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Bückeburg

Das MPS in Bückeburg–die Wettergötter müssen verrückt sein!

Dolmen_Bueckeburg_2014Ich gehe seit 14 Jahren regelmäßig zum MPS in Bückeburg – aber dass, was sich an diesem Wochenende dort abgespielt hat, ist absolute Premiere.

Ich denke, Gisis Truppe hat noch kein MPS erlebt, das unter solch widrigen Bedingungen aufgebaut wurde. Die ganze Woche hat es immer wieder Starkregen gegeben, die Fahrzeuge konnten nicht aufs Gelände und das Zeuchs musst  per Hand auf den Platz getragen werden.

Gut, das gab es immer wieder mal, aber das Gelände war teilweise total abgesoffen und irgendwelche Vollpfosten hatten den riesigen Komposthaufen angezündet, so dass das Gelände auch noch bespielbar gemacht werden musste.

Ich habe vor drei Jahren erlebt, wie die untere Campside abgesoffen ist – und Gisi hat seine Lehren daraus gezogen.

Rindenmulch wurde kubikmeterweise aufgefahren, kritische Bereiche wurden per Flatterband abgesperrt.

Teile der unteren Campside erinnerten mich verdammt an bestimmte Gegenden im Teufelsmoor, eine riesige Moorlandschaft, in der der Legende nach mal eine ganze Einheit Wikinger versunken ist.

Das ist wiederum auf der Campside nicht geschehen, obwohl des Abends die ein oder andere wikingerähnliche Gestalt auch dahingesunken ist, nämlich bier- und weinseeligerweise in den Schlafsack im eigenen Zelt.

Gisi hatte angekündigt, nur die obere Campside würde nachts durchgehend beleuchtet, das war allerdings ein Witz. Zwei kleinere Lichtmasten erlaubten eine Art Orientierung, die Toiletten am Ausgang lagen wiederum im Dunkeln und hatte kein Wasser.

Mittlerweile verdient die Campside diesen Namen nicht mehr, es ist ein Wiese, auf der man campen kann. Viel zu wenig Dixies, zum Teil ohne Wasser, die Hygiene nach dem supergut besuchten Samstag ließ ebenfalls arg zu wünschen übrig, das war nicht o.k.

Dafür war das Programm auf dem Platz mal wieder grandios. Gisi hatte Bands vom Feinsten eingeladen.Mirabilia beim MPS in Bückeburg

Es passiert genau nur drei mal in dieser Saison, das  die geniale Band  The Dolmen auf dem MPS gastiert – in Hohenweststedt, in BüBu und in Öjendorf.

Für mich unverständlich – vor zwei Jahren haben sie sich hier eine stetig wachsende Fangemeinde aufgebaut, zogen die Massen vor die Bühnen und seit letzem Jahr ist Schluss, nur noch drei Auftritte. dabei wurden sie damals als DIE Entdeckung des MPS gepriesen, traten in der Dortmunder Westfalenhalle auf,. selbst das war ihnen nicht vergönnt in diesem Jahr.

Aber sie waren beim Midzomer Festival, werden auf dem Castle Fest auftreten. Schade schade,  eine Band mit einem Spektrum von Pagan, metallige Klängen, Piratensongs und Folk passt meiner Meinung nach sehr gut zum MPS und bringt mehr Abwechslung als noch eine weitere Band mit Irish Folk Songs.

Aber sicher ist das auch eine Frage des Preises, denn Qualität kostet eben immer ein bisschen mehr.

Ansonsten war der Samstag was die Bands betrifft vom Feinsten: der Publikumsliebling Saltatio Mortis zog buchstäblich tausende in den Bann, Omniatrat auf, Faun gab sich die Ehre, dazwischen Saor Patrol mit den wundervollen Tribal Tänzerinnen von Mirabilia,  tja und dazwischen jede Menge Showprogramm.

Ars Equitandi, Fictum, Pestumzug, Der Tod, Der Hässliche Hans trieb sich rum, dann Bruder Rectus mit Schwester Karma und Schwester Sutra, tausende begeisterte Leute auf dem Platz, supertolles Wetter, jede Menge Fressalien, jede Menge Köstlichkeiten zu trinken – Bier, Wein, Met, Kaffeespezialitäten, Teehaus — für jemanden der noch nie das MPS erlebt hat,  muss das überwältigend sein.

