770796 Besucher seit 23.07.2010

Kategoriern

Gisbert Hiller

Saltatio Mortis auf Platz 1 der Deutschen Album Charts

alea_saltatio_hohenlockstedtFreud und Leid eines Künstlers- sie liegen dicht beieinander.

Saltatio Mortis, nicht die Band die ich als meine Favoriten bezeichnen würde, aber deren Entwicklung ich durchaus mit verfolgen konnte, haben  Platz 1 der Deutschen Album Charts erreicht.

Das ist ein ganz großartiger Erfolg. Und ich persönlich glaube, dass das MPS und Gisbert Hiller als Förderer und Fan dieser Band einen guten Teil dieses Weges aktiv begleiten konnte.

Zunächst freut sich natürlich die Band über diesen tollen Erfolg. Lasterbalk schreibt dazu auf Facebook:

„Was ich jetzt schreibe sollte man wahrscheinlich nicht tun und schon gar nicht in einer Woche des Erfolges. Ich meine wann geht man schon mal auf Platz Eins in den offiziellen Media Control Charts? Richtig, wahrscheinlich nicht so oft in seinem Leben. Also sollte ich mich jetzt freuen, ich sollte herumtanzen und ich sollte feiern, am besten alle 24 Stunden die so ein Chart-Wochentag zu bieten hat. Geht aber nicht. Will ich aber nicht. Stattdessen sitze ich hier und schreibe mir Freude, aber auch Frust von der Seele, Freude und Frust, die sich schon länger angestaut haben, die aber nicht abfließen konnten. Noch nicht.“

 

 

Uuups! Moment mal! Auf einem absolut genialen Meilenstein angelangt, einem Erfolg, den man sich hart erarbeiten muss, vor allem in DIESER Szene, ein Erfolg der durch diese Platzierung nach Außen sichtbar wird, dringt Frust durch, warum dieses?

„Tatsächlich freue ich mich. Ich freue mich über viele wundervolle Mails und Kommentare. Ich freue mich über Rückmeldungen zum Album, zu meinen Texten, zu unserer Musik…. Gleichzeitig kommt Ärger und Wut in mir hoch. Ärger über die unvermeidliche Kommerzdiskussion. Offenbar gibt es ein Naturgesetz, dass vorschreibt, sobald eine Band sichtbar Erfolge vorzuweisen hat, darf man sie als echter Fan, als echter Kenner oder gar als Szene-Guru auf keinen Fall mehr gut finden. Wichtig in diesem Ritual ist auf jeden Fall die grundlose Aufwertung der frühen Werke der Band (egal wie grausig diese sind), gepaart mit einem Verriss des aktuellen Werkes (egal wie gut es ist) und, als letztem Ton in diesem Musikverkenner-Dreiklang, eine Hasstirade über die verratenen Ideale der Band, die sich nun endgültig den bösen Göttern des Kommerz verschrieben hat. Schlussakkord in Moll und alle müssen nun ganz doll weinen, weil mal wieder eine Band nicht mehr das tut was sie will, sondern nur noch das tut was ein ominöser Produzent, oder wahlweise auch die Plattenfirma, von ihnen verlangt. Aha. Nun also auch wir.“ Weiterlesen

Das MPS in Bückeburg – endlich wieder Rekorde!

MPS BÜckeburg 2013 TotenkopfDas MPS in Bückeburg ist vorbei – und vorweg, für mich war es das am Besten organisierte MPS in Bückeburg, das ich je erlebt habe.

Und ich geh schon seit 13 Jahren jedes Jahr nach Bückeburg, ich muss es also wissen.

Schon mal zwanzigtausend gut gelaunte und glückliche Menschen gesehen? Nee? Selbst Schuld, Du hättest ja nach Bückeburg kommen können!

