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Gisbert Hiller

Verrückte auf der Campside beim MPS in Basthorst

Lotte von BollerslebenIch schlendere am Freitagabend so über die Campside in Basthorst auf der Suche nach Motiven für ein Campside Special und als ich frage, ob ich ein Foto veröffentlichen darf, stoße ich auf ein paar liebevoll verrückte Menschen.

Wer nämlich glaubt, dass das MPS erst am Samstag morgen richtig losgeht, irrt sich ganz gewaltig.

Die Campside ist in aller Regel einen Tag vorher ab morgens bis zum Tag nach dem MPS, ebenfalls morgens, geöffnet.

Und sie wird genutzt, zumal es ja die Möglichkeit gibt, die Jahreskarte als Campside Plus Karte zu kaufen,  und damit auch ein auch finanziell planbares Wochenend – MPS Erlebnis zu realisieren.

Da wird gegrillt, man trifft auf Feuerschalen und Feuerkörbe, die die Nacht stimmungsvoll erleuchten, man hört Musik, es laufen viele Leute in Gewandung herum, Kinder die staunend und tobend über die Campside rasen – es ist mächtig was los!

Also mir persönlich fehlt nur ein Badezuber …

Jedenfalls komm ich an einem Lager vorbei – viele Camper bauen mittlerweile schon so etwas ähnliches wie Heerlager auf der Campside auf- und komm mit den jungen Leuten ins Gespräch.

Sie haben ein Projekt : Otto von Bollersleben II.

Das ist ein von verschiedenen Spezialisten hergestellter Bollerwagen und seine kleine Schwester, die Lotte, die ihr im nebenstehenden Bild bewundern könnt.

Der Bollerwagen, den ich eigentlich am Samstag im MPS Betrieb aufnehmen wollte, hab ich dann nicht abgelichtet, die Truppe ist einfach im MPS Gewühl untergegangen.

Nichtsdestotrotz kann man sich kaum vorstellen, mit welcher Liebe die Wägelchen zusammengebaut wurden: Da waren Tischler, die das Holz bearbeitet haben, vor wenigen Monaten war Otto,  der zweite  seines Bollerwagennamens,  noch im Wald.

Da waren Schlosser und Hobbyschmiede am Werk, Gastronomiefachkräfte, um ein Kühlmodul in den Wagen zu integrieren, damit es immer frische Kaltgetränke für die Gruppe gibt und Elektriker für die elektrische Ausstattung .

Das Teil ist riesig, mit speichenlosen Holzrädern versehen, schiebt sich aber wie ein Kinderwagen. Schaut doch mal auf die Homepage dieser verrückten Truppe, ihr findet sie hier.

Am Samstag ging es dann bei strahlendem Wetter endlich los und war das Zuschauerinteresse beim ersten Basthorts MPS im letzten Jahr noch nicht so überragend, dürfte der Veranstalter Gisbert Hiller in diesem Jahr zufrieden gewesen sein – das Gelände war voll. Kayleigh Marchant beim MPS in Basthorst Man kann Basthorst nicht mit den großen Veranstaltungsorten vergleichen, dementsprechend hat es auch seinen eigenen Reiz und mit dem “Kuhstall” eine besondere Location, auf die ich noch  zu sprechen komme.

Ich hab mir wieder die Morgenmesse angesehen, die ist ja immer wieder anders gestaltet und bei den zotigen Sprüchen die da kommen, ist auf jeden Fall für Lachen gesorgt.

Gisbert Hiller hatte mal wieder interessante Bands eingebucht: Die für mich großartigste Band “The Dolmen” hatte den Weg aus Weymouth angetreten um uns mit alten und neuen Stücken zu erfreuen.

Ich hoffe, im nächsten Jahr bucht er sie noch öfter ein und noch besser wäre es, sie würden mit Saor Patrol die Bühne bespielen, dann besteht nämlich die Chance, dass sie etwas aus dem gemeinsamen Album “Crann Tara” vorspielen.

Übrigens, wer es noch nicht wusste, die vielen MPS Fans bekannte Anja, früher bei Metusa,  wirkt beim neuen Album “Nuada” mit.

Wer sie mal wieder spielen sehen möchte, kommt zum MPS nach Wassenberg. Leider bin ich da beim Zomerfolk Festival in Groningen, vielleicht mag ja mal jemand einen Gastbericht mit tollen Fotos schreiben?

Wer The Dolmen noch nicht kennt, sollte sich mal in ihrem Youtube Channel umsehen: Dolmen bei Youtube

Neben meine Lieblingsband traten auf: Saltatio Mortis, The Cobblestones, Saor Patrol, Omnia, Rapalje, auf den beiden Bühnen war ordentlich was los!

Tja, und dann der schon erwähnte Kuhstall. Da waren keine Kühe drin, obwohl vielleicht so manch feierwütiger Gast so etwas ähnliches am Sonntag Morgen da gesehen haben mag.

Samstag Nacht gab es nämlich die Kuhstallparty von The Cobblestones, die ging von 1 Uhr nachts bis morgens gegen 4:30. Es war jedenfalls schon hell, als ich zum Zelt zurückging.

Die Party war gigantisch, noch bestem irischen Folkklängen hüpfte vor der Bühne alles durcheinander und “Stollen 13” floss in Strömen.

