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Musik

Saltatio Mortis auf Platz 1 der Deutschen Album Charts

alea_saltatio_hohenlockstedtFreud und Leid eines Künstlers- sie liegen dicht beieinander.

Saltatio Mortis, nicht die Band die ich als meine Favoriten bezeichnen würde, aber deren Entwicklung ich durchaus mit verfolgen konnte, haben  Platz 1 der Deutschen Album Charts erreicht.

Das ist ein ganz großartiger Erfolg. Und ich persönlich glaube, dass das MPS und Gisbert Hiller als Förderer und Fan dieser Band einen guten Teil dieses Weges aktiv begleiten konnte.

Zunächst freut sich natürlich die Band über diesen tollen Erfolg. Lasterbalk schreibt dazu auf Facebook:

“Was ich jetzt schreibe sollte man wahrscheinlich nicht tun und schon gar nicht in einer Woche des Erfolges. Ich meine wann geht man schon mal auf Platz Eins in den offiziellen Media Control Charts? Richtig, wahrscheinlich nicht so oft in seinem Leben. Also sollte ich mich jetzt freuen, ich sollte herumtanzen und ich sollte feiern, am besten alle 24 Stunden die so ein Chart-Wochentag zu bieten hat. Geht aber nicht. Will ich aber nicht. Stattdessen sitze ich hier und schreibe mir Freude, aber auch Frust von der Seele, Freude und Frust, die sich schon länger angestaut haben, die aber nicht abfließen konnten. Noch nicht.”

 

 

Uuups! Moment mal! Auf einem absolut genialen Meilenstein angelangt, einem Erfolg, den man sich hart erarbeiten muss, vor allem in DIESER Szene, ein Erfolg der durch diese Platzierung nach Außen sichtbar wird, dringt Frust durch, warum dieses?

“Tatsächlich freue ich mich. Ich freue mich über viele wundervolle Mails und Kommentare. Ich freue mich über Rückmeldungen zum Album, zu meinen Texten, zu unserer Musik…. Gleichzeitig kommt Ärger und Wut in mir hoch. Ärger über die unvermeidliche Kommerzdiskussion. Offenbar gibt es ein Naturgesetz, dass vorschreibt, sobald eine Band sichtbar Erfolge vorzuweisen hat, darf man sie als echter Fan, als echter Kenner oder gar als Szene-Guru auf keinen Fall mehr gut finden. Wichtig in diesem Ritual ist auf jeden Fall die grundlose Aufwertung der frühen Werke der Band (egal wie grausig diese sind), gepaart mit einem Verriss des aktuellen Werkes (egal wie gut es ist) und, als letztem Ton in diesem Musikverkenner-Dreiklang, eine Hasstirade über die verratenen Ideale der Band, die sich nun endgültig den bösen Göttern des Kommerz verschrieben hat. Schlussakkord in Moll und alle müssen nun ganz doll weinen, weil mal wieder eine Band nicht mehr das tut was sie will, sondern nur noch das tut was ein ominöser Produzent, oder wahlweise auch die Plattenfirma, von ihnen verlangt. Aha. Nun also auch wir.” Weiterlesen

Taverna Cerritus feiert mit Metusa und Pestilenzia Geburtstag

Michel der Bader und Madame Zora von PestilenziaSechs Jahre ist die Taverna Cerritus mittlerweile alt und es wurde kräftig im Bambi Galore  gefeiert.

Da ich keine Tickets im Vorverkauf organisiert hatte (es war lange Zeit unklar, ob ich komme), war ich schon um kurz nach sieben an der Abendkasse – und es hat geklappt.

Das Bambi Galore war später gut gefüllt, aber ich glaube es war nicht ausverkauft. Ich hatte ja schon im letzten Jahr das Vergnügen, im Dezember dort zu sein und Metusa zu erleben, vielleicht wird ja gerade eine Dezember Tradition für Metusa ins Leben gerufen.

Viele der Gäste waren gewandet, die Stimmung war bestens. Ich muss gestehen, ich war ein wenig misstrauisch was Pestilenzia betraf.

“Kraftvolle Mittelaltermusik aus Deutschland” wurde auf der Homepage der Taverna Cerritus angekündigt. Damit verbinde ich meistens Bands, die so in Richtung Saltatio Mortis gehen, diese schlecht imitieren oder solche, die außer Lärm auf dem Dudelsack nix zustande kriegen.