Nächstes Wochenende hast Du noch einmal die Chance …

Der Veranstaltungsort ist seit jeher ein Magnet, das Einzugsgebiet ist riesig und bei gutem Wetter können zehntausende von Gästen kommen. Das hat in grauer Vorzeit schon Mal das eine oder andere Problem bedeutet – aber seit gut drei Jahren hat Gisbert Hiller das alles super im Griff.

Gisi schreibt, das die Campside die bestbesuchteste seit 18 Jahren MPS gewesen ist und auch der Zuschauerzuspruch seit 18 Jahren der beste in Bückeburg war. Das will schon was heißen.

Die Campside war unterteilt und Langzeitcamper – viele Gäste nutzen die Woche, um dort  bis zum zweiten Wochenende zu zelten  – und einen Teil, der nur für die Wochenendcamper nutzbar war. Außerdem hat er noch eine dritte Campside vorrätig gehabt, die habe ich aber nicht gesehen.

Dafür habe ich gute alte Freunde getroffen: Meine drei Emsländer Jungs, Toby, Lars und Maik sind zu Luxuscampern geworden: Schicke Steckstühle, ein Feuerfass, ein riesiges Zelt, wie man es auch von Rot – Kreuz Veranstaltungen her kennt. Mit drei Schlafgemächern, einen nett drapierten Tisch, Kerzen. Das ist schon ne Augenweide. Demnächst bauen sie bestimmt noch nen Badezuber ein.

Dann haben sie auch immer so leckeres Zeuchs dabei, Emsländer (so ne Art Friesengeist Schnaps) und was weiß ich nicht noch. Wir haben über gute alte Zeiten geredet – damals haben sie noch im Auto geschlafen.

Ach ja, und über die Party in der Westfalenhalle. Da haben sie in einer katholischen Jugendherberge übernachtet, aber da wollen sie nicht mehr hin …

Weiterlesen

Besucherrekord in Dortmund

Campside MPS DortmundDas Wochenende begann mit einer Sight-Seeing Tour durchs Ruhrgebiet. Während Tom uns sicher über die Autobahn brachte, oder – wie Andreas sich ausdrückte – den Ruhrschleichweg , (Autobahn mit einer Beschränkung von 80 km/h, also bitte, so ein Schwachsinn), spielte Andreas den Fremdenführer und machte uns auf die Schönheiten des Ruhrgebietes aufmerksam: rauchende Schornsteine, alte, halb zerfallene Lagerhallen, bunte Kirchtürme, etc.

Muss man wirklich gesehen haben, ein Urlaub im Ruhrgebiet lohnt sich immer.

Nach schier endloser Fahrt wurde dann die neue Campside erreicht und hier hat Gisi wirklich seinen Gästen ein Kleinod präsentiert, wie es schöner nicht mehr ging.

Um einen Ententeich herum konnten auf der großen Wiese die Zelte aufgebaut werden. Wirklich wunderschön, in meinen Augen die schönste Campside, die das MPS zu bieten hat.

Nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten, wurde der Grill angeschmissen, denn so eine Arbeit unter freiem Himmel macht enorm hungrig. Mein Magen war bereits dabei, sich selbst zu verdauen. Noch mehr aber macht die Bewegung an der frischen Luft durstig, unsere Bier-, und Weinvorräte waren nach dieser Zecherei doch erheblich geschrumpft.

Zu späterer Stunde wurde dann einstimmig beschlossen, mal die Nachbarn auf der anderen Campside zu besuchen, man möchte ja wissen, mit wem man es zu tun hat. Weiter bis zu den Piraten sind wir allerdings nicht gekommen. Gesellig und lustig haben wir uns daran gemacht, deren Alkoholvorräte auch erheblich zu dezimieren. Und nach diesem Gelage muss ich jetzt einmal mit einer Behauptung aufräumen.

Man sagt ja, dass Whiskey das Wasser des Lebens ist. Stimmt nicht, ganz bestimmt nicht. Denn einer davon (sehr großzügig bemessen) knipste bei mir an diesem Abend sämtliche Lichter aus, so dass ich schließlich beim Zelt angekommen in einem der Stühle einschlief und irgendwann von der Security geweckt wurde, es sei doch ziemlich kalt, ob ich nicht lieber ins Zelt gehen wolle.