Was das ist?

Ein spezielles Getränk der Band, Hauptbestandteil ist Whiskey. Ach ja Kirschsaft ist auch drin.

MPS_Basthorst Achim der FalknerWirkt zunächst anregend, bloß am nächsten Morgen fühlt man sich nicht ganz so gut, denke ich.

Ich habe allerdings nur mal gekostet, da ich Sonntags wieder nach Hause fahren wollte, bin ich bei meinem Wein geblieben.

Neben der tollen Party war der Star auf dem MPS mal wieder Achim der Falkner.

Wer seine Show noch nicht gesehen hat, muss sie sich auf jeden Fall auf den Terminzettel des nächsten MPS schreiben. Er erzählt tolle Geschichten über die Tiere und die Viecher sind echt faszinierend.

Und man bekommt sie auf die Hand und kann sich mit ihnen fotografieren lassen.

Dabei macht Achim das nicht als Geschäft mit Proftinteresse, er arbeitet mit körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen und die Einnahmen gehen in seine Arbeit.

Zum Schluss noch ein ernsteres Thema.

Es hatte sich eine Demonstration gegen das MPS angesagt (die nicht stattfand). Weil Gisbert Hiller deutliche Worte gegen eine andere Veranstaltung gefunden hatte, die es sich mit Auflagen und Einhaltung allgemeingültiger Standards offensichtlich ein wenig leicht gemacht hat.

Man kann über Form und Sprache von Gisbert Hiller geteilter Meinung sein. Fakt ist aber, dass er sich mit ebenso markigen Worten für das Wohlergehen von Tieren und Tierheimen einsetzt. Dann jubeln ihm die Leute zu und finden es toll.  Mit genau demselben Engagement prangert er Missstände auf anderen Märkten an.

Und wer das MPS schon etwas länger verfolgt, der weiß, dass diese Veranstaltung schon immer den behördlichen Auflagen ein bisschen Voraus war.

Im Interesse der Gesundheit und Sicherheit von Besuchern, Ausstellern und Künstlern.

Es wurden schon immer gekennzeichnete Feuerlöscher vorgehalten, egal ob sie in dieser Dichte benötigt wurden oder nicht.

Es gab schon immer Brandwachen. Es gab Feuerverbote auf der Campside bei zu trockenem Wetter. Es gibt eine professionelle Security Mannschaft.

Auch vor Duisburg gab es schon  gekennzeichnete Notausgänge.

Mit der Auswahl neuer Veranstaltungsorte tut sich Gisbert ungeheuer schwer, weil eben nicht jedes Gelände seinen Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen genügt.

Ich kann schon verstehen, wenn ich als Veranstalter soviel Geld für die Gesundheit und Sicherheit ausgebe, zum Teil freiwillig, und entsprechend auch die Eintrittspreise verlangen muss und auf der anderen Seite Großveranstaltungen offensichtlich Auflagen umgehen oder ignorieren.

Und keinem ist gedient, wenn auf irgendeiner Veranstaltung Menschen zu Schaden kommen, das schlägt sich auf die gesamt Branche nieder, ganz zu schweigen vom Schaden für die Menschen, die sich einen schönen Tag erhofft haben.

Hätten wir damals nicht solche Hohlbirnen in Duisburg sitzen und einen Veranstalter gehabt, der seiner Verantwortung gerecht wird, würden manche heutige Auflagen nicht notwendig sein.

Ich kann nicht sagen, was an den Vorwürfen, die Gisbert Hiller erhebt, dran ist, aber erst Profi genug, um Situationen einschätzen zu können.

Schließlich ist er lange genug im Geschäft.

Und ihm zu unterstellen, er will einen Konkurrenten ausschalten ist schlicht und ergreifend dämlich. Das MPS ist in seiner Art das größte reisende Event und kein Mittelaltermarkt ist ernsthafter Konkurrent.

Und das Brötchen in einer Baggerschaufel nichts zu suchen haben, ob mit oder ohne Laken, kann ich mir auch sehr gut vorstellen, ohne im Gastronomiebereich tätig zu sein.

So, jetzt ist aber Schluss, nächste Woche bin ich auf dem ersten Leipzig MPS, ich bin sehr gespannt. Trinken wir ein Horn zusammen?

Hier geht es zum Fotoalbum

Das MPS in Hohenlockstedt – die Saison ist beendet

MPS_Hohenlockstedt_2014 - Corvus CoraxWo ist nur die Zeit geblieben? Es kommt mir vor, als ob ich vor kurzem erst vom MPS Auftakt in Luhmühlen zurückgekommen bin, und nun ist ein wunderbares MPS Jahr viel zu schnell zu Ende gegangen.

Aber das war noch einmal eine riesengroße Party in Hohenlockstedt, und die Wettergötter spielten mit.

Wir kamen Donnerstag auf die Campside, Freunde hatten uns ein Plätzchen freigehalten (Vielen Dank Florian!) und es war schon ordentlich was los,  Platz im auf dem ehemaligen Militärgelände war  massig vorhanden.

Die Campside war einigermaßen gefüllt und zumindest  im Eingangsbereich zum Veranstaltungsgelände waren Flutlichtmasten aufgebaut, so dass man auch abends und nachts gut zu den Toiletten fand. Die waren im übrigen endlich mal wieder extra erleuchtet,  wohl auch deswegen, weil sie in das Veranstaltungsgelände integriert waren.

