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The Dolmen

Das MPS in Hohenlockstedt : The Dolmen und der Rausch an Klängen und Gefühlen

Taloch Jameson MPS Hohenlockstedt 2015Das war wahrlich ein würdiger Abschluss für das MPS im Norden.

Gisbert Hiller lud bei besten Wetter zum letzten Nord MPS ein und sie kamen!

Zwar nicht massenhaft, wie bei den großen Veranstaltungen in Dortmund oder Rastede, aber das Gelände war gut gefüllt.

Zumal ja auch musikalische Leckerbissen geboten wurden: Omnia, Saltatio Mortis, Rapalje, Saor Patrol, The Cobblestones und  Ye Banished Privateers gaben ordentlich auf die Ohren.

Und The Dolmen!  Die kleine, stetig wachsende Gemeinde, die den sympathischen Briten die Treue hält, hörten ein Feuerwerk von Ideen und Klängen.

Und dabei machte es gar nichts, das Chris Jones durch Chris Hanich  (ex Metusa) ersetzt wurde, denn letzterer erwies sich einmal mehr als tolle Vertretung von Chris Jones.

Anja Nowotny (ebenfalls ex Metusa) ist nun vollwertiges Bandmitglied, jedenfalls wird sie auf der Seite von The Dolmen so geführt.

Was uns Fans geboten wurde war wieder einmal Weltklasse. Ich behaupte immer noch, das Josh Elliot der beste Gitarrist des MPS ist und meiner Meinung nach zu den führenden Musikern auf diesem Instrument in Europa gehört.

Und wie Kaleigh Marchant es geschafft hat, trotz offensichtlich durch Erkältung angekratzter Stimme, solch einen satten Sound zu singen, ist mir ein Rätsel.

Und dass sie dabei noch die Bühne gerockt hat,  ist bewundernswert!

Taloch schrieb mir später per Messenger, dass sie Carla Cosha vom fantastischen Album The Banquet für mich gespielt haben, weil ich ihm bei einem der früheren Auftritte gesagt hatte, wie sehr ich dieses Stück liebe.

Danke Taloch, Danke The Dolmen!

Aber man muss sich diese Nähe zu den Fans mal vorstellen: Irgendwann am Anfang der Saison sprach ich mit Taloch  darüber, dass ich gerne mehr von den Alben  Witchlord und The Banquet Live auf der Bühne hören würde und sie spielen dieses Lied für mich!

Taloch und die Band und ihre sympathische Managerin pflegen Kontakt zu ihren Fans und das ist nicht nur ein “Aus – den – Augen – aus – dem – Sinn – Gespräch” . Sie stehen nach jedem Gig für ihre Fans zur Verfügung und darüber hinaus pflegen sie diesen über die sozialen Medien.

Ich habe, glaube ich, schon einmal ähnliches  geschrieben: The Dolmen hatten am Samstag drei Sets und keines war wie das andere!

Da wurden keine Stücke doppelt gespielt, da war jedes der Sets thematisch abgestimmt. Die Songs gingen ineinander über, brachten die spezielle Stimmung des jeweiligen Gigs rüber.

Ich kenne KEINE andere Band auf dem MPS, die das in dieser Weise hinbekommt. Ich mag bekannterweise Omnia oder Rapalje sehr gerne. Letztere spielen zwar aus ihrem Repertoire auch kein Stück doppelt an einem Tag , erstere spielen in unterschiedlicher Zusammensetzung immer dieselben Sets auf ihren MPS Auftritten.

Aber in sich abgestimmte Sets, die einmal magische, einmal rockiges, ein anderes Mal ein nachdenkliches Feeling erzeugen – das können nur The Dolmen.

Kein Wunder, Taloch und seine Band sprühen nur so von Ideen,  die musikalisch umgesetzt werden müssen und sie erzählen dabei Stories, die ans Herz gehen.

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Verrückte auf der Campside beim MPS in Basthorst

Lotte von BollerslebenIch schlendere am Freitagabend so über die Campside in Basthorst auf der Suche nach Motiven für ein Campside Special und als ich frage, ob ich ein Foto veröffentlichen darf, stoße ich auf ein paar liebevoll verrückte Menschen.

Wer nämlich glaubt, dass das MPS erst am Samstag morgen richtig losgeht, irrt sich ganz gewaltig.

Die Campside ist in aller Regel einen Tag vorher ab morgens bis zum Tag nach dem MPS, ebenfalls morgens, geöffnet.

Und sie wird genutzt, zumal es ja die Möglichkeit gibt, die Jahreskarte als Campside Plus Karte zu kaufen,  und damit auch ein auch finanziell planbares Wochenend – MPS Erlebnis zu realisieren.

Da wird gegrillt, man trifft auf Feuerschalen und Feuerkörbe, die die Nacht stimmungsvoll erleuchten, man hört Musik, es laufen viele Leute in Gewandung herum, Kinder die staunend und tobend über die Campside rasen – es ist mächtig was los!