Weit gefehlt bei Pestilenzia! Kraftvolle und tolle Stimmen, geschickt eingesetzt, sehr rockig, sehr fetzig, gute Choreographie. Die haben mir extrem gut gefallen, obwohl harter, schneller Mittelalterrock nicht so ganz mein Geschmack ist, aber diese ausdrucksstarken Gesichter und das Einbinden des Publikums in die Show – das hat Spaß gemacht.

Besonders gefallen hat mir die Interpretation von “Tri Martolod”, ein bretonisches Stück das schnell und fetzig rübergebracht wurde.

Toll war die Vorstellung der Band am Schluss, nicht einfach nach dem Muster “ An der Gitarre unser …” nö, sie haben sich ein lustiges Stück ausgedacht, rothaarige Perücken aufgesetzt und dann in vorgestellt, wer denn da mit roten Haaren auf der Bühne steht. Sehr originell und schön anzuhören!

Ich hab jede Menge Freunde getroffen, erstaunlicherweise waren Detelef und Steffie von Rapaljefan.de nicht bei Rapalje sondern in Hamburg bei Metusa.

Aber das lag wohl auch an der Entfernung, die sind nämlich irgendwo in oder bei Rotterdam aufgetreten. Und Metusa ist natürlich auch ein klasse Ersatz.

Schöne Grüße auch nochmal  an Michael Meister und seiner Frau, sie hatte ihm wohl nen Clown zum Frühstück serviert, er machte nur Schabernack mit seiner Kamera.  Jedenfalls können wir uns sowohl auf die Fotos von Michael als auch auf die von Detlef freuen, sie können ja was an der Kamera.

Nach dem fantastischen Set von Pestilenzia steppte erst einmal McRogan zu den Klängen von Rapalje und danach kamen sie dann endlich: Metusa!

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Rapalje spielt in Kirchhatten auf

Maceal_von_Rapalje

Mittlerweile ist es Tradition: Rapalje spielt im November in Kirchhatten, einer kleinen Gemeinde vor Oldenburg auf.

Ich war jetzt zum dritten Mal im “Deuschen Haus” einem Gasthof mit Hotelbetrieb und hab es natürlich nicht bereut. Der Saal war gut gefüllt, das Konzert war ausverkauft und die Veranstaltung wurde offiziell von einem Gemeindevertreter eröffnet.

Man ist stolz, die Jungs in Kirchhatten aufspielen zu lassen und freut sich über den großen Zuspruch auch von außerhalb.

Ich hörte, dass man darüber nachdenkt, die Veranstaltung im nächsten Jahr in einer Nachbargemeinde durchzuführen, weil man dort eine Möglichkeit hat, mehr Publikum unterzubringen.

Ich schätze mal, das gestern so um die 300 Leute im Saal waren, das ist ja schon anständig.

Rapalje spielte wie immer gut gelaunt, fetzige Klänge wechselten sich mit sanfteren Tönen ab – natürlich fehlte auch Loch Lomond nicht.

Ich habe – wie immer- jede Menge bekannte Gesichter gesehen – natürlich durfte Detlef nicht fehlen. Der wohl größte Fan von Rapalje schoss wieder mal jede Menge fantastische Bilder, die man sicher bald bei Rapaljefan bewundern kann.

In Kirchhatten gibt es jedes Mal ein Phänomen zu beobachten:  Vor der Pause hat man noch relativ viel Platz vor der Bühne und kann auch gut tanzen, nach der Pause  ist es dort rappelvoll. Aber tanzen kann man natürlich trotzdem, ist doch logisch.

Schön finde ich auch immer, das so viele Kinder da sind, ich hab ein paar nette Momente in meinem Fotoalbum verewigt.

Tja und dann gab´s noch ein nettes Erlebnis: Neben mir stand eine junge Frau in toller mittelalterlicher Gewandung und zog plötzlich eine Flöte heraus und spielte mit. Toll! Das man bei Rapalje gut mitsingen kann hab ich ja gewusst aber es geht ja noch mehr. Ich fand´s echt Klasse!  Das Mädel hat natürlich mitbekommen dass ich sie fotografiert habe und mich um das Foto gebeten. Es ist in meinem FotoalbumFloetenspielerin_beim_RapaljekonzertHoffentlich findest Du meinen Blog, ich hatte natürlich mal wieder meine Visitenkarte vergessen…

Das schöne bei Rapalje ist: Wenn man so ständig am tanzen ist, braucht man den Genuss des hervorragenden Essen im Deutschen Haus nicht zu bereuen, das was man in sich reingestopft hat tanzt man locker wieder weg. Aber eines muss ich doch mal bemerken: Lieber Maceal, das Stück “What shall we do with the drunken sailor” ist klasse. Es ist auch wirklich toll von euch interpretiert.

