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BraAgas beim Saisonauftakt des MPS in Weeze

Braagas_weezeDas war ein gelungenes Debüt der tschechischen Gruppe BraAgas beim Saisonauftakt des MPS in Weeze! Musikalisch ist das aus meiner Sicht eine absolute Bereicherung für das MPS, leider fanden sich im Schnitt nur wenige Zuschauer zu den Sets ein  – die anderen wussten nicht was sie verpassten.

BraAgas spielt Weltmusik, das Repertoire reicht nach den Angaben auf der bandeigenen Homepage (die sogar teilweise  in Deutsch verfügbar ist) von Süd nach Nord durch das alte Europa. Man hörte slawische, spanische und skandinavische Klänge und jeder der Musikerinnen (und einem Musiker) sind wahre Meister an ihren Instrumenten. Dazu passte, dass sie sich mit Duivelspack abwechselten, die ja auch erstklassige Musiker sind.

Nicht ganz in den Bühnenablauf passte da meiner Meinung nach Das Niveau hinein, aber hier behalte ich meine Meinung lieber für mich.

Ich habe mir natürlich eine von mittlerweile insgesamt 4 CDs gekauft und dies habe ich bisher nicht bereut.  Hätte ich mich besser vorbereitet dann hätte ich mich auf der Homepage von BraAgas über die Titel und den Klang der anderen CDs informieren können und die gesamte Kollektion für 35 Euro gekauft.

Auf

BraAgas beim MPS Saisonauftakt in Weeze

der Website sind nämlich vorbildlicher Weise nicht nur die Texte der einzelnen Lieder JEDER CD vorhanden, sie werden auch noch angespielt. Toll, so kauft man nicht die Katze im Sack.

Natürlich ist Worldmusic nicht gerade der Mainstream auf den MPS Veranstaltungen, hier finden die Vertreter härterer und lauterer Klänge wesentlich mehr Zuhörer als die gemäßigteren Klänge. Reliquiae, die ja meines Wissens nach auch zum allerersten Mal auf einem MPS vertreten waren hatten jedenfalls eine deutlich größere Zuhörerschar. Ich werde si e mir mal in den einen oder anderen Sets anhören, vielleicht revidiere ich ja meine Meinung vom Auftritt im Zoo Osnabrück. Ich denke, Gisbert Hiller hat mit BraAgas einen tollen Griff getan, er hat ja auch ein Gefühl und ein sicheres Händchen  für die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.

BraAgas wird noch dreimal auf dem MPS zu finden sein, und zwar am 6.5. in Ballenstedt und am 08.09. und 09.09. in Remeringhausen.

Leider ist mir am Ballenstedt Wochenende etwas dazwischengekommen, so dass ich sie da nicht sehen kann, aber Remeringhausen steht erst einmal fest auf dem Plan.

So ich hoffe, ihr genießt das Video, wie immer freue ich mich über jeden Kommentar.

Metusa auf dem MPS in Weeze

Odin_von_Metusa_in_WeezeDasMittelalterlich Phantasie Spectaculum in Weeze 20012 ist Geschichte und es gibt heiße Diskussionen über den Standort und das Ambiente. Aber über Eines sind s

Metusa spielt “Der Karmeliter” beim MPS in Weeze

ich nahezu alle einig:  das Angebot von erstklassigen Gruppen ist nicht zu toppen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich Metusa zu einem festen und nicht wegzudenkenden Bestandteil des MPS  entwickelt und sich eine tolle Fangemeinde erarbeitet. Dabei ist die Truppe immer bodenständig geblieben und gibt den treuen Fans einiges zurück. Für mich jedenfalls ist jedes Metusa Set ein tolles Erlebnis und wenn ich kann, besuche ich auch Konzerte außerhalb der MPS Saison.

In diesem Jahr will ich auf meinem Blog auch immer wieder Videosequenzen einzelner Gruppen und Sets veröffentlichen und beginne mit Metusa. Für die Weeze Veranstaltung wird noch eines von BraAgas folgen und außerdem habe ich auch ein paar Eindrücke vom Platz mitgebracht.