Also mir persönlich fehlt nur ein Badezuber …

Jedenfalls komm ich an einem Lager vorbei – viele Camper bauen mittlerweile schon so etwas ähnliches wie Heerlager auf der Campside auf- und komm mit den jungen Leuten ins Gespräch.

Sie haben ein Projekt : Otto von Bollersleben II.

Das ist ein von verschiedenen Spezialisten hergestellter Bollerwagen und seine kleine Schwester, die Lotte, die ihr im nebenstehenden Bild bewundern könnt.

Der Bollerwagen, den ich eigentlich am Samstag im MPS Betrieb aufnehmen wollte, hab ich dann nicht abgelichtet, die Truppe ist einfach im MPS Gewühl untergegangen.

Nichtsdestotrotz kann man sich kaum vorstellen, mit welcher Liebe die Wägelchen zusammengebaut wurden: Da waren Tischler, die das Holz bearbeitet haben, vor wenigen Monaten war Otto,  der zweite  seines Bollerwagennamens,  noch im Wald.

Da waren Schlosser und Hobbyschmiede am Werk, Gastronomiefachkräfte, um ein Kühlmodul in den Wagen zu integrieren, damit es immer frische Kaltgetränke für die Gruppe gibt und Elektriker für die elektrische Ausstattung .

Das Teil ist riesig, mit speichenlosen Holzrädern versehen, schiebt sich aber wie ein Kinderwagen. Schaut doch mal auf die Homepage dieser verrückten Truppe, ihr findet sie hier.

Am Samstag ging es dann bei strahlendem Wetter endlich los und war das Zuschauerinteresse beim ersten Basthorts MPS im letzten Jahr noch nicht so überragend, dürfte der Veranstalter Gisbert Hiller in diesem Jahr zufrieden gewesen sein – das Gelände war voll. Kayleigh Marchant beim MPS in Basthorst Man kann Basthorst nicht mit den großen Veranstaltungsorten vergleichen, dementsprechend hat es auch seinen eigenen Reiz und mit dem “Kuhstall” eine besondere Location, auf die ich noch  zu sprechen komme.

Ich hab mir wieder die Morgenmesse angesehen, die ist ja immer wieder anders gestaltet und bei den zotigen Sprüchen die da kommen, ist auf jeden Fall für Lachen gesorgt.

Gisbert Hiller hatte mal wieder interessante Bands eingebucht: Die für mich großartigste Band “The Dolmen” hatte den Weg aus Weymouth angetreten um uns mit alten und neuen Stücken zu erfreuen.

Ich hoffe, im nächsten Jahr bucht er sie noch öfter ein und noch besser wäre es, sie würden mit Saor Patrol die Bühne bespielen, dann besteht nämlich die Chance, dass sie etwas aus dem gemeinsamen Album “Crann Tara” vorspielen.

Übrigens, wer es noch nicht wusste, die vielen MPS Fans bekannte Anja, früher bei Metusa,  wirkt beim neuen Album “Nuada” mit.

Wer sie mal wieder spielen sehen möchte, kommt zum MPS nach Wassenberg. Leider bin ich da beim Zomerfolk Festival in Groningen, vielleicht mag ja mal jemand einen Gastbericht mit tollen Fotos schreiben?

Wer The Dolmen noch nicht kennt, sollte sich mal in ihrem Youtube Channel umsehen: Dolmen bei Youtube

Neben meine Lieblingsband traten auf: Saltatio Mortis, The Cobblestones, Saor Patrol, Omnia, Rapalje, auf den beiden Bühnen war ordentlich was los!

Tja, und dann der schon erwähnte Kuhstall. Da waren keine Kühe drin, obwohl vielleicht so manch feierwütiger Gast so etwas ähnliches am Sonntag Morgen da gesehen haben mag.

Samstag Nacht gab es nämlich die Kuhstallparty von The Cobblestones, die ging von 1 Uhr nachts bis morgens gegen 4:30. Es war jedenfalls schon hell, als ich zum Zelt zurückging.

Die Party war gigantisch, noch bestem irischen Folkklängen hüpfte vor der Bühne alles durcheinander und “Stollen 13” floss in Strömen.

Was das ist?

Ein spezielles Getränk der Band, Hauptbestandteil ist Whiskey. Ach ja Kirschsaft ist auch drin.

MPS_Basthorst Achim der FalknerWirkt zunächst anregend, bloß am nächsten Morgen fühlt man sich nicht ganz so gut, denke ich.

Ich habe allerdings nur mal gekostet, da ich Sonntags wieder nach Hause fahren wollte, bin ich bei meinem Wein geblieben.

Neben der tollen Party war der Star auf dem MPS mal wieder Achim der Falkner.

Wer seine Show noch nicht gesehen hat, muss sie sich auf jeden Fall auf den Terminzettel des nächsten MPS schreiben. Er erzählt tolle Geschichten über die Tiere und die Viecher sind echt faszinierend.

Und man bekommt sie auf die Hand und kann sich mit ihnen fotografieren lassen.

Dabei macht Achim das nicht als Geschäft mit Proftinteresse, er arbeitet mit körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen und die Einnahmen gehen in seine Arbeit.

Zum Schluss noch ein ernsteres Thema.

