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Saltatio Mortis

Das MPS in Hohenlockstedt : The Dolmen und der Rausch an Klängen und Gefühlen

Taloch Jameson MPS Hohenlockstedt 2015Das war wahrlich ein würdiger Abschluss für das MPS im Norden.

Gisbert Hiller lud bei besten Wetter zum letzten Nord MPS ein und sie kamen!

Zwar nicht massenhaft, wie bei den großen Veranstaltungen in Dortmund oder Rastede, aber das Gelände war gut gefüllt.

Zumal ja auch musikalische Leckerbissen geboten wurden: Omnia, Saltatio Mortis, Rapalje, Saor Patrol, The Cobblestones und  Ye Banished Privateers gaben ordentlich auf die Ohren.

Und The Dolmen!  Die kleine, stetig wachsende Gemeinde, die den sympathischen Briten die Treue hält, hörten ein Feuerwerk von Ideen und Klängen.

Und dabei machte es gar nichts, das Chris Jones durch Chris Hanich  (ex Metusa) ersetzt wurde, denn letzterer erwies sich einmal mehr als tolle Vertretung von Chris Jones.

Anja Nowotny (ebenfalls ex Metusa) ist nun vollwertiges Bandmitglied, jedenfalls wird sie auf der Seite von The Dolmen so geführt.

Was uns Fans geboten wurde war wieder einmal Weltklasse. Ich behaupte immer noch, das Josh Elliot der beste Gitarrist des MPS ist und meiner Meinung nach zu den führenden Musikern auf diesem Instrument in Europa gehört.

Und wie Kaleigh Marchant es geschafft hat, trotz offensichtlich durch Erkältung angekratzter Stimme, solch einen satten Sound zu singen, ist mir ein Rätsel.

Und dass sie dabei noch die Bühne gerockt hat,  ist bewundernswert!

Taloch schrieb mir später per Messenger, dass sie Carla Cosha vom fantastischen Album The Banquet für mich gespielt haben, weil ich ihm bei einem der früheren Auftritte gesagt hatte, wie sehr ich dieses Stück liebe.

Danke Taloch, Danke The Dolmen!

Aber man muss sich diese Nähe zu den Fans mal vorstellen: Irgendwann am Anfang der Saison sprach ich mit Taloch  darüber, dass ich gerne mehr von den Alben  Witchlord und The Banquet Live auf der Bühne hören würde und sie spielen dieses Lied für mich!

Taloch und die Band und ihre sympathische Managerin pflegen Kontakt zu ihren Fans und das ist nicht nur ein “Aus – den – Augen – aus – dem – Sinn – Gespräch” . Sie stehen nach jedem Gig für ihre Fans zur Verfügung und darüber hinaus pflegen sie diesen über die sozialen Medien.

Ich habe, glaube ich, schon einmal ähnliches  geschrieben: The Dolmen hatten am Samstag drei Sets und keines war wie das andere!

Da wurden keine Stücke doppelt gespielt, da war jedes der Sets thematisch abgestimmt. Die Songs gingen ineinander über, brachten die spezielle Stimmung des jeweiligen Gigs rüber.

Ich kenne KEINE andere Band auf dem MPS, die das in dieser Weise hinbekommt. Ich mag bekannterweise Omnia oder Rapalje sehr gerne. Letztere spielen zwar aus ihrem Repertoire auch kein Stück doppelt an einem Tag , erstere spielen in unterschiedlicher Zusammensetzung immer dieselben Sets auf ihren MPS Auftritten.

Aber in sich abgestimmte Sets, die einmal magische, einmal rockiges, ein anderes Mal ein nachdenkliches Feeling erzeugen – das können nur The Dolmen.

Kein Wunder, Taloch und seine Band sprühen nur so von Ideen,  die musikalisch umgesetzt werden müssen und sie erzählen dabei Stories, die ans Herz gehen.

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Das MPS in Hohenwestedt – War es das letzte Mal?

Arnulf vom Duivelspack in Hohenwestedt

Das MPS in Hohenwestedt feiert das 20. Jubiläum und zurzeit sieht es nicht so aus, als ob es noch ein 21. Festival geben würde.

Dabei waren bei besten Wetter und einem tollen Angebot mal wieder Besuchermassen in HoWe.