Dazwischen jede Menge aufwändig gewandete Besucher, Tribal Dance Gruppen wie die wunderbaren Mädels von Mirabilia, Gerüche, Geschrei, Jubel von den Fans vor den Bühnen, Gelächter vom Publikum vor den Gauklerbühnen, abends eine atemberaubende Feuershow, wo sich Menschen als Spinnen verkleiden, dazwischen ein Pestumzug, Kinder auf den Strohspielplätzen, dem riesigen Bällebad – das, ja das ist das Flair vom MPS.

Mein Schwägerin war Ork beim MPS in Bückeburgzum allerersten Mal beim MPS – und hat damit meinem Bruder eine ganz außergewöhnliche Freude bereitet – und was soll ich sagen, sie ist infiziert.

Der nächste MPS Besuch ist schon in Planung. Remeringhausen soll es sein!

Nun ist meine Schwägerin – und ich auch  – rechtzeitig aufgebrochen, um nicht die große Sintflut des Sonntag nachmittags in Bückeburg zu erleben. Da knallte es nämlich nochmal so richtig nieder und versenkte wiederum das Auto meines guten Bekannten Ralf R. in  einem rasch entstehenden Sumpf.

Wer ist Ralf? Ganz einfach, der Typ mit dem meist fotografiertesten Auto in Bückeburg vor zwei Jahren.

Da steckte er  -im Sumpf. Weil Ralf ein Typ ist, der sich nicht vom Regen schocken lässt.

Gisi übrigens auch nicht: er hatte ein Public Viewing vor dem Mausoleum organisiert und der geneigte MPS Besucher konnte auch noch die Weltmeisterschaft der DFB Auswahl feiern.

Das MPS ist eben nicht unbedingt authentisch, aber fantastisch.

Man muss übrigens nicht so lange wie meine Schwägerin auf das nächste MPS warten .

Das ist nämlich schon an diesem Wochenende, wiederum in Bückeburg und wiederum mit einem Programm das pickepackevoll ist.

Ich werde mir die geniale Markteröffnung meines geliebten Bruder Rectus anhören, mir das Bruchenballturnier und die genialen Fechter von Fictum reinziehen und jede Menge Bands sind da, die mich erwarten: Rapalje, Cultus Ferrox, Metusa, Corvus Corax etwa …

Wir trinken doch zusammen ein Horn vor der Saor Patrol Bühne und bestaunen die Mädels von Mirabilia, oder? In diesem Sinne: Gehabt Euch! Das Fotoalbum gibt es morgen!

Von Rittern, Helden und anderen lieben Menschen

Von Rittern, Helden und anderen lieben Menschen

MPS Bückeburg 2013 HeerlagerDas Wochenende in Bückeburg startete für mich leider erst nach der Arbeit um 15.00 Uhr. Bis dahin mussten sich meine Kollegen mit einer ziemlich aufgedrehten Savi abfinden. Ich glaube, sobald ich das Haus verlassen habe, ein erleichtertes Aufatmen gehört zu haben, gefolgt von den Worten „Endlich ist sie weg!“

Es folgte noch eine ellenlange Bahnfahrt, die ich zum Glück ab Duisburg nicht allein bestreiten musste, denn Andreas hatte sich dazu gesellt und so wurde die Fahrt doch recht kurzweilig.

In Minden holte uns dann, Odin sei Dank, Tom ab und ersparte uns so lästiges Umsteigen mit dem ganzen Gepäck.

Dank Toms Bleifuß war die Campside schnell erreicht. Wir fanden einen wunderschönen Platz, konnten die Zelte aufbauen und dann endlich den Grill anschmeißen.

Später am Abend bekamen wir noch liebe Gesellschaft von zwei Schweizern, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Sie schlugen ihr Heim neben unserem auf und bereicherten so die Runde.

Natürlich durfte zu späterer Stunde die obligatorische Gang über die Campside nicht fehlen. Hierbei auch wieder nette Leute getroffen, wobei sich eine Dreiertruppe junger Männer sofort in mein Herz geschlichen hat. Denn die hatten doch tatsächlich mein heißgeliebtes Odin dabei! Fantastisch, diesen herrlichen Trunk schon vor Marktbeginn zu genießen.

