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Rectus

Die Saison steht vor der Haustür

Eines von möglichen Motiven der VorverkaufskartenEndlich, endlich verabschiedet sich der Winter und wir können so langsam unsere Ausrüstung checken ob sie noch eine Saison durchhalten wird.

Damit ihr immer wisst, wie lange es noch bis zur nächsten Veranstaltung ist, hat der MPS Fan Blog einen Count Down eingebaut.

Wer jetzt noch keine Jahreskarte gekauft hat, sollte sich beeilen, bis zum 6.4. 2015 kostet die Karte noch 120 Euro – 160 Euro mit Benutzung der Campsite.

Ab dann kostet sie 140 Euro bzw. 180 mit Nutzung der Campsite. Ich habe schon früh bestellt und habe nur 140 Euro inklusive Campside bezahlt.

Würde ich also alle 23 Termine wahrnehmen, kostet mich das 6 Euro pro Veranstaltung. Leider schaffe ich “nur” ca. 15  Veranstaltungen, so muss ich unverschämt (günstige) 9 Euro pro Veranstaltung hinlegen.

Mit Spaßgarantie, das hab ich nicht mal beim Fußball.

Es hat sich was getan beim MPS. Bisher war es möglich, Karten günstig im Vorverkauf zu erwerben und diese dann auf einem beliebigen MPS einzusetzen. Hatte man also beispielsweise für Bückeburg 1 vorbestellt und Bruder Rectus auf dem MPS in normaler Arbeitskleidung dann war das Wetter nicht so, wie man es sich vorstellte, dann ging man eben eine Woche später hin. Oder eben nach Telgte.

Das geht nicht mehr. Der Vorverkauf ist veranstaltungsgebunden – wie es brancheüblich ist.

Ich kann ja auch nicht Robbie Williams in München kaufen und hör mir mit der Karte sein Konzert in Hamburg an.

Es gibt trotzdem 2000 Jokerkarten, die man günstig im Vorverkauf erwerben und dann auf einem beliebigen MPS einsetzen kann.

Das ist für  diejenigen gedacht, die wissen, dass sie zum MPS wollen, nur nicht genau wann.

Gisbert Hiller und sein Team haben sich für den Kartenvorverkauf noch etwas ausgedacht: Sie bieten sie mit unterschiedlichen, sehr anspruchsvollen und witzigen Design an.

Außerdem ist der günstige Vorverkaufspreis gestaffelt, bis 6 Wochen Bestellung vor Veranstaltungsbeginn gelten exakt die gleichen Preise wie 2014 ,  je nachdem, wann man bestellt hat man einen Preisvorteil von 10 Euro oder 5 Euro gegenüber dem Kauf an der Tageskasse. 

Außerdem gelten für die verschiedenen Veranstaltungsorte verschiedene Preise. Das hat sicher auch seinen Grund in der unterschiedlichen Kostensituation der Veranstaltungsorte: Die Durchführung des MPS in Dortmund dürfte kostenintensiver sein als beispielsweise in Luhmühlen oder Remeringhausen.

Alles Wissenswerte über den Kartenvorverkauf findet ihr  auf der Website des Veranstalters.

Den Kartenvorverkauf ruft ihr hier auf.

Ich halte die Idee gestaffelter und veranstaltungsgebundener Vorverkaufskarten für richtig und gut. Damit trägt der Veranstalter nicht alleine die Risiken der Veranstaltung sondern macht sie kosten-und aufwandsmäßig planbarer.

Und letztendlich führt das zu einer gleichbleibend hohen Qualität der Veranstaltung.

Ich jedenfalls kann diese 59 Tage kaum noch abwarten. Wir leeren doch ein Horn zusammen in Luhmühlen?

Gehabt Euch und freut Euch auf meinen nächsten Bericht.

Ratten auf dem MPS in Dortmund

Gegen diese Ratten sollte der Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, Gisbert Hiller,  nichts unternehmen, denn sie sind einfach faszinierend und ein Beispiel dafür, welch bunte Vielfalt auch durch die Besucher der Veranstaltung gebracht wirdRatten auf dem MPS zu Dortmund.

Um es vorweg zu sagen: die Veranstaltung war ein voller Erfolg und dabei erreichte am Mittwoch die Besucher eine Hiobsbotschaft.

Zunächst herrschte feinstes Festivalwetter, Sonnenschein, nicht allzu kalt, die Stimmung begann langsam aber stetig zu steigen, die ersten Bands bespielten die Bühnen.

Ich hörte gerade völlig fasziniert bei Ye banished Privateers – eine neue Band auf dem MPS, als Gisi die Bühne betrat, alle Musik stoppte und die Besucher über eine Sturmwarnung informierte. Nur 5 km weiter war zurzeit das Zentrum, es wurde vor orkanartigen Regen, schwerem Hagelschlag und orkanartigen Böen gewarnt.

Gisi informierte die Besucher, dass, wenn auf dem Gelände die Warnung Rot ausgegeben würde, alle Besucher das Gelände zu verlassen hatten und sich in Autos oder ähnlichen in Sicherheit bringen sollten. Hier wurde nicht um unsere Gesundheit gepokert, sondern fair und kompromisslos für unsere Sicherheit gesorgt. Wir warteten die Warnung nicht ab und gingen zum Zelt – und innerhalb weniger Minuten brach die Hölle los. Starkregen ohne Ende verwandelte die Campside in eine etwas matschiges Vergnügen, glücklicherweise blieben die angesagten Katastrophen aus und abends konnte es weitergehen.