Das Video ist am Sonntag Vormittag entstanden, trotz der Sonne war es doch recht kalt und ich habe einige sonnige Abschnitte genutzt um Videoaufnahmen zu machen. Maria war gar nicht sooo begeistert (zunächst) und hatte ihren stattlichen Freund dabei, den ich aber nicht ins Bild genommen habe. (ich übe ja noch Smiley )

Ich hoffe, ihr genießt das Video und bedauert die arme Maria!

Das MPS in Weeze – geteilte Meinungen über den Standort

MPS_weezeIch selbst fand den Standort Weeze ja nicht nur nicht schlecht sondern schlichtweg genial weil er mal richtig schön groß war. Außerdem habe ich mich oft genug beim MPS durch den Schlamm vorwärts bewegt – ich erinnere mich an ein MPS vor einigen Jahren in Bückeburg, da hat Gisi das gesamte Gelände mit Stroh ausgelegt damit man so einigermaßen trocken an den Füssen blieb. Da weiss man nen harten Untergrund echt zu schätzen. Liest man bei Facebook die Kommentare und das Fazit von Gisi findet man auch geteilte Meinungen zum Standort. Zu groß, zu ungemütlich, zu unmittelalterlich sagen einige. Zu laut die Flugzeuge, zu wenige Toiletten zu kalt zu wenig Heerlager sagen andere.

Nun ja, selbst mit einem eingespielten Team hätte ich zum Saisonauftakt an einem neuen Standort einen reibungslosen Ablauf erwartet. Wer im Vorfeld Gisbert Hillers Website verfolgt hat, wird wissen, dass jede Menge organisatorische Änderungen im Team vorgenommen worden – das muss sich logischerweise erst einmal einspielen.

Jedenfalls verspricht Gisi auf der Campsite mehr Toiletten, auf dem MPS Gelände Wickelzelte, Sand auf dem Beton, Stroh und mehr Sonnensegel,  Ausfüllen der Flächen mit bspw. Biergärten, weil der Termin schonIMG_4276 wesentlich früher beworben werden kann erwartet der Veranstalter mehr Handwerker, Stände und Heerlager in 2013.  Jedenfalls macht Gisi genau das, was er schon immer gemacht hat – er reagiert auf die Kritik und die Wünsche seiner Kunden.  Sogar der Shuttle Service soll kostenfrei sein. Jede Menge Veränderungen also, die direkt auf die Wünsche der Gäste zurückzuführen sind und so erleben wir das ja auch seit Jahren – die Veranstaltung wird immer besser ohne die altbewährten Traditionen aufzugeben.

Ich habe jedenfalls schon seit längerem ein Luxusproblem: ich weiß nicht, was ich mir alles anschauen soll, dazu reicht die Zeit eines Wochenendes nun mal leider nicht.  Aber ich hab´s lieber so als schon nach zwei Stunden alles mitgenommen haben was die Veranstaltung zu bieten hat.

Ich habe übrigens auch einen Neuerung für meinen Blog: Neben meinen obligatorischen Fotos habe ich auch Filme erstellt, die ich hier in veröffentlichen werde. Da die Bearbeitung aber doch recht zeitaufwändig ist, bitte ich noch um ein bisschen Geduld. Bis dahin wünsche ich viel Spaß mit meinem Fotoalbum!

Das MPS in Weeze – die Saisoneröffnung ist gelungen!

Fantasy in WeezeJa, das war der angekündigte Paukenschlag, den Gisbert Hiller für die Eröffnung der MPS Saison 2012 in Weeze angekündigt hatte. Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum fand ja zum allerersten Mal in Weeze statt und natürlich war noch nicht alles perfekt, aber wer will das dem Veranstalter verdenken?