Zu späterer Stunde machte ich noch Bekanntschaft mit einem Kaninchenloch, das dafür sorgen sollte, dass ich einmal mit einer ganz neuen Einrichtung des MPS Bekanntschaft schließen würde. Aber dazu später mehr.

Samstag Morgen gab mein Zelt seinen Geist auf und war nicht mehr zu gebrauchen. Irgendein Verlust ereilt mich auf dem MPS immer, dieses Mal war es also meine Unterkunft. Scheint ein Fluch auf mir zu lasten, denn wenig später ging auch noch meine Kamera zu Bruch. Nun gut….Nachdem der Tag so mies begonnen hatte, konnte es eigentlich nur noch besser werden.

Dachte ich, aber bekanntlich kommt es immer anders als man denkt.

Besagtes Kaninchenloch von letzter Nacht hatte nämlich dafür gesorgt, dass ich mir den Zeigefinger der rechten Hand massiv verletzt hatte. Soviel Odin konnte ich zu so früher Stunde nicht trinken, also ging ich meinen Begleitern mit meiner Jammerei ziemlich auf die Nerven, was Andreas dazu veranlasste, mich während der Markteröffnung zu verlassen, einmal quer über das ganze Gelände zu rennen und mit einem Sanitäter im Schlepptau wieder zu kommen. Und dieser brachte eine herrliche Eispackung mit, was dem Finger etwas die Schmerzen nahm. Seitdem habe ich einen neuen Helden. Weiterlesen

Piratenhochzeit beim MPS in Bückeburg

Piratenhochzeit beim MPS Der Kampf gegen die Folgen des katastrophalen Dauerregens auf dem Gelände des MPS zu Bückeburg,  er wurde letztendlich gewonnen.Ich bin ja bekanntlich zwischen den zwei Veranstaltungswochenenden nach Hause gefahren und habe mein Zelt auf der Campsite stehen lassen. Einige Mitglieder der Wolfstatzen hatten eine Woche Urlaub verbringen wollen  und haben auf mein Zelt aufgepasst. Unsere Tatzen waren zunächst zahlreich vertreten und wir haben mit Andeas aus Bochum wohl erneut jemanden mit unserem Getränk begeistern können. Wär schön, wenn Du wieder bei uns lagerst!

Das schlechte Wetter war jedenfalls Geschichte und das MPS konnte mit den gewohnten Attraktionen aufwarten, der Platz war gut gefüllt und am Sonntag bei strahlenden Sonnenschein brechend voll. Es war mal wieder ein klasse Erlebnis, ich habe viele alte und neue Bekannte wiedergetroffen und mal wieder jede Menge vor der Dolmen Bühne getanzt. Ich hab leider wieder nicht The Moon and the Nightspirit anhören können weil einfach wichtigere Dinge anlagen – irgendwann werd ich auch darüber berichten können.

Die neuen Camper wurden direkt auf dem Platz vor dem Gelände ausgelagert weil am Freitagabend kein Durchkommen Site der letzten Woche möglich war. Es hat doch einer versucht – das war das meistfotgrafierteste Auto des MPS weil es direkt vor dem Eingang zu alten Campsite stand – und zwar im Matsch. Keine Chance da rauszukommen. Der Besitzer versicherte mir, er wollte eh bis Montag bleiben und entweder ist der Platz dann soweit abgetrocknet dass er den Wagen rausfahren kann oder aber ein Bauer soll helfen. Naja, die Ruhe möcht ich auch mal haben.

Der Samstag war Wahnsinn, das Wetter hielt, ich war mit tollen Freunden vor den Bühnen und ich habe den Tag sehr genossen. The Dolmen lässt sich vom MPS nicht mehr wegdenken und sie erfreuen sich immer mehr Fans. Dabei ist die Truppe nach JEDEM Set vor der Bühne, geht auf die Zuschauer zu, spricht sie an, erklärt und gibt tolle Hintergrundinfos zu den einzelnen Stücken. Toll!  Übrigens: In Öjendorf werden sie ihr bis dahin produziertes Songbook mitbringen, mit allen Texten. Wer also noch mehr mitsingen will sollte unbedingt nach Hamburg kommen.