Es hatte sich eine Demonstration gegen das MPS angesagt (die nicht stattfand). Weil Gisbert Hiller deutliche Worte gegen eine andere Veranstaltung gefunden hatte, die es sich mit Auflagen und Einhaltung allgemeingültiger Standards offensichtlich ein wenig leicht gemacht hat.

Man kann über Form und Sprache von Gisbert Hiller geteilter Meinung sein. Fakt ist aber, dass er sich mit ebenso markigen Worten für das Wohlergehen von Tieren und Tierheimen einsetzt. Dann jubeln ihm die Leute zu und finden es toll.  Mit genau demselben Engagement prangert er Missstände auf anderen Märkten an.

Und wer das MPS schon etwas länger verfolgt, der weiß, dass diese Veranstaltung schon immer den behördlichen Auflagen ein bisschen Voraus war.

Im Interesse der Gesundheit und Sicherheit von Besuchern, Ausstellern und Künstlern.

Es wurden schon immer gekennzeichnete Feuerlöscher vorgehalten, egal ob sie in dieser Dichte benötigt wurden oder nicht.

Es gab schon immer Brandwachen. Es gab Feuerverbote auf der Campside bei zu trockenem Wetter. Es gibt eine professionelle Security Mannschaft.

Auch vor Duisburg gab es schon  gekennzeichnete Notausgänge.

Mit der Auswahl neuer Veranstaltungsorte tut sich Gisbert ungeheuer schwer, weil eben nicht jedes Gelände seinen Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen genügt.

Ich kann schon verstehen, wenn ich als Veranstalter soviel Geld für die Gesundheit und Sicherheit ausgebe, zum Teil freiwillig, und entsprechend auch die Eintrittspreise verlangen muss und auf der anderen Seite Großveranstaltungen offensichtlich Auflagen umgehen oder ignorieren.

Und keinem ist gedient, wenn auf irgendeiner Veranstaltung Menschen zu Schaden kommen, das schlägt sich auf die gesamt Branche nieder, ganz zu schweigen vom Schaden für die Menschen, die sich einen schönen Tag erhofft haben.

Hätten wir damals nicht solche Hohlbirnen in Duisburg sitzen und einen Veranstalter gehabt, der seiner Verantwortung gerecht wird, würden manche heutige Auflagen nicht notwendig sein.

Ich kann nicht sagen, was an den Vorwürfen, die Gisbert Hiller erhebt, dran ist, aber erst Profi genug, um Situationen einschätzen zu können.

Schließlich ist er lange genug im Geschäft.

Und ihm zu unterstellen, er will einen Konkurrenten ausschalten ist schlicht und ergreifend dämlich. Das MPS ist in seiner Art das größte reisende Event und kein Mittelaltermarkt ist ernsthafter Konkurrent.

Und das Brötchen in einer Baggerschaufel nichts zu suchen haben, ob mit oder ohne Laken, kann ich mir auch sehr gut vorstellen, ohne im Gastronomiebereich tätig zu sein.

So, jetzt ist aber Schluss, nächste Woche bin ich auf dem ersten Leipzig MPS, ich bin sehr gespannt. Trinken wir ein Horn zusammen?

Hier geht es zum Fotoalbum

Das ultimative MPS in Öjendorf

Kalyeigh Marchant von The Dolmen MPS ÖjendorfGisbert Hiller hatte das große “Ö”angekündigt und eine Show der Superlative versprochen.

Dieses Versprechen hat er locker gehalten. Das Gelände in Hamburg Öjendorf ist die größte Fläche, die vom MPS bespielt wird und dafür muss wahrhaftig Einiges aufgefahren werden.

Wer behauptet, in Öjendorf alles gesehen zu haben, spricht schlicht und ergreifend die Unwahrheit, denn das ist absolut nicht möglich.

Auf sechs Musikbühnen wurden den Zuhörern pausenlos auf die Ohren gegeben. Man musste Samstag aus acht Nachtkonzerten das Richtige auswählen,  und vorher aus sechs Abendkonzerten  eine Auswahl treffen!

Und was wurde nicht alles aufgeboten, The Dolmen gaben sich die Ehre, Cobblestones, Saltatio Mortis, Omnia, Rapalje, Versengold, Saor Patrol, Duivelspack, Vroudenspiel, Knasterbart, Mr. Hurley und die Pulveraffen  …

Die Campside war ein wenig umgestaltet worden, die Einfahrt war auf die Seite verlegt worden.

Insgesamt war sie nicht so strukturiert wie in den letzten Jahren, früher wurden die Bereiche, in denen die Zelte aufgeschlagen werden konnten,  nicht so groß angelegt,  sondern durch Straßen mittels Flatterband abgeteilt.

Der Verzicht hierauf führte zu einer etwas wilden Campsituation: Samstag Mittag war ich eingekreist von Zelten und wäre mit dem Auto nicht mehr herausgekommen.

