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Monatsarchive: September 2013

Feucht von außen und innen – das MPS in Borken

MPS Borken vor der SaMo BühneFreitag Nachmittag machte ich mich auf den Weg zu dem leider für mich in dieser Saison letzten MPS nach Borken.

Zeigte sich das Wetter in meinem Heimatort noch recht freundlich, fing es auf der Fahrt zur Campside leider an zu regnen.

Zum Glück legte sich das wieder, so dass wir die Zelte in Ruhe aufbauen und uns am Grill stärken konnten.

Morgens beim Aufwachen dann allerdings der Frust: Regen ohne Ende. Das erwünschte Frühstück beim goldenen M musste leider ausfallen.

Gisi musste die Campside sperren lassen, die Autos blieben stecken und mussten von mehreren Freiwilligen (Danke an alle, die hier ihre Muskelkraft und ihre saubere Kleidung zur Verfügung stellten, ich hoffe, ihr habt alle gute Waschmaschinen), heraus geschoben werden.

Und einmal mehr zeigt sich, dass die MPS Familie eben doch zusammen hält. Gisbert Hiller hatte für den Sonntag sogar Trecker aus den umliegenden Bauernhöfen organisiert, um die Wohnwagen wieder fahrtüchtig zu machen.

Dann plötzlich gegen Mittag drehte der Wettergott die Wasserhähne endlich zu und wir kamen mit trockener Haut zum Markt.

Trockenen Fußes kann man nicht wirklich sagen, die Schlammpfützen waren groß. Und entgegen der Annahme meiner Begleiter habe ich weder ein Schlammbad an diesem Wochenende genommen noch bin ich in einem der Seen baden gegangen.

Der Markt war wider Erwarten Recht gut gefüllt, zu einem Besucherrekord wird es, denke ich, aber nicht reichen.Jenny_Omnia

Zwischendurch kam immer mal der eine oder andere heftige und weniger heftige Schauer herunter, doch durch die viele Bewegung trockneten die Sachen schnell wieder und es wurde nicht wirklich kalt.

Das Gelände ist weitläufig, doch wunderschön.

Viel Wald, Wiesen und die Seen um das Wasserschloss geben ein idyllisches Bild ab.

Da es der letzte Markt in dieser Saison für mich war, fand man mich eigentlich nur vor der Feuerspektakelbühne, um noch einmal tüchtig zu Saltatio Mortis zu tanzen.

Auch in der Show kam der Spendenaufruf für den Feuerkünstler Abraxaz, zum Abendkonzert (was ich übrigens frech finde, ihnen kein Nachtkonzert zu geben, jawoll!) wurde ihm dann sogar ein Ständchen gebracht.

Vorher hat Lasterbalk eine geharnischte Rede gehalten, in der er sich über die vielen unfairen Kommentare überall im Netz ausließ und das mit einer solchen Intensität an Emotionen, dass nicht nur dem Sänger die Tränen übers Gesicht kullerten…. Wirklich rührend.

Selbst Gisi Hiller war wohl so beeindruckt, dass er den Spielmännern erst mal etwas zu trinken brachte.

MPS Borken - Die CocktailbarUnd danach ging dann richtig die Post ab, ich möchte nicht wissen, wie viel Prozente der sogenannte Elefantentöter hatte. Die Band wirkte danach reichlich aufgedreht.

Und hat, laut Herrn Lasterbalk, das erste Mal die Bühne fast nüchtern verlassen. Die werden doch wohl nicht krank werden?

Zwischen den Sets habe ich die neue Attraktion des MPS ausprobiert, die Cocktailbar. Die Auswahl ist nicht groß, doch ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Und es wird viel experimentiert. Ich kann den Cocktail des Drachen daselbst nur empfehlen. Für alle, die es scharf mögen. Denn der enthält Chili.

Zu späterer Stunde konnte ich noch ein wenig Faun genießen, aber ich denke, darüber wird Tom vielleicht noch etwas mehr sagen.

Ich habe die Band jetzt das erste Mal gehört und denke nicht, dass es das letzte Mal war.

Nach netten Gesprächen und dem letzten Bier war dann leider der letzte Markt der Saison beendet.

Doch nach dem MPS ist immer vor dem MPS und ich werde versuchen, die nächsten 33 Wochen bis zum ersten MPS des Jahres 2014 zu überleben.

32 Wochen, sollte ich es nach Bad Säckingen schaffen, 31 Wochen, zählt man das Festival in der Dortmunder Westfalenhalle mit.

Wohin es auch immer mich treiben wird, Ihr werdet es erfahren.

