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Ork

Das MPS 2011 – ein Jahresrückblick

Tolles Wetter beim Saisonauftakt des MPS  in Gelsenkichen

In diesem Jahr ist es mir gelungen, bei sage und schreibe elf Veranstaltungen des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums dabei zu sein.  Um es vorweg zu nehmen: Es war ein denkwürdiges und gelungenes Jahr und hatte nur einen Nachteil – es war viel zu schnell rum! Wer hätte außerdem am Anfang des Jahres gedacht, dass wir in 2012 den einen oder anderen Veranstaltungsort verlieren würden – und so tolle neue dazubekommen würden? ich nicht. Seit mehr als zehn Jahren besuche ich das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, damals eigentlich nur in Bückeburg, danach immer mehr Veranstaltungsorte und seit 2010 übernachte ich regelmäßig auf der Campsite. Seitdem vergeht die Zeit zwischen den Saisons quälend langsam. Was lief gut, was lief weniger gut und was waren die denkwürdigen Momente?

Zunächst einmal war der Saisonauftakt genial – strahlendes Wetter, Besuchermassen,  das Gelände war einzigartig. Schön groß, mit einem Hügel und jeder Menge Schatten. Die Campsite war prima und für die campenden Besucher waren sogar im nahegelegenen Freibad die Duschen geöffnet. Die erste Veranstaltung lief gleich mit den Lieblingen des MPS: SaMo, Rapalje, Saor Patrol, Faun, Metusa, alle waren dabei und die “Kürzungen” im Showprogramm, die Gisbert Hiller aufgrund der katastrophalen Saison 2010 angekündigt hatte, waren durchaus nicht spürbar. Als Ersatz für viele nicht engagierte Kleinkünstler trieben jetzt kleine Gruppen direkt auf dem Gelände ihren Schabernack mit dem Publikum und das war eher eine Bereicherung denn eine Kürzung. Als wir nach Hause fuhren waren wir schon richtig heiß auf die nächste Veranstaltung. Die ersten Veranstaltungen brachen Rekorde: von MPS zu MPS vermeldete

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Teeren und Federn – Massenverurteilung beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum® in Telgte 2011

Eduard vonSonneberg auf dem MPS in Telgte Endlich mal wieder ein MPS ohne Schlamm, Regen und Gewitter in Telgte 2011! Die zehntausende von Besuchern kamen voll auf ihre Kosten und erlebten eine Show die jeden Cent Eintrittsgeld wert war. Ich bin, wie immer in dieser Saison, am Freitag angereist und habe mit einigen Freunden vom MPS Forum gezeltet. Schön war, das auch unsere bayrischen Freunde dabei sein konnten, die haben wir zuletzt in Rastede gesehen. Unweit von uns hat MPS Radio gecampt und auch wieder Live vom Gelände gesendet. Die Truppe ist einfach fantastisch, ich habe mich am späten Abend – oder war es die frühe Nacht? – dazugesellt und ein Glas Buttermilch (oder war es eine oder gar mehrere Flaschen Jever?) mit ihnen getrunken. Super Party,  Stimmung bis zum Morgengrauen! Am Samstag war das Wetter genial: Als um 12:00 die Pforten des MPS Gelände geöffnet wurde, erlebten tausende erwartungsvolle MPS Besucher einen strahlenden Himmel. Das habe ich zuletzt Pfingsten in Hohenweststedt erlebt. Das tolle war: Der Sonnenschein war dauerhaft! Wir durften den gesamten Samstag bei allerfeinsten Sommerwetter der Musik lauschen! Gisbert Hiller hatte ja schon im Vorfeld auf seiner WebSite verkündet, das großes Teeren und Federn angesagt war. Jau, das war ganz großes Kino: Angeklagt und sofort verurteilt wurden: David von Rapalje, der Tontechniker, Alea von Saltatio Mortis, Bruder Rectus und McRogan der Stepptänzer. Gisbert Hiller hatte vorher dazu aufgerufen, Federn mitzubringen, weil für eine solche Massenverurteilung nicht genügend zur Verfügung standen. Jeder Spender erhielt dann auch kostenlos den MPS Fan T Shirt Fehldruck und Eduard von Sonnenberg zerschlitzte ein großes Feder Steppbett für die Delinquenten. Es gab allerdings ein Problem zu lösen: Die verurteilten Verbrecher sollten sich bis auf die Unterhose ausziehen, was besonders den Damen gefiel (im Zuge der Geleichberechtigung sollten meiner Meinung nach auch mal ein paar der Damen geteert und gefedert werden, ich würde glatt das Einschmieren mit Sirup übernehmen). David stand immer noch im Schottenkilt da – das Problem war: er hatte nichts drunter an! Eduard von Sonnenberg ist ein pragmatisch veranlagter Vogt, also zog er sich kurzerhand die eigene Unterhose unter der Tunika aus und David zog das Ding an. Pfui Teufel! Alea machte aus seiner Bestrafung eine Show, nachdem er eingeschmiert wurde, machte er einen eleganten Handstand und rollte sich in den Federhaufen ab. Weil´s dem Vogt gefiel durfte er das natürlich noch einmal machen.  Zu Alea ist noch etwas zu sagen: Er hatte wohl gewusst, dass er zum Teeren und Federn vorgesehen war, deshalb hatte er eine besondere Unter”hose” an: So ne Art String Tanga. Das gefiel dem anwesenden Weibsvolk noch vielmehr! Übrigens wurde am Sonntag nochmal Gericht gehalten Und diesmal mussten dran glauben: Dextro von Schelmish, Adam der Fischverkäufer (weil er den Vogt für 100 Euro, gestiftet  von Dextro in den See geschmissen hatte), das Gaukler Duo Opus Furore, Dominik von Metusa und Danubis und Picus von Schelmisch  ich (hoffe, ich habe niemanden vergessen) . Naja und dann kam eine tolle Überraschung  für den Vogt. Bruder Rectus hatte sich die Fechtkampfgruppe Fictum sowie die vögtliche Wache gesichert und der Vogt wurde auch geteert und gefedert. Der Mönch konnte sich allerdings nicht allzulange freuen, weil er auch noch mal dran kam! Überall flogen Federn und man hat später in allen Ecken des MPS Geländes Hühnerfedern gefunden. Herrlich!