Es wurde ausgelassen bis 2:00 Uhr nachts gefeiert – was ja auch nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit inmitten einer Stadt ist. Wir erinnern uns da an Anwohner in Telgte, die es geschafft haben, Tausenden den Spaß zu verderben.

Der Veranstalter sieht sich mal wieder erneut  mit erhöhten Forderungen der Behörden konfrontiert, die beispielsweise verlangen, vor Veranstaltungsbeginn einen Plan mit  jeder Feuerstelle vorzulegen.

Das kostet Zeit, Nerven und Geld! Die Behördenauflagen machen dem Veranstalter mittlerweile so zu schaffen, dass er sogar das fette Ö in Hamburg im September in Frage stellt.

In HoWe wurden zudem nach Veranstaltungsflächen gestrichen, weil neue Bauten und Anpflanzungen bestimmte Flächen nicht mehr bespielbar machen.

Es ist nachvollziehbar, dass  Gisbert Hiller hier den Aufwand und den Nutzen der Veranstaltung in Hohenwestedt in Frage stellen muss. Schwierige Aufbaubedingungen bedeuten halt längere und schwierige Aufbauzeiten und sein Team will ja auch bezahlt werden.  Ein Gelände, dass für Besucher durch die Weitläufigkeit und die Zerrissenheit der einzelnen Attraktionen wie dem Ritterturnier unattraktiver wird, zieht automatisch weniger Besucher an. Logisch,  dass sich der Veranstalter da einfach nach Alternativen umsehen muss.

Schauen wir mal, was im nächsten Jahr los sein wird, der Termin in HoWe ist sicher ein Wirtschaftsfaktor für die Stadt und damit sollte es im öffentlichen Interesse liegen, den Standort für das MPS zu erhalten.

Insgesamt 3 Campsides mit zusammen 15 ha Größe bedeuten eben auch jede Menge Besucher und Einnahmen für den Ort.

Am Freitag Nachmittag war HoWe schon voll, in den Cafés saßen MPSl`er und ließen so manchen Euro. Ich drück dem Standort die Daumen, ich bin immer gerne in HoWe!

Nun aber zum Pfingstwochenende.

Gisbert Hiller bot mal wieder einiges an Bands auf: Versengold, Saltatio Mortis, Celtica Pipe Rock, Rapalje, Saor Patrol, Duivelspack, Mr. Hurley und die Pulveraffen, Omnia, Cobblestones, Ye Banished Privateers  und Knasterbart gaben sich die Ehre.  Und es war ein Fest!  Da wurde gehüpft, getanzt, gefeiert, gelacht – und geweint. Weiterlesen

Feucht von außen und innen – das MPS in Borken

MPS Borken vor der SaMo BühneFreitag Nachmittag machte ich mich auf den Weg zu dem leider für mich in dieser Saison letzten MPS nach Borken.

Zeigte sich das Wetter in meinem Heimatort noch recht freundlich, fing es auf der Fahrt zur Campside leider an zu regnen.

Zum Glück legte sich das wieder, so dass wir die Zelte in Ruhe aufbauen und uns am Grill stärken konnten.

Morgens beim Aufwachen dann allerdings der Frust: Regen ohne Ende. Das erwünschte Frühstück beim goldenen M musste leider ausfallen.

Gisi musste die Campside sperren lassen, die Autos blieben stecken und mussten von mehreren Freiwilligen (Danke an alle, die hier ihre Muskelkraft und ihre saubere Kleidung zur Verfügung stellten, ich hoffe, ihr habt alle gute Waschmaschinen), heraus geschoben werden.

Und einmal mehr zeigt sich, dass die MPS Familie eben doch zusammen hält. Gisbert Hiller hatte für den Sonntag sogar Trecker aus den umliegenden Bauernhöfen organisiert, um die Wohnwagen wieder fahrtüchtig zu machen.

Dann plötzlich gegen Mittag drehte der Wettergott die Wasserhähne endlich zu und wir kamen mit trockener Haut zum Markt.

Trockenen Fußes kann man nicht wirklich sagen, die Schlammpfützen waren groß. Und entgegen der Annahme meiner Begleiter habe ich weder ein Schlammbad an diesem Wochenende genommen noch bin ich in einem der Seen baden gegangen.

Der Markt war wider Erwarten Recht gut gefüllt, zu einem Besucherrekord wird es, denke ich, aber nicht reichen.Jenny_Omnia

Zwischendurch kam immer mal der eine oder andere heftige und weniger heftige Schauer herunter, doch durch die viele Bewegung trockneten die Sachen schnell wieder und es wurde nicht wirklich kalt.