Bis dahin, gehabt Euch wohl! Ich freue mich, mit Euch nächstes Jahr einen Cocktail zu trinken!

Das Fotoalbum findet ihr hier.

Das große Herz des Gisbert Hiller

An den Neuigkeiten, die uns momentan über Facebook erreichen, sieht man wieder einmal mehr das große Herz des Gisbert Hiller, seines Zeichens Veranstalter des MPS, aber auch der gesamten MPS-Familie.

Am Wochenende hat der Euch vielleicht auch noch von einigen Märkten bekannte Feuerkünstler Abraxaz durch einen tragischen Unfall seine linke Hand verloren.

Trotz eilig eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte die Hand nicht mehr angenäht werden. Was den Feuerkünstler umso härter trifft, da er Linkshänder ist.

Jeder von uns, der schon einmal durch eine Verletzung seiner Haupthand Erfahrungen gesammelt hat, weiß wie schwer die Umstellung fällt. Und nun ganz ohne eines der wichtigsten Gelenke da zu stehen…die Folgen mag man sich nicht ausmalen.

Doch trotz aller Gründe, die Gisi und Abraxaz einst entzweiten (laut Gisbert habe man sich im Streit getrennt) hat er Anfragen bezüglich einer Spendenaktion gestellt und die Resonanz war dermaßen positiv, dass nun eine neue Spendenaktion mit tatkräftiger Unterstützung des Rapalje Fanclubs Deutschland läuft.

Erneut verdient Gisbert Hiller meine Hochachtung. Er hat wieder einmal mehr bewiesen, dass hier die Vergangenheit egal ist, gesagte Worte zählen nicht mehr, einzig der Wille zu helfen ist wichtig und lässt alles andere vergessen.

Unterstützt wird er dabei tatkräftig vom Rapalje Fanclub Deutschland, der seine Hilfe und das Spendenkonto bereitgestellt haben.

Meinen Dank und meine Hochachtung auch an Euch, besonders an Andrea, die ja schon viel Erfahrung im Bereich „Ich helfe Menschen in Not“, gesammelt hat.

Ja, ich weiß was jetzt in einigen Eurer Köpfe vorgehen mag:

Es gibt so viele Leute, die noch schlimmer dran sind und denen eher Unterstützung zustehen würde als einem gut versicherten Feuerkünstler.

Natürlich gibt es immer welche, die noch schlimmer dran sind.

Aber woran wollen wir es ausmachen, ob wir helfen oder nicht? Ob jemand spendet, bleibt jedem selbst überlassen.

Aber wir haben die Möglichkeit, jemandem den steinigen Weg, der vor ihm liegt, ein bisschen zu erleichtern, ihm einige kleine Steine aus dem Weg zu räumen. Also warum es nicht auch tun?

Die Krankenkassen werden nur die normale Prothetik bezahlen.

Spezielle Prothesen sind teuer, ermöglichen aber einen größeren Bewegungsspielraum. Dafür kommen die Kassen meistens nicht auf. Aber vielleicht können wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Abraxaz weniger sorgenvoll in die Zukunft blickt, vor allem in die berufliche.

Die Resonanz der Helfer ist bereits jetzt enorm. Um 13.15 Uhr zeigte das Spendenkonto bereits einen Betrag von 232,00 €.

Wow!

Das MPS hat sich typisieren lassen, als der Neffe von Bruder Rectus an Leukämie erkrankte, wir haben unserem Bäcker einen Neustart ermöglicht, wir haben der Riemenschneyderei geholfen.

Wir helfen immer noch den Tierheimen und nun auch einem Feuerkünstler. Ich finde diesen Zusammenhalt ganz große Klasse.

Hier wird nicht geredet, hier wird geholfen. Die Politiker sollten sich ein Beispiel an uns nehmen. So sieht unbürokratische Hilfe aus!

Und wer jetzt ebenfalls spenden möchte:

Kontoinhaber: Rapalje Fanclub Deutschland

Volksbank an der Niers eg

BLZ 320 61 384

Konto-Nr. 320 399 1044

IBAN: DE34 3206 1384 3203 9910 44

BIG: GENODED 1 GDL

Verwendungszweck „Jens“

Ein gemütliches MPS in Remeringhausen

Luzi das L von Saltatio MortisKlein, fein und kuschelig – so könnte man das MPS in Remeringhausen beschreiben.

Angesichts des Erfolges von Saltatio Mortis hatte Gisbert Hiller jedem Besucher freien Eintritt gewährt, der am Samstag die neue Scheibe von Saltatio Mortis vorweisen konnte.