Die Campsite war riesengroß und trotz eines heftigen Regenguß  in der Freitagnacht nicht aufgeweicht. Gisi Hiller hatte ja vorher schon geschrieben, dass wir Sandboden haben werden, das nimmt das Wasser nicht auf und es gab keine festgefahrene Wohnmobile oder Matschfüße.

Am Freitagabend liefen überall heftigste Parties, die Mädels und Jungs vom MPS Radio haben so gefühlte 150 Gäste da gehabt, bei den Piraten von den “Schlimmen Schurken” wurde heftigst gefeiert, wir vom MPS Fan Forum haben auch mächtigst gegrillt und die eine oder andere “Wolfstatze” getrunken, – jeder war froh dass es endlich wieder losging.

Vor der Eröffnung am Samstag versuchte das MPS Radio noch einen Rekord: passen 18 Leute in ein Dixie Klo? Ja, es passen 18 Leute rein, nach mehrmaligen “umstapeln” gelang der Versuch. rekordversuch_beim_MPS_in_Weeze

Zur Beruhigung: Das Klo war vorher noch nicht benutzt worden und es war sauber da drin. Ich muss allerdings gestehen, dass ich auf den Schnappschuss des auseinanderplatzenden Dixies gelauert habe Teufel

Das MPS Gelände war hammermäßig groß und weil es nicht gerade kuschelig warm war (vor allem am Sonntag) waren schon nachmittags überall Feuer am brennen.

Jede Menge Sonnensegel schützten zwar nicht vor der Sonne (die war ja kaum da) aber immerhin vor dem Regen. Ab und zu gab es übrigens schon Sonne zu sehen, aber insgesamt war es doch mehr bewölkt und zuweilen kam ein kurzer Schauer herunter. Das war alles gut auszuhalten, schade nur dass dadurch wohl weniger Familien auf dem Platz waren.

Ich persönlich habe mich an den Hangars und Gebäuden nicht gestört, ich habe allerdings auch kritische Stimmen gehört. Vor allem die Weitläufigkeit wurde bemängelt, ein Freund meinte, er habe weder die Waldwesen noch den hässlichen Hans gesehen (ich schon Smiley ). Weil das Gelände so weiträumig war ist er wohl immer an ihnen vorbeigelaufen.

Ich habe mich tierisch auf die neuen Gruppen gefreut und war ganz weg von Braagas – tolle Musik aus der mittelalterlichen Folk Szene. Reliquiae kannte ich schon, das ist nicht so ganz mein Fall. Ignis Fatuu soll klasse gewesen sein – sagen meine Freunde, ich war nämlich nicht da weil ich tierisch müde wurde.

Aber die Möglichkeit bis spät in die Nacht zu feiern wurde mit Begeisterung angenommen, das riesige Gelände war eine einzige Partymeile!

Soweit ich das am Sonntag beobachten konnte kamen ordentlich Tagesbesucher aber wirklich voll werden kann es dort wohl nicht, dazu ist das Gelände zu groß.

Ich habe tatsächlich nichts von Rapalje oder Saor Patrol mitbekommen weil ich Braagas noch einmal hören wollte und wegen des etwas weiteren Anfahrtweges frühzeitig nach Hause gefahren bin.

Aber: ich habe Videosequenzen gedreht, die ich demnächst online stellen möchte und natürlich jede Menge Fotos geschossen – die gibts aber erst morgen.  Sagte ich schon, dass ich das MPS in Ballenstedt kaum erwarten kann?

Soziale Marktwirtschaft–Das MPS zeigt wie es geht

Nur noch wenige Tage bis zur Saisoneröffnung des Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Weeze und in ganz Deutschland freut sich die Fangemeinde auf dieses großartige Event.  Dass das MPS seit Jahren schon völlig unbürokratisch und unkompliziert Freikarten an betreuungsbedürftige Personen samt ihren Betreuern ausgibt ist ja eigentlich schon lange bekannt (auch wenn sich immer wieder Leute darüber beschweren, dass die Karten wieder mal um 2 Euro teurer geworden sind – wo doch sonst der allgemeine Trend dahingeht, dass alles drastisch billiger wird). Jetzt hat sich der Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Spektakulum wieder etwas Besonderes ausgedacht: 5000 Karten an Personen die sich das MPS sonst nicht erlauben können, weil es finanziell nicht passt.

