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Saltatio Mortis

Das MPS in Dresden–ein gelungenes Debut

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Es ist vollbracht – Gisbert Hiller hat das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum nach Ostdeutschland gebracht. Und man muss sagen: es gab ein gelungenes Debut.  460 anstrengende Kilometer musste ich fahren und ich habe nicht einen bereut. Die Campsite kann nahezu beliebig vergrößert werden und liegt unterhalb einer Hochstraße- Vorweg: Es gab weder Verkehrslärm noch irgendeinen Autostress, man hat von der Hochstraße nichts mitbekommen. Es waren nur an die 200 Zelte und WoMos auf der Campsite, und man sollte es nicht glauben, aber ich habe Freunde aus Bayern getroffen . Einige Leute vom MPS Radio waren auch dort so dass ich nicht nur unbekannte Gesichter gesehen habe. Übrigens bleibt man auch in Dresden nicht lange allein –  neben mir zelteten Claudia mit Christian und Tobias, drei supernette junge Leute mit denen ich das eine oder andere Bier getrunken habe. Es hat echt Spaß gemacht mit Euch, hoffentlich treffen wir uns mal wieder!

Das Festivalgelände war direkt an der Campsite und nach dem ich in Hohenwestedt und Rastede soviel gelaufen bin war das ein echtes Highlight. Das Gelände war ziemlich klein – in gut 10 Minuten konnte man es umrunden. Ich hatte zunächst Befürchtungen, dass die drei Bühnen sich gegenseitig beschallen – das war aber nicht der Fall, schließlich ist Gisi Profi und hat die Bühnen gut ausgerichtet. Am Freitag war noch nicht so viel los auf dem Platz, einige Dresdner haben sich das Spektakel teilweise von der Hochstraße oder einem hinter dem Festivalgelände gelegenen Hügel angeschaut. Die, die draußen geblieben sind, haben was verpasst, denn musikalisch hat Gisi hier vom Allerfeinsten aufgeboten: Am Freitag spielten auf : Metusa, Versengold,  Duivelspack, Vermaledeyt, Rapalje  und das Niveau. Vor den Bühnen war immer gut Stimmung, auch wenn sich nicht solche Massen dort ansammelten. Ich habe selten soviel Platz zum Tanzen vor der Bühne wie am Freitagabend, aber ich bin sicher, das MPS Fieber hat die Dresdner erwischt und nächstes Jahr wird´s gerammelt voll sein. Am Freitag lieferten sich Metusa und Vermaledeyt ein Duell. Wie eingeweihte Metusiasten und die Vermaledeyten wissen, hat Metusa den Vermaledeyten das Maskottchen namens Hektor geklaut. Das sollte wieder zurück zu Vermaledeyt, also stürmten diese die Metusa Bühne. Alles Aufpassen und Blockieren half nix – Vermaledeyt eroberte im Handumdrehen die Stage. Man einigte sich, dass der Verbleib des Maskottchen über Armdrücken entschieden werden sollte: Anja gegen Vivianne von der Saar und der Saitenreiter gegen Thomas Galgenvogel. Während Anja den Job mühelos erledigte schwächelte der gute Domenicus und unterlag schmählich. Unentschieden! Listigerweise hatte Johann Lästerzunge von Vermaledeyt der guten Anja den Hut stibitzt und es war entschieden: Hektor wanderte wieder in seine bayrische Heimat zu Vermaledeyt und braucht sich nicht mehr über die verrückten Schwaben von Metusa gruseln. Ach ja, Metusa, da war noch was.  Dominik spielte gleich im ersten Set Anna Dutzinger, dazu holt er sich ja immer ein Mädel auf die Bühne (ich schwörs – im nächsten Leben werd ich Musiker!). Und als er fragte wie sie hieße sagte sie: “Tina aus Bremen.” Aus Bremen! Ich hab sie hinterher angesprochen,  sie studiert hier in Bremen und kommt ursprünglich aus Nürnberg. Aber trotzdem: Eine Bremerin zu Besuch des MPS in Dresden, super. Ich hoffe, Dir gefällt es in Bremen so sehr dass Du nach dem Studium nicht mehr weg willst …

Übrigens hat das Wetter nicht nur am Freitag gehalten. 23 – 24 Grad, trocken, ab und an Wolken also bestes Festivalwetter.

Der Samstag begann mit einem kleinem Würfelspiel mit meinen drei neuen Freunden (nein, nicht ich habe damit angefangen sondern Claudia) und diesmal habe ich mir Versengold und Metusa angeschaut. Der Platz wurde nun voller und man konnte ihn – was die Zuschauermassen betraf – kaum von einem der alten MPS Standorte unterscheiden. ich hab mit Gisi kurz gesprochen, er zeigte sich sehr zufrieden und hielt den Auftakt für gelungen. Drücken wir die Daumen dass es in Dresden weitergeht.  Mittlerweile habe ich gemerkt, das ich immer mehr zum Versengold Fan werde. Das Nachtkonzert war allererste Sahne, die Texte sind Klasse und die Tunes die die reinlegen reißen die Füsse nahezu automatisch in den Tanz.

Da ich von Ignis Fatuu noch nie ein gesamtes Set gehört habe, hatte ich mir vorgenommen die einmal in Gänze zu hören – und es hat sich gelohnt. Tolle Musik, tolle stelzentheater_waldwesen_mps_dresdenKlänge, jeder beherrscht sein Instrument und sie bringen eine Theatralik in ihre Geschichten die richtig  Laune auf mehr macht. Ignis fatuu hat eine richtig große Fangemeinde und bildet für mich zusammen mit Vermaledeyt einen schönen Kontrast zu Saltatio Mortis, die natürlich auch wieder vertreten waren und gefühlt die Hälfte aller Besucher vor ihrer Bühne hatten.