Der Regenschauer bescherte uns jede Matsch und dreckige Stiefel, tat aber der Stimmung auf dem Gelände keinen Abbruch. Die Campside wurde so betrieben wie ich es in Luhmühlen beschrieben habe, wenige Toiletten und keine Waschgelegenheit an den Dixies am Mittwoch und Donnerstag war die Campside dann auch nicht übermäßig voll, viel weniger Zelte als im Vorjahr, obwohl das Gelände super geeignet ist, ein idyllischer See, nur wenige Meter bis zum Gelände zu gehen.

Bedauerlicherweise ist mir in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mein iPad gestohlen worden, ich hatte es zum bisher ersten Mal auf dem Tisch im Pavillon vergessen und schon morgens war es weg.

Ich verstehe diese Leute nicht, mache Gisis Rückzug aus der Security auch nicht dafür verantwortlich, schließlich war ich der Vollpfosten und hab es liegen gelassen.

Für mich sind Mein und Dein heilig. Blöderweise ist das Pad für mich kein Spielzeug, ich nutze es auch im Beruf und  kann nun sehen wie ich es am nächsten Wochenende kompensiere, da brauche ich das dringend.

Nun denn, möge die Diebin oder der Dieb daran ersticken! Auch wenn solche bösartige Menschen mir echten Schaden zufügen, werde ich mein Verhalten auf der Campside nicht ändern. Jeder ist mir willkommen und ich trinke gerne ein Met oder auch zwei mit  Euch.

Bei den Bands waren viele neue Gesichter da, und richtig eingeschlagen hat die bereits erwähnte Gruppe Ye Banished Privateers, die am Donnerstag gleich noch für zwei zusätzliche Gigs gebucht wurde.

Ich bin sicher, sie werden dass MPS bereichern! Am Mittwoch habe ich mir das wirklich großartige Nachtkonzert von Saltatio Mortis angehört, die Jungs haben richtig geil aufgemischt  und ich habe jede Minute genossen.

Mittwoch spielten noch Mr. Hurley und die Pulveraffen auf, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen , die Streuner, allerdings ohne Rabe, Saor Patrol und Knasterbart.

MPS Dortmund FictumInsgesamt wurden drei Bühnen bespielt und zwischendurch gab es jede Menge Rahmenprogramm: das Ritterturney der Kinder, Schmieden für Kinder, das Bruchenballturnier, Die Fechtkampfgruppe Fictum, die auch im Programm mal die Kämpfe wechselte, Ars Equitandi mit der großartigen Show zu Pferde und es war ziemlich voll am Mittwoch.

Donnerstag, am 1. Mai, war ein schöner trockener Tag und dementsprechend war auch viel Publikum da.

Und ihnen wurde ordentlich was auf die Ohren gegeben, und zwar von Versengold, Duivelspack und einigen Bands vom Vortag.

Auf der Campside gesellten sich nun Deckschrubber zu uns, das ist der Fanclub von Elmsfeuer, über die ich ja schon im vorletzten Jahr in Borken berichtet hatte.

Donnerstag war der Tag neuer oder selten gesehener Bands: Wolfenmond, Celtica Pipe Rocks und Zwielicht , dazu Ignis Fatuu, Harpye, Ingrimm und besagte Ye Banished Privateers.

Es ging erst um 16.00 los und ich nutzte die Gelegenheit  Nachschub einzukaufen.

Der Samstag brachte wieder jede Menge cooles Musikprogramm und gutes Wetter und tausende Besucher.

Rapalje gaben sich die Ehre und Omnia. Die hatten richtig Spaß und konnten es kaum erwarten.

Der Soundcheck begann schon 1,5 Stunden vor dem Auftritt, was zur Folge hatte, dass der Platz vor der Bühne schon bald proppenvoll war.

Steve machte allerlei Faxen, interviewte sein Bandkollegen und dann feuerten sie ein Konzert ab, dass die Massen zum Jubeln brachte.

Meine Schwertkampfkameradin, die das Konzert mit mir anhörte, war höchlichst beeindruckt und wird vielleicht zum Omnia Fan …

Nach dem Omnia Konzert ist es immer schwer für mich, andere Musik zu hören, deshalb verbrachte ich den Rest des abends am Lagerfeuer und genoss die Feuershow.

Danach gab es noch eine längere Sitzung unterm Pavillon am Zelt, wo wir die Reste unseres Whiskeys (naja, er gehörte eigentlich Andreas) einer Güteprüfung unterzogen und jeder eventuell noch vorhanden Flasche Bier in unserem Vorrat den Garaus machten.

Auf dem Weg zum Dixie machten wir noch einen in der Kälte ausharrenden jungen Mann, der nur mit einem Kilt bekleidet war, sehr sehr glücklich – aber das ist ein Insider und ich hoffe er liest es und hat auf den nächsten MPS Veranstaltungen ebensoviel Glück.

Ein Wort übrigens noch zur Markteröffnung, die ja mittlererweile durch Bruder Rectus, dem hässlichen Hans und dem Tod veranstaltet wird.

Keine  Eröffnung glich der anderen und ich kam aus dem Lachen nicht heraus. Rectus wurde begleitet von zwei Nonnen: Schwester Kama und Schwester Sutra.

Diese Eröffnung gefiel mir insgesamt mehr als die des Vogtes und Rectus, weil mehr Variationen enthalten waren. Ich werde die nächsten auch verfolgen.

Am Sonntag gings dann noch mal auf den Markt, Elmsfeuer bestaunen und irgendwann dann glücklich nach Hause. Es war ein phantastisches Wochenende und ich freu mich auf Basthorst! Nehmen wir da ein Bierchen zusammen?

 

Das Fotoalbum findet ihr hier.