Für die nachfolgende Veranstaltungsorte werden jeweils 1000 Freikarten für Menschen mit wenig Geld:

  • Weeze,
  • Ballenstedt
  • Dortmund
  • Hohenlockstedt
  • Remeringhausen

Ihr glaubt es nicht? Lest selber nach auf der Website des Veranstalters

Dort steht auch, wie man die Freikarten bekommt, einfach eine kurze Mail schicken und begründen, warum man die richtige Person ist und alles weitere wird seinen Weg gehen.

Was unser Gisbert Hiller hier macht, ist wahrlich soziale Marktwirtschaft.

Das MPS 2012–Wenn Du dachtest es geht nicht noch professioneller hast Du Dich geirrt …

Ritterkampf beim MPS 2011 in ÖjendorfEin etwas langer Titel für den Blog Beitrag, zugegebenermaßen. Aber er beschreibt treffend den Stand der Planungen beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) 2012. Das MPS ist unbestritten ein Zuschauermagnet und gleichzeitig ein wirtschaftlicher Faktor geworden, und dies Dank des unermüdlich weiterentwickelten Konzepts dieses grandiosen Events. Nachdem das letzte Jahr wohl einen Beitrag mit dem Titel “MPS – ein Wettlauf mit dem Amtsschimmel” verdient hätte könnte der geneigte Fan ja durchaus die Befürchtung haben, dass das größte reisende Mittelalter Phantasie Spectaculum so langsam den Zenit überschritten hat und mehr auf Schadensbegrenzung denn auf revolutionäre Neuerungen aus ist. Weit gefehlt! Im “richtigen” Leben bin ich Projektmanager (hört hört!) und verstehe was vom Risikomanagement und da muss ich einfach mal konstatieren: Was der Eventveranstalter Gisbert Hiller für 2012 an Maßnahmen und Neuerungen einführt ist etwas für das Lehrbuch! Wetter? Nacht nix ! Neue Locations mit riesigen Gebäuden minimieren nicht nur das Risiko sondern versprechen neue, attraktive Möglichkeiten! Anwohnerbeschwerden? Dann eben nicht in Wohngebieten! Kein Interesse bei der lokalen Bevölkerung oder anscheinend kein attraktiver Platz? Der Harz, der Osten und unsere niederländischen Freunde warten nur auf erreichbare Locations! Neugestaltung und Neuorientierung? Schaut mal auf die Website: Es werden Heerlagerbeauftragte, Pestumzugsbeauftragte, Personalplaner und was weiß ich nicht gesucht? Galoppierende Eintrittspreise? Eine Steigerung von 3 Euro auf die Jahreskarte ist unterhalb der Inflationsrate, trotzdem müssen Personal- und Materialkosten gedeckt werden. Und die Miete für Campsite und Co wird auch nicht günstiger. Also bringt ein Merchandising Konzept (das von den Fans lang ersehnt  wurde!) eine gewisse wirtschaftliche Stabilität. So stell ich mir Unternehmertum vor, das pfiffig ist und nicht auf plumpes kurzfristiges Profitmachen aus ist. So ganz nebenbei wird das MPS immer attraktiver, in Weeze treten neben altbekannten Bands Größen auf wie : Ignis Fatuu, The Moon and the Spirits und Bragaas und die Freunde härterer Klänge können sich auf die junge Band Reliquiae freuen. Wenn das man keinen Umtrunk an der Drachenschänke wert ist! Wir sehen uns doch dort, oder?