Weiterlesen

Unwetter beim MPS

MPS Bahrenfeld 2011 - total verregnetLand unter beim Mittelatlich Phantasie Spectaculum MPS!

Der Veranstalter Gisbert Hiller stand wohl vor einer der schwierigsten Entscheidungen in der Geschichte des MPS: In Weil am Rhein stand das MPS kurz vor der Öffnung des Marktgeländes vor dem Abbruch!

Für Weil gab es gestern eine Unwetterwarnung: “ Gebietsweise kommt es zu ergiebigem Dauerregen mit Niederschlagsmengen von mehr als 80 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden. Dabei besteht bei Bächen und Flüssen die Gefahr von Hochwasser.” (Quelle: http://www.meinestadt.de/weil-am-rhein/wetter/unwetter).

Außerdem wurden Sturm mit einer Stärke von 8-9 gültig für alle Höhen angekündigt.

Mal abgesehen davon, dass bei diesem Wetter nicht allzu viele Gäste zu erwarten sind: Hier spielen Sicherheitsüberlegungen für die MPS Gäste eine wesentliche Rolle.

Gisbert Hiller hat kurzzeitig  überlegen müssen abzusagen, meldet dann  aber:

“In Absprache mit den Verantwortlichen der Stadt Weil und mit den MPS Verantwortlichen haben wir uns zur Durchführung des MPS zu Weil entschieden. Es besteht keinerlei Gefahr für Leib und Leben der Besucher und Teilnehmer. Die Wiesen sind zur Zeit sehr nass und teilweise mit Wasser bedeckt,es werden durch die Besucherfüsse massive Schäden am Rasen entstehen, aber damit müssen wir leben. Alle Programme werden wie geplant durchgeführt !” (Quelle: https://www.facebook.com/mpsfestival?ref=stream&hc_location=stream).

Nichtsdestotrotz: Dies ist das neunte (!) MPS in Folge, bei dem die Veranstaltung von Dauerregen oder anderen extremen Wetterverhältnissen heimgesucht wird. Und das nach der äusserst schwierigen Saison 2012 und der ebenfalls schwierigen Saison 2011.

Ich besuche die Veranstaltung seit dem Jahr 2000 und seit mehr als 8 Jahren gehe ich als gewandeter Besucher dorthin.  Eine solche Serie habe ich noch nicht erlebt.

Aber es ist ja nicht nur die Serie: In der letzten Saison wurde das mehrtägige MPS in Weeze durch massiven Regen und Kälte beeinträchtigt, Rastede und Hohenweststedt liefen super, es war klasse Wetter, Bückeburg  war total  verregnet Wagen im Matsch MPS Bückeburgdie Campside und das Gelände waren total vermatscht, im Falle der Campside wurde die Zufahrt sogar eingeschränkt.ballenstedt ist abgesoffen,  Köln ist abgesoffen. Telgte war extrem heiß. Remeringhausen und Dresden sind als debutorte nicht so gut besucht gewesen.

Wer da jetzt sagt, das sei unternehmerisches Risiko: Richtig. Aber ein Unternehmer versucht das Risiko zu kalkulieren und reagiert dann darauf: In Form von höheren Preisen, reduziertem Angebot etc.

Hiller hat das für den MPS Gast in einer sehr moderaten Weise getan – und badet jetzt die Folgen buchstäblich aus.

Das kann aber überhaupt nicht das Interesse der MPS Fans sein, denn man muss nicht Wirtschaftswissenschaften studiert haben oder einem kaufmännischen Beruf nachgehen,um zu begreifen,  dass diese Situation der Veranstaltung mit jedem miesen Wetter mehr und mehr die Gurgel zudrückt.