Das Gelände ist weitläufig, doch wunderschön.

Viel Wald, Wiesen und die Seen um das Wasserschloss geben ein idyllisches Bild ab.

Da es der letzte Markt in dieser Saison für mich war, fand man mich eigentlich nur vor der Feuerspektakelbühne, um noch einmal tüchtig zu Saltatio Mortis zu tanzen.

Auch in der Show kam der Spendenaufruf für den Feuerkünstler Abraxaz, zum Abendkonzert (was ich übrigens frech finde, ihnen kein Nachtkonzert zu geben, jawoll!) wurde ihm dann sogar ein Ständchen gebracht.

Vorher hat Lasterbalk eine geharnischte Rede gehalten, in der er sich über die vielen unfairen Kommentare überall im Netz ausließ und das mit einer solchen Intensität an Emotionen, dass nicht nur dem Sänger die Tränen übers Gesicht kullerten…. Wirklich rührend.

Selbst Gisi Hiller war wohl so beeindruckt, dass er den Spielmännern erst mal etwas zu trinken brachte.

MPS Borken - Die CocktailbarUnd danach ging dann richtig die Post ab, ich möchte nicht wissen, wie viel Prozente der sogenannte Elefantentöter hatte. Die Band wirkte danach reichlich aufgedreht.

Und hat, laut Herrn Lasterbalk, das erste Mal die Bühne fast nüchtern verlassen. Die werden doch wohl nicht krank werden?

Zwischen den Sets habe ich die neue Attraktion des MPS ausprobiert, die Cocktailbar. Die Auswahl ist nicht groß, doch ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Und es wird viel experimentiert. Ich kann den Cocktail des Drachen daselbst nur empfehlen. Für alle, die es scharf mögen. Denn der enthält Chili.

Zu späterer Stunde konnte ich noch ein wenig Faun genießen, aber ich denke, darüber wird Tom vielleicht noch etwas mehr sagen.

Ich habe die Band jetzt das erste Mal gehört und denke nicht, dass es das letzte Mal war.

Nach netten Gesprächen und dem letzten Bier war dann leider der letzte Markt der Saison beendet.

Doch nach dem MPS ist immer vor dem MPS und ich werde versuchen, die nächsten 33 Wochen bis zum ersten MPS des Jahres 2014 zu überleben.

32 Wochen, sollte ich es nach Bad Säckingen schaffen, 31 Wochen, zählt man das Festival in der Dortmunder Westfalenhalle mit.

Wohin es auch immer mich treiben wird, Ihr werdet es erfahren.

Bis dahin, gehabt Euch wohl! Ich freue mich, mit Euch nächstes Jahr einen Cocktail zu trinken!

Das Fotoalbum findet ihr hier.

Ein gemütliches MPS in Remeringhausen

Luzi das L von Saltatio MortisKlein, fein und kuschelig – so könnte man das MPS in Remeringhausen beschreiben.

Angesichts des Erfolges von Saltatio Mortis hatte Gisbert Hiller jedem Besucher freien Eintritt gewährt, der am Samstag die neue Scheibe von Saltatio Mortis vorweisen konnte.

Dies, der niedrige Eintrittspreis,  das Wetter und die wunderschöne Location haben dazu geführt, dass der Platz ganz ordentlich gefüllt war, die Händler konnten einigermaßen zufrieden sein, denke ich.

Die Anfahrt war wieder mal nervig, ich habe keine Ahnung, warum momentan alle Autobahnen in Deutschland mit Baustellen zugepflastert werden.

Braunschweiger Freunde erzählten mir, dass sie bei Hannover über zwei Stunden im Stau gestanden haben, ich selbst aber auch etliche Zeit gestanden, dass ist schon ziemlich nervig.

Was mir auf der Campside nicht gefallen hat, war die fehlende Beleuchtung. Zumindest die Toilettenanlage hätte einen oder zwei Lichtschläuche verdient, ich hatte nachts doch einige Mühe den Weg zu finden.

Als Sauberkeitsfanatiker würde ich es auch begrüßen, dass bei vorhandenem Wasseranschluss standardmäßig Gartenduschen bereitgestellt werden, da muss ja kein Riesen Brimborium mit Sichtschutz etc. gemacht werden, die MPS Fans sind nicht gar so prüde.