Das MPS 2012–Der Countdown läuft

Kartenbild

Nur noch wenige Tage sind es bis zum Saisonauftakt des Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, kurz MPS, in Weeze und langsam steigt die Spannung bei den Fans. Der Veranstaltungsort Weeze steht wohl sinnbildlich für die zahlreichen spannenden Neuerungen, die Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS für 2012 und 2013 vorgesehen hat . In den letzten zwei Jahren hat der findige Gisbert Hiller Veränderungen im Veranstaltungskonzept vorgenommen wie niemals zuvor – jedenfalls aus meiner Wahrnehmung heraus. War die Planung für 2011 anfangs noch der Erfahrung geschuldet, das Wetterkapriolen die gesamte Veranstaltungsplanung und den wirtschaftlichen Erfolg des Events über den Haufen werfen kann (Stürme und Hitze bzw. Kälte und Regenperioden in 2010 haben enormen Schäden angerichtet) entpuppte sich 2011 als das Jahr, das man am Besten mit “Kampf gegen den Amtsschimmel” charakterisieren könnte. Die Antwort auf das Wetterrisiko – weniger ist mehr, keine großflächig angelegten, zentral auf Bühnen ablaufenden Künstlerdarbietungen, dafür publikumsnahe attraktive “Klein”kunsteinlagen ging voll auf- das Publikum gisbert_hiller_thumb5war begeistert. Allerdings lernten die Behörden aus z.T. katastrophalen Fehlentscheidungen anderer, völlig anders gelagerter Großveranstaltungen quasi reflexartig nur eines: Drastische und zum Teil sinnlose Verschärfung irgendwelcher Formalien, wie die Forderung nach Löschtrupps, die Bereitschaft für die Veranstaltung stehen sollen, unsinnige Vorgaben für Geräuschemissionen, Versuche die Veranstaltung zu einer Dorfkirmes zu reduzieren und gegen 23:00 enden zu lassen, damit Otto Normalbürger seine Schlafmütze aufsetzen kann und nach einem Gute Nacht Tee der wohlverdienten Ruhe nach einem anstrengenden Tag ohne von Störungen entfernter Saltatio oder Saor Patrol Klängen gepeinigt zu werden. Aus meiner Sicht hat sich Gisbert Hiller nicht immer diplomatisch vorbildlich verhalten – aber eines muss man ihm lassen, er hat alle Veranstaltungen in 2011 zu einem vollen Publikumserfolg gebracht und für 2012 ein Veranstaltungskonzept vorgelegt, das in der mehr als 20 jährigen Geschichte einzigartig ist. Einen Kompromiss bei Veranstaltungen für 2012 hinsichtlich der – erfolgstreibenden – Klänge zahlreicher Bands gibt es nicht. Zehntausende wollen ihren Spaß und wenn das nicht an den althergebrachten Standorten geht werden eben neue gesucht. Und nicht nur das – mit dem Konzept, Gelände außerhalb von Wohn- Weiterlesen

Das MPS 2011 – ein Jahresrückblick

Tolles Wetter beim Saisonauftakt des MPS  in Gelsenkichen

In diesem Jahr ist es mir gelungen, bei sage und schreibe elf Veranstaltungen des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums dabei zu sein.  Um es vorweg zu nehmen: Es war ein denkwürdiges und gelungenes Jahr und hatte nur einen Nachteil – es war viel zu schnell rum! Wer hätte außerdem am Anfang des Jahres gedacht, dass wir in 2012 den einen oder anderen Veranstaltungsort verlieren würden – und so tolle neue dazubekommen würden? ich nicht. Seit mehr als zehn Jahren besuche ich das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, damals eigentlich nur in Bückeburg, danach immer mehr Veranstaltungsorte und seit 2010 übernachte ich regelmäßig auf der Campsite. Seitdem vergeht die Zeit zwischen den Saisons quälend langsam. Was lief gut, was lief weniger gut und was waren die denkwürdigen Momente?