Zur Erinnerung: Der gesamte Fuhrpark, das Personal für den Aufbau, die Wiesen für die Campside, (kostenlose(!!!) Shuttlebusse, die Veranstaltungsflächen und vieles mehr müssen im Vorfeld gebucht und bezahlt werden. Egal wie das Wetter wird, egal wie viele Gäste kommen. Und wenn Regenfälle das Gelände und die Campside verwüsten: die Sanierung muss bezahlt werden.

Und wir reden hier nicht über Beträge von 2000 Euro sondern sehr, sehr viel mehr!

Gisbert Hiller hat uns allen so viele Stunden der Entspannung beschert,  in fantastische Welten entführt, uns wilde Partys ermöglicht. Gisbert Hiller engagiert sich sozial – sei es, dass er benachteiligten Menschen ohne Bürokratie und pragmatisch die Teilnahme am MPS ermöglicht, sei es es, dass er sich für Tierheime engagiert.

Nun sollten wir uns engagieren. Ich suche Menschen, die es durch unsere Unterstützung ermöglichen, das unternehmerische Risiko des MPS abzufedern, sei es durch unsere Arbeit (z.B. ein Fotoband über 20 Jahre MPS mit Text und Interviews, der auf dem MPS verkauft wird und zu 100 % als Einnahme für das MPS zur Verfügung steht, sei es z.B. durch kostenlose zur Verfügung stellen von Arbeitskraft [stundenweise an den Theken verkaufen],sei es  z.B. durch Spenden…)

Ich schlage vor, dass Gisi eine Wetteraktie für jede Veranstaltung verkauft im Wert von 5 Euro. An den Eingängen wird dann auf 2 Meter Höhe und unter freien Himmel so ein Niederschlagsmesser aufgebaut (kann man in jedem Gartencenter kaufen) und ab einer bestimmten Höchstmenge an Niederschlag kann die Aktie für 5 Euro in 2 + 1 Getränk an Gisis Theke eingelöst werden. Der Clou:  Die Aktie muss spätestens 5 Wochen vor Veranstaltungsbeginn gekauft und bezahlt sein. Am besten mit einer Karte im Vorverkauf.

Ich schlage vor, dass sich Sponsoren für Veranstaltungselemente wie Bruchenballturnier oder Ritterspektakel oder ähnliches melden, aktiv, passiv oder wie auch immer. Ich würde glatt einen Verein gründen zur Unterstützung und Förderung des MPS und der Mittelalterkultur, die diese Aufgaben übernimmt. Wer hat weitere Ideen wer würde mitmachen?

Das MPS in Weeze – Fünf Tage Party

Skulpturen auf dem MPS in WeezeNicht authentisch – phantastisch! Das ist bekanntlich das Motto des Mittelalterlich Phantasie Spectaculum und ich kann vermelden: es war eine phantastische Party!

Meine Campside Gruppe, die Wolfstatzen (nicht authentisch, nur phantastisch und völlig durchgeknallt), fand sich schon am Freitag auf der Campside ein – und die war recht gut gefüllt. Die Side ist riesengroß,  aber direkt am Gelände gelegen und weil das MPS gleich neben dem Flughafen in Weeze stattfand, der ja ein wenig außerhalb der bewohnten Gegend liegt, hat Gisbert Hiller einen Shuttle Service vom Bahnhof zur Side und zurück organisiert.

Das funktionierte recht gut und war für die Nutzer kostenlos.

Der Vorteil des Geländes war: es gibt keine Schwierigkeiten aufgrund von Lärmemissionen und man konnte bis nachts um 2:00 Uhr Musik genießen, wenn man wollte.

Gisbert Hiller hat das Konzept des letztjährigen MPS Debüts in Weeze noch einmal überarbeitet: Insgesamt wurde weniger Fläche bespielt und der reichlich vorhandene Platz wurde optimal ausgenutzt. Man hatte nicht mehr das Gefühl, auf einer riesige Fläche suchen zu müssen.

