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Fogelvrei

Der Schlachtezauber in Bremen

Schlachtezauber 2013Der Zauber an der Schlachte in Bremen ist nichts für Menschen mit Platzangst!

Und Menschen, die spontan mal eben auf der anderen Seite des Durchgangs an einem Stand betrachten wollen, brauchen starke Nerven und einiges an Durchsetzungsvermögen – wenn es nämlich voll ist, musst Du wie auf See navigieren: Ein Stück vorarbeiten und dann mit dem Strom auf das Ziel hintreiben lassen.

Ich hatte schon am letzten Samstag vorzeitig das Weserstadion verlassen, um garantierten Spaß mit Mr. Hurley und den Pulveraffen zu haben und nicht ansehen zu müssen, wie mein Fußballverein abgeschlachtet wird (womit gleichzeitig mehrere Dinge klar werden: 1. Es dreht sich nicht alles um das MPS bei mir, 2. ich bin kein Anhänger des FC Bayern Münchens und 3. ich bin ein spaßorientierter Mensch).

Aber in der letzten Woche hatte ich meine Kamera nicht dabei und ich war auch nur kurz da.

Am Samstag sollte das anders werden, ich wollte mir in Ruhe die Stände anschauen, musikmäßig fand ich das eh nicht so interessant.

Man muss auch lange suchen, um im Vorfeld herauszufinden, wer wann spielt. Hier sollten die Betreiber deutlich mehr Wert auf Öffentlichkeitsarbeit legen.

Mir schwante jedenfalls schon Übles, als ich den “normalen” Weihnachtsmarkt betrat.

Das muss ich nämlich tun, weil es dort die besten Kartoffelpuffer der Welt gibt. Um diese zu bekommen, durfte ich mich locker 10 Minuten in einer Schlange anstellen und ich konnte mir ausrechnen, wie es am Schlachtezauber aussah. Weiterlesen

Die Burgmannentage in Vechta

Einmal im Jahr veranstaltet das Zentrum für experimentelles Mittelalter in Vechta die Burgmannentage. Organisiert werden diese zusammen mit Fogelvrei,  die früher zusammen mit Gisbert Hiller das Mittelalterlich Spectaculum, auf die Beine gestellt haben, das später Mittelalterlich Phantasie Spectaculum wurde.

P9266507Das Preis – Leistungsverhältnis für diese Veranstaltung ist unschlagbar – der Eintritt ist kostenfrei, lediglich um eine Spende für das Museum wird gebeten. Das Programm ist aber auch nicht vergleichbar mit dem MPS – es treten keine Musikbands auf, die Kämpfe werden von Heerlagergruppen vorgeführt, insgesamt ist viel weniger Action als beim MPS.  Der  konzeptionelle Ansatz ist allerdings auch überhaupt nicht vergleichbar: wie der Name des Veranstalters “Zentrum für experimentelles Mittelalter” schon ausdrückt soll hier eine Darstellung bestimmter Mittelalterepochen stattfinden und keine Show Veranstaltung. Dies drückt sich auch in den Bedingungen für  teilnehmende Heerlager aus: sämtliche Elemente der Gothic Szene sind verboten, ein Heerlager darf nur einen in sich geschlossenen Zeitabschnitt des Mittelalters zeigen, also ein Mix aus Wikinger und Landsknecht, um mal ein extremes Beispiel zu nennen, wäre untersagt. Die Kleidung sollte selbstgefertigt sein und möglichst handgenäht, falls mit Maschine genäht,  sollte das nicht erkennbar sein. Nun, ich hab den Heerlagern ehrlich gesagt nicht so auf die Wäsche geguckt, aber ich muss sagen, das Bild dass die Heerlager abgaben war stimmig und interessant. Mittelalterlich Musik wurde auch gespielt – unter Verzicht sämtlicher Elektronik wurden mittelalterliche Stücke vorgetragen und das klang wirklich nett. Das Konzept des Veranstalters ging voll auf und wurde vom Publikum gut aufgenommen.

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