Ich habe gehört, dass Gisi verkündet hatte, aufgrund der vielen Zelte sei ein weiteres Feld für Camper freigegeben worden. Ich persönlich hatte nicht den Eindruck, dass die Campside überfüllt war, ich campe nun schon zum sechsten mal hintereinander in Öjendorf und für meinen Geschmack war der Besuch eher unter dem Durchschnitt.

Es waren wieder Flutlichtmasten auf der Campside aufgestellt, die Toiletten waren allerdings – wie immer in dieser Saison – nicht erleuchtet, was, wenn man nachts aufs Klo muss wahrlich kein Vergnügen ist.

Zwar sind die Dixies dank der Klasse Arbeit der Firma Knollmann immer relativ sauber und die katastrophalen Zustände von vor vier Jahren habe ich nicht wieder erlebt, aber anscheinend ist auch hier gespart worden: die sonst zur Verfügung gestellten Papiertücher an den Waschanlagen und die Seife gab es auf der Campside nicht. Gut, dass kann ich verschmerzen, Hauptsache Wasser ist da!

Der Weg von der Campside zum Gelände führt durch ein kleines Wäldchen und ist nachts stockduster. Und das ist auch gut so!

Ich habe einige Kommentare bei Facebook gelesen, wo dies bemängelt wurde. Allerdings, der Wald ist knochentrocken und dort offene Flammenschalen hinzustellen, wäre Wahnsinn.

Zurück zum Gelände: wenn man den Eingang vor der Campside benutzte, traf man gleich auf das erste Superlativ: Eine riesige Feldschmiede mit drei Schmieden, die auch kräftig auf glühende Eisen einschlugen. Ich war mir nicht sicher, ob ein Teil der Damenwelt die Arbeit bewunderte oder die Muskeln der Schmiede …MPS_Oejendorf_(276_von_310)

Für mich das Top Highlight war die Band The Dolmen. Hiller hatte sie vor drei Jahren auf dem MPS debütieren lassen und dann aber im letzten Jahr und in diesem Jahr die Truppe nur jeweils dreimal gebucht.

Das ist extremst schade, auch ohne die Unterstützung des MPS hat die Band eine feste Anhängerschaft und sie haben deutlich mehr Musik anzubieten als so viele andere Gruppen, die häufiger und für  längere Gigs  gebucht wurden.

The Dolmen hatte vier  Gigs am Samstag  drei am Sonntag, bis auf zwei oder drei Klassiker wie Whiskey in the Jar oder Go Laddie wurde nicht ein Stück doppelt gespielt.

Das sieht bei anderen Gruppen doch deutlich anders aus.

Wo wir gerade von Überraschungen sprechen: Elmsfeuer, in diesem Jahr oft für das MPS gebucht, vor zwei Jahren eine vielversprechende Band auf der Newcomer Bühne in Borken,  teilte kurzfristig mit, dass  zwei Mitglieder – Anni und Holsch –  die Band verlassen haben.  Bei aller Sympathie für die junge Band und  allen Verständnis für diese schwere Entscheidung, für mich ist das absolut unprofessionell und macht die Band, wie immer auch die Zukunft aussehen mag, für einen Veranstalter unberechenbar.

Das wäre mit Dolmen nicht passiert, die haben ein professionelles Management.

Also an dieser Stelle ein Bitte an Gisbert Hiller: Du kannst Bands eine Bühne verschaffen, bitte tu das auch für meine Lieblinge aus UK. Sie haben es verdient. Keiner spielt Rocky Road to Dublin so wie The Dolmen.  Loch Lomond in der Interpretation dieser Band wird von keiner anderen MPS Band übertroffen.

Es werden Gruppen gebucht, die besoffen die Besucher anmachen oder die weder Töne treffen noch die Instrumente beherrschen. Josh Elliot ist einer der hervorragendsten Gitarristen, die auf dem MPS Gelände aufspielen. Jedes Gig ist anders. Ich wünsche mir für 2015 mehr von dieser Band zu sehen.

So, nun genug gebettelt, zurück zu den Ereignissen des MPS.

Zunächst mag es den geneigten Stammleser meines Blogs interessieren, ob meine drei emsländer Freunde Toby, Lars und Maik ihre Taschenlampe wieder bekommen haben.

Wer meinen Telgte Bericht gelesen hat, erinnert sich vielleicht, dass die drei in recht glückseliger Verfassung in Telgte nächtigerweise noch das eine oder andere Getränk mit uns konsumiert hatten und die Herausgabe der weinselig vergessen Taschenlampe an die Einladung zu einem drei gängigen Frühstücks gekoppelt war.

Ja, sie haben die Lampe wieder und sie haben mächtig aufgefahren, wir wurden zu viert (!) zu Rührei mit Speck, Käse, hart und weich gekochten Eiern, Feta und Mozarella mit Tomate und was weiß  ich eingeladen.

Jungs ihr ward Klasse und wenn ich mich auch aus irgendwelchen Gründen nicht mehr so ganz an alle Themen erinnern kann, die wir Freitag Abend diskutiert haben (ich glaube es war der Weltfrieden unter besonderer Berücksichtigung des Abschmelzens der Polkappen Smiley),  war es wieder ein Genuss, Eure Gastfreundschaft in Anspruch zu nehmen. Schade dass ich Euch nicht in Borken treffe, ich muss leider arbeiten …

Der Falkner achim beim MPS ÖjendorfWer das Öjendorfgelände noch nie besucht hat, sollte sich für das nächste Jahr unbedingt den Besuch des MPS “Ö” in den Kalender schreiben.

