ihnen längst verziehen!) und noch diverse andere Freunde und Bekannte. Ich habe mit meinen Freunden vom MPS Fan Forum gecampt und es waren wieder tolle Tage. Der Veranstaltungssamstag präsentierte sich im allerbesten Festivalwetter – Sonnenschein, keine Wolke am Himmel und Gisbert Hiller bat schon um 11:00 Uhr aufs Gelände, Das war klasse – und notwendig, denn das MPS Gelände im Park Öjendorf ist riesengroß! Der Veranstalter gibt die Größe des Geländes mit 12 Hektar an – wem das nix sagt der kann sich vielleicht 120.000 m² vorstellen? Das Gelände ist wunderschön – direkt an einem riesigen See gelegen, reichlich Baumbestand. Überall waren Sonnensegel, Getränketheken, Fleischbrätereien, Falafel, Crepes und was weiß ich für Stände, die allein für das leibliche Wohlergehen der tausenden von Gästen zu sorgen hatten. Und das, was man konsumiert hatte, konnte man auch problemlos entsorgen: 180 Toiletten mit Wasser und Seife waren für die erwarteten Besuchermassen aufgebaut. An Musikgruppen gab es nur vom Feinsten: Faun, Saor Patrol, Die Streuner, Saltatio Mortis, Metusa, Hosoo und Transmongolia, Feuerschanz, Vermaledeyt und am Sonntag noch Schelmish. Ach ja, Das Niveau war auch beide Tage da, diesmal hatte Gisbert Hiller es den Mädels von den Irrlichtern erspart, die gleiche Bühne zu bespielen. Das war gut so, weil die Fans der beiden Gruppen doch recht unterschiedlich sind, vom musikalischen Anspruch nach meinem Dafürhalten unterscheiden sich die beiden Gruppen ebenfalls erheblich. Weil das Gelände so riesig ist hatten die Sanitäter und Quad im Einsatz, also ein kleines Geländefahrzeug, das sah witzig aus, wenn die damit unterwegs waren.

Die Stimmung war den ganzen Tag über super, man konnte locker im Schatten der Bäume entspannen und bei diesen Temperaturen schmeckten Bier und Fanta gekühlt dreimal so gut. Ich habe im Wesentlichen Metusa, Irrlichter und natürlich Faun gehört und diesmal nur einen kleinen Blick auf Saor Patrol geworfen. Feuerschwanz haben ihre gewohnt gute Show abgeliefert und jede Menge tanzender und mitsingender Fans vor der Bühne stehen gehabt. Die Gemeinde von Vermaledeyt wächst, glaube ich, stetig  und die Gruppe hat´s auch verdient, sie machen wirklich tolle Musik und grenzen ihr Profil gegen andere Dudelsack – orientierten Mittelalterbands deutlich ab. Ein Wort zu Faun: Wie immer eine phantastische Darbietung, perfekt aufeinander abgestimmter Klänge, Lichteffekte und der Darstellung der Akteure. Diese Gruppe ist für mich ein Geschenk! Ich hatte mir nach Faun das Abendkonzert von Metusa angeschaut, ich glaube das war das beste Abendkonzert, das ich in dieser Saison von ihnen gesehen habe. Bei Metusa gibt es im Übrigen personelle Veränderungen: Markus der Bassist verlässt die Gruppe aus beruflichen Gründen, dafür ist Odin eingesprungen und der hat seine Sache nicht nur ordentlich sondern sehr gut gemacht! Zum Dank dafür durfte er denn auch gleich mal ein Bass Solo aufspielen! Metusa wird im übrigen in diesem Jahr noch einmal in Hamburg zu sehen sein: am Freitag den 9.12.11 spielt die Gruppe im Kulturpalast auf und wird vom Stepptänzer McRogan begleitet.

Ich denke, ich guck mir das mal an …

Saltatio Mortis hatte das letzte Nachtkonzert gegeben und wie eingangs erwähnt: Gisi betrat die Bühne und verkündete die guten Nachricht, dass der Tag ein voller Erfolg sei. Spätestens in Borken möchte SaMo unter den Top drei der deutschen Charts kommen – also sollte es noch drei Zugaben geben! Tausende Fans waren begeistert und so war Alea noch lange nicht erlöst und musste seine akrobatischen Tanzvorstellungen noch drei Stücke lang weiter anbieten. Eine Handerkerin im Heerlager auf dem MPS in Öjendorf