Aber weißt Du das ich locker 10 Jahre älter bin als Du und das meine Bandscheiben nicht mehr die allerbesten sind? Immerhin ist das Knacken meiner Knochen beim “Hooray and up” noch so leise, dass es den musikalischen Genuss nicht stört, aber ich fürchte der Tag wird kommen dann steht als Überschrift in meinem Blog” Bandscheibenvorfall beim Rapaljekonzert” …

Nach dem Konzert saßen wir dann noch ein bisschen mit einigen Freunden und Bekannten zusammen und ließen den genialen Abend Revue passieren. Aber Gott sei Dank gibt es bei solchen Diskussionen immer wieder ein gemeinsames Fazit: Nach dem Rapalje Konzert ist vor dem Rapalje Konzert. In diesem Sinne kann ich schon mal Termine machen.  Und wenn Du nicht weißt, wo sie demnächst spielen dann guckst Du hier.

Mein Fotoalbum zum Konzert gibt es hier.

Metusa im Bambi Galore in Hamburg

Dominik der Saitenreiter von MetusaTaverna Cerritus, ein Projekt in Hamburg, das immer wieder Livemusik der Mittelalterszene auf die Bühne bringt, hatte am Freitag Metusa ins Bambi Galore in Hamburg  eingeladen, so um die 150 begeisterte Fans feierten ihre Band. Die Location war prima, nicht zu klein und nicht zu groß so dass die ganze Zeit Partystimmung herrschte .

Als Rahmenprogramm hatten sich die Veranstalter den Auftritt der Gruppe Narrenbart sowie des Tänzers McRogan ausgedacht. Zum 5 jährigen Geburtstag von Taverna Cerritus sollte wohl auch groß aufgefahren werden. McRogan kenn ich ja von den verschiedensten MPS Veranstaltungen, es war wie immer beeindruckend was er da auf die Bühne brachte- höchst professionell und schön anzusehen. Was Narrenbart allerdings dem Publikum anbot war ziemlich grausam. Ich habe mal versucht über die Gruppe etwas zu googeln und damit ein bisschen mehr Hintergrundwissen zu bekommen.Viel ist hier nicht zu finden.  Die Website führt 10(!) Bandmitglieder auf (es war auch ziemlich voll auf der Bühne).

Linchen von Narrenbart

Mir hat die Gruppe immer dann einigermaßen gefallen – wenn sie nicht gesungen hat und nur instrumentelles gebracht hat. Ihre Musikinstrumente konnten sie also spielen. Beim Singen dominierten die Stimmen der männlichen Bandmitglieder – und die waren nach meinem Geschmack nicht gut. Viel zu viele Töne wurden nicht getroffen, der Bass des Sängers im Gegenpart zur Stimme der Sängerin war völlig unpassend und mehr Gebrumm als Gesang  und sie versuchten nahezu jederzeit die gesamte Band zu präsentieren.

 

Ich habe im Januar ein Gespräch bei Facebook mit Danny Weiler von Narrenbart geführt, der versucht hat mir die Situation zu erklären. An diesem Abend gab es erhebliche Probleme mit der Tontechnik, so war das Mikro von Danny nicht offen und es mussten halt die Bandmitglieder einspringen, die gar nicht für Gesang vorgesehen sind.  Das erklärt natürlich so einiges und ich freue mich darauf meinen Eindruck korrigieren zu können. Das wird schon bald der Fall sein, am 17.3. findet im Cantonium das Burgfest V statt, wo Narrenbart und Reliquiae auftreten. Danny hat mir ein Interview zugesagt, ich hoffe mir kommt nix berufliches dazwischen. Also freut euch schon mal auf das Interview und den Bericht!

