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Monatsarchive: Mai 2014

The Walking Dead beim MPS in Wassenberg

Das MPS in WassenbergBei bestem Wetter ging es gestern morgen nach Wassenberg zum für mich zweiten MPS der Saison.

Nach Bezug des Hotelzimmers und einem kleinen Spaziergang war es endlich 13.00 Uhr und das wunderschöne Gelände öffnete seine Pforten.

Es folgte der obligatorische erste Gang zur Taverne, um sich dort ein kühles Odin zu besorgen, dass Herr Hiller endlich wieder beschaffen konnte, nachdem es in Dortmund nicht erhältlich war. Schade nur, dass es schon am frühen Abend an einigen Theken ausverkauft war. Und das lag nicht nur an mir!

Es folgte der Gang entlang der wieder einmal wunderschön präsentierten Heerlager zur Festivalbühne, auf der die Markteröffnung stattfinden würde. Bruder Rectus begrüßte gemeinsam mit dem Hässlichen Hans und dem Tod die Anwesenden Gäste, die sichtlich Spaß an dem Geschehen auf der Bühne hatten. Allerdings muss ich sagen, dass ich die Markteröffnung noch nicht sehr eingespielt finde und der Witz beinahe erzwungen ist. So locker leicht wie mit dem von mir sehr vermissten Marktvogt läuft das hier nicht, ich hoffe, es wird sich im Lauf der Saison noch einspielen.

Nach diversen Giftproben, die jedoch keine Opfer forderten, besah ich mir mit meinen zwei Begleitern den Markt noch genauer. Wieder wunderschön angelegt um den See herum präsentierten sich zahlreiche bekannte Händler, die freundlich alle Fragen beantworteten und unaufdringlich nicht jedem etwas aufschwatzen wollten.

Um halb vier gab es für mich dann kein Halten mehr, ich fand meinen Platz vor der Feuerspektakelbühne, das erste Set des Tages von Saltatio Mortis, die Jungs rockten gleich richtig ab bei der Hitze und gaben Gas. Für die Fans gab es kein Halten, das schöne Wetter beflügelte die Menschen noch mehr und schon bald war der Platz vor der Bühne fast überfüllt.

Alles in allem schienen mir aber weniger Besucher da zu sein wie letztes Jahr, trotz des besseren Wetters, die Wege zwischen den einzelnen Bereichen waren doch sehr leer, ich bin gespannt, was Gisi dazu sagen wird.

Da es in der Sonne so schön war, verließ ich meinen Platz vor der Samo Bühne nicht, sondern verteidigte ihn, gönnte mir zwischendurch ein leckeres Guiness.  Auch hier sollte man einmal verbessern, es schmeckte schal und nicht wirklich gut. Einfach zu alt, so dass ich schon bald wieder auf Odin umgestiegen bin.

Wahrscheinlich durch das schöne Wetter beflügelt, zeigten sich die Leute offener und mitteilsamer als sonst, ich durfte viele neue Bekanntschaften schließen und alte vertiefen, doch dann tat ich etwas, was ich niemals erwartet hätte. Ich verließ das Nachtkonzert von Saltatio Mortis mittendrin!

Warum? Ich hatte etwas von Gruselgassen gehört und wollte diese Attraktion, die das MPS nur in Wassenberg präsentiert, unbedingt einmal anschauen, nachdem ich sie im letzten Jahr leider verpasst hatte.

Oder sagen wir es mal ehrlich: weil ich kleiner Angsthase keine Begleitung gefunden hatte.

Dieses Jahr jedoch war das anders. Ich konnte Andreas mit einem Whiskey bestechen, den ich ihm natürlich NACH dem Besuch der Gassen versprach.

Und tatsächlich kam er mit. Die Schlange davor war schier endlos, eine geschlagene dreiviertel Stunde haben wir angestanden und allein das Warten hat sich schon gelohnt, wenn es auch verdammt gefährlich war. Denn immer wieder raste ein Irrer mit einer Motorsäge durch die Wartenden, die bestimmt das eine oder andere Körperteil verloren. Genau kann ich das nicht sagen, ich hab nämlich die Augen zugemacht.

Dann ging es hinein ins Vergnügen….nun ja. Vergnügen ist anders. Wenn sich einem die Nackenhaare aufstellen und einem trotz der noch andauernden Hitze ständig kalte Schauer über den Rücken laufen und man nur noch wünscht, schnell das Ende der Gasse erreicht zu haben, ist das kein Vergnügen. Sondern einfach ein unendliches Gebet, dass das schnell vorbei gehen möge.

Der erste Teil erschien harmlos. Wirklich sehr gut zurecht geschminkte Untote, die dem neugierigen Publikum auflauerten und es erschreckten. Die Schreie waren grauenhaft, ich hab seit gestern ein Klingeln im Ohr.

Kein Maskenbildner aus Hollywood hätte es besser machen können, großes Lob an die Akteure, die sich wirklich alle Mühe gegeben hatten.