Auf Facebook wurde vielfach kritisiert, dass die Campside keine Dixies gehabt hätte. Das ist so nicht ganz richtig, Donnerstag Abend waren sie komplett offen und an den übrigen Tagen  über den Veranstaltungseingang zu erreichen. Vor Beginn der Veranstaltung waren sie auch hier frei zugänglich, danach musste man die Eintrittskarte vorweisen, was aus meiner Sicht auch in Ordnung ist , denn schließlich ist die Campside für Veranstaltungsbesucher da.  Allerdings kann ich sehr gut verstehen, das es weniger witzig für die Camper am anderen Ende der Campside war, den weiten Weg zu den Eingängen zu laufen. Das war in den letzten Jahren besser in HoLo gelöst. Weiterlesen

Das MPS und die Preise für die Jahreskarten

Jahreskartenmotiv Saor PatrolNun sind sie raus, die Preise für die Jahreskarten 2015.

Wie immer staffelt Gisbert Hiller die Preise , wer vom 10.10. 2014 bis zum 18.12.2014 bestellt und bezahlt, muss 100 Euro auf den Tisch legen, danach bis Ostermontag 120 Euro, danach 140 Euro.

Ich gebe übrigens keine Gewähr auf die Richtigkeit, diese Info stammt aus Gisbert Hillers Facebookbeitrag.

Zumindest die Besteller, die nach Ostermontag bestellen, kommen 10 Euro günstiger weg, in diesem Jahr musste man noch 150 Euro hinlegen.

Eine exzellente Idee ist die Jahreskarte Plus: für 140 Euro werden die Campsidegebühren  übernommen, allerdings nur für die Person und nicht für das Auto , Wohnmobil, Wohnwagen oder Anhänger. Das rechnet sich.

Wünschenswert wäre allerdings das Rundum Sorglos Paket in dem auch das mit abgedeckt wäre.

Oder wie wär es mit einer VIP Karte mit besonderen Leistungen wie ein Treffen mit Gisi und Co zu einem Cocktail an einer Schänke, in Bückeburg, Dortmund, Rastede bspw.?

Wie dem auch sei, ich hoffe die Kalkulation steht diesmal auf so festen Füßen, dass der Steuerberater  nicht nach der Ermittlung von gewinn und Verlust nach Steuern nochmal die eine oder andere Notbremse ziehen muss.

Das ultimative MPS in Öjendorf

Kalyeigh Marchant von The Dolmen MPS ÖjendorfGisbert Hiller hatte das große “Ö”angekündigt und eine Show der Superlative versprochen.

Dieses Versprechen hat er locker gehalten. Das Gelände in Hamburg Öjendorf ist die größte Fläche, die vom MPS bespielt wird und dafür muss wahrhaftig Einiges aufgefahren werden.

Wer behauptet, in Öjendorf alles gesehen zu haben, spricht schlicht und ergreifend die Unwahrheit, denn das ist absolut nicht möglich.

Auf sechs Musikbühnen wurden den Zuhörern pausenlos auf die Ohren gegeben. Man musste Samstag aus acht Nachtkonzerten das Richtige auswählen,  und vorher aus sechs Abendkonzerten  eine Auswahl treffen!

Und was wurde nicht alles aufgeboten, The Dolmen gaben sich die Ehre, Cobblestones, Saltatio Mortis, Omnia, Rapalje, Versengold, Saor Patrol, Duivelspack, Vroudenspiel, Knasterbart, Mr. Hurley und die Pulveraffen  …

Die Campside war ein wenig umgestaltet worden, die Einfahrt war auf die Seite verlegt worden.

Insgesamt war sie nicht so strukturiert wie in den letzten Jahren, früher wurden die Bereiche, in denen die Zelte aufgeschlagen werden konnten,  nicht so groß angelegt,  sondern durch Straßen mittels Flatterband abgeteilt.

Der Verzicht hierauf führte zu einer etwas wilden Campsituation: Samstag Mittag war ich eingekreist von Zelten und wäre mit dem Auto nicht mehr herausgekommen.

Ich habe gehört, dass Gisi verkündet hatte, aufgrund der vielen Zelte sei ein weiteres Feld für Camper freigegeben worden. Ich persönlich hatte nicht den Eindruck, dass die Campside überfüllt war, ich campe nun schon zum sechsten mal hintereinander in Öjendorf und für meinen Geschmack war der Besuch eher unter dem Durchschnitt.

Es waren wieder Flutlichtmasten auf der Campside aufgestellt, die Toiletten waren allerdings – wie immer in dieser Saison – nicht erleuchtet, was, wenn man nachts aufs Klo muss wahrlich kein Vergnügen ist.

Zwar sind die Dixies dank der Klasse Arbeit der Firma Knollmann immer relativ sauber und die katastrophalen Zustände von vor vier Jahren habe ich nicht wieder erlebt, aber anscheinend ist auch hier gespart worden: die sonst zur Verfügung gestellten Papiertücher an den Waschanlagen und die Seife gab es auf der Campside nicht. Gut, dass kann ich verschmerzen, Hauptsache Wasser ist da!

Der Weg von der Campside zum Gelände führt durch ein kleines Wäldchen und ist nachts stockduster. Und das ist auch gut so!