 

Es gab während des Auftrittes also keine Höhepunkte, keine Action und irgendwie auch kein Zusammenspiel. Schade eigentlich, denn mit Linchen haben sie ja durchaus einen schillernden Blickfang die auch Action bringen kann.

Hoffentlich haben sie sich bei Metusa mal die ein oder andere Technik abgeguckt: Meistens spielt Dominik ja den Vorreiter und erzählt Geschichten, rutscht auf den Knien auf der Bühne rum oder macht Scherze mit Anja. Oder eben Anja spielt sich in den Vordergrund und lenkt die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Oder eben halt immer wieder mal andere Bandmitglieder.

Narrenbart spielte etwa eine Stunde, die Stimmung stieg dann so langsam an und endlich – gegen 23:00 Uhr – kam Metusa. Die ersten Lieder waren dann gleich von den Darbietungen McRogans begleitet und der Platz vor der Bühne wurde eng – ich konnte aber immerhin noch tanzen.

Metusa spielte so ziemlich alles was das Publikum so gerne mag- von “Als ich Samstag Nacht nach Hause kam… bis zur Piratenseele (die selbstverständlich gerade in Hamburg nicht fehlen darf!) war mal wieder alles dabei. Das Publikum nahm es dankbar auf und sang mit und tanzte natürlich auch.

Klasse war die gemütliche Atmosphäre im Bambi Galore, Metusa ist ja nun mal (noch) nicht eine Band, die mal eben 400 Fans anzieht, egal wo sie auftreten. Aber sie verlieren nie die Nähe zu den Fans – und man sieht hier immer wieder gleiche Gesichter, Metusiasten halten eben ihrer Band die Treue!

Man darf bei Metusa auch nicht vergessen, dass alle Auftritte in der Freizeit stattfinden, die Bandmitglieder sind nämlich berufstätig. Katja erzählte mir vor dem Auftritt, das ihr gesamter Jahresurlaub (und noch viel mehr) für Bandauftritte draufgegangen ist. Die Truppe ist am Freitagmorgen aus Süddeutschland nach Hamburg aufgebrochen – mit dem Auto – und fährt am Samstag weiter zum Auftritt in Berlin. Wahnsinn!

Ich hoffe, diese Begeisterung hält bei unseren fünf  Musikern noch lange an, ich würde nämlich sehr gerne noch ein weiteres Album von denen auf die Ohren bekommen!

Ich habe jede Menge Freunde und Bekannte von diversesten MPSssen und aus den Foren getroffen, die schönste Überraschung waren Detlef und Steffi, die einen kurzen Rapalje – Zwischen – Stopp bei Metusa in HH eingelegt hatten und sich spontan entschieden hatten zu kommen. So, konzertmässig ist es das wohl gewesen für mich in diesem Jahr (seufz!) aber dafür wächst die Vorfreue auf 2012. Wir sehen uns! Das Fotoalbum findet ihr hier!

Faun im Rosenhof Osnabrück

Niel Mitra von der Gruppe Faun

Die Zeit zwischen den MPS Veranstaltungen nutze ich gerne um meine Lieblingsgruppen in den Konzerten zu besuchen, die Stimmung ist natürlich eine andere, die Akustik oft einzigartig und  es sind oft wunderschöne Erlebnisse. Gestern habe ich meine Lieblingsgruppe Faun im Rosenhof in Osnabrück auf ihrer Eden Tour besucht.

Ich weiß nicht, wie die das aushalten: Heute in Osnabrück, morgen in Kaiserslautern, übermorgen in Köln und so geht das jeden Tag.

Fiona Rüggeberg sagte mir mal nach einem Faun Konzert, manchmal wisse sie gar nicht wo sie ist wenn sie aufwacht , in Wuppertal oder doch schon woanders?

Ganz schön anstrengender Berufsalltag!

Umso erstaunlicher ist es was die 5 Musiker an Feuerwerk auf der Bühne abziehen. Das war mal wieder ganz fantastisch was das geniale Osnabrücker Publikum da gestern erleben durfte.

Aber der Reihe nach. Oli Satyr kündigte als Vorgruppe die US amerikanische Gruppe  In Gowan Ring – ein wunderbares Duo das später von Oli und Rüdiger unterstützt wurde.