Zu Metusa gibt es etwas zu erzählen: Dominik probierte mal wieder zusammen mit dem Publikum die dreihuntertste  Version von “Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren” aus. Das funktioniert so: Einer schlägt eine Melodie vor, also etwa den Yankee Doodle, und die Band versucht dann das Lied nach dieser Melodie zu spielen. Zum Brüllen! Dominik war Teil einer Bruchenballmannschaft und hat zum Spiel das halbe Publikums des Sets mitgebracht. Zu meiner Schande muss ich gestehen, das ich weder dabei war noch Fotos gemacht habe, ich hatte anderes im Kopf. Witzigerweise hat Dominik für seine Mannschaft den Punkt beim Spiel gemacht.

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Das MPS in Bückeburg – das erste Wochenende war `ne Wucht!

Jenny von Omnia  beim MPS in Bückeburg

Das war wieder eine Riesensause in Bückeburg – trotz des schlechten Wetters. Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS,  hatte hochkarätige Musikbands präsentiert und die Zuschauer dankten es ihm trotzt des, sagen wir mal, suboptimalen Wetters. Immer wieder ging ein kurzer  Schauer herunter, dazwischen lagen allerdings längere sonnige Phasen. So richtig nass geworden bin ich eigentlich nicht, schließlich hatte Hiller überall Sonnen- oder sollte ich besser Regensegel? aufgestellt und das Gelände ist ja reichlich mit Bäumen bestanden, so dass man einigermaßen geschützt ist. Ich habe wieder mit den MPS Fans von den Wolfstatzen gecampt, von unserer Truppe ist die ganze Woche jemand vor Ort.

Mittlerweile sind die Wolfstatzen international geworden: 3 unserer niederländischen Freunde waren da, wir haben noch eine Belgierin in den Reihen, so langsam wächst die Truppe.

Christian und Claudia, die ich in Dresden kennengelernt habe feierten  mit uns, wenn sie sich entschließen unserem Forum beizutreten wären das die östlichsten Vertreter der Tatzen.

Zum ersten Mal war die Campsite kostenpflichtig, ich habe für s campen 5 Euro und ebenso viel fürs Parken ausgegeben. Gisi hatte eine Weide rechts neben der früheren Campsite gepachtet, die war  riesig. Ich hatte den Eindruck,  dass die Campsite diesmal weniger gut besucht war, das kann aber auch an der Größe des Geländes gelegen haben.

Als ich eintraf, waren die Piraten von den Schlimmen Schurken schon fertig eingerichtet und beim MPS Radio war man auch gut beschäftig. Der einzige Lärm kam allerdings von der Straße, die ist ziemlich gut befahren und weil wir wegen der Nähe zum Stromgenerator am Rand der Wiese campen mussten habe ich das also die ganze Nacht mitgekriegt.  Der Freitagabend ging gut los, unsere niederländische Wolfstatzen Fraktion hatte den bestellten Honigrum mitgebracht und ich muss sagen, der hat schon ein gewisses Kaliber mit einer urplötzlichen Wirkung.

Unsere alte Bekannte Wahya hatte bei uns im Forum angekündigt, dass sie Schaukampftraining machen würde, also hab ich mal flugs zwei Schaukampfschwerter mitgebracht. Patrick, unser niederländisches Kampfschwein ist ein echter Krieger: ich habe null Chance gegen ihn im Fechten und selbst wenn ich mit der Hellebarde auf ihn losgehen gewinnt er immer. Nun haben Wahya und ich zu zweit auf Patrick eingedroschen, naja mehr oder weniger. Er hat sich mit der Hellebarde verteidigt – oder vielmehr kurz die Schläge abgewehrt um dann locker zum Angriff überzugehen. Muss ich erwähnen dass ich eine Schramme am Knie und einen leichten Schnitt an der Hand habe? Verursacht wurde  das aus einer Mischung von Kampftechnik, Honigrum und Jever …

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Das MPS 2011 – ein Jahresrückblick

Tolles Wetter beim Saisonauftakt des MPS  in Gelsenkichen

In diesem Jahr ist es mir gelungen, bei sage und schreibe elf Veranstaltungen des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums dabei zu sein.  Um es vorweg zu nehmen: Es war ein denkwürdiges und gelungenes Jahr und hatte nur einen Nachteil – es war viel zu schnell rum! Wer hätte außerdem am Anfang des Jahres gedacht, dass wir in 2012 den einen oder anderen Veranstaltungsort verlieren würden – und so tolle neue dazubekommen würden? ich nicht. Seit mehr als zehn Jahren besuche ich das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, damals eigentlich nur in Bückeburg, danach immer mehr Veranstaltungsorte und seit 2010 übernachte ich regelmäßig auf der Campsite. Seitdem vergeht die Zeit zwischen den Saisons quälend langsam. Was lief gut, was lief weniger gut und was waren die denkwürdigen Momente?