Ich habe einige Kommentare bei Facebook gelesen, wo dies bemängelt wurde. Allerdings, der Wald ist knochentrocken und dort offene Flammenschalen hinzustellen, wäre Wahnsinn.

Zurück zum Gelände: wenn man den Eingang vor der Campside benutzte, traf man gleich auf das erste Superlativ: Eine riesige Feldschmiede mit drei Schmieden, die auch kräftig auf glühende Eisen einschlugen. Ich war mir nicht sicher, ob ein Teil der Damenwelt die Arbeit bewunderte oder die Muskeln der Schmiede …MPS_Oejendorf_(276_von_310)

Für mich das Top Highlight war die Band The Dolmen. Hiller hatte sie vor drei Jahren auf dem MPS debütieren lassen und dann aber im letzten Jahr und in diesem Jahr die Truppe nur jeweils dreimal gebucht.

Das ist extremst schade, auch ohne die Unterstützung des MPS hat die Band eine feste Anhängerschaft und sie haben deutlich mehr Musik anzubieten als so viele andere Gruppen, die häufiger und für  längere Gigs  gebucht wurden.

The Dolmen hatte vier  Gigs am Samstag  drei am Sonntag, bis auf zwei oder drei Klassiker wie Whiskey in the Jar oder Go Laddie wurde nicht ein Stück doppelt gespielt.

Das sieht bei anderen Gruppen doch deutlich anders aus.

Wo wir gerade von Überraschungen sprechen: Elmsfeuer, in diesem Jahr oft für das MPS gebucht, vor zwei Jahren eine vielversprechende Band auf der Newcomer Bühne in Borken,  teilte kurzfristig mit, dass  zwei Mitglieder – Anni und Holsch –  die Band verlassen haben.  Bei aller Sympathie für die junge Band und  allen Verständnis für diese schwere Entscheidung, für mich ist das absolut unprofessionell und macht die Band, wie immer auch die Zukunft aussehen mag, für einen Veranstalter unberechenbar.

Das wäre mit Dolmen nicht passiert, die haben ein professionelles Management.

Also an dieser Stelle ein Bitte an Gisbert Hiller: Du kannst Bands eine Bühne verschaffen, bitte tu das auch für meine Lieblinge aus UK. Sie haben es verdient. Keiner spielt Rocky Road to Dublin so wie The Dolmen.  Loch Lomond in der Interpretation dieser Band wird von keiner anderen MPS Band übertroffen.

Es werden Gruppen gebucht, die besoffen die Besucher anmachen oder die weder Töne treffen noch die Instrumente beherrschen. Josh Elliot ist einer der hervorragendsten Gitarristen, die auf dem MPS Gelände aufspielen. Jedes Gig ist anders. Ich wünsche mir für 2015 mehr von dieser Band zu sehen.

So, nun genug gebettelt, zurück zu den Ereignissen des MPS.

Zunächst mag es den geneigten Stammleser meines Blogs interessieren, ob meine drei emsländer Freunde Toby, Lars und Maik ihre Taschenlampe wieder bekommen haben.

Wer meinen Telgte Bericht gelesen hat, erinnert sich vielleicht, dass die drei in recht glückseliger Verfassung in Telgte nächtigerweise noch das eine oder andere Getränk mit uns konsumiert hatten und die Herausgabe der weinselig vergessen Taschenlampe an die Einladung zu einem drei gängigen Frühstücks gekoppelt war.

Ja, sie haben die Lampe wieder und sie haben mächtig aufgefahren, wir wurden zu viert (!) zu Rührei mit Speck, Käse, hart und weich gekochten Eiern, Feta und Mozarella mit Tomate und was weiß  ich eingeladen.

Jungs ihr ward Klasse und wenn ich mich auch aus irgendwelchen Gründen nicht mehr so ganz an alle Themen erinnern kann, die wir Freitag Abend diskutiert haben (ich glaube es war der Weltfrieden unter besonderer Berücksichtigung des Abschmelzens der Polkappen Smiley),  war es wieder ein Genuss, Eure Gastfreundschaft in Anspruch zu nehmen. Schade dass ich Euch nicht in Borken treffe, ich muss leider arbeiten …

Der Falkner achim beim MPS ÖjendorfWer das Öjendorfgelände noch nie besucht hat, sollte sich für das nächste Jahr unbedingt den Besuch des MPS “Ö” in den Kalender schreiben.

Einerseits ist Hamburg ja durchaus eine sehenswerte Stadt, was ich selbst als Bremer zugeben muss (netter Vorort von uns…), andererseits ist das Gelände fantastisch im Öjendorfer Park mit einem riesigen See, viel Bäumen, den meisten Händlern, den meisten Heerlagern, der größten Show und, und und … beglückt.

Man kann in zwei Tagen beim besten Willen nicht alles sehen.

Wir haben uns am Samstag auf die Musik konzentriert und den Sonntag mit der Erkundung des Marktes.

Und was sieht man da nicht alles!

Eine Hamburger Schwertkampfschule, die Interessierte in das Fechten mit dem Langschwert einführt – diese Einführung endet in einer fingierten Schlacht.

Natürlich gewinnen die Guten. Blöderweise gibt es kein Burgfräulein zu retten,  sonst hätte ich mitgemacht. Wer sich dafür interessiert schaut hier nach.