Die Einstimmung war perfekt – Faun hat während der Eden Tour durch ganz Deutschland immer eine Vorgruppe spielen lassen, in Hamburg war es Trobar de Morte, sowohl In Gowan Ring als auch Trobar de Morte passen vom Musikstil sehr gut zu Faun. Ich hatte gelesen, dass irgendwo auch mal Vermaledeyt mit aufgetreten ist, das konnte ich mir eigentlich gar nicht vorstellen. Aber da ich dieses Konzert nicht gesehen habe enthebe ich mich natürlich jeglichen Urteils. Wie dem auch sei, nach einem kurzen Set von In Gowan Ring war endlich Faun dran und da ich sie im Grünspan gesehen hatte, wusste ich was kommt: bei den ersten beiden Liedern wurde der Blick auf die Gruppe durch In Gowan Ring einen halbdurchsichtigen Vorhang verhüllt. Fiona und Rairda stellten durch ein Schattenspiel eine vierarmige Göttin dar, die auf dem Vorhang vergrößert zu sehen war. Ich weiss nicht, ob die Darstellung so beabsichtigt war, das tatsächlich Durga, die indische Urgöttin dargestellt werden soll – Faun bringt ja durch Musikauswahl  und Sprache immer wieder den mystischen Aspekt ihrer Kunst in den Fokus der Betrachtung.

Wie dem auch sei: die Anspannung nun endlich die heiß ersehnte Gruppe zu sehen löste sich schon beim allerersten Lied in frenetischen Jubel, diese Superstimmung hielt bis zum Schluss an und steigerte sich zwischendurch. Unsere Faune gaben diese  Stimmung 1:1 zurück: Oli Satyr heitert das Publikum j zwischendurch immer mal mit Anekdoten und kleineren unschuldigen Anspielungen auf, Rüder Maul übertraf sich selbst, so habe ich in eigentlich noch nicht erlebt: er zeigte dem Publikum dass er durchaus auch mal ein wenig aggressiver auf Drums hauen kann. Es klang trotzdem toll und passte wunderbar in das Gesamtklangbild. Ich habe ja schon ein Konzert der Eden Tour und viele viele Live Konzerte in diesem Jahr gehört und höre seit Wochen – sehr zum Entsetzen meiner näheren Umgebung – die Eden CD (mein Arbeitskollege stöhnte letztens als wir zusammen Auto fuhren” Nicht wieder Faun …”) – trotzdem waren viele Lieder anders präsentiert, mal launiger, mal mit einem Tick Aggressivität, mal mehr sanfter als ich sie kenne. Es war also – kurzum – ein gänzlich “neues” Konzerterlebnis.

Rairda versprühte wieder mal Energie und verzauberte durch die wunderschöne Stimme. Sie ist einfach ein Geschenk für mich, wenn sie singt kann ich mich fallenlassen. Fiona entzückte mit einer perfekten Klangdarbietung, ich denke, hätte ich das als Kind gehört hätte ich mich nie gegen den Blockflötenunterricht gesträubt.

Ich muß noch ein Wort zum Publikum verlieren. Es waren etwa 300 – 400 Leute dort und alle waren in bester Feierlaune. Bei den liedern wurde mitgeklatscht, getanzt und nach den Stücken brach ein Jubel aus den ich so noch nicht erlebt habe. Osnabrück ist klasse, das habe ich am Anfang des Jahres schon beim Rapalje Konzert erleben dürfen!

Insgesamt ging das Konzert viel zu schnell zu Ende, obwohl das Publikum die Faune mal wieder “genötigt” hatte Zugaben zu spielen. Der Abend war für mich mal wieder unvergesslich, die 140 KM Autofahrt habe ich gerne in kauf genommen. schade das ich Faun erst im nächsten Jahr in bremen wiedersehen werde – ich freue mich jetzt schon drauf!

Das Fotoalbum zum Konzert findet ihr hier!

Faun beim Mittelalter Spectaculum im Zoo Osnabrück

Fiona Rueggeberg beim Spectaculum im Zoo Osnabrück

Um es vorweg zu sagen: Das Mittelalter Spectaculum im Zoo Osnabrück hatte nichts, aber auch gar nichts mit dem

Mittelalterlich Phantasie Spectaculum® des Gisbert Hiller zu tun. Und um es ebenso deutlich zu sagen: Ein Mittelalter Spectaculum war es mit Sicherheit nicht. Aber Spaß hat es gemacht – weil drei Bands und ein Gauklerduo für Spaß und Unterhaltung sorgten.