Ich habe mir am Sonntag dann noch ein Set von  den Irrlichtern angehört und ansonsten die Marktatmosphäre genossen. Zum ersten Mal wurden die Sweat Shirts mit dem diesmal korrekten MPS Aufdruck verkauft  – und ich hab natürlich auch eines im Schrank hängen. Im Vorfeld der Veranstaltung kam ja ein wenig Unruhe auf, Gisbert Hiller hatte von den Behördenaktionen in Speyer berichtet. Scharfe und spitze Waffen also solche, die unter das Waffengesetz waren dort systematisch vom Platz verbannt worden. Ich habe meine kürzlich gekaufte Hellebarde gar nicht erst mitgenommen um Ars Eqitandi beim MPS in Öjendorferst einmal beim Waffenhändler nachzufragen, was man machen könnte. Mit der Flex halt rund machen oder zum Schmied gehen – das mache ich beim nächsten MPS in Borken. Ansonsten habe ich aber noch einige Lanzen ohne abgerundete Spitze auf dem Platz gesehen, ich habe keine Ahnung ob das so ausreichend war oder nicht.

Übrigens war der Sonntag wettertechnisch nicht sooo der Hit, ab und an kleinere Regeneinlagen die aber nicht sehr nervig waren bei sehr warmen Wetter.

Jedenfalls war das Wetter kein Grund für die Besucher, am Sonntag nicht zu erscheinen, Mittags war der Platz proppevoll! Ich habe mir nach längerer Zeit mal wieder eine Darbietung von Ars Equitandi angeschaut – dies ist eine Truppe die Stunt Shows mit Pferden anbietet. Die Show war toll, es wurde ein Wettkampf zwischen vier Rittern gezeigt die verschiedene Übungen wie Tjost (das ist das Ding, wo sich die Kontrahenten mit der Lanze vom Pferd schmeißen wollen) Schwertdarbietungen, Speerdarbietungen und mehr. Alles im Galopp, mit Rüstung einem witzigen Herold und im Eintrittspreis inbegriffen. Abschließend kann ich sagen: Es war mal wieder ein saugeiles Wochenende in Öjendorf, Gisi rief mir am Sonntag auf dem Platz zu, dass aus seiner Sicht die Veranstaltung gelungen ist: tolles Wetter, viele zufriedene und friedliche Gäste, keine Zwischenfälle. Ich gönne es ihm nach der bisher doch recht ärgerlich verlaufenen Saison.

Ein Wermutstropfen bleibt allerdings nach dem MPS in Öjendorf: Es sind nur noch wenige Termine und die Saison ist vorbei. Schade eigentlich. Ich plane noch die Teilnahme am MPS in Borken und gegebenenfalls in Singen, dann habe ich für die 67 Euro 11 Veranstaltungen mitbekommen. Mal umgerechnet: etwas mehr als 6 Euro pro Veranstaltungswochenende. Das nenn ich mal ein saugeiles Preis Leistungsverhältnis!

Die Fotos der Veranstaltung findet ihr hier.  Sehen wir uns in Borken?

3 Antworten auf MPS Öjendorf 2011 – war das ´ne Party!

  • Ich bin bisher nur in Bückeburg gewesen, was mir auch immer gefallen hat. Aber dieser Veranstaltungsort ist schon eine Nummer beeindruckender.
    Bilder vom Samstag: http://www.bilder-aus-schaumburg.de

  • Thomas sagt:

    Ja, das MPS in Öjendorf wird von Gisbert Hiller zu Recht als Saisonhöhepunkt bezeichnet. Das Gelände ist echt der Wahnsinn. Übrigens schicke Fotos auf Deinem Link!

  • Sturmfee sagt:

    Na, das nenne ich mal einen tollen Bericht :-)! Und wie treffend – ja es war ’ne Party – und was für eine! Vom Wetter her auf jeden Fall mit Hohenwestedt zu vergleichen! Ich war das erste Mal in Öjendorf und muss gestehen, es hat mir sehr gut gefallen, erinnert es mich doch ein wenig an „zu Hause“ (Hohenwestedt) nur eben um ein vielfaches größer und wir haben auch keinen See dabei, nur einen Ententeich und ein Schwimmbad ;-). Ich habe alte Freunde und Bekannte getroffen und neue kennengelernt. Ein rundum gelungenes, tolles Wochenende, sogar ohne Stau auf der Rückfahrt. Sollte mein Schlafplatz im nächsten Jahr gesichert sein, bin ich gerne wieder dabei, dann aber mit Badesachen und Anreise evtl. auch schon Freitagabend.

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