Für mich als Duschfanatiker war die Möglichkeit der täglichen Dusche im nahegelegenen Sportheim einfach genial. Zwei  Mal am Tag wurden die Duschen für MPS Besucher und Teilnehmer geöffnet und ich habe das täglich ausgenutzt.

Freitagabend bin ich noch auf der Campside herumgelaufen und habe mit dem einen oder anderen bekannten Gesicht ein Schwätzchen gehalten und man hörte überall: “Schön, dass die Saison wieder läuft!”

Insgesamt ist das komplette Veranstaltungskonzept überarbeitet worden:  bei den Heerlagern war mehr los, es wurde zwar auf drei Bühnen Musik angeboten, aber nicht so häufig.

Trotzdem kam jeder auf seine Kosten und dass die  Sets der einzelnen Bands entzerrt waren, hatte vor allem den Vorteil, dass man auch noch genügend Zeit für den Markt hatte und trotzdem nix verpasste.

Es gab Bands beim MPS in Weeze, die vorher so noch nicht auf dem MPS aufgetreten waren: Vroudenspiel,  Mr. Hurley und die Pulveraffen (oder waren die im letzten Jahr auch irgendwo dabei?). Außerdem fanden sich ein: Streuner, Reliquie, Metusa,Saltatio Mortis, Saor Patrol, Rapalje, Duivelspack (mit einem neuen Gesicht: Marcus Linnemann hat aus privaten Gründen die Band verlassen und wird durch Jank vom See ersetzt. Wer wissen will, wann und warum, kann das hier nachlesen). Weiterlesen

Gisi´s Liste–Vielleicht kommen doch noch weitere Termine für das MPS 2013

MPS_Orte_w2012Und plötzlich keimt Hoffnung auf bei den zahlreichen MPS Fans auf Facebook, weil Gisbert Hiller, der Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums und größten reisenden Mittelalterspektakels in Europa, inspiriert von der Idee zweier Facebook Fans den zündenden Gedanken hatte, wie vielleicht doch Veranstaltungsorte auf der “Giftliste” 2013 bespielt werden könnten.

Unstrittig und für jeden rational denkenden Menschen – ob Fan des MPS oder nicht – ist, dass die MPS Saison 2012 ein wirtschaftliches Desaster gewesen sein musste.

Ich denke, dass ein Großteil der Rücklagen für die nächste Saison, wenn nicht sogar alle Rücklagen,  aufgebraucht wurden. Tatsache ist, dass ein vernünftiger Unternehmer Vorsorge treffen muss, dass ein solches Desaster in 2013 nicht noch einmal passiert. Das bedeutet: Fixkosten senken, so viel Mindesteinnahmen wie möglich garantieren.

Ich denke, das Problem wird auch die Vorfinanzierung einer Veranstaltung sein, denn bevor der erste zahlende Gast das Gelände betritt sind schon immense Gelder geflossen: Der Veranstaltungsort muss aufgebaut werden, Security bezahlt werden, Mieten bezahlt werden usw.  Diese Vorkosten zu finanzieren ist das Problem. In der Industrie sprechen wir häufig von Ehda – Kosten, die Kosten sind eh da – ob Besucher kommen und nicht, sie sind da und fallen an.

Jetzt kommt der Clou von Gisbert Hiller: er verspricht, fast alle Veranstaltungsorte zu bespielen, wenn mit Stichtag 31.1.2013 für den jeweiligen Veranstaltungsort 6000 Karten im Vorverkauf abgesetzt sind.

Damit lässt sich aus Sicht des findigen Veranstalters das Ausfallrisiko relativ gut begrenzen und er schätzt, dass er mit den erzielten Tageseinnahmen mindestens kostendeckend oder sogar gewinnerwirtschaftend arbeiten kann.