Einerseits ist Hamburg ja durchaus eine sehenswerte Stadt, was ich selbst als Bremer zugeben muss (netter Vorort von uns…), andererseits ist das Gelände fantastisch im Öjendorfer Park mit einem riesigen See, viel Bäumen, den meisten Händlern, den meisten Heerlagern, der größten Show und, und und … beglückt.

Man kann in zwei Tagen beim besten Willen nicht alles sehen.

Wir haben uns am Samstag auf die Musik konzentriert und den Sonntag mit der Erkundung des Marktes.

Und was sieht man da nicht alles!

Eine Hamburger Schwertkampfschule, die Interessierte in das Fechten mit dem Langschwert einführt – diese Einführung endet in einer fingierten Schlacht.

Natürlich gewinnen die Guten. Blöderweise gibt es kein Burgfräulein zu retten,  sonst hätte ich mitgemacht. Wer sich dafür interessiert schaut hier nach.

Wer aus dem Norden kommt und das Fechten mit dem Langen Schwert von Grund auf erlernen will, kann sich ja mal bei Klopffechters Erben umschauen – dort lerne ich das Fechten.

Vielleicht kreuzen wir ja mal die Klingen …

Öjendorf bot noch viel,  viel mehr – den Falkner Achim, Kiepenkasper, Bruchenballturnier, Gewandungsprämierung, Markteröffnung mit neun(!) Nonnen die irgendwie alle gleich hießen, Pestumzug, Kinderritterturnier, Zauberer, Fechtkampfgruppen, Ritterturnier mit und ohne Fackeln, verrückte Marktbesucher, tausende von tanzenden Menschen ….

Wenn Du nicht dabei warst, wird es höchste Zeit, den 2015 Termin in Deinen Kalender einzutragen.

Und Dir möglichst beim MPS in Remeringhausen oder in Borken oder in Hohenlockstedt einen kleinen Vorgeschmack zu holen.

A propos Hohenlockstedt: ich habe noch eine Tageseintrittskarte mit Autogrammen von Saltatio Mortis und Versengold für HoLo zu verlosen.

Hat jemand eine gute Idee, wie?  Dann her damit. Bis dahin, gehabt Euch!

Das Fotoalbum findet Ihr hier.

Das MPS in Bückeburg–die Wettergötter müssen verrückt sein!

Dolmen_Bueckeburg_2014Ich gehe seit 14 Jahren regelmäßig zum MPS in Bückeburg – aber dass, was sich an diesem Wochenende dort abgespielt hat, ist absolute Premiere.

Ich denke, Gisis Truppe hat noch kein MPS erlebt, das unter solch widrigen Bedingungen aufgebaut wurde. Die ganze Woche hat es immer wieder Starkregen gegeben, die Fahrzeuge konnten nicht aufs Gelände und das Zeuchs musst  per Hand auf den Platz getragen werden.

Gut, das gab es immer wieder mal, aber das Gelände war teilweise total abgesoffen und irgendwelche Vollpfosten hatten den riesigen Komposthaufen angezündet, so dass das Gelände auch noch bespielbar gemacht werden musste.

Ich habe vor drei Jahren erlebt, wie die untere Campside abgesoffen ist – und Gisi hat seine Lehren daraus gezogen.

Rindenmulch wurde kubikmeterweise aufgefahren, kritische Bereiche wurden per Flatterband abgesperrt.

Teile der unteren Campside erinnerten mich verdammt an bestimmte Gegenden im Teufelsmoor, eine riesige Moorlandschaft, in der der Legende nach mal eine ganze Einheit Wikinger versunken ist.

Das ist wiederum auf der Campside nicht geschehen, obwohl des Abends die ein oder andere wikingerähnliche Gestalt auch dahingesunken ist, nämlich bier- und weinseeligerweise in den Schlafsack im eigenen Zelt.

Gisi hatte angekündigt, nur die obere Campside würde nachts durchgehend beleuchtet, das war allerdings ein Witz. Zwei kleinere Lichtmasten erlaubten eine Art Orientierung, die Toiletten am Ausgang lagen wiederum im Dunkeln und hatte kein Wasser.

Mittlerweile verdient die Campside diesen Namen nicht mehr, es ist ein Wiese, auf der man campen kann. Viel zu wenig Dixies, zum Teil ohne Wasser, die Hygiene nach dem supergut besuchten Samstag ließ ebenfalls arg zu wünschen übrig, das war nicht o.k.

Dafür war das Programm auf dem Platz mal wieder grandios. Gisi hatte Bands vom Feinsten eingeladen.Mirabilia beim MPS in Bückeburg

Es passiert genau nur drei mal in dieser Saison, das  die geniale Band  The Dolmen auf dem MPS gastiert – in Hohenweststedt, in BüBu und in Öjendorf.

