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Rapalje im Zollhaus in Leer: Freut Euch auf 2011!

Pressefoto von www.Rapalje.comIch habe gestern Rapalje im Zollhaus in Leer bewundern dürfen und bin immer noch ganz erschlagen von dem Klasse Auftritt. Auch in 2011 präsentiert sich die Gruppe wie gewohnt rockig, mit vielen spontanen und witzigen Einlagen und auch am Ende des anstrengenden Konzerts gutgelaunt und offen für das Publikum.   Doch der Reihe nach.

Rosalie Wagenaar (links) und Kosje Schouten (rechts) mit freundlicher Genehmigung von Detlef LetznerDas Kulturzentrum Zollhaus am Bahnhofsring Nr. 4 in Leer ist eine nette Lokalität und wie geschaffen für Gruppen, die nicht 10000 aber bestimmt 500 – 1000 Fans anziehen können.

Der Veranstaltungsraum – eine große Halle mit einem Tresen im hinteren Bereich, bietet den Bands eine mittelgroße Bühne, jeden falls hatte Rapalje keine Probleme das Equipment aufzubauen und auch am Schluss bei Loch Lomond die traditionellen Fackeln anzuzünden und den armen David mit seinem brennenden Helm zu traktieren. Ich habe neu einstudierte und neuinterpretierte (alte) Lieder gehört, die Rapalje schon in 2010 öfter mal auf einem Festival gespielt haben und die jetzt auch richtig gut rüberkamen. Stimmten in der Vergangenheit schon mal die Töne nicht oder war der Text schon mal nicht ganz präsent, so dass das Publikum unterstützen durfte, kam gestern alles perfekt rüber. Auch neue Instrumentalstücke habe ich gehört.

Das Konzert begann so gegen 20:15 und endete um 23:00. Dazwischen lag eine etwa 30 minütige Pause. Leider war der Veranstalter dem Ansturm der Gäste an den Tresen nicht so ganz gewachsen, die Bedienung hüpfte rum wie ein aufgeregter Hühnerhaufen und hatte sich nicht abgesprochen. Dies führte dazu, das die gesamte Mannschaft bspw. die linke Seite des Tresens bediente, den Rest aber nicht, oder wahllos Bestellungen bediente  ohne systematisch von bspw. von links nach rechts abzuarbeiten. Machte aber nix, ich war ja nicht wegen Bier sondern wegen Rapalje gekommen. Wir hatten die Karten vorbestellt und lasen voller Freude, dass gewandete Besucher willkommen sind. War das nicht eine prachtvolle Gelegenheit meine Overknee Stiefel aufzutragen? Gesagt getan – und ich war so gefühlt der einzige männliche Besucher, der voll mittelalterlich gewandet im Publikum stand. Von den Damen waren etliche in ihren mittelalterlichen Kleidern dar, die Herren hatten mal so ne Art Mittelalterhemd an oder ne Weste, mehr aber auch nicht. Machte aber auch nix, ich habe ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und bei der Musik von Rapalje vergisst man die Umgebung sowieso. Ich konnte mal wieder ein Phänomen beobachten, dass mich immer wieder bei dieser Gruppe fasziniert: In der vordersten Reihe waren durchaus noch ältere Leute als ich, hatten offensichtlich ihre erwachsenen Enkel mitgebracht (oder war´s andersherum?) und tanzten nach den Klängen von Rapalje.

Richtig genial waren die Tänzerinnen Rosalia und Koosje, die beherrschen den Stepptanz auf eine so geniale Art und Weise, das mir so manches Mal der Mund offen stand. Wenn die beiden tanzen, sieht das so leicht und einfach aus und ich frage mich jedes Mal, wie die diese absolut synchronen Bewegungsabläufe hinkriegen.

Einen wunderbaren Eindruck erhält man mit dem Fotoalbum von Detlef Letzner auf Facebook: http://www.facebook.com/album.php?fbid=173230039385227&id=100000946967348&aid=32745 dem ich nochmal für die Genehmigung zur Benutzung des Fotos von Rosalia und Koosje danke. Es lohnt sich übrigens, seine Fotos auf Facebook zu betrachten, der Mann ist genial ist fängt die Stimmung in den Konzerten perfekt ein!

Es war ein faszinierender Abend, der leider durch den Ausfall meiner Begleitung ein wenig getrübt wurde. Mein Bruder, meine Schwägerin und meine Nichte wurden durch die Grippe auf ´s Bett gestreckt und mussten diesen wundervollen Abend verpassen. Gute Besserung an dieser Stelle und vielleicht besuchen wir Rapalje im Februar oder im März.

Gehabt Euch wohl, Gevatterinnen und Gevattern!

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