Zunächst einmal war der Saisonauftakt genial – strahlendes Wetter, Besuchermassen,  das Gelände war einzigartig. Schön groß, mit einem Hügel und jeder Menge Schatten. Die Campsite war prima und für die campenden Besucher waren sogar im nahegelegenen Freibad die Duschen geöffnet. Die erste Veranstaltung lief gleich mit den Lieblingen des MPS: SaMo, Rapalje, Saor Patrol, Faun, Metusa, alle waren dabei und die “Kürzungen” im Showprogramm, die Gisbert Hiller aufgrund der katastrophalen Saison 2010 angekündigt hatte, waren durchaus nicht spürbar. Als Ersatz für viele nicht engagierte Kleinkünstler trieben jetzt kleine Gruppen direkt auf dem Gelände ihren Schabernack mit dem Publikum und das war eher eine Bereicherung denn eine Kürzung. Als wir nach Hause fuhren waren wir schon richtig heiß auf die nächste Veranstaltung. Die ersten Veranstaltungen brachen Rekorde: von MPS zu MPS vermeldete

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Das MPS in Bückeburg II – nochmal Schwein gehabt!

Der WESER KURIER, eine lokale Zeitung in Bremen meldet heute am 26.7.2011: Festivals ertrinken im Regen. In ganz Norddeutschland mussten zum Teil große Festivals aus wettertechnischen Gründen abgesagt werden. Für das Searock Festival in Bad Doberan wurden im Vorfeld 11.000 (!) Karten verkauft, es musste abgesagt werden. O-Ton des Veranstalters :

 

“Liebe Festivalbesucher, liebe Freunde, liebe Medienpartner, es wäre ein so großartiger Start für das SEAROCK Festival geworden! Bereits über 11.000 Tickets wurden im Vorverkauf für das Open Air am Meer verkauft! Wir sind daher untröstlich, aufgrund der extremen Wettersituation das komplette Festival absagen zu müssen! Seit 30 Stunden Starkregen und Sturmböen bis zu einer Stärke von 9 machen eine Durchführung jedoch unmöglich!” Quelle : http://www.searockfestival.de/)

Andere Festivals hatten mehr Glück: Trotz Schauderwetter kamen zum “Baltic Open Air” in Schleswig mehrere tausend Besucher. Joe Cocker wird im WESER KURIER zitiert” Seit 45 Jahren komme ich nach Europa und es regnet immer noch!”

So gesehen haben wir in Bückeburg mit dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum ® nochmal mächtig Schwein gehabt: Der Samstag war zwar windig aber trocken. Nun ist aber mal Schluss mit dem “Schietwedder” – Karlsruhe nächste Woche wird bestimmt warm und trocken sein!

 

Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum ® in Bückeburg – Mirabilia verzaubert die Menge