Wer aus dem Norden kommt und das Fechten mit dem Langen Schwert von Grund auf erlernen will, kann sich ja mal bei Klopffechters Erben umschauen – dort lerne ich das Fechten.

Vielleicht kreuzen wir ja mal die Klingen …

Öjendorf bot noch viel,  viel mehr – den Falkner Achim, Kiepenkasper, Bruchenballturnier, Gewandungsprämierung, Markteröffnung mit neun(!) Nonnen die irgendwie alle gleich hießen, Pestumzug, Kinderritterturnier, Zauberer, Fechtkampfgruppen, Ritterturnier mit und ohne Fackeln, verrückte Marktbesucher, tausende von tanzenden Menschen ….

Wenn Du nicht dabei warst, wird es höchste Zeit, den 2015 Termin in Deinen Kalender einzutragen.

Und Dir möglichst beim MPS in Remeringhausen oder in Borken oder in Hohenlockstedt einen kleinen Vorgeschmack zu holen.

A propos Hohenlockstedt: ich habe noch eine Tageseintrittskarte mit Autogrammen von Saltatio Mortis und Versengold für HoLo zu verlosen.

Hat jemand eine gute Idee, wie?  Dann her damit. Bis dahin, gehabt Euch!

Das Fotoalbum findet Ihr hier.

Das letzte MPS in Weeze

MPS_Weeze_ein ParadiesvogelDas war es nun definitiv vom MPS in Weeze – garantiert die letzte MPS Veranstaltung an diesem für mich idealen Standort. Feiern bis zum abwinken.

Campside direkt am Gelände. Ich find es Klasse und die Bunker stören mich nicht.

Aber nach den Plänen des Veranstalters Gisbert Hiller soll es in Weeze weitergehen – mit einem neuen Konzept und es wird kein MPS sein.

Larp, Piraten, Endzeit und Steampunk sollen vereint werden – sehr ehrgeizige Pläne hat Gisi hier, ich werde darüber berichten.

Zunächst aber zum letzten MPS in Weeze. Drei Mal hat es hier stattgefunden – und ich war dabei.

Anders als bei den ersten beiden Malen hatten wir Wetterglück – nur Freitag störte ein wenig kurzer Nieselregen das MPS Glück – und trotzdem war der Platz nicht gut besucht.

Dabei war das Musikprogramm durchaus vom Feinsten: Saltatio Mortis, Faun, Omnia, Cultus Ferrox sind keine kleinen Bands. Und mit Mr. Hurley und Knasterbart, Rapalje und Saor Patrol sind ebenso erfolgreiche wie geniale Bands zu hören gewesen. Dazu Tanzwut am Donnerstag, Nachtgeschrey – die uns wirklich sehr gut gefallen haben –  es war ein anspruchsvolles Programm auf die Beine gestellt worden.

Aber der Zuspruch war eher mittelmäßig, irgendwie setzt sich der Standort nicht durch.

Die Campside war perfekt organisiert, wie in früheren Zeiten: 5 Euro für alle Tage und pro Person, dazu 5 Euro für das Auto, das war günstig. Fließend Wasser auf der Campside, wie gewohnt der gute Knollmann Service bei den Toiletten – die waren im Prinzip immer sauber, und wenn mal nicht wurde Ratz – Fatz Abhilfe geschaffen. Trotzdem war die Campside bis Freitag zu 40 % belegt und dann wurde es voller, ich denke mal 70 % des Platzes waren ausgelastet.

Auf jeden Fall haben wir jede Menge Spaß dort gehabt und jede Menge Freunde getroffen, wobei doch so manche Frage offen blieb:  Was trägt Flo unter dem Kilt der auf keinen  Fall ein Schottenrock ist? Wie kommen meine Emsländer Jungs demnächst mit Gisis Freibier zurecht, ohne dass sie am nächsten Tag lange schlafen müssen? Warum müssen manche Menschen Tuniken tragen? Wo ist der verdammte Flaschenöffner?

Man erkennt, dass eine oder mehrere Nächte auf der Campside durchaus philosophische Fragestellungen aufwerfen…

Wir haben jedenfalls fantastische Tage auf der Campside und auf dem Gelände verbracht und dem Musikfan brachte das Interesse der Zuschauer für Fußball  auch einen durchaus positiven Aspekt: Wir waren erst fünf Minuten vor dem Omnia Auftritt da und standen in der vierten Reihe und bei Faun hatte ich noch nie soviel Platz wie in Weeze.

Der Rest der Leute war Fußball gucken – in einem speziellen Bunker, mit dicker Leinwand und umso enttäuschteren Zuschauern, die mit dem 2:2 nicht so ganz zufrieden waren…MPS_Weeze_Public_Viewing

Ansonsten war das MPS wie gewohnt friedlich – und das ist es, was mich immer wieder  an diesem Event fasziniert.

Man stelle sich vor, dass sich einige  hundert schwerbewaffnete, völlig unbekannte Menschen treffen. Sie haben Schwerter dabei, Schilde, Keulen und nichts passiert.

Weil alle vernünftig sind.

Man stelle sich ein Fußballspiel   zwischen zwei Dorfmannschaften vor und das dazu nötige Polizeiaufgebot.