Für mich unverständlich – vor zwei Jahren haben sie sich hier eine stetig wachsende Fangemeinde aufgebaut, zogen die Massen vor die Bühnen und seit letzem Jahr ist Schluss, nur noch drei Auftritte. dabei wurden sie damals als DIE Entdeckung des MPS gepriesen, traten in der Dortmunder Westfalenhalle auf,. selbst das war ihnen nicht vergönnt in diesem Jahr.

Aber sie waren beim Midzomer Festival, werden auf dem Castle Fest auftreten. Schade schade,  eine Band mit einem Spektrum von Pagan, metallige Klängen, Piratensongs und Folk passt meiner Meinung nach sehr gut zum MPS und bringt mehr Abwechslung als noch eine weitere Band mit Irish Folk Songs.

Aber sicher ist das auch eine Frage des Preises, denn Qualität kostet eben immer ein bisschen mehr.

Ansonsten war der Samstag was die Bands betrifft vom Feinsten: der Publikumsliebling Saltatio Mortis zog buchstäblich tausende in den Bann, Omniatrat auf, Faun gab sich die Ehre, dazwischen Saor Patrol mit den wundervollen Tribal Tänzerinnen von Mirabilia,  tja und dazwischen jede Menge Showprogramm.

Ars Equitandi, Fictum, Pestumzug, Der Tod, Der Hässliche Hans trieb sich rum, dann Bruder Rectus mit Schwester Karma und Schwester Sutra, tausende begeisterte Leute auf dem Platz, supertolles Wetter, jede Menge Fressalien, jede Menge Köstlichkeiten zu trinken – Bier, Wein, Met, Kaffeespezialitäten, Teehaus — für jemanden der noch nie das MPS erlebt hat,  muss das überwältigend sein.

Dazwischen jede Menge aufwändig gewandete Besucher, Tribal Dance Gruppen wie die wunderbaren Mädels von Mirabilia, Gerüche, Geschrei, Jubel von den Fans vor den Bühnen, Gelächter vom Publikum vor den Gauklerbühnen, abends eine atemberaubende Feuershow, wo sich Menschen als Spinnen verkleiden, dazwischen ein Pestumzug, Kinder auf den Strohspielplätzen, dem riesigen Bällebad – das, ja das ist das Flair vom MPS.

Mein Schwägerin war Ork beim MPS in Bückeburgzum allerersten Mal beim MPS – und hat damit meinem Bruder eine ganz außergewöhnliche Freude bereitet – und was soll ich sagen, sie ist infiziert.

Der nächste MPS Besuch ist schon in Planung. Remeringhausen soll es sein!

Nun ist meine Schwägerin – und ich auch  – rechtzeitig aufgebrochen, um nicht die große Sintflut des Sonntag nachmittags in Bückeburg zu erleben. Da knallte es nämlich nochmal so richtig nieder und versenkte wiederum das Auto meines guten Bekannten Ralf R. in  einem rasch entstehenden Sumpf.

Wer ist Ralf? Ganz einfach, der Typ mit dem meist fotografiertesten Auto in Bückeburg vor zwei Jahren.

Da steckte er  -im Sumpf. Weil Ralf ein Typ ist, der sich nicht vom Regen schocken lässt.

Gisi übrigens auch nicht: er hatte ein Public Viewing vor dem Mausoleum organisiert und der geneigte MPS Besucher konnte auch noch die Weltmeisterschaft der DFB Auswahl feiern.

Das MPS ist eben nicht unbedingt authentisch, aber fantastisch.

Man muss übrigens nicht so lange wie meine Schwägerin auf das nächste MPS warten .

Das ist nämlich schon an diesem Wochenende, wiederum in Bückeburg und wiederum mit einem Programm das pickepackevoll ist.

Ich werde mir die geniale Markteröffnung meines geliebten Bruder Rectus anhören, mir das Bruchenballturnier und die genialen Fechter von Fictum reinziehen und jede Menge Bands sind da, die mich erwarten: Rapalje, Cultus Ferrox, Metusa, Corvus Corax etwa …

Wir trinken doch zusammen ein Horn vor der Saor Patrol Bühne und bestaunen die Mädels von Mirabilia, oder? In diesem Sinne: Gehabt Euch! Das Fotoalbum gibt es morgen!

Das MPS in Öjendorf feiert den Erfolg von Saltatio Mortis

MPS_Öjendorf_saltatio_mortisÜber den Erfolg von Saltatio Mortis und der daraus folgenden typisch deutschen Diskussion habe ich ja schon berichtet.

Das MPS in Öjendorf stand eindeutig unter dem Zeichen des Erfolges der süddeutschen Band – dazu später noch mehr.

Ich hatte mich auf eine stressige Anfahrt eingestellt, aber das mein Navi mich mitten durch Hamburg führen würde – daran hätte ich vorher nicht geglaubt.

Rund um das Maschener Kreuz ging gar nichts mehr, wie mir Freunde berichteten – und mein Navi wusste das wohl, schickte mich durch den Elbtunnel und dann quer durch Hamburg. Ehrlich gesagt, hatte ich unterwegs keinen Blick für die Schönheiten der Elbmetropole, ich war nur genervt vom Verkehr.