Mirabilia - eine wunderschöne Tribal Formation verzauberte das Publikum Gisbert Hiller, der Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Spechtaculum ® hat es nicht leicht: Im Vorfeld der beiden Bückeburger Veranstaltungen gab es – wie berichtet – reichlich Ärger mit den Behörden und es sah fast so aus, als ob die Veranstaltung auf der Kippe steht. Dann gab es einen Besucherandrang am Samstag in  der letzten Woche der angesichts der Wettervorhersagen nicht zu erwarten war, einen leicht regnerischen Sonntag letzte Woche und an diesem Wochenende wurden Wilhelm - mein neues Wahrzeichenwir von absoluten Mistwetter geplagt. Vorweg: Der Veranstalter hatte die organisatorischen Schwierigkeiten des letzten Wochenendes erkannt und vorbildlich darauf reagiert. Es gab zwei Flutlichtmasten auf dem Zeltplatz, die Toiletten wurden mehrfach am Tag gereinigt, die Anzahl vergrößert und es wurden Wassertanks zum Händewaschen aufgestellt. Leider blieb der Besucheransturm aus, was sicherlich am Wetter lag: Wir hatten Schwierigkeiten die Zelte aufzustellen.Gut das mein ganzer Stolz – ein massiver Faltpavillon – so stabil ist, der Wind wehte kräftig. Nun zeigte sich, dass mein Erlebnis in Hamburg Bahrenfeld zu etwas Nütze war, der Pavillon und mein Zelt wurden mit stabilen, extra gekauften Zeltnägeln gesichert und ich hatte keine Probleme mit dem Wind. Samstag Nacht wurden übrigens ein paar Zelte umgeweht – das war schon teilweise Sturm was am Wochenende über uns hinweg zog. Ich habe ein neues Erkennungszeichen aufgestellt – ich darf auf dem Foto rechts vorstellen: Wilhelm the Conqueror, jedenfalls das, was von ihm übrig blieb. Wenn ihr in Zukunft diesen Pfahl auf dem MPS Zeltplatz seht, bin ich da und am Zelt. Am Samstag klarte der Himmel leicht auf und Weiterlesen

Bückeburg I: Am Samstag spielte das Wetter voll mit

Es war wieder bunt auf dem MPS Tja, Ende gut (fast) alles gut. Nach den Querelen mit der Stadtverwaltung spielte das Wetter am Samstag gut mit: leichte Bewölkung, oft Sonnenschein, MPS Herz was willst Du mehr? Ich bin mit meinem Bruder schon am Freitag angereist, wir haben uns mit Freunden vom MPS Fan Forum verabredet. So standen drei Zelte und ein Wohnwagen um zwei Pavillons herum und die MPS Party begann nicht erst am Samstag sondern schon am Freitagabend. Zunächst einmal kamen Carmen und Antje (nicht Anja, ich Trottel!) um sich noch mal für Bahrenfeld zu bedanken. Gern gemacht ihr beiden! Der Platz war schon zur Hälfte gefüllt und rund um unseren Platz  wurde gefeiert. Unsere neuen Freunde vom Reaktor Radio hatten ganz in der Nähe aufgebaut und so pendelten wir bald hin und her um das ein oder andere Bier oder was weiß ich was für´n Zeuchs auszutauschen. Es war fantastisch, wir saßen bei den Radio Leuten und es kamen ständig neue Leute dazu. Auf meine Frage “Wer ist das denn hier alles?” kam die Antwort “Keine Ahnung, kennen wir auch nicht, macht aber Spaß mit so vielen Leuten zu feiern…” Das ist typisch für die Fan Gemeinde des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums: Wildfremde Menschen feiern friedlich und ausgiebig miteinander, ich kenne keine andere Veranstaltung die das so hinkriegt. Ich bin – glaube ich – so gegen halb vier ins Zelt gekrabbelt, Elfe vom Forum ging so gegen fünf in ihre rollende Kemenate. Der Samstag brachte einen tollen Auftakt, angesagt waren Metusa, Saor Patrol, Das Niveau und Feuerschwanz. Ich habe mal mehr bei Feuerschwanz reingehört, die Gruppe ist klasse. ziemlich anzügliche Lieder ohne proletenhaft oder primitiv rüberzukommen (was ja leider nicht jede Band schafft …). Tolle Stimmen und was Johanna auf ihrer Geige so fiedelt – alle Achtung. Die Stimmung war von Anfang an gut, nervig waren nur die zahlreichen Wespen die auch schon mal zustachen. Meinen Bruder hat eine am Hals erwischt, einige Besucher sind wohl auch mal auf eine Wespe drauf getreten, was diese jeweils  recht unwitzig fand und prompt die Dicke der Fußsohlen ausprobierte. Gut dass ich Stiefel trage. Ich habe leider nur das erste Set von Metusa gesehen und gehört, ein kurzes Wochenende reicht einfach nicht aus um alles mitzunehmen. Auf jeden Fall

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Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum steht vor dem Aus in Bückeburg