Brauchen wir beim MPS nicht!

Mein Engel und ich sind einer Gruppe von Jugendlichen begegnet, deren Köpfe wir  am nächsten Tag bestimmt nicht haben wollten,  und es war echt witzig, was die in ihrer Stimmung so alles anstellen wollten …

Das findest Du nur auf dem MPS!

Cool war jedenfalls Gisis Aktion für die Fußballfans : Live Übertragung der Fußballspiele in einem Bunker auf Großbildleinwand, und, obwohl ich durchaus Fußballbegeistert bin habe ich mich allerdings den fantastischen Klängen von Faun hingegeben.

Das Fotoalbum zu Weeze findet ihr hier!

Drachenosterhasen beim MPS Saisonauftakt in Luhmühlen

Endlich geht es wieder los und die Fangemeinde jubelt. Gisbert Hiller und sein MPS gaben sich auf dem Turniergelände zu Luhmühlen die Ehre und luden zum Saisonauftakt ein. Und die guten Voraussagen für das Wetter bewahrheiteten sich nicht ganz. Ich frage MPS_Luhmuehlen_Satrya_von_Omniamich immer, warum Voraussagen für gutes Wetter oft nicht zutreffen, die für Orkanböen aber immer…

Ich kam erst Freitag Abend an und es wurde langsam dunkel – der Zeltaufbau war nicht ganz so einfach.  ich wusste ja, was mich preismässig so erwartet, wir haben pro Person 15 Euro hingeblättert, dazu 15 Euro für das Auto.

So mancher Camper schluckte und ärgerte sich gewaltig – allein, die Diskussion ist gelaufen und es ist ja auch klar, dass die Einzelposten des MPS sich irgendwie finanziell rechnen müssen.

Dazu kam als Service von der Campside – nichts. Fünf  Dixie Klos ohne Waschgelegenheit und dann noch einmal drei Dixies, wenn man elend lange über einen riesigen Besucherparkplatz

wollte. Eine zweite Campside weiter oben hatte Strom, ob Wasser vorhanden war, weiß ich nicht.

Ich würde dieses Konzept noch einmal wirklich überdenken, zumindest Waschen sollte für die Campsideklos drin sein.

Sie war trotzdem nicht schlecht besucht, hätte aber noch jede Menge weitere Zelter aufnehmen können.

Samstag war es denn endlich soweit: trockenes, leicht windiges Wetter, zuweilen Sonne – das sind keine schlechten Bedingungen. Der Besuch war allerdings nicht dem Wetter entsprechend.

Dabei wurde musikalisch an diesem Tag aufgeboten: Corvus Corax, Kilkenny Band, Mr. Hurley und die Pulveraffen, Das Niveau, und Omnia.

Auch keine schlechte Mischung und mit Corvus Corax und Omnia zwei Hochkaräter dabei!

Mr. Hurley entwickelt sich so langsam zum Publikumsliebling, die Jungs sind ja auch urkomisch. Zur Kilkenny Band ist meine Einschätzung: das MPS ist eine Nummer zu hoch für die Band, oder sie hatten zwei rabenschwarze Tage. Nicht gut performt, nicht gut abgestimmt, nicht gut gesungen und zuweilen die Töne nicht getroffen. Dazu kam, dass einzelne Stücke recht bieder interpretiert wurden.

Wie dem auch sei, der erste Tag war wunderbar und die Händler machten ganz gut Umsatz. Man munkelt, das sogar Schwerter von gewissen Schmieden verkauft wurden. Viel Spaß!

Das Omnia und Corvus Corax wurde ziemlich gut besucht, wobei der Sound vor der Omnia Bühne recht grottig war. Dort erlebte ich auch, dass eine junge Frau mich unwirsch antippte, weil ich – und so locker 300 andere Zuschauer ihr die Sicht auf die Bühne versperrte. Menschen gibt es ….

Ostersonntag! Der Morgen war ein Gedicht, die Sonne kam früh raus, die Nacht zum Sonntag war nicht gerade warm aber nicht so bitterkalt wie die vorherige. Als ich mein Zelt verließ, lag auf den umgebenden Wiesen leichter Bodennebel. Klasse.

Wettertechnisch war der gesamte Sonntag fantastisch und das nutzen viele , um dem MPs einen Besuch abzustatten. Der Turnierplatz ist überregional bekannt und bietet ideale Bedingungen für Veranstalter und Besucher. Der Untergrund ist fest, es gibt massig saubere, fest installierte Toilettenanlagen und vor den zwei Bühnen tummelte sich allerlei musikbegeistertes Volk.

Die Stars des Tages waren – natürlich – Saltatio Mortis und  – der Drachenosterhase daselbst.

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Markteröffnung beim MPS

Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum macht nicht einfach nur die Tore auf und entlässt die Besucher in die phantastische Welt der Fantasy und des Mittelalters – nein,  es findet nach guter Tradition und Sitte immer eine offizielle Eröffnung des Marktes statt.

Bis zum letzten Veranstaltungstag wurde diese Eröffnung durch den Marktvogt und Bruder Rectus vorgenommen.

Wie die Freunde des MPS sicher schon mitbekommen haben, wird der Vogt, gespielt vom großartigen Edwin Ball,  in Zukunft nicht mehr für das MPS zur Verfügung stehen.

