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Burgmannentage

Burgmannentage am Zeughaus in Vechta

Zeughaus_VechtaAm Sonntag habe ich mal wieder die Burgmannentage in Vechta besucht. Das MPS in Singen war mir zu weit, Vechta liegt nur 70 KM von Bremen entfernt also konnte ich meine Frau überzeugen mit mir dorthin zu fahren. Das Gelände am alten Zeughaus – nun ein Museum , ist wunderschön. Ziemlich weitläufig in einer Parklandschaft, viel Wasser, viel Bäume viel Grün – und es musste kein Eintritt bezahlt werden.

Allerdings bin ich über eine Brücke auf den Veranstaltungsplatz gekommen – auf der befand sich eine große Geldtruhe und drei gewandete Recken machten sich einen Spaß daraus, die Besucher um Brückengeld zu “bitten”. Das dabei so manches unflätige Wort gesprochen und so manche Unverschämtheit an die Besucherköpfe geschmettert wurde, ist selbstverständlich.

Ich war nicht gewandet, also inkognito quasi und klapperte die Stände und Heerlager ab. Der Unterschied zu den Hillermärkten: Nahezu jedes Heerlager hatte etwas zu verkaufen.

Es waren auch Heerlager dabei, denen ich schon auf dem einen oder anderem MPS begegnet bin, beispielsweise die  Clans of Caledonia mit ihrem besonders schönen Ambiente. Die habe ich schon oft fotografiert.

Die Veranstaltung wird vom Verein Fogelvrei organisiert, die ja von 1994 – 2004 zusammen mit Gisbert Hiller das MPS auf die Beine gestellt haben, bis sich dann in 2005 wegen diverser Differenzen und grundlegend verschiedener Ziele die Wege trennten.

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Die Burgmannentage in Vechta

Einmal im Jahr veranstaltet das Zentrum für experimentelles Mittelalter in Vechta die Burgmannentage. Organisiert werden diese zusammen mit Fogelvrei,  die früher zusammen mit Gisbert Hiller das Mittelalterlich Spectaculum, auf die Beine gestellt haben, das später Mittelalterlich Phantasie Spectaculum wurde.

P9266507Das Preis – Leistungsverhältnis für diese Veranstaltung ist unschlagbar – der Eintritt ist kostenfrei, lediglich um eine Spende für das Museum wird gebeten. Das Programm ist aber auch nicht vergleichbar mit dem MPS – es treten keine Musikbands auf, die Kämpfe werden von Heerlagergruppen vorgeführt, insgesamt ist viel weniger Action als beim MPS.  Der  konzeptionelle Ansatz ist allerdings auch überhaupt nicht vergleichbar: wie der Name des Veranstalters “Zentrum für experimentelles Mittelalter” schon ausdrückt soll hier eine Darstellung bestimmter Mittelalterepochen stattfinden und keine Show Veranstaltung. Dies drückt sich auch in den Bedingungen für  teilnehmende Heerlager aus: sämtliche Elemente der Gothic Szene sind verboten, ein Heerlager darf nur einen in sich geschlossenen Zeitabschnitt des Mittelalters zeigen, also ein Mix aus Wikinger und Landsknecht, um mal ein extremes Beispiel zu nennen, wäre untersagt. Die Kleidung sollte selbstgefertigt sein und möglichst handgenäht, falls mit Maschine genäht,  sollte das nicht erkennbar sein. Nun, ich hab den Heerlagern ehrlich gesagt nicht so auf die Wäsche geguckt, aber ich muss sagen, das Bild dass die Heerlager abgaben war stimmig und interessant. Mittelalterlich Musik wurde auch gespielt – unter Verzicht sämtlicher Elektronik wurden mittelalterliche Stücke vorgetragen und das klang wirklich nett. Das Konzept des Veranstalters ging voll auf und wurde vom Publikum gut aufgenommen.

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