Ich konnte mir richtig Zeit nehmen, es wurden nur zwei Bühnen bespielt, die Zeiten zwischen den Sets waren recht lang aber ich muss auch nicht jedes Mal beim MPS so ein hin und her Gehetze zum nächsten Gig haben.

Ich hatte also mächtig Zeit für den Markt, habe mir ausgiebigst Dr.Dr.Dr. Bombastus angeschaut (zum Schiessen!), auf der Campside und auf dem Gelände mit Freunden und Bekannten gequatscht und – man höre und staune – drei (!) volle Sets von SaMo angehört.

Das ist neu, soviel habe ich noch nie von denen auf einem MPS gehört – und es hat mächtig Spaß gemacht.

Lasterbalk erzählte die Story von der Hochzeit, die die SaMo Truppe am Donnerstag erlebt hatte – sie waren eingeladen oder engagiert – und er gab wirklich amüsante Geschichten über angebliche Brautjungfern und dem erzwungenen Walzertanz des Lästerlichen zum Besten. Weiterlesen

Das MPS in Öjendorf feiert den Erfolg von Saltatio Mortis

MPS_Öjendorf_saltatio_mortisÜber den Erfolg von Saltatio Mortis und der daraus folgenden typisch deutschen Diskussion habe ich ja schon berichtet.

Das MPS in Öjendorf stand eindeutig unter dem Zeichen des Erfolges der süddeutschen Band – dazu später noch mehr.

Ich hatte mich auf eine stressige Anfahrt eingestellt, aber das mein Navi mich mitten durch Hamburg führen würde – daran hätte ich vorher nicht geglaubt.

Rund um das Maschener Kreuz ging gar nichts mehr, wie mir Freunde berichteten – und mein Navi wusste das wohl, schickte mich durch den Elbtunnel und dann quer durch Hamburg. Ehrlich gesagt, hatte ich unterwegs keinen Blick für die Schönheiten der Elbmetropole, ich war nur genervt vom Verkehr.

Die Campside in Öje ist riesengroß, ich war schon öfter da und es war mal wieder bestens organisiert. Entgegen der Ankündigung von Gisbert Hiller gab es nämlich doch Wasser und Strom, zwei drei Lichtmasten erhellten nachts das riesige Gelände.

Ich habe Freitagabend noch nie eine so gut gefüllte Campside in Öjendorf gesehen – angesichts des recht guten Wetters haben sich doch viele Leute entschlossen, zu kommen, –  und Öjendorf ist definitiv der Saisonhöhepunkt.

Das Veranstaltungsgelände selbst ist riesig,  Gisbert Hiller schreibt, dass das Veranstaltungsgelände die Größe von ca. 20 Fußballfeldern hat.

Wer sich einen Eindruck verschaffen will, was es bedeutet dieses Gelände mit den Buden, Bühnen und Arenen vorzubereiten und zu betreiben, schaut sich das eindrucksvolle Video an, das 2011 entstanden ist : MPS Genesis.

Insgesamt hat Gisbert Hiller fünf(!)  Bühnen bespielen lassen und es kam die Crème de lá Crème der Szene: Saltatio Mortis, Omnia, Faun, The Dolmen (die ihren dritten und letzten Auftritt in diesem Jahr beim MPS gaben), Metusa, Duivelspack, Vroudenspiel, Saor Patrol, Rapalje … Unmöglich alles zu sehen und zu hören.

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Saltatio Mortis auf Platz 1 der Deutschen Album Charts

alea_saltatio_hohenlockstedtFreud und Leid eines Künstlers- sie liegen dicht beieinander.

Saltatio Mortis, nicht die Band die ich als meine Favoriten bezeichnen würde, aber deren Entwicklung ich durchaus mit verfolgen konnte, haben  Platz 1 der Deutschen Album Charts erreicht.

Das ist ein ganz großartiger Erfolg. Und ich persönlich glaube, dass das MPS und Gisbert Hiller als Förderer und Fan dieser Band einen guten Teil dieses Weges aktiv begleiten konnte.