Die Campside in Öje ist riesengroß, ich war schon öfter da und es war mal wieder bestens organisiert. Entgegen der Ankündigung von Gisbert Hiller gab es nämlich doch Wasser und Strom, zwei drei Lichtmasten erhellten nachts das riesige Gelände.

Ich habe Freitagabend noch nie eine so gut gefüllte Campside in Öjendorf gesehen – angesichts des recht guten Wetters haben sich doch viele Leute entschlossen, zu kommen, –  und Öjendorf ist definitiv der Saisonhöhepunkt.

Das Veranstaltungsgelände selbst ist riesig,  Gisbert Hiller schreibt, dass das Veranstaltungsgelände die Größe von ca. 20 Fußballfeldern hat.

Wer sich einen Eindruck verschaffen will, was es bedeutet dieses Gelände mit den Buden, Bühnen und Arenen vorzubereiten und zu betreiben, schaut sich das eindrucksvolle Video an, das 2011 entstanden ist : MPS Genesis.

Insgesamt hat Gisbert Hiller fünf(!)  Bühnen bespielen lassen und es kam die Crème de lá Crème der Szene: Saltatio Mortis, Omnia, Faun, The Dolmen (die ihren dritten und letzten Auftritt in diesem Jahr beim MPS gaben), Metusa, Duivelspack, Vroudenspiel, Saor Patrol, Rapalje … Unmöglich alles zu sehen und zu hören.

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The Dolmen beim MPS in Hamburg Öjendorf

Kayleigh_Marchant2012 waren The Dolmen der Hit auf dem MPS – wer erinnert sich nicht an die legendären Auftritte der Band  in Rastede, wo sie ihr Debut gaben und der Vogt daselbst nächtigerweise auf die Bühne stürmte  um ein, zwei Zugaben zu fordern?

Und  Dolmen gab alles, bis zur körperlichen Erschöpfung, denn so wie sie sich präsentieren, ist das sehr kraftraubend.

Auf jeden Fall hat die Band es geschafft, sich in die Herzen einer rasch anwachsenden Fangemeinde zu spielen, es folgten Auftritte in Hohenweststedt, beide Bückeburg Termine, Telgte und Öjendorf.

Und die Schar der Fans wuchs – auch wenn Kritiker behaupten, das eine Metal Band nichts auf dem MPS zu suchen hat und die Musik nun gar nichts “mittelalterliches”  an sich hätte. Unumwunden zugegeben: das Letztere stimmt. The Dolmen macht keine mittelalterliche Musik, Bassgitarre, moderne Querflöte, Akkustikgitarre und die Art des Schlagzeugs sind nicht mittelalterlich. Aber phantastisch.

Und ehrlich – unser Lieblinge von Saltatio Mortis über Rapalje, Vroudenspiel, Metusa, Elmsfeuer,  Omnia und wie sie alle heißen mögen, sind NICHT mittelalterlich – aber FANTASTISCH! josh_elliot_antik

Unser musikalisches Erlebnis auf dem MPS ist geprägt von den unterschiedlichsten Richtungen: Folk und Traditionals  wie ihn Rapalje spielt. Freche intelligente Lieder, traditionell oder selbst komponiert wie Streuner oder Duivelspack, frivol und frech wie Das Niveau – wir lieben sie oder auch nicht, aber das ist die Vielfalt des MPS.

Wir diskutieren heftigst darüber auf Facebook  – oft kommen hitzige, häufig unüberlegte Kommentare, Diskussionen, von denen am Schluss man manchmal gar nicht mehr weiß, was war der Auslöser – das ist MPS.

Und “The Dolmen”, eine meiner Lieblingsbands, passt genau hinein.

In aller Regel erwarte ich auf dem MPS von neuen, noch nie gehörten Bands ein “Mainstreamerlebnis”.

Bands, die ich sofort einordnen kann in Mainstream, Pagan, Folk, Traditional, etwas zwischen Metal, Gothic  und Mittelalter oder sonst irgendetwas.

Auch so damals bei “The Dolmen”.

taloch_jamesonIch komme also zum allerersten Dolmen Gig auf dem MPS – und werde empfangen von einer Interpretation von “Whiskey in the Jar”, die ich so noch nie gehört hatte.

Zu diesem Song muss man wissen: Es war der erste “Richtige” den ich selbst auf der Gitarre spielen konnte (mein Bruder wird bis heute etwas anderes behaupten, aber da verweise ich nur auf seine lächerlichen Synthi “Künste” und seinen berüchtigten “Rabda” Song, den er als 15 jähriger aufgelegt hatte) und ich find ihn einfach Klasse (Whiskey in the Jar von The Dolmen, nicht jenen unseligen “Rabda” Song).

Und Dolmen haut eine Version raus, die einen animiert, sich das Oberhemd vom Körper zu reißen. Ich war nicht der Einzige.