Meine ostdeuschen Freunde waren von der Feuershow beeindruckt, die ich mir allerdings nicht angeguckt habe. Als ich dann am Samstagabend gegen 1:00 zu Zelt ging, warteten Claudia und Christian schon und fragten ob ich Tobias gesehen hätte. Hatte ich aber nicht und bald wurde klar, warum er sich verspätet hatte: er hatte zwei Mädels im Schlepptau. Allerdings lieber Tobias: Man sollte dann schon  das versprochene Hauszelt haben sonst hauen die Damen  – wie geschehen – wieder ab. Tobias hat mich ein bisschen an Mike aus dem Emsland erinnert …

So, das waren meine Eindrücke vom ersten ostdeutschen MPS, mein Fazit: Wieder mal tolle Leute kennengelernt, wieder mal jede Menge Spaß gehabt, wieder mal Entspannung vom Berufsstreß gefunden, tolles Wetter gehabt, super Musik gehört. Nächste Jahr fahre ich gerne wieder 460 KM um in Dresden dabei zu sein.

Mein Fotoalbum findet ihr hier.

Über Kommentare – positive wie negative – würde ich mich freuen, und wenn euch gefällt, was ich schreibe, dann empfehlt mich doch einfach bei Google. Sehen wir uns bei der nächsten Party in Hohenlockstedt?

Das MPS in Borken – ein würdiger Abschluss der Saison

Narrenkai MPS  BorkenLeider, leider hat  die MPS Saison 2011 für West- und Norddeutschland in Borken ihren Abschluss gefunden. Und das war ein durchaus würdiger Abschluss im Gelände des schönen Wasserschloss Pröbsting in Borken. Gisbert Hiller hat noch einmal ordentlich Musik aufgefahren und uns gewaltig auf die Ohren gegeben: Am Samstag spielten Rapalje, Saor Patrol, Saltatio Mortis, Duivelspack und Das Niveau, am Sonntag spielte dazu noch Schelmish, SaMo allerdings nicht mehr. Für diejenigen, die keine Jahreskarten hatten, war diese Veranstaltung ein besonders preisgünstiger Leckerbissen, der Samstag kostete 10 , der Sonntag 9 Euro Eintritt. Außerdem konnte man drei Eintrittskarten für das große Sylvesterspecial (an dem ich leider nicht teilnehmen kann) kaufen – und brauchte nur eine davon bezahlen.

Ich konnte dieses Mal bedauerlicherweise erst am Samstag anreisen und hab daher die Party vor der Eröffnung am Freitagabend auf der Campsite nicht mitmachen können. Meine Freunde vom MPS Fan Forum versicherten mir aber, dass angesichts des fantastischen Wetters am Freitag Abend so allerhand los war auf der Campsite. Wer gewohnt ist, einen Teil dieser Stimmung auf dem MPS Radio live mit zu erleben wurde allerdings enttäuscht: Aufgrund technischer Schwierigkeiten konnte es keine Live Sendung geben. Hört aber auf jeden Fall demnächst rein, die Truppe hat ein ziemlich cooles Interview mit SaMo geführt.  Ich habe Unmengen von bekannten Gesichtern getroffen: Das MPS Radio, die Piraten von den Schlimmen Schurken, Frank aus Bielefeld mit Familie, Lars, Mike und Toby aus dem Emsland, Antje und Carmen nebst Kindern aus Hildesheim, Peter mit dem Rosenorden, Nina, Sonja, Detlev, Steffi und ich weiß nicht wen ich sonst noch so getroffen habe. Jedenfalls kriege ich mehr und mehr das Gefühl, “heim” zu kommen.

Der Samstag präsentierte sich bei gutem Festivalwetter, bis nach den Nachtkonzerten blieb es trocken. Ich habe ausschließlich Rapalje und Saor Patrol gehört (schließlich höre ich die Schotten einen langen Winter lang nur von CD). Übrigens: gibt es andere Festivals, wo man nach den Sets mit den Musikern ein Bierchen schlürfen kann? Und zwar jeder? Ohne dass man vorher ein 1 Stunden Gespräch Backstage als Preis für ein Radio Gewinnspiel gewonnen hat?

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Das Geheimnis ist gelüftet – das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum ® in Dresden

Nun ist es raus – das erste Mittelalterlich Phantasie Spectaculum ® in Deutschlands Osten findet vom 8.6.2012 – 10.12.2012 auf dem Gelände Ostragehege in Dresden statt. Gisbert Hiller vermeldet auf seiner Website die endgültige Entscheidung und den Abschluss der Gespräche mit Dresden und dem Veranstalter Messe Dresden. Wir dürfen gespannt sein, Dresden ist sicherlich ein extrem interessanter Ort und mit der Messe ist ein Partner gefunden worden, der die Dimension des größten Mittelalterlichen Veranstalters gut einschätzen kann. Machen wir uns nichts vor – die Ankunft von mehreren 10 Tausend feierwilligen – wenn auch friedlichen – Gästen und der Aufbau am Veranstaltungsort bedeutet auch eine ziemliche Belastung für die Gemeinden. Ein Messeveranstalter wird das gut einschätzen können. Gisbert Hiller meldet, dass er Gruppen wie Saltatio Mortis, Rapalje und Saor Patrol für diesen Termin fest eingeplant bzw. schon eingebucht hat. Mich kann er gleich mit einbuchen. Dich auch?