Natürlich ist dies eine gute Idee – die Fangemeinde jubelt – alles in Butter, die Veranstaltungsorte sind gesichert. Ich halte das in der Tat für einen recht vernünftigen Ansatz, glaube aber nicht dass dies eine spontane Idee geboren aus den Fanreaktionen ist. Die Veranstaltungen nur noch durchzuführen wenn im Vorverkauf genügend Karten abgesetzt wurden war ja schon Mitte der Saison diskutiert worden und dann vom Veranstalter zurückgezogen worden.

Ich habe mich nach Veröffentlichung der Liste von Gisi gefragt, warum zur Hölle er Veranstaltungen wie Dortmund, Bückeburg und Borken herausnimmt. Die haben kein hohes Ausfallrisiko – ich war in Bübu sowohl bei sengenden Sonnenschein als auch bei Regenwetter und es waren an beiden Veranstaltungswochenenden immer massig Leute da. Das Risiko, hier nicht genügend Karten im Vorverkauf abzusetzen ist gering und durch einen angekurbelten Vorverkauf für diese MPS Kultstätten werden die Kosten für die Vorfinanzierung ebenfalls gesenkt – mehr Eigenkapital für die Veranstaltung ergibt weniger Finanzierung durch Banken.

Wirklich ein cleverer Schachzug, der hoffentlich zum Erfolg führen wird. Allerdings glaube ich auch, dass der eine oder andere Fan sich ein bisschen verschaukelt fühlen wird. Im Sinne der Veranstaltung hoffe ich mal dass die Rechnung aufgehen wird!

MPS 2013 – Was lange währt geht nun nicht mehr

MPS Borken  ist in 2013 nicht geplant

Das war ein Paukenschlag vom Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums Gisbert Hiller!

Aufgrund der wirtschaftlichen Katastrophe für das MPS in 2012 sind einschneidende und drastische Kürzungen für 2013 vorgesehen. Solches ist je – und gerade in dieser Saison – mehrfach angekündigt und sogar schon vorgezogen und mitten in der Saison umgesetzt. Aber wer heute morgen gemütlich in sein Facebook hineinschaute, hatte als MPS Fan schon einen schweren Start in den Tag.Gisbert Hiller streicht elf(!) Veranstaltungstage und garantiert nur noch an folgenden Orten die Durchführung des MPS :

  • +  Säckingen + Weil + Speyer + Maxlrain + Dresden + Köln + Telgte + Weeze + Rastede + Bückeburg 1 + Öjendorf + Hohenwestedt

Weiterlesen

Piratenhochzeit beim MPS in Bückeburg

Piratenhochzeit beim MPS Der Kampf gegen die Folgen des katastrophalen Dauerregens auf dem Gelände des MPS zu Bückeburg,  er wurde letztendlich gewonnen.Ich bin ja bekanntlich zwischen den zwei Veranstaltungswochenenden nach Hause gefahren und habe mein Zelt auf der Campsite stehen lassen. Einige Mitglieder der Wolfstatzen hatten eine Woche Urlaub verbringen wollen  und haben auf mein Zelt aufgepasst. Unsere Tatzen waren zunächst zahlreich vertreten und wir haben mit Andeas aus Bochum wohl erneut jemanden mit unserem Getränk begeistern können. Wär schön, wenn Du wieder bei uns lagerst!

Das schlechte Wetter war jedenfalls Geschichte und das MPS konnte mit den gewohnten Attraktionen aufwarten, der Platz war gut gefüllt und am Sonntag bei strahlenden Sonnenschein brechend voll. Es war mal wieder ein klasse Erlebnis, ich habe viele alte und neue Bekannte wiedergetroffen und mal wieder jede Menge vor der Dolmen Bühne getanzt. Ich hab leider wieder nicht The Moon and the Nightspirit anhören können weil einfach wichtigere Dinge anlagen – irgendwann werd ich auch darüber berichten können.

