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Hellebarde

MPS Öjendorf – spitze Waffen unerwünscht!

Der Bericht von Gisbert Hiller über das MPS 2011 in Speyer verdeutlicht einmal mehr, welche Probleme Veranstalter von Massenevents heutzutage zu bewegen haben: Spitze Waffen wird es wohl in Zukunft nicht mehr geben Umfangreiche Sicherheitskonzepte, Überprüfungen und vieles mehr. In Speyer gab es aber etwas Neues, das schon auf das MPS in Öjendorf Auswirkungen hat und dies betrifft die Waffen.  Wenn man es genau betrachtet laufen auf jedem MPS tausende zum Teil schwerbewaffnete Menschen herum. Anders als in Fußballstadien, wo schon ein simples Feuerzeug als Wurfgeschoss den einen oder anderen Schaden hervorgerufen hat, passiert mit den zahlreichen  Schwertern, Hellebarden, Lanzen, Bögen und was weiß ich noch was da rumgeschleppt wird – nichts. Beim MPS in Speyer hat die Behörde die Heerlager untersucht und dabei spitze Waffen wie Lanzen, Hellebarden, Schwerter und Pfeile aber auch Armbrüste und  Morgensterne beanstandet. Diese wurden konsequent vom Platz verbannt. Der Veranstalter Gisbert Hiller stößt nun ins gleiche Horn und schreibt: “Diese Maßnahme kann ich nur unterstützen, ich kriege das SCHREIEN, wenn ich sehe, was die Heerlager da teilweise so auf mein Veranstaltungsgelände schleppen, spitze Äxte, scharfe und spitze Lanzen und Hellebarden …” Ich meine, wenn dies ein Problem aus rechtlicher Sicht ist, ist es völlig in Ordnung, solche Waffen vom Gelände zu verbannen. Allerdings lasse ich mich von niemanden kriminalisieren. Ich habe für teures Geld auf dem MPS Gelände  in Bückeburg eine handgeschmiedete Hellebarde erstanden, im guten Glauben diese auch auf dem Gelände tragen zu dürfen. Schließlich gehe ich seit 2001 regelmäßig zu den verschiedensten MSP Veranstaltungen und seit 2006 als gewandeter Besucher dorthin. Bisher gab es NIE Probleme mit den Waffen – da werden Äxte, Morgensterne, Keulen, und Lanzen durch die Gegend getragen – auch im Tross des Vogts – ohne dass sich jemand darüber aufregte. Im Gegenteil, das war Teil der Show. Und nun ist das alles verkehrt und die sonst so verehrten Heerlager und Gäste die diese Waffen besitzen und damit zum Flair der Veranstaltung werden in eine kriminelle Ecke gestellt? Die Ausführungen gehen nämlich noch weiter: ”Also noch mal liebe Gäste des MPS und liebe Heerlager lasst alle spitzen und scharfen und verbotenen Waffen zu Hause, oder ich werde diese Waffen einkassieren lassen und sie der Polizei übergeben, das ist meine Pflicht als verantwortungsbewusster Veranstalter.” Ich habe diverse Fotos die belegen, dass in der Vergangenheit solche Waffen kein Problem waren, es wurden auf einigen Ständen Morgensterne, Keulen und eben Hellebarden ohne abgerundete Spitze verkauft und auch auf dem Platz getragen – sehr zur Freude des gewandeten und ungewandeten Publikums und damit auch zur Freude des Veranstalters. Wir haben Gisbert Hiller gerne und nachhaltig bei unsinnigen Behördenauflagen unterstützt und zahlreiche E-mails, Artikel und Leserzuschriften an die Presse und was weiß ich noch alles unternommen um diese Veranstaltung  weiter zu behalten. Ein wenig mehr Unterstützung und vor allem Verständnis und Fingerspitzengefühl für Besucher und Heerlager hätte ich mir vom Veranstalter gewünscht. Ehrlich gesagt, fühle ich mich ein wenig im Stich gelassen – und freue mich trotzdem auf Öjendorf. Trinken wir an der Drachenschänke zusammen ein Bierchen und diskutieren das Thema? Meine Hellebarde habe ich dann allerdings leider nicht dabei …