Nahe des Affenfelsens hatte der Zoo einige Verkaufsstände mit mehr oder weniger mittelalterlicher Ware hingestellt – fertig war das Spectaculum. Wäre nicht die Musik gewesen, wäre das eine Riesenenttäuschung geworden. Aber ich hatte mich bei meinen Freunden aus dem MPS Fan Forum informiert, einige kannten den Markt und so war ich gewarnt.

Immerhin habe ich das ein oder andere bekannte Gesicht gesehen und zwei gute alte Bekannte getroffen: Toby und Lars, denen ich immer wieder auf den MPS Märkten begegne, es war schön euch so unverhofft wieder zu sehen!

Zwei der Bands kannte ich noch nicht Sonor Teutonicus aus Georgsmarienhütte und Reliquiae aus Osnabrück, also beides lokale Bands. Ursus Major von Sonor Teutonicus im Zoo Osnabrück

Reliquiae waren mir eine Spur zu heftig und brachten eher harte Klänge auf die Bühne.

Sie hatten einen ganz ansehnlichen Fanclub dabei, der frenetisch ihre Sets begleitete – ich habe jeweils die letzten 15 – 20 Minuten ihrer Sets verfolgt, weil danach gleich Faun auftrat.

Der Drummer von Reliquiae muss trotz der kühlen Temperaturen am Abend ganz schön ins Schwitzen gekommen sein, er haute auf sein Schlagzeug ein, als wollte er es erschlagen. Ich habe mich unwillkürlich gefragt, welche Gedanken Rüdiger Maul von Faun bei solchen Geräuschen durch den Kopf gehen …

Sonor Teutonicus fand ich recht witzig, ich habe eine Zeitlang in 1 – 2 Sets reingehört, gefallen hat mir die Instrumentenvielfalt und die Folk Ausrichtung der Band.

Nun aber zu meinem Hauptanliegen, den Zoo zu besuchen: FAUN!

Es gab drei  Sets wovon zwei jeweils 30 Minuten und das letze Set eine Stunde dauerte. Es waren kaum Wiederholungen in den Sets dabei, Tinta, Hymn to Pan  und Rosmarin wurde zweimal gespielt, der Rest war ein Streifzug durch die Bandgeschichte.

Jedes Set war gewohnte Perfektion aus musikalischer, technischer und künstlerischer Sicht.

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Piratenseele – das neue Album von Metusa

Metusa bei der Hitzeschlacht in Bückeburg 2010… ist eigentlich irreführend. Genaugenommen sind es zwei neue Scheiben. Metusa hat nämlich zwei Seiten: die mittelalterliche und eine eher rockige Seite. Katja erzählte mir in Gelsenkirchen, dass Metusa überlegt hatte,  eine Doppel CD heraus zu bringen: eine CD mit den Klängen die wir von den zahlreichen MPS Veranstaltungen gewohnt sind und eine mit eher rockigen Stücken wie wir sie als “Beigabe” der ersten CD “ Das verflixte erste Mal” kennen. Wer “Deus Lo Vult” gehört hat, weiß, wie sich beide Stilrichtungen voneinander unterscheiden. Ich persönlich hätte nichts gegen eine Doppel CD und kann mir vorstellen, dass beide Stile auch nicht unbedingt scharf abgrenzbare Fans haben – ich höre die rockigen Metusas genauso gerne wie die mittelalterlich – piratigen. Metusa hat sich allerdings entschieden, zwei getrennte CDs herauszugeben. Auf jeden Fall freue ich mich  auf die Piratenseele im Juni  und im Juli (Rockversion) und werde selbstverständlich beide kaufen. Ach ja, wer etwas mehr von Metusa erfahren will, dem sei nicht nur die Website der Band sondern auch das Portal der Metusa Fans ans Herz gelegt. Und wer richtig was auf die Ohren will bevor er Musik von Metusa kauft, der hört sich das Special am 29.05.11 über Metusas “Verflixtes erste Mal” bei Mittelalterklang.de, dem kostenlosen 24/7 Webradio über die musikalische Mittelalterszene an. es lohnt sich garantiert!