Zunächst einmal war der Saisonauftakt genial – strahlendes Wetter, Besuchermassen,  das Gelände war einzigartig. Schön groß, mit einem Hügel und jeder Menge Schatten. Die Campsite war prima und für die campenden Besucher waren sogar im nahegelegenen Freibad die Duschen geöffnet. Die erste Veranstaltung lief gleich mit den Lieblingen des MPS: SaMo, Rapalje, Saor Patrol, Faun, Metusa, alle waren dabei und die “Kürzungen” im Showprogramm, die Gisbert Hiller aufgrund der katastrophalen Saison 2010 angekündigt hatte, waren durchaus nicht spürbar. Als Ersatz für viele nicht engagierte Kleinkünstler trieben jetzt kleine Gruppen direkt auf dem Gelände ihren Schabernack mit dem Publikum und das war eher eine Bereicherung denn eine Kürzung. Als wir nach Hause fuhren waren wir schon richtig heiß auf die nächste Veranstaltung. Die ersten Veranstaltungen brachen Rekorde: von MPS zu MPS vermeldete

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Metusa im Bambi Galore in Hamburg

Dominik der Saitenreiter von MetusaTaverna Cerritus, ein Projekt in Hamburg, das immer wieder Livemusik der Mittelalterszene auf die Bühne bringt, hatte am Freitag Metusa ins Bambi Galore in Hamburg  eingeladen, so um die 150 begeisterte Fans feierten ihre Band. Die Location war prima, nicht zu klein und nicht zu groß so dass die ganze Zeit Partystimmung herrschte .

Als Rahmenprogramm hatten sich die Veranstalter den Auftritt der Gruppe Narrenbart sowie des Tänzers McRogan ausgedacht. Zum 5 jährigen Geburtstag von Taverna Cerritus sollte wohl auch groß aufgefahren werden. McRogan kenn ich ja von den verschiedensten MPS Veranstaltungen, es war wie immer beeindruckend was er da auf die Bühne brachte- höchst professionell und schön anzusehen. Was Narrenbart allerdings dem Publikum anbot war ziemlich grausam. Ich habe mal versucht über die Gruppe etwas zu googeln und damit ein bisschen mehr Hintergrundwissen zu bekommen.Viel ist hier nicht zu finden.  Die Website führt 10(!) Bandmitglieder auf (es war auch ziemlich voll auf der Bühne).

Linchen von Narrenbart

Mir hat die Gruppe immer dann einigermaßen gefallen – wenn sie nicht gesungen hat und nur instrumentelles gebracht hat. Ihre Musikinstrumente konnten sie also spielen. Beim Singen dominierten die Stimmen der männlichen Bandmitglieder – und die waren nach meinem Geschmack nicht gut. Viel zu viele Töne wurden nicht getroffen, der Bass des Sängers im Gegenpart zur Stimme der Sängerin war völlig unpassend und mehr Gebrumm als Gesang  und sie versuchten nahezu jederzeit die gesamte Band zu präsentieren.

 

Ich habe im Januar ein Gespräch bei Facebook mit Danny Weiler von Narrenbart geführt, der versucht hat mir die Situation zu erklären. An diesem Abend gab es erhebliche Probleme mit der Tontechnik, so war das Mikro von Danny nicht offen und es mussten halt die Bandmitglieder einspringen, die gar nicht für Gesang vorgesehen sind.  Das erklärt natürlich so einiges und ich freue mich darauf meinen Eindruck korrigieren zu können. Das wird schon bald der Fall sein, am 17.3. findet im Cantonium das Burgfest V statt, wo Narrenbart und Reliquiae auftreten. Danny hat mir ein Interview zugesagt, ich hoffe mir kommt nix berufliches dazwischen. Also freut euch schon mal auf das Interview und den Bericht!

 

Es gab während des Auftrittes also keine Höhepunkte, keine Action und irgendwie auch kein Zusammenspiel. Schade eigentlich, denn mit Linchen haben sie ja durchaus einen schillernden Blickfang die auch Action bringen kann.