Die neuen Camper wurden direkt auf dem Platz vor dem Gelände ausgelagert weil am Freitagabend kein Durchkommen Site der letzten Woche möglich war. Es hat doch einer versucht – das war das meistfotgrafierteste Auto des MPS weil es direkt vor dem Eingang zu alten Campsite stand – und zwar im Matsch. Keine Chance da rauszukommen. Der Besitzer versicherte mir, er wollte eh bis Montag bleiben und entweder ist der Platz dann soweit abgetrocknet dass er den Wagen rausfahren kann oder aber ein Bauer soll helfen. Naja, die Ruhe möcht ich auch mal haben.

Der Samstag war Wahnsinn, das Wetter hielt, ich war mit tollen Freunden vor den Bühnen und ich habe den Tag sehr genossen. The Dolmen lässt sich vom MPS nicht mehr wegdenken und sie erfreuen sich immer mehr Fans. Dabei ist die Truppe nach JEDEM Set vor der Bühne, geht auf die Zuschauer zu, spricht sie an, erklärt und gibt tolle Hintergrundinfos zu den einzelnen Stücken. Toll!  Übrigens: In Öjendorf werden sie ihr bis dahin produziertes Songbook mitbringen, mit allen Texten. Wer also noch mehr mitsingen will sollte unbedingt nach Hamburg kommen.

Zu Metusa gibt es etwas zu erzählen: Dominik probierte mal wieder zusammen mit dem Publikum die dreihuntertste  Version von “Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren” aus. Das funktioniert so: Einer schlägt eine Melodie vor, also etwa den Yankee Doodle, und die Band versucht dann das Lied nach dieser Melodie zu spielen. Zum Brüllen! Dominik war Teil einer Bruchenballmannschaft und hat zum Spiel das halbe Publikums des Sets mitgebracht. Zu meiner Schande muss ich gestehen, das ich weder dabei war noch Fotos gemacht habe, ich hatte anderes im Kopf. Witzigerweise hat Dominik für seine Mannschaft den Punkt beim Spiel gemacht.

Weiterlesen

Das MPS in Bückeburg – das erste Wochenende war `ne Wucht!

Jenny von Omnia  beim MPS in Bückeburg

Das war wieder eine Riesensause in Bückeburg – trotz des schlechten Wetters. Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS,  hatte hochkarätige Musikbands präsentiert und die Zuschauer dankten es ihm trotzt des, sagen wir mal, suboptimalen Wetters. Immer wieder ging ein kurzer  Schauer herunter, dazwischen lagen allerdings längere sonnige Phasen. So richtig nass geworden bin ich eigentlich nicht, schließlich hatte Hiller überall Sonnen- oder sollte ich besser Regensegel? aufgestellt und das Gelände ist ja reichlich mit Bäumen bestanden, so dass man einigermaßen geschützt ist. Ich habe wieder mit den MPS Fans von den Wolfstatzen gecampt, von unserer Truppe ist die ganze Woche jemand vor Ort.

Mittlerweile sind die Wolfstatzen international geworden: 3 unserer niederländischen Freunde waren da, wir haben noch eine Belgierin in den Reihen, so langsam wächst die Truppe.

Christian und Claudia, die ich in Dresden kennengelernt habe feierten  mit uns, wenn sie sich entschließen unserem Forum beizutreten wären das die östlichsten Vertreter der Tatzen.

Zum ersten Mal war die Campsite kostenpflichtig, ich habe für s campen 5 Euro und ebenso viel fürs Parken ausgegeben. Gisi hatte eine Weide rechts neben der früheren Campsite gepachtet, die war  riesig. Ich hatte den Eindruck,  dass die Campsite diesmal weniger gut besucht war, das kann aber auch an der Größe des Geländes gelegen haben.

Als ich eintraf, waren die Piraten von den Schlimmen Schurken schon fertig eingerichtet und beim MPS Radio war man auch gut beschäftig. Der einzige Lärm kam allerdings von der Straße, die ist ziemlich gut befahren und weil wir wegen der Nähe zum Stromgenerator am Rand der Wiese campen mussten habe ich das also die ganze Nacht mitgekriegt.  Der Freitagabend ging gut los, unsere niederländische Wolfstatzen Fraktion hatte den bestellten Honigrum mitgebracht und ich muss sagen, der hat schon ein gewisses Kaliber mit einer urplötzlichen Wirkung.