Zunächst freut sich natürlich die Band über diesen tollen Erfolg. Lasterbalk schreibt dazu auf Facebook:

„Was ich jetzt schreibe sollte man wahrscheinlich nicht tun und schon gar nicht in einer Woche des Erfolges. Ich meine wann geht man schon mal auf Platz Eins in den offiziellen Media Control Charts? Richtig, wahrscheinlich nicht so oft in seinem Leben. Also sollte ich mich jetzt freuen, ich sollte herumtanzen und ich sollte feiern, am besten alle 24 Stunden die so ein Chart-Wochentag zu bieten hat. Geht aber nicht. Will ich aber nicht. Stattdessen sitze ich hier und schreibe mir Freude, aber auch Frust von der Seele, Freude und Frust, die sich schon länger angestaut haben, die aber nicht abfließen konnten. Noch nicht.“

 

 

Uuups! Moment mal! Auf einem absolut genialen Meilenstein angelangt, einem Erfolg, den man sich hart erarbeiten muss, vor allem in DIESER Szene, ein Erfolg der durch diese Platzierung nach Außen sichtbar wird, dringt Frust durch, warum dieses?

„Tatsächlich freue ich mich. Ich freue mich über viele wundervolle Mails und Kommentare. Ich freue mich über Rückmeldungen zum Album, zu meinen Texten, zu unserer Musik…. Gleichzeitig kommt Ärger und Wut in mir hoch. Ärger über die unvermeidliche Kommerzdiskussion. Offenbar gibt es ein Naturgesetz, dass vorschreibt, sobald eine Band sichtbar Erfolge vorzuweisen hat, darf man sie als echter Fan, als echter Kenner oder gar als Szene-Guru auf keinen Fall mehr gut finden. Wichtig in diesem Ritual ist auf jeden Fall die grundlose Aufwertung der frühen Werke der Band (egal wie grausig diese sind), gepaart mit einem Verriss des aktuellen Werkes (egal wie gut es ist) und, als letztem Ton in diesem Musikverkenner-Dreiklang, eine Hasstirade über die verratenen Ideale der Band, die sich nun endgültig den bösen Göttern des Kommerz verschrieben hat. Schlussakkord in Moll und alle müssen nun ganz doll weinen, weil mal wieder eine Band nicht mehr das tut was sie will, sondern nur noch das tut was ein ominöser Produzent, oder wahlweise auch die Plattenfirma, von ihnen verlangt. Aha. Nun also auch wir.“ Weiterlesen

Von Rittern, Helden und anderen lieben Menschen

Von Rittern, Helden und anderen lieben Menschen

MPS Bückeburg 2013 HeerlagerDas Wochenende in Bückeburg startete für mich leider erst nach der Arbeit um 15.00 Uhr. Bis dahin mussten sich meine Kollegen mit einer ziemlich aufgedrehten Savi abfinden. Ich glaube, sobald ich das Haus verlassen habe, ein erleichtertes Aufatmen gehört zu haben, gefolgt von den Worten „Endlich ist sie weg!“

Es folgte noch eine ellenlange Bahnfahrt, die ich zum Glück ab Duisburg nicht allein bestreiten musste, denn Andreas hatte sich dazu gesellt und so wurde die Fahrt doch recht kurzweilig.

In Minden holte uns dann, Odin sei Dank, Tom ab und ersparte uns so lästiges Umsteigen mit dem ganzen Gepäck.

Dank Toms Bleifuß war die Campside schnell erreicht. Wir fanden einen wunderschönen Platz, konnten die Zelte aufbauen und dann endlich den Grill anschmeißen.

Später am Abend bekamen wir noch liebe Gesellschaft von zwei Schweizern, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Sie schlugen ihr Heim neben unserem auf und bereicherten so die Runde.

Natürlich durfte zu späterer Stunde die obligatorische Gang über die Campside nicht fehlen. Hierbei auch wieder nette Leute getroffen, wobei sich eine Dreiertruppe junger Männer sofort in mein Herz geschlichen hat. Denn die hatten doch tatsächlich mein heißgeliebtes Odin dabei! Fantastisch, diesen herrlichen Trunk schon vor Marktbeginn zu genießen.

Zu späterer Stunde machte ich noch Bekanntschaft mit einem Kaninchenloch, das dafür sorgen sollte, dass ich einmal mit einer ganz neuen Einrichtung des MPS Bekanntschaft schließen würde. Aber dazu später mehr.

