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MPS? Remeringhausen? Leipzig?

MPS_Remeringhausen-76Nun entbrennt eine ganz ganz seltsame Diskussion auf dem großen Buch der Fratzen, Facebook.

Gisbert Hiller hat die Chance, ein MPS in Leipzig zu veranstalten. So weit so gut. Der Osten ist ja eh MPS Entwicklungsland. Nix gegen unsere ostdeutschen Fans, aber die Veranstaltung ist a) nicht bekannt da und b) hab ich keine Ahnung, wie dort generell das Thema mittelalterliche Märkte dort ankommt.

Ich bin schon der Meinung, dass Gisi mit der nunmehr 20 jährigen Erfahrung durchaus ein tragfähiges Konzept zur Entwicklung des MPS in Ostdeutschland hinkriegt, schließlich ist es ja auch sein Risiko und damit sein Geld, das er da trägt.

Aber… nun kommt er und sagt, wenn es bis zum 5. Februar keine 3000 Vorbestellungen für Remeringhausen gibt, dann kippt er Remeringhausen und geht nach Leipzig.

Und natürlich gibt es einen Aufschrei in den Kommentaren zu dieser Ankündigung. Bei Facebook.  Nun muss man die Ernsthaftigkeit der Kommentare und Meinungsäußerungen bei Facebook einmal kurz hinterfragen.  Die geht  nach der Formel Anzahl der Kommentare geteilt durch den Faktor  Sinnhaft mal drei – gegen null. Was ich damit ausdrücken will: Auch wenn von 100 Kommentaren 60 gegen etwas sind, ist das mit Sicherheit kein Indiz für den erfahrenen Geschäftsmann , dass er das Ergebnis einer ernsthaften Marktanalyse vor sich hat. Die Diskussion ist müßig: 3000 Karten sind absolut utopisch. MPS Leipzig: das ist Realität.

Schon gar nicht, wenn man fordert, dass innerhalb von 3 Wochen eine Vorbestellung von  3000  Tickets, was ja einem Umsatz von ca.  60.000 Euro entsprechen würde, erfolgen solle.

So würde ich auch gerne meine Risiken im Berufsleben minimieren. Leider ist das utopisch.  Nun reagiert aber die Volksseele recht empört auf die Ankündigung von Gisi, Leipzig durchzuführen und Remeringhausen zu kippen.

Das nun folgende Schauspiel in Facebook lässt sich schwer beschreiben, lest es am besten selbst. Ich persönlich rate dem 2,04 Meter großen und 140 Kg schweren Gisi (eigene Angaben) mit meinen 1,83 m Körpergröße und knapp 90 kg (meine vertrauenswürdigen Angaben): Mach klar was Du willst.

Wenn Remeringhausen aus Deiner Sicht finanziell riskant ist, lass es bleiben. Toller Standort und Verlust ist keine Erfolgsformel.

Wenn Du Dir mehr von Leipzig erhoffst , probiere es aus. Aber kommuniziere es ehrlich. Wir werden es verstehen.

2 Antworten auf MPS? Remeringhausen? Leipzig?

  • amdaro sagt:

    Das Abwägen wirtschaftlicher Entscheidungen ist unbestritten Sache von Gisbert Hiller, der letztendlich auch die Konsequenzen dafür tragen muss. Das wird ihm wohl auch niemand ernsthaft absprechen wollen.
    Was allerdings -wieder einmal- sauer aufstößt, ist die Behandlung seiner zahlenden Kundschaft.
    Die wird -ebenfalls zum wiederholten Mal- mehr oder weniger beschimpft bzw. es folgt die altbekannte Drohung, das bei einem Mindestabsatz von Karten
    zu einem fixen Datum der Termin Remeringhausen gestrichen wird.
    Geradezu grotesk ist der Hinweis auf Körpergröße und Gewicht, was durchaus im Umkehrschluß auf eine diametral proportional verminderte Hirnleistung schließen lassen könnte.
    Mich erinnert das zum Teil irgendwie an schlechte Mafiafilme, auf jeden Fall ist es kein seriöses Geschäftsgebaren.
    Ich gehe weiterhin sehr gern auf das MPS, was für mich durchaus ein Stück Lebensqualität ist.
    Ebenfalls würde ich unternehmerische Entscheidungen von Gisbert Hiller niemals hinterfragen, dazu gehören logischerweise auch solche
    Überlegungen Remeringhausen ja/nein.
    Ich erwarte allerdings den gleichen Respekt, den ich für das MPS-Projekt inkl. aller Macher hege auch für mich als Kunde und möchte nicht periodisch mit
    zweitklassiger Polemik überschüttet werden, wie das ja leider regelmässig geschieht.
    Die mehr als zweifelhafte Nibelungentreue von facebook-usern würde ich jedenfalls nicht als Maßstab für Kundenaquise und Kundenbindung setzen.
    Wenn denn facebook als durchaus nützliches Resonanzmedium zwischen Kunden und Veranstalter dienen soll, sollte das in Zukunft etwas seriöser
    und mit weniger Klamauk passieren.

  • Tom sagt:

    Tja, bedauerlicherweise war Gisi in dieser Hinsicht noch nie kundenorientiert. Ich wünsche ihm eine professionelle Gelassenheit, die jedem Dienstleister gut ansteht!

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