Am 24.06.2011 kommt das Album Eden von Faun

Nach 4 Jahren Produktionszeit präsentiert uns Faun mit dem Album Eden endlich wieder ein grandioses Album. Woher ich weiß das es grandios wird? Nun ich habe von der Acoustic  Tour das Konzert in Bremen gehört – und es gibt einen offiziellen Trailer auf youtube sowie ebenfalls auf youtube ein Interview mit Beispielen. Man kann das Werk beim Miroque Versnad vorbestellen. Wenn ich´s denn in den Händen und Ohren habe, werde ich Euch das Album vorstellen.

Mittelaltermusik völlig kostenlos

Gibt es nicht werdet ihr sagen. Aber klar doch sage ich. Und zwar seit dem 01.11.2010 um 0:00 Uhr! Da ist nämlich Mittelalterklang an den Start gegangen und sendet seit dem 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. Völlig kostenlos mit einem genialen Mix aus der Szene – Von Saltatio bis Omnia ist alles dabei. Harte Klänge, weiche Klänge, solche die man auf den Mittelaltermärkten leider nicht so oft oder gar nicht hört (Schon mal Blackmore´s Night mit Richie Blackmore auf einem Markt Live gesehen? Ich nicht!). Das Konzept, das der Betreiber verfolgt ist es, ein absolut kostenloses Angebot ins Netz zu stellen. Wer weiß, welche eigenen Kosten alleine für GEMA und GVL auf einen zukommen, entwickelt ein Verständnis für das Engagement, das die Betreiber von mittelalterklang.de aufbringen. Die Sendung kann mit verschiedenen Playern im Stream empfangen werden, das ist ganz einfach, man klickt auf einen Link und der Rest ergibt sich von selbst.

Das Programm besteht aus einem Mix verschiedener Bands aus der Szene und auch aus Live Sendungen – ich hoffe, ich kann heute Abend zuhören. Es gibt übrigens jede Menge Höreraktionen, es werden immer wieder mal CDs verlost. Die Seite ist absolut professionell aufgebaut, man findet sich rasch zurecht  und der Betreiber hat – wenn man seinen Lebenslauf  ansieht – jede Menge Erfahrung als DJ. Schön dass es noch weitere Enthusiasten gibt, deren Sinnen und Trachten nicht in der Gewinnmaximierung sondern im Ausleben ihrer Begeisterung liegt. Ich jedenfalls  sage jetzt schon Danke an die Betreiber Asmodeus (Oliver), Stigma (Ines) und EoP. Ach ja, und Dudlerix.

Hört da rein, ihr verpasst sonst etwas!

Saor Patrol mit Steve Legget beim Mittelalterlichen Phantasie Spectaculum ® in Gelsenkirchen

Steve Legget von Saor Patrol

Saor Patrol hat sich im letzten Jahr im Sturm in die Herzen der MPS Fans gespielt. So ist es auch folgerichtig und logisch, dass die Band auf nahezu allen Veranstaltungen des Mittelalterlich Phantasie Spectaculum ® 2011 dabei ist. Lediglich in Rastede und in in Karlsruhe fehlt sie im Programm. Joe Owen Owens ist – ich meine seit Januar – nicht mehr aktives Band Mitglied. Joe und CharlieWie auf der Website von Saor Patrol zu lesen ist,  musste Joe aus beruflichen Gründen aufgeben. Er steht der Band aber weiterhin als Techniker zur Verfügung. Liegt es an Stevie, am “neuen” Techniker Joe oder an einem neuen Konzept der Band, die Gitarre mehr in den Vordergrund zu stellen? Ich weiß es nicht, Tatsache ist aber, das der Gitarrist wesentlich  präsenter wirkt. Man hört das Instrument jetzt deutlicher heraus und war der Rhythmus der Drums im vergangenen Jahr das beherrschende Element hat man bei dem einem oder anderen Stück das Gefühl, dass die Gitarre sagt: “Lass mich auch mal nach vorn…” Ich habe mit einigen Fans gesprochen und alle teilten die Meinung, dass die Gitarre einen wesentlich besseren Eindruck macht als im vergangenen Jahr. Das soll keinesfalls die Leistung von Joe Owens schmälern. Auf jeden Fall hört man die Gitarre nicht nur öfter heraus – Stevie ist auch auf der Bühne aktiver. Überzeugte Joe Owens  mit seiner ruhigen Art, benutzt Steve Leggert die gesamte Bühne und spielt beispielsweise mit Charlie Allan zusammen.

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