Dem Vernehmen nach wird sich “Ede” mehr seiner Familie widmen, der MPS Fan Blog wünscht ihm für die weitere Zukunft viel Glück, Erfolg und Zufriedenheit.

Sein Mitstreiter bei der Markteröffnung ist der ebenso großartige Bruder Rectus, gespielt von Horis El Hamammy, der uns mit seinen frechen und unverschämten Sprüchen so oft Lachtränen in die Augen getrieben hat.

Eine Zeitlang sah es so aus , dass Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS, in Zukunft  komplett auf das Duo verzichtet, aber die internen Schwierigkeiten, die er nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Horis auf einem der Herbst Veranstaltungen hatte, konnten beigelegt werden, so dass uns der freche Bruder zur Freude der Fangemeinde auch in Zukunft erhalten bleiben wird.

Offen bleibt die Frage, wie die Eröffnung des Marktes in 2014 vonstatten gehen wird.

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Feucht von außen und innen – das MPS in Borken

MPS Borken vor der SaMo BühneFreitag Nachmittag machte ich mich auf den Weg zu dem leider für mich in dieser Saison letzten MPS nach Borken.

Zeigte sich das Wetter in meinem Heimatort noch recht freundlich, fing es auf der Fahrt zur Campside leider an zu regnen.

Zum Glück legte sich das wieder, so dass wir die Zelte in Ruhe aufbauen und uns am Grill stärken konnten.

Morgens beim Aufwachen dann allerdings der Frust: Regen ohne Ende. Das erwünschte Frühstück beim goldenen M musste leider ausfallen.

Gisi musste die Campside sperren lassen, die Autos blieben stecken und mussten von mehreren Freiwilligen (Danke an alle, die hier ihre Muskelkraft und ihre saubere Kleidung zur Verfügung stellten, ich hoffe, ihr habt alle gute Waschmaschinen), heraus geschoben werden.

Und einmal mehr zeigt sich, dass die MPS Familie eben doch zusammen hält. Gisbert Hiller hatte für den Sonntag sogar Trecker aus den umliegenden Bauernhöfen organisiert, um die Wohnwagen wieder fahrtüchtig zu machen.

Dann plötzlich gegen Mittag drehte der Wettergott die Wasserhähne endlich zu und wir kamen mit trockener Haut zum Markt.

Trockenen Fußes kann man nicht wirklich sagen, die Schlammpfützen waren groß. Und entgegen der Annahme meiner Begleiter habe ich weder ein Schlammbad an diesem Wochenende genommen noch bin ich in einem der Seen baden gegangen.

Der Markt war wider Erwarten Recht gut gefüllt, zu einem Besucherrekord wird es, denke ich, aber nicht reichen.Jenny_Omnia

Zwischendurch kam immer mal der eine oder andere heftige und weniger heftige Schauer herunter, doch durch die viele Bewegung trockneten die Sachen schnell wieder und es wurde nicht wirklich kalt.

Das Gelände ist weitläufig, doch wunderschön.

Viel Wald, Wiesen und die Seen um das Wasserschloss geben ein idyllisches Bild ab.

Da es der letzte Markt in dieser Saison für mich war, fand man mich eigentlich nur vor der Feuerspektakelbühne, um noch einmal tüchtig zu Saltatio Mortis zu tanzen.

Auch in der Show kam der Spendenaufruf für den Feuerkünstler Abraxaz, zum Abendkonzert (was ich übrigens frech finde, ihnen kein Nachtkonzert zu geben, jawoll!) wurde ihm dann sogar ein Ständchen gebracht.

Vorher hat Lasterbalk eine geharnischte Rede gehalten, in der er sich über die vielen unfairen Kommentare überall im Netz ausließ und das mit einer solchen Intensität an Emotionen, dass nicht nur dem Sänger die Tränen übers Gesicht kullerten…. Wirklich rührend.

Selbst Gisi Hiller war wohl so beeindruckt, dass er den Spielmännern erst mal etwas zu trinken brachte.

MPS Borken - Die CocktailbarUnd danach ging dann richtig die Post ab, ich möchte nicht wissen, wie viel Prozente der sogenannte Elefantentöter hatte. Die Band wirkte danach reichlich aufgedreht.

Und hat, laut Herrn Lasterbalk, das erste Mal die Bühne fast nüchtern verlassen. Die werden doch wohl nicht krank werden?

Zwischen den Sets habe ich die neue Attraktion des MPS ausprobiert, die Cocktailbar. Die Auswahl ist nicht groß, doch ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Und es wird viel experimentiert. Ich kann den Cocktail des Drachen daselbst nur empfehlen. Für alle, die es scharf mögen. Denn der enthält Chili.

Zu späterer Stunde konnte ich noch ein wenig Faun genießen, aber ich denke, darüber wird Tom vielleicht noch etwas mehr sagen.

Ich habe die Band jetzt das erste Mal gehört und denke nicht, dass es das letzte Mal war.

Nach netten Gesprächen und dem letzten Bier war dann leider der letzte Markt der Saison beendet.

Doch nach dem MPS ist immer vor dem MPS und ich werde versuchen, die nächsten 33 Wochen bis zum ersten MPS des Jahres 2014 zu überleben.

