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Taverna Cerritus feiert mit Metusa und Pestilenzia Geburtstag

Michel der Bader und Madame Zora von PestilenziaSechs Jahre ist die Taverna Cerritus mittlerweile alt und es wurde kräftig im Bambi Galore  gefeiert.

Da ich keine Tickets im Vorverkauf organisiert hatte (es war lange Zeit unklar, ob ich komme), war ich schon um kurz nach sieben an der Abendkasse – und es hat geklappt.

Das Bambi Galore war später gut gefüllt, aber ich glaube es war nicht ausverkauft. Ich hatte ja schon im letzten Jahr das Vergnügen, im Dezember dort zu sein und Metusa zu erleben, vielleicht wird ja gerade eine Dezember Tradition für Metusa ins Leben gerufen.

Viele der Gäste waren gewandet, die Stimmung war bestens. Ich muss gestehen, ich war ein wenig misstrauisch was Pestilenzia betraf.

“Kraftvolle Mittelaltermusik aus Deutschland” wurde auf der Homepage der Taverna Cerritus angekündigt. Damit verbinde ich meistens Bands, die so in Richtung Saltatio Mortis gehen, diese schlecht imitieren oder solche, die außer Lärm auf dem Dudelsack nix zustande kriegen.

Weit gefehlt bei Pestilenzia! Kraftvolle und tolle Stimmen, geschickt eingesetzt, sehr rockig, sehr fetzig, gute Choreographie. Die haben mir extrem gut gefallen, obwohl harter, schneller Mittelalterrock nicht so ganz mein Geschmack ist, aber diese ausdrucksstarken Gesichter und das Einbinden des Publikums in die Show – das hat Spaß gemacht.

Besonders gefallen hat mir die Interpretation von “Tri Martolod”, ein bretonisches Stück das schnell und fetzig rübergebracht wurde.

Toll war die Vorstellung der Band am Schluss, nicht einfach nach dem Muster “ An der Gitarre unser …” nö, sie haben sich ein lustiges Stück ausgedacht, rothaarige Perücken aufgesetzt und dann in vorgestellt, wer denn da mit roten Haaren auf der Bühne steht. Sehr originell und schön anzuhören!

Ich hab jede Menge Freunde getroffen, erstaunlicherweise waren Detelef und Steffie von Rapaljefan.de nicht bei Rapalje sondern in Hamburg bei Metusa.

Aber das lag wohl auch an der Entfernung, die sind nämlich irgendwo in oder bei Rotterdam aufgetreten. Und Metusa ist natürlich auch ein klasse Ersatz.

Schöne Grüße auch nochmal  an Michael Meister und seiner Frau, sie hatte ihm wohl nen Clown zum Frühstück serviert, er machte nur Schabernack mit seiner Kamera.  Jedenfalls können wir uns sowohl auf die Fotos von Michael als auch auf die von Detlef freuen, sie können ja was an der Kamera.

Nach dem fantastischen Set von Pestilenzia steppte erst einmal McRogan zu den Klängen von Rapalje und danach kamen sie dann endlich: Metusa!

 

mcrogan

Auf einmal wurde der Platz vor der Bühne eng, die Stimmung war mit schon mit dem ersten Lied an brodeln und man sah jedem einzelnen Bandmitglied die gute Laune quasi an. Dominik machte wieder seine Späßchen und überraschte Publikum und Band zuweilen gleichermaßen. So biss er beispielsweise in das andere Ende von Anjas Flöte als sie gerade loslegen wollte. Es wurde so ziemlich aus allen CDS rauf und runter gespielt und Metusa wären nicht Metusa wenn nicht was schiefgehen würde. Mitten im Lied mussten sie ihre Instrumente nachstimmen. Und die Fans von Metusa wären nicht ihre Fans wenn sie nicht gerade diese kleinen Pannen lieben würden und begeistert die Versuche von Anja und Dominik unterstützten, diese Situation so komisch wie möglich zu überbrücken.

Tja, und dann kam auch der “Neue” von Metusa auf die Bühne. Wie der interessierte Metusa Fan weiß, wird Chris die Band verlassen (Dominik drohte ihm schreckliche Vergeltung an, wenn er sich je bei Saltatio Mortis erwischen lassen würde) und sein Nachfolger Hendrik, genannt “Henne” wurde auch schon vorgestellt. Und er konnte gleich auf die Bühne, weil er nämlich trommeln musste – Chris hatte zu tun.

Die Band erlegte ihm auf, das berühmte “Wir trinken Bier und wir trinken Wein” in den verschiedensten Sprachen zu singen. Zum Schluss musste McRogan nochmal ran – und er war ziemlich gebeutelt, denn steppen ist ja schon ein bisschen anstrengend. “Was wollen wir trinken – sieben Tage lang” wollte gar nicht mehr aufhören und der gepeinigte Stepptänzer musste nochmal alle Kraft zusammennehmen um auch das durch zu tanzen – was ihm selbstverständlich gelang.

Nach dem letzten Lied von Metusa wurde noch kräftigst weitergefeiert, nun gab es vom DJ alles was die Szene so hergibt. Ich habe die neue Live CD von Metusa vorbestellen können und krieg sie hoffentlich noch vor Weihnachten nach hause geliefert. Ich werde bestimmt darüber berichten.

Auf jeden Fall war der sechste Geburtstag der Taverna Cerritus mit Metusa und Pestilenzia im Bambi Galore ein tolles Erlebnis – und ich freu mich auf meinen nächsten Besuch.

Das Fotoalbum findet ihr hier.

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