Zwölf Tage vor dem geplanten Termin in Bückeburg wiehert der deutsche Amtsschimmel und schlägt höchst unlustige Kapriolen. Vom Veranstalter werden Auflagen und Konzepte verlangt die nach seinen Angaben so nicht nachvollziehbar, bisher nie gefordert und nicht umsetzbar sind. So werden für den Sonntag(!!!) der Veranstaltung auf einmal Brandwachen gefordert, obwohl keine größeren Feuer (wie am Samstag Abend) oder Fackeln (wie am Samstagabend) auf dem Platz brennen. Bückeburg ist durch das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum deutschlandweit bekannt geworden und hat im letzten Jahr sein 15 jähriges Jubiläum dort gefeiert. Es ist bisher immer einer der Höhepunkte der Saison gewesen und 15 Jahre lang hat der Kreis auch kein größeres behördliches Interesse gezeigt. Zitat von Gisbert Hiller : “15 Jahre lang interessierte sich niemand im Kreis Schaumburg für das MPS in Bückeburg, 15 Jahre lang findet mein MPS in Bückeburg völlig sicher und ohne jegliche Probleme statt. Niemals habe ich dort bisher die Polizei oder die Feuerwehr zu Hilfe holen müssen.

Das habe ich auch der  Ordnungsdezernentin des Kreises Frau Müller Krahtz so erklärt. Daraufhin musste ich mir dann die Frechheit anhören, dann wäre es wohl mal Zeit, dass ich einen Schuss vor den Bug bekomme.”

 

Wenn dies so stimmt, ist das reine Schikane. Wenn das so stimmt, versteht sich diese Dezernentin nicht als Dienstleisterin für die Bürger und hat nicht realisiert dass die Steuerzahler ihr Gehalt aufbringen. Dafür können wir dann wohl auch professionelle Arbeit erwarten. Gisbert Hiller fordert auf seiner Website dazu auf, den beiden verantwortlichen Dezernenten eine entsprechende Mail zu schreiben und gibt dort auch die Mailadressen der beiden an.

Ich habe beide angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Ich hoffe, wir sehen uns in Bückeburg, schließlich hängen an den beiden Veranstaltungstagen teilweise Existenzen (Händler, Pensionen, Kleinkunstgruppen) die durch den Ausfall zweier umsatzstarker Wochenenden empfindlich getroffen werden.

Ansturm der Heerlager beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum 2011

Er wird auch in 2011 seinen Spass haben könnenGisbert Hiller vermeldet einen Ansturm der Heerlager für die Termine des MPS® in 2011.  Auf der Website des MPS®,  Spectaculum.de vermeldet der Veranstalter des Spectaculums, dass sich jetzt schon mehr Heerlager für die einzelnen Termine des MPS® beworben haben,  als in 2010 insgesamt teilgenommen hatten. Für mich ist dies ein weiteres Indiz dafür, dass dieses Art von Event noch immer im Aufwärtstrend liegt. Man muss sich nur vorstellen, 2 Monate vor dem 1. Festival in Gelsenkirchen liegen beim Veranstalter schon 751 (!) Anmeldungen von Heerlagern vor. Das zeigt nicht nur, das sich hier mittlerweile ein Freizeittrend entwickelt hat, für mich ist – und das zweifelsohne durch Veranstaltungen wie das MPS ® gefördert – eine Freizeitkultur entstanden, die sicherlich auch eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung erreicht hat.  Das MPS® selbst bietet durch den wahnsinnigen Aufwand, mit dem es betrieben wird, zahlreichen Menschen Lohn und Brot, nicht zu schweigen von den zusätzlichen Einnahmen für die Gemeinden, in denen es veranstaltet wird. Aus Telgte oder Bückeburg oder Rastede ist es jedenfalls nicht mehr wegzudenken. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Verlagen, Versandhandel, Läden etc. die ihr Geschäft rund um Themen des Mittelalters aufgebaut haben.

Wie dem auch sei, nach dem wohlverdienten Urlaub in Afrika kommt kurz vor Saisonstart jede Menge Arbeit auf Gisbert Hiller zu. Er kündigt auf der Homepage des MPS® an, dass im März alle Veranstaltungsorte angefahren werden und Absprachen mit den Gemeinden und Besitzern der Gelände getroffen werden müssen. Keine leichte Aufgabe – aber ich bin sicher, dass jeder einzelne Veranstaltungstag ein Genuss für jeden Geschmack sein wird. Freundinnen und Freunde des MPS®: Freut Euch auf 2011!