Hoffentlich haben sie sich bei Metusa mal die ein oder andere Technik abgeguckt: Meistens spielt Dominik ja den Vorreiter und erzählt Geschichten, rutscht auf den Knien auf der Bühne rum oder macht Scherze mit Anja. Oder eben Anja spielt sich in den Vordergrund und lenkt die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Oder eben halt immer wieder mal andere Bandmitglieder.

Narrenbart spielte etwa eine Stunde, die Stimmung stieg dann so langsam an und endlich – gegen 23:00 Uhr – kam Metusa. Die ersten Lieder waren dann gleich von den Darbietungen McRogans begleitet und der Platz vor der Bühne wurde eng – ich konnte aber immerhin noch tanzen.

Metusa spielte so ziemlich alles was das Publikum so gerne mag- von “Als ich Samstag Nacht nach Hause kam… bis zur Piratenseele (die selbstverständlich gerade in Hamburg nicht fehlen darf!) war mal wieder alles dabei. Das Publikum nahm es dankbar auf und sang mit und tanzte natürlich auch.

Klasse war die gemütliche Atmosphäre im Bambi Galore, Metusa ist ja nun mal (noch) nicht eine Band, die mal eben 400 Fans anzieht, egal wo sie auftreten. Aber sie verlieren nie die Nähe zu den Fans – und man sieht hier immer wieder gleiche Gesichter, Metusiasten halten eben ihrer Band die Treue!

Man darf bei Metusa auch nicht vergessen, dass alle Auftritte in der Freizeit stattfinden, die Bandmitglieder sind nämlich berufstätig. Katja erzählte mir vor dem Auftritt, das ihr gesamter Jahresurlaub (und noch viel mehr) für Bandauftritte draufgegangen ist. Die Truppe ist am Freitagmorgen aus Süddeutschland nach Hamburg aufgebrochen – mit dem Auto – und fährt am Samstag weiter zum Auftritt in Berlin. Wahnsinn!

Ich hoffe, diese Begeisterung hält bei unseren fünf  Musikern noch lange an, ich würde nämlich sehr gerne noch ein weiteres Album von denen auf die Ohren bekommen!

Ich habe jede Menge Freunde und Bekannte von diversesten MPSssen und aus den Foren getroffen, die schönste Überraschung waren Detlef und Steffi, die einen kurzen Rapalje – Zwischen – Stopp bei Metusa in HH eingelegt hatten und sich spontan entschieden hatten zu kommen. So, konzertmässig ist es das wohl gewesen für mich in diesem Jahr (seufz!) aber dafür wächst die Vorfreue auf 2012. Wir sehen uns! Das Fotoalbum findet ihr hier!

Faun im Rosenhof Osnabrück

Niel Mitra von der Gruppe Faun

Die Zeit zwischen den MPS Veranstaltungen nutze ich gerne um meine Lieblingsgruppen in den Konzerten zu besuchen, die Stimmung ist natürlich eine andere, die Akustik oft einzigartig und  es sind oft wunderschöne Erlebnisse. Gestern habe ich meine Lieblingsgruppe Faun im Rosenhof in Osnabrück auf ihrer Eden Tour besucht.

Ich weiß nicht, wie die das aushalten: Heute in Osnabrück, morgen in Kaiserslautern, übermorgen in Köln und so geht das jeden Tag.

Fiona Rüggeberg sagte mir mal nach einem Faun Konzert, manchmal wisse sie gar nicht wo sie ist wenn sie aufwacht , in Wuppertal oder doch schon woanders?

Ganz schön anstrengender Berufsalltag!

Umso erstaunlicher ist es was die 5 Musiker an Feuerwerk auf der Bühne abziehen. Das war mal wieder ganz fantastisch was das geniale Osnabrücker Publikum da gestern erleben durfte.

Aber der Reihe nach. Oli Satyr kündigte als Vorgruppe die US amerikanische Gruppe  In Gowan Ring – ein wunderbares Duo das später von Oli und Rüdiger unterstützt wurde.