Tja, und da lerne ich in wenigen Gigs neue, harte Interpretationen von Klassikern wie “Rocky Road to Dublin”aber auch eigene Songs kennen, die die Bands nach zwei Sets zu meinen Favoriten machen.

Umso mehr, dass alle Spaß an der Arbeit haben.

In Hohenweststedt erlebe ich, das Kaleigh und Ellie von der Bühne kommen, um mit dem Publikum zu tanzen.  Schon mal so etwas erlebt? Fantastisch!

Schon mal den Dauerspaß in Kaleighs Gesicht abgelesen? Die Freundlichkeit und die Bereitschaft von JEDEM Bandmitglied auch nach einem anstrengenden Set  bei 30 Grad im Schatten Fragen über die Band, über Gott und die Welt zu beantworten? Traut Euch, die Dolmen sind da völlig unkompliziert!

Ich habe erlebt, dass meine Mitautorin ein Glas Honig mitbrachte (ihr Vater war Imker) und Taloch sich nach einem Set mit einem wohligen Grunzer  das ganze Glas reingepfiffen hat, artig “Thank you” sagte und dann erstmal fragte, wie es denn so ginge. Völlig unkompliziert.

Ich bin mit Josh ein bisschen über das Phantasium in Eindhoven spaziert und hab über alles Mögliche geplaudert – über Talochs Fahrkünste auf dem “Kontinent”, die nächsten Auftritte der Band, das Phantasium  an sich und wie es mir denn so ginge.  Völlig unkompliziert.

Wenn Du also eine Band mit Nähe zum Publikum suchst, wenn Du auf Show stehst, die ehrlich ist und wenn du auf Publikumsnähe stehst, dann schaust Du Dir “The Dolmen” an.

Beispielsweise am Samstag und Sonntag auf dem MPS in Öjendorf. Und weil das einer meiner Lieblingsbands ist, kannst Du sicher sein,  dass ich mehr berichte.

Sehen wir uns also vor der Dolmen Bühne?

Das MPS in Bückeburg – das erste Wochenende war `ne Wucht!

Jenny von Omnia  beim MPS in Bückeburg

Das war wieder eine Riesensause in Bückeburg – trotz des schlechten Wetters. Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS,  hatte hochkarätige Musikbands präsentiert und die Zuschauer dankten es ihm trotzt des, sagen wir mal, suboptimalen Wetters. Immer wieder ging ein kurzer  Schauer herunter, dazwischen lagen allerdings längere sonnige Phasen. So richtig nass geworden bin ich eigentlich nicht, schließlich hatte Hiller überall Sonnen- oder sollte ich besser Regensegel? aufgestellt und das Gelände ist ja reichlich mit Bäumen bestanden, so dass man einigermaßen geschützt ist. Ich habe wieder mit den MPS Fans von den Wolfstatzen gecampt, von unserer Truppe ist die ganze Woche jemand vor Ort.

Mittlerweile sind die Wolfstatzen international geworden: 3 unserer niederländischen Freunde waren da, wir haben noch eine Belgierin in den Reihen, so langsam wächst die Truppe.

Christian und Claudia, die ich in Dresden kennengelernt habe feierten  mit uns, wenn sie sich entschließen unserem Forum beizutreten wären das die östlichsten Vertreter der Tatzen.

Zum ersten Mal war die Campsite kostenpflichtig, ich habe für s campen 5 Euro und ebenso viel fürs Parken ausgegeben. Gisi hatte eine Weide rechts neben der früheren Campsite gepachtet, die war  riesig. Ich hatte den Eindruck,  dass die Campsite diesmal weniger gut besucht war, das kann aber auch an der Größe des Geländes gelegen haben.

Als ich eintraf, waren die Piraten von den Schlimmen Schurken schon fertig eingerichtet und beim MPS Radio war man auch gut beschäftig. Der einzige Lärm kam allerdings von der Straße, die ist ziemlich gut befahren und weil wir wegen der Nähe zum Stromgenerator am Rand der Wiese campen mussten habe ich das also die ganze Nacht mitgekriegt.  Der Freitagabend ging gut los, unsere niederländische Wolfstatzen Fraktion hatte den bestellten Honigrum mitgebracht und ich muss sagen, der hat schon ein gewisses Kaliber mit einer urplötzlichen Wirkung.

Unsere alte Bekannte Wahya hatte bei uns im Forum angekündigt, dass sie Schaukampftraining machen würde, also hab ich mal flugs zwei Schaukampfschwerter mitgebracht. Patrick, unser niederländisches Kampfschwein ist ein echter Krieger: ich habe null Chance gegen ihn im Fechten und selbst wenn ich mit der Hellebarde auf ihn losgehen gewinnt er immer. Nun haben Wahya und ich zu zweit auf Patrick eingedroschen, naja mehr oder weniger. Er hat sich mit der Hellebarde verteidigt – oder vielmehr kurz die Schläge abgewehrt um dann locker zum Angriff überzugehen. Muss ich erwähnen dass ich eine Schramme am Knie und einen leichten Schnitt an der Hand habe? Verursacht wurde  das aus einer Mischung von Kampftechnik, Honigrum und Jever …

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