32 Wochen, sollte ich es nach Bad Säckingen schaffen, 31 Wochen, zählt man das Festival in der Dortmunder Westfalenhalle mit.

Wohin es auch immer mich treiben wird, Ihr werdet es erfahren.

Bis dahin, gehabt Euch wohl! Ich freue mich, mit Euch nächstes Jahr einen Cocktail zu trinken!

Das Fotoalbum findet ihr hier.

Ein gemütliches MPS in Remeringhausen

Luzi das L von Saltatio MortisKlein, fein und kuschelig – so könnte man das MPS in Remeringhausen beschreiben.

Angesichts des Erfolges von Saltatio Mortis hatte Gisbert Hiller jedem Besucher freien Eintritt gewährt, der am Samstag die neue Scheibe von Saltatio Mortis vorweisen konnte.

Dies, der niedrige Eintrittspreis,  das Wetter und die wunderschöne Location haben dazu geführt, dass der Platz ganz ordentlich gefüllt war, die Händler konnten einigermaßen zufrieden sein, denke ich.

Die Anfahrt war wieder mal nervig, ich habe keine Ahnung, warum momentan alle Autobahnen in Deutschland mit Baustellen zugepflastert werden.

Braunschweiger Freunde erzählten mir, dass sie bei Hannover über zwei Stunden im Stau gestanden haben, ich selbst aber auch etliche Zeit gestanden, dass ist schon ziemlich nervig.

Was mir auf der Campside nicht gefallen hat, war die fehlende Beleuchtung. Zumindest die Toilettenanlage hätte einen oder zwei Lichtschläuche verdient, ich hatte nachts doch einige Mühe den Weg zu finden.

Als Sauberkeitsfanatiker würde ich es auch begrüßen, dass bei vorhandenem Wasseranschluss standardmäßig Gartenduschen bereitgestellt werden, da muss ja kein Riesen Brimborium mit Sichtschutz etc. gemacht werden, die MPS Fans sind nicht gar so prüde.

Ich konnte mir richtig Zeit nehmen, es wurden nur zwei Bühnen bespielt, die Zeiten zwischen den Sets waren recht lang aber ich muss auch nicht jedes Mal beim MPS so ein hin und her Gehetze zum nächsten Gig haben.

Ich hatte also mächtig Zeit für den Markt, habe mir ausgiebigst Dr.Dr.Dr. Bombastus angeschaut (zum Schiessen!), auf der Campside und auf dem Gelände mit Freunden und Bekannten gequatscht und – man höre und staune – drei (!) volle Sets von SaMo angehört.

Das ist neu, soviel habe ich noch nie von denen auf einem MPS gehört – und es hat mächtig Spaß gemacht.

Lasterbalk erzählte die Story von der Hochzeit, die die SaMo Truppe am Donnerstag erlebt hatte – sie waren eingeladen oder engagiert – und er gab wirklich amüsante Geschichten über angebliche Brautjungfern und dem erzwungenen Walzertanz des Lästerlichen zum Besten. Weiterlesen

Das MPS in Öjendorf feiert den Erfolg von Saltatio Mortis

MPS_Öjendorf_saltatio_mortisÜber den Erfolg von Saltatio Mortis und der daraus folgenden typisch deutschen Diskussion habe ich ja schon berichtet.

Das MPS in Öjendorf stand eindeutig unter dem Zeichen des Erfolges der süddeutschen Band – dazu später noch mehr.

Ich hatte mich auf eine stressige Anfahrt eingestellt, aber das mein Navi mich mitten durch Hamburg führen würde – daran hätte ich vorher nicht geglaubt.

Rund um das Maschener Kreuz ging gar nichts mehr, wie mir Freunde berichteten – und mein Navi wusste das wohl, schickte mich durch den Elbtunnel und dann quer durch Hamburg. Ehrlich gesagt, hatte ich unterwegs keinen Blick für die Schönheiten der Elbmetropole, ich war nur genervt vom Verkehr.

Die Campside in Öje ist riesengroß, ich war schon öfter da und es war mal wieder bestens organisiert. Entgegen der Ankündigung von Gisbert Hiller gab es nämlich doch Wasser und Strom, zwei drei Lichtmasten erhellten nachts das riesige Gelände.

Ich habe Freitagabend noch nie eine so gut gefüllte Campside in Öjendorf gesehen – angesichts des recht guten Wetters haben sich doch viele Leute entschlossen, zu kommen, –  und Öjendorf ist definitiv der Saisonhöhepunkt.

Das Veranstaltungsgelände selbst ist riesig,  Gisbert Hiller schreibt, dass das Veranstaltungsgelände die Größe von ca. 20 Fußballfeldern hat.

Wer sich einen Eindruck verschaffen will, was es bedeutet dieses Gelände mit den Buden, Bühnen und Arenen vorzubereiten und zu betreiben, schaut sich das eindrucksvolle Video an, das 2011 entstanden ist : MPS Genesis.

Insgesamt hat Gisbert Hiller fünf(!)  Bühnen bespielen lassen und es kam die Crème de lá Crème der Szene: Saltatio Mortis, Omnia, Faun, The Dolmen (die ihren dritten und letzten Auftritt in diesem Jahr beim MPS gaben), Metusa, Duivelspack, Vroudenspiel, Saor Patrol, Rapalje … Unmöglich alles zu sehen und zu hören.

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