Samstag Morgen gab mein Zelt seinen Geist auf und war nicht mehr zu gebrauchen. Irgendein Verlust ereilt mich auf dem MPS immer, dieses Mal war es also meine Unterkunft. Scheint ein Fluch auf mir zu lasten, denn wenig später ging auch noch meine Kamera zu Bruch. Nun gut….Nachdem der Tag so mies begonnen hatte, konnte es eigentlich nur noch besser werden.

Dachte ich, aber bekanntlich kommt es immer anders als man denkt.

Besagtes Kaninchenloch von letzter Nacht hatte nämlich dafür gesorgt, dass ich mir den Zeigefinger der rechten Hand massiv verletzt hatte. Soviel Odin konnte ich zu so früher Stunde nicht trinken, also ging ich meinen Begleitern mit meiner Jammerei ziemlich auf die Nerven, was Andreas dazu veranlasste, mich während der Markteröffnung zu verlassen, einmal quer über das ganze Gelände zu rennen und mit einem Sanitäter im Schlepptau wieder zu kommen. Und dieser brachte eine herrliche Eispackung mit, was dem Finger etwas die Schmerzen nahm. Seitdem habe ich einen neuen Helden. Weiterlesen

Besucherrekord in Dortmund

Campside MPS DortmundDas Wochenende begann mit einer Sight-Seeing Tour durchs Ruhrgebiet. Während Tom uns sicher über die Autobahn brachte, oder – wie Andreas sich ausdrückte – den Ruhrschleichweg , (Autobahn mit einer Beschränkung von 80 km/h, also bitte, so ein Schwachsinn), spielte Andreas den Fremdenführer und machte uns auf die Schönheiten des Ruhrgebietes aufmerksam: rauchende Schornsteine, alte, halb zerfallene Lagerhallen, bunte Kirchtürme, etc.

Muss man wirklich gesehen haben, ein Urlaub im Ruhrgebiet lohnt sich immer.

Nach schier endloser Fahrt wurde dann die neue Campside erreicht und hier hat Gisi wirklich seinen Gästen ein Kleinod präsentiert, wie es schöner nicht mehr ging.

Um einen Ententeich herum konnten auf der großen Wiese die Zelte aufgebaut werden. Wirklich wunderschön, in meinen Augen die schönste Campside, die das MPS zu bieten hat.

Nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten, wurde der Grill angeschmissen, denn so eine Arbeit unter freiem Himmel macht enorm hungrig. Mein Magen war bereits dabei, sich selbst zu verdauen. Noch mehr aber macht die Bewegung an der frischen Luft durstig, unsere Bier-, und Weinvorräte waren nach dieser Zecherei doch erheblich geschrumpft.

Zu späterer Stunde wurde dann einstimmig beschlossen, mal die Nachbarn auf der anderen Campside zu besuchen, man möchte ja wissen, mit wem man es zu tun hat. Weiter bis zu den Piraten sind wir allerdings nicht gekommen. Gesellig und lustig haben wir uns daran gemacht, deren Alkoholvorräte auch erheblich zu dezimieren. Und nach diesem Gelage muss ich jetzt einmal mit einer Behauptung aufräumen.

Man sagt ja, dass Whiskey das Wasser des Lebens ist. Stimmt nicht, ganz bestimmt nicht. Denn einer davon (sehr großzügig bemessen) knipste bei mir an diesem Abend sämtliche Lichter aus, so dass ich schließlich beim Zelt angekommen in einem der Stühle einschlief und irgendwann von der Security geweckt wurde, es sei doch ziemlich kalt, ob ich nicht lieber ins Zelt gehen wolle.