Dies, der niedrige Eintrittspreis,  das Wetter und die wunderschöne Location haben dazu geführt, dass der Platz ganz ordentlich gefüllt war, die Händler konnten einigermaßen zufrieden sein, denke ich.

Die Anfahrt war wieder mal nervig, ich habe keine Ahnung, warum momentan alle Autobahnen in Deutschland mit Baustellen zugepflastert werden.

Braunschweiger Freunde erzählten mir, dass sie bei Hannover über zwei Stunden im Stau gestanden haben, ich selbst aber auch etliche Zeit gestanden, dass ist schon ziemlich nervig.

Was mir auf der Campside nicht gefallen hat, war die fehlende Beleuchtung. Zumindest die Toilettenanlage hätte einen oder zwei Lichtschläuche verdient, ich hatte nachts doch einige Mühe den Weg zu finden.

Als Sauberkeitsfanatiker würde ich es auch begrüßen, dass bei vorhandenem Wasseranschluss standardmäßig Gartenduschen bereitgestellt werden, da muss ja kein Riesen Brimborium mit Sichtschutz etc. gemacht werden, die MPS Fans sind nicht gar so prüde.

Ich konnte mir richtig Zeit nehmen, es wurden nur zwei Bühnen bespielt, die Zeiten zwischen den Sets waren recht lang aber ich muss auch nicht jedes Mal beim MPS so ein hin und her Gehetze zum nächsten Gig haben.

Ich hatte also mächtig Zeit für den Markt, habe mir ausgiebigst Dr.Dr.Dr. Bombastus angeschaut (zum Schiessen!), auf der Campside und auf dem Gelände mit Freunden und Bekannten gequatscht und – man höre und staune – drei (!) volle Sets von SaMo angehört.

Das ist neu, soviel habe ich noch nie von denen auf einem MPS gehört – und es hat mächtig Spaß gemacht.

Lasterbalk erzählte die Story von der Hochzeit, die die SaMo Truppe am Donnerstag erlebt hatte – sie waren eingeladen oder engagiert – und er gab wirklich amüsante Geschichten über angebliche Brautjungfern und dem erzwungenen Walzertanz des Lästerlichen zum Besten. Weiterlesen

Das MPS in Öjendorf feiert den Erfolg von Saltatio Mortis

MPS_Öjendorf_saltatio_mortisÜber den Erfolg von Saltatio Mortis und der daraus folgenden typisch deutschen Diskussion habe ich ja schon berichtet.

Das MPS in Öjendorf stand eindeutig unter dem Zeichen des Erfolges der süddeutschen Band – dazu später noch mehr.

Ich hatte mich auf eine stressige Anfahrt eingestellt, aber das mein Navi mich mitten durch Hamburg führen würde – daran hätte ich vorher nicht geglaubt.

Rund um das Maschener Kreuz ging gar nichts mehr, wie mir Freunde berichteten – und mein Navi wusste das wohl, schickte mich durch den Elbtunnel und dann quer durch Hamburg. Ehrlich gesagt, hatte ich unterwegs keinen Blick für die Schönheiten der Elbmetropole, ich war nur genervt vom Verkehr.

Die Campside in Öje ist riesengroß, ich war schon öfter da und es war mal wieder bestens organisiert. Entgegen der Ankündigung von Gisbert Hiller gab es nämlich doch Wasser und Strom, zwei drei Lichtmasten erhellten nachts das riesige Gelände.

Ich habe Freitagabend noch nie eine so gut gefüllte Campside in Öjendorf gesehen – angesichts des recht guten Wetters haben sich doch viele Leute entschlossen, zu kommen, –  und Öjendorf ist definitiv der Saisonhöhepunkt.

Das Veranstaltungsgelände selbst ist riesig,  Gisbert Hiller schreibt, dass das Veranstaltungsgelände die Größe von ca. 20 Fußballfeldern hat.

Wer sich einen Eindruck verschaffen will, was es bedeutet dieses Gelände mit den Buden, Bühnen und Arenen vorzubereiten und zu betreiben, schaut sich das eindrucksvolle Video an, das 2011 entstanden ist : MPS Genesis.

Insgesamt hat Gisbert Hiller fünf(!)  Bühnen bespielen lassen und es kam die Crème de lá Crème der Szene: Saltatio Mortis, Omnia, Faun, The Dolmen (die ihren dritten und letzten Auftritt in diesem Jahr beim MPS gaben), Metusa, Duivelspack, Vroudenspiel, Saor Patrol, Rapalje … Unmöglich alles zu sehen und zu hören.

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