Unsere alte Bekannte Wahya hatte bei uns im Forum angekündigt, dass sie Schaukampftraining machen würde, also hab ich mal flugs zwei Schaukampfschwerter mitgebracht. Patrick, unser niederländisches Kampfschwein ist ein echter Krieger: ich habe null Chance gegen ihn im Fechten und selbst wenn ich mit der Hellebarde auf ihn losgehen gewinnt er immer. Nun haben Wahya und ich zu zweit auf Patrick eingedroschen, naja mehr oder weniger. Er hat sich mit der Hellebarde verteidigt – oder vielmehr kurz die Schläge abgewehrt um dann locker zum Angriff überzugehen. Muss ich erwähnen dass ich eine Schramme am Knie und einen leichten Schnitt an der Hand habe? Verursacht wurde  das aus einer Mischung von Kampftechnik, Honigrum und Jever …

Weiterlesen

BraAgas beim Saisonauftakt des MPS in Weeze

Braagas_weezeDas war ein gelungenes Debüt der tschechischen Gruppe BraAgas beim Saisonauftakt des MPS in Weeze! Musikalisch ist das aus meiner Sicht eine absolute Bereicherung für das MPS, leider fanden sich im Schnitt nur wenige Zuschauer zu den Sets ein  – die anderen wussten nicht was sie verpassten.

BraAgas spielt Weltmusik, das Repertoire reicht nach den Angaben auf der bandeigenen Homepage (die sogar teilweise  in Deutsch verfügbar ist) von Süd nach Nord durch das alte Europa. Man hörte slawische, spanische und skandinavische Klänge und jeder der Musikerinnen (und einem Musiker) sind wahre Meister an ihren Instrumenten. Dazu passte, dass sie sich mit Duivelspack abwechselten, die ja auch erstklassige Musiker sind.

Nicht ganz in den Bühnenablauf passte da meiner Meinung nach Das Niveau hinein, aber hier behalte ich meine Meinung lieber für mich.

Ich habe mir natürlich eine von mittlerweile insgesamt 4 CDs gekauft und dies habe ich bisher nicht bereut.  Hätte ich mich besser vorbereitet dann hätte ich mich auf der Homepage von BraAgas über die Titel und den Klang der anderen CDs informieren können und die gesamte Kollektion für 35 Euro gekauft.

Auf

BraAgas beim MPS Saisonauftakt in Weeze

der Website sind nämlich vorbildlicher Weise nicht nur die Texte der einzelnen Lieder JEDER CD vorhanden, sie werden auch noch angespielt. Toll, so kauft man nicht die Katze im Sack.

Natürlich ist Worldmusic nicht gerade der Mainstream auf den MPS Veranstaltungen, hier finden die Vertreter härterer und lauterer Klänge wesentlich mehr Zuhörer als die gemäßigteren Klänge. Reliquiae, die ja meines Wissens nach auch zum allerersten Mal auf einem MPS vertreten waren hatten jedenfalls eine deutlich größere Zuhörerschar. Ich werde si e mir mal in den einen oder anderen Sets anhören, vielleicht revidiere ich ja meine Meinung vom Auftritt im Zoo Osnabrück. Ich denke, Gisbert Hiller hat mit BraAgas einen tollen Griff getan, er hat ja auch ein Gefühl und ein sicheres Händchen  für die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.

BraAgas wird noch dreimal auf dem MPS zu finden sein, und zwar am 6.5. in Ballenstedt und am 08.09. und 09.09. in Remeringhausen.

Leider ist mir am Ballenstedt Wochenende etwas dazwischengekommen, so dass ich sie da nicht sehen kann, aber Remeringhausen steht erst einmal fest auf dem Plan.

So ich hoffe, ihr genießt das Video, wie immer freue ich mich über jeden Kommentar.