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Sonne satt in Wassenberg

Saor_patrol_wassenbergDa Tom an diesem Wochenende etwas für seinen Kontostand tun wollte, wir Euch aber vom MPS in Wassenberg berichten möchten, habe ich mich bereit erklärt, als Co-Schreiber aufzutreten. Hoffentlich ist mein Bericht für Euch ebenso interessant wie Tom´s. Nach einigem Hin und Her aufgrund der ungünstigen Wetterprognosen bin ich am Samstagmorgen bei strahlendem Sonnenschein (ja, richtig gehört, es war sogar eine Sonnenbrille nötig) nach Wassenberg gestartet. Nicht so abgehärtet wie die anderen Wolfstatzen allerdings entschied ich mich, meinen müden Leib nicht in ein Zelt zu zwängen, sondern wählte die komfortablere Unterkunft des Burghotels zu Wassenberg direkt neben dem MPS Gelände. Nach einem schnellen Check in und einer kurzen Besichtigung des kleinen Städtchens war ich um Punkt dreizehn Uhr auf dem Markt. Dieses Mal musste ich noch nicht mal meine Karte vorzeigen, denn die Kasse war viel zu weit unterhalb des Hotels aufgebaut, so dass ich direkt auf den Platz konnte. Natürlich führte mich mein erster Weg an Gisis Taverne, ohne einen guten Schluck Odin kann es einfach keinen guten Markt geben. Außerdem wurde der erste Schluck dem Wettergott geopfert in der Hoffnung, ihn an diesem Tage milde zu stimmen. Eine kurze Begehung des Plans war möglich, ehe es mich an die Bühne zur Markteröffnung zog. Und was mussten meine Augen sehen? Der Vogt kam zu Fuß den Weg entlanggeschritten und wurde nicht wie üblich mit seiner Kutsche gezogen. Später erklärte dann Bruder Rectus, die Wege in Wassenberg seien zu eng für das Gefährt des Marktvogts. Die Markteröffnung gestaltete sich leider nicht so lustig wie sonst, es wurden keine Späße ausgetauscht wie üblich, was ich persönlich sehr schade fand, denn gerade den Schlagabtausch zwischen dem Vogt und dem ewig lüsternen Bruder Rectus finde ich sehr unterhaltsam. Weiterlesen

Das MPS in Weeze – Fünf Tage Party

Skulpturen auf dem MPS in WeezeNicht authentisch – phantastisch! Das ist bekanntlich das Motto des Mittelalterlich Phantasie Spectaculum und ich kann vermelden: es war eine phantastische Party!

Meine Campside Gruppe, die Wolfstatzen (nicht authentisch, nur phantastisch und völlig durchgeknallt), fand sich schon am Freitag auf der Campside ein – und die war recht gut gefüllt. Die Side ist riesengroß,  aber direkt am Gelände gelegen und weil das MPS gleich neben dem Flughafen in Weeze stattfand, der ja ein wenig außerhalb der bewohnten Gegend liegt, hat Gisbert Hiller einen Shuttle Service vom Bahnhof zur Side und zurück organisiert.

Das funktionierte recht gut und war für die Nutzer kostenlos.

Der Vorteil des Geländes war: es gibt keine Schwierigkeiten aufgrund von Lärmemissionen und man konnte bis nachts um 2:00 Uhr Musik genießen, wenn man wollte.

Gisbert Hiller hat das Konzept des letztjährigen MPS Debüts in Weeze noch einmal überarbeitet: Insgesamt wurde weniger Fläche bespielt und der reichlich vorhandene Platz wurde optimal ausgenutzt. Man hatte nicht mehr das Gefühl, auf einer riesige Fläche suchen zu müssen.

Für mich als Duschfanatiker war die Möglichkeit der täglichen Dusche im nahegelegenen Sportheim einfach genial. Zwei  Mal am Tag wurden die Duschen für MPS Besucher und Teilnehmer geöffnet und ich habe das täglich ausgenutzt.

Freitagabend bin ich noch auf der Campside herumgelaufen und habe mit dem einen oder anderen bekannten Gesicht ein Schwätzchen gehalten und man hörte überall: “Schön, dass die Saison wieder läuft!”

Insgesamt ist das komplette Veranstaltungskonzept überarbeitet worden:  bei den Heerlagern war mehr los, es wurde zwar auf drei Bühnen Musik angeboten, aber nicht so häufig.

Trotzdem kam jeder auf seine Kosten und dass die  Sets der einzelnen Bands entzerrt waren, hatte vor allem den Vorteil, dass man auch noch genügend Zeit für den Markt hatte und trotzdem nix verpasste.

Es gab Bands beim MPS in Weeze, die vorher so noch nicht auf dem MPS aufgetreten waren: Vroudenspiel,  Mr. Hurley und die Pulveraffen (oder waren die im letzten Jahr auch irgendwo dabei?). Außerdem fanden sich ein: Streuner, Reliquie, Metusa,Saltatio Mortis, Saor Patrol, Rapalje, Duivelspack (mit einem neuen Gesicht: Marcus Linnemann hat aus privaten Gründen die Band verlassen und wird durch Jank vom See ersetzt. Wer wissen will, wann und warum, kann das hier nachlesen). Weiterlesen