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Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum® etabliert sich in Sierhagen

Der Ork ist los in Sierhagen! Gisbert Hiller gastiert mit seinem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum zum zweiten Mal in Sierhagen und konnte den guten Auftakt des letzten Jahres bestätigen.

Die Wetterprognosen bei Wetter.de wurden im Laufe der letzten Woche kontinuierlich besser und so hatten wir Freitag Nacht noch Regen, am Samstag aber bis auf einen kleinen Schauer am späten Nachmittag bestes Festivalwetter mit Sonnenschein und wenig Wind. Der Platz für die Camper war ziemlich aufgeweicht, wer sich ungünstig mit seinem Auto oder Wohnmobil hinstellte  musste mit dem Trecker herausgezogen werden.Ich traf mich am Freitag mit Freunden aus dem MPS Fan Forum, so standen bald 6 Zelte und 3 Pavillons unter denen es sich prima feiern ließ. Die Camp  Nachbarinn unserer Butjadinger Freunde aus dem Forum gesellte sich auch noch zu uns und es hat viel, viel Spaß gemacht. Ich hoffe wir treffen Silke aus Hohenweststedt mal wieder bei einem MPS. Samstag ging es bei bestem Wetter los mit dem MPS in Sierhagen, es waren allerdings deutlich weniger Händler auf dem Platz als im letzten Jahr. An Gruppen waren Samstag Versengold, Saor Patrol Schelmish und das Niveau vertreten.Sonntag sollte sich noch Saltatio Mortis dazugesellen. Ich habe mir mal wieder ein paar Künstlergruppen angesehenDas Duo Raftan beim MPS in Sierhagen. Was das Duo Raftan da auf der Bühne veranstaltet ist schon mehr als bemerkenswert, er haut sich Nägel in die Nase springt auf Scherben herum, legt sich auf Nagelbretter und sie futtert so ganz nebenbei eine scharfe Rasierklinge nacheinander. Wahnsinn und nicht zum Nachahmen empfohlen. Eine Überraschung für mich war die Gruppe Versengold. Nicht nur dass die mit ihren Instrumenten wahnsinnig gut umgehen konnten. Der Gitarrist “Paule das Brett” legte sich beispielsweise das Instrument auf die Schultern  und spielte dann mit der Gitarre auf dem Rücken. Am allergeilsten sind die Texte und Themen: in “Und schon wieder rollt ein Kopf” geht´s um Hinrichtungen es werden Erlebnisse mit Schankweibern besungen, Räuber und was weiß ich. Die Webseite von Versengold erreicht ihr hier. Das Nachtkonzert habe ich mir von Saor Patrol angehört. Die produzieren nämlich gerade eine Live CD und ich bin mir fast sicher, dass da auch Stücke aus Sierhagen dabei sein werden. Die Jungs von Saor Patrol legten sich mächtig ins Zeug, Steve Legget forderte das Publikum immer wieder zum mitmachen und tanzen auf. Dextro und Picus von Schelmisch unterstützen mit Dudelsack und Percussion in einigen Stücken, die Stimmung war am Kochen.

Ich habe Sandra und Robin, die wir im letzten Jahr in Sierhagen kennengelernt haben, wiedergetroffen, das war eine Überraschung als sie hinter uns her gerannt kam und fragte:”Seid ihr nicht die vom letzen Jahr oben auf der Lichtung?” Ja, waren wir und ich hab den beiden meinen neune Jahrgang Sauerkirschwein zum kosten gegeben.

Insgesamt war der Zuschauerzuspruch am Samstag ganz ordentlich. Es war nun nicht so, dass es ein tierisches Gedrängel wie in Rastede oder Hohenweststedt gegeben hätte- dafür war das Wetter zu unbeständig, aber es waren schon einige Leute auf dem Platz.

Am Sonntag morgen war ich nochmal auf dem Platz und konnte miterleben wie – zum ersten Mal seit ich bei den Markteröffnungen zuschaue – ein Becher Bier nicht vollständig in einem Zug ausgellert werden konnte. Den Regeln des Markvogts zufolge hätte er nun eigentlich alle Gäste des MPS , die aus Hamburg kamen, freihalten müssen …

So, MPS Sierhagen 2011 ist Geschichte, das Wetter hat ganz gut gehalten und ich hoffe, dass es in 2012 am selben Standort wieder ein MPS geben wir. Ich komme ganz bestimmt!

 

Das Fotoalbum findet ihr hier.