Die Einstimmung war perfekt – Faun hat während der Eden Tour durch ganz Deutschland immer eine Vorgruppe spielen lassen, in Hamburg war es Trobar de Morte, sowohl In Gowan Ring als auch Trobar de Morte passen vom Musikstil sehr gut zu Faun. Ich hatte gelesen, dass irgendwo auch mal Vermaledeyt mit aufgetreten ist, das konnte ich mir eigentlich gar nicht vorstellen. Aber da ich dieses Konzert nicht gesehen habe enthebe ich mich natürlich jeglichen Urteils. Wie dem auch sei, nach einem kurzen Set von In Gowan Ring war endlich Faun dran und da ich sie im Grünspan gesehen hatte, wusste ich was kommt: bei den ersten beiden Liedern wurde der Blick auf die Gruppe durch In Gowan Ring einen halbdurchsichtigen Vorhang verhüllt. Fiona und Rairda stellten durch ein Schattenspiel eine vierarmige Göttin dar, die auf dem Vorhang vergrößert zu sehen war. Ich weiss nicht, ob die Darstellung so beabsichtigt war, das tatsächlich Durga, die indische Urgöttin dargestellt werden soll – Faun bringt ja durch Musikauswahl  und Sprache immer wieder den mystischen Aspekt ihrer Kunst in den Fokus der Betrachtung.

Wie dem auch sei: die Anspannung nun endlich die heiß ersehnte Gruppe zu sehen löste sich schon beim allerersten Lied in frenetischen Jubel, diese Superstimmung hielt bis zum Schluss an und steigerte sich zwischendurch. Unsere Faune gaben diese  Stimmung 1:1 zurück: Oli Satyr heitert das Publikum j zwischendurch immer mal mit Anekdoten und kleineren unschuldigen Anspielungen auf, Rüder Maul übertraf sich selbst, so habe ich in eigentlich noch nicht erlebt: er zeigte dem Publikum dass er durchaus auch mal ein wenig aggressiver auf Drums hauen kann. Es klang trotzdem toll und passte wunderbar in das Gesamtklangbild. Ich habe ja schon ein Konzert der Eden Tour und viele viele Live Konzerte in diesem Jahr gehört und höre seit Wochen – sehr zum Entsetzen meiner näheren Umgebung – die Eden CD (mein Arbeitskollege stöhnte letztens als wir zusammen Auto fuhren” Nicht wieder Faun …”) – trotzdem waren viele Lieder anders präsentiert, mal launiger, mal mit einem Tick Aggressivität, mal mehr sanfter als ich sie kenne. Es war also – kurzum – ein gänzlich “neues” Konzerterlebnis.

Rairda versprühte wieder mal Energie und verzauberte durch die wunderschöne Stimme. Sie ist einfach ein Geschenk für mich, wenn sie singt kann ich mich fallenlassen. Fiona entzückte mit einer perfekten Klangdarbietung, ich denke, hätte ich das als Kind gehört hätte ich mich nie gegen den Blockflötenunterricht gesträubt.

Ich muß noch ein Wort zum Publikum verlieren. Es waren etwa 300 – 400 Leute dort und alle waren in bester Feierlaune. Bei den liedern wurde mitgeklatscht, getanzt und nach den Stücken brach ein Jubel aus den ich so noch nicht erlebt habe. Osnabrück ist klasse, das habe ich am Anfang des Jahres schon beim Rapalje Konzert erleben dürfen!

Insgesamt ging das Konzert viel zu schnell zu Ende, obwohl das Publikum die Faune mal wieder “genötigt” hatte Zugaben zu spielen. Der Abend war für mich mal wieder unvergesslich, die 140 KM Autofahrt habe ich gerne in kauf genommen. schade das ich Faun erst im nächsten Jahr in bremen wiedersehen werde – ich freue mich jetzt schon drauf!

Das Fotoalbum zum Konzert findet ihr hier!