Dann war die erste Gasse zu Ende und ich dachte schon, das war´s, war ja eigentlich nicht so schlimm. Doch ich hatte noch nie weniger Recht. Und die, die mich kennen, wissen, dass ich eigentlich immer Recht habe.

Denn die zweite Gasse öffnete sich bereits vor uns, Nebel quoll heraus und nahm einem fast die Sicht.

Hinzu Flickerlicht, so dass man nur schemenhaft all die grauenhaften Gestalten erkennen konnte, Leichenteile, die verstreut lagen, schauerlich, wirklich.

Ganz ehrlich, ich war froh, als ich da endlich raus war. Mein Herz pochte, ich hatte Angst, mich da irgendwie zu verlaufen und in diesem Irrsinn das Tageslicht nie wieder zu sehen, wie es der Gruppe vor uns ergangen war, die auf einmal ein Mitglied vermisste. Ich bezweifle, dass es wieder aufgetaucht ist….

Danach mussten die Nerven beruhigt werden und Andreas hat seinen verdienten Whiskey bekommen. Vielen Dank für die sehr gute Beratung der Black House Taverne, die einer, die sich mit Whiskey überhaupt nicht auskennt und ihn seit einem denkwürdigen Erlebnis letztes Jahr schon gar nicht mehr trinkt, den perfekten Whiskey als Dank für die mutige Begleitung zu kredenzen.

Andreas hat´s jedenfalls geschmeckt und sich von dem hübschen Fräulein auch noch mal beraten lassen. Ich weiß allerdings nicht, worin noch…..

Irgendwann um zwei war dann leider das MPS zu Ende. Endlich ein trockenes, sonniges, warmes MPS, das in sehr guter Erinnerung verbleiben wird.

Lieben Dank an alle Akteure in den Gruselgassen. Ihr wart super und habt mir fast einen Herzinfarkt beschert.

Lieben Dank an die Akteure und den fleißigen Helferlein auf dem Markt. Ohne Euch wäre das MPS nicht möglich.

Und Ihr…gehabt Euch wohl.

Ich denke, das nächste Mal werde ich erst in Bückeburg wieder dabei sein können, es sei denn, Gisbert überdenkt seine Entscheidung bezüglich der Shuttlebusse noch einmal und setzt welche in Weeze ein, dann würde ich dorthin kommen.

Wir werden sehen, gehabt Euch wohl!

Das MPS in Basthorst–war es eine Eintagsfliege?

Honza von Versengold beim MPS in BasthorstEine wunderschöne Location, ähnlich wie die in Remeringhausen, nur mit mehr Gebäuden.

Dann auch noch nahe Hamburg gelegen – das muss ja gut gehen.

Denkste!

Obwohl noch ein neues Format aufgrund des einzigartigen Geländes hinzugekommen war – die Cobblestones heizten Samstag Nacht bis 4:00 Uhr morgens in einer Halle ein – war der Besuch nach Angaben des Veranstalters Gisbert Hiller eher mau.

Ich hatte mit einem Händler geredet, der mir erzählte, dass so ziemlich alle Händler stinkensauer waren – einigen brachten kaum die Standgebühr als Umsatz rein.

Zunächst einmal war organisatorisch alles wie gewohnt super vorbereitet. Die Campside war super – wenn auch nicht gut besucht.

Es gab einen Shuttleverkehr von HH nach Basthorst, Stände, Händler, Bühnen und Arenen waren gut erreichbar, die neue Markteröffnung macht enorm viel Spaß – und trotzdem kamen nicht die erwarteten Besuchermassen, die man auf einem der alteingesessenen Veranstaltungsorte an einem Samstag mit Superwetter erwarten würde.

Vielleicht war der Termin doch zu kurzfristig für den einen oder anderen, vielleicht spielte eine Rolle, dass das Zomerfolk Festival von Rapalje in Groningen lief – für alle Norddeutschen gut zu erreichen. Vielleicht auch das Schicksalsspiel des HSV, der gegen Fürth und den Abstieg kämpfte. Letztendlich sind das alles Spekulationen.

Gisi schreibt auf seine Facebook Seite: ”Beim MPS in Basthorst hat also der Veranstalter und haben die Standbetreiber fett drauf gezahlt, eine Wiederholung des MPS in Basthorst ist nun sehr unwahrscheinlich geworden…”

Das klingt nach Eintagsfliege und dem Aus für den Standort Basthorst.

Was schade wäre, denn der Standort ist wirklich traumhaft und bietet tolle Möglichkeiten. Die Cobbelstone Nachtparty war eine davon!

Ansonsten war die Stimmung genial: Das Zugpferd SaMo machte wie gewohnt eine geile Show. Wir haben uns auf Versengold, Knasterbart, Mr. Hurley und die Pulveraffen sowie The Sandsacks und ein wenig Cobblestones konzentriert.

Da ich seit neuestem fachkundige Begleitung, was mittelalterlichen Schwertkampf betrifft, habe, versteht sich von selbst, das wir bei Fictum zuschauen müssen.

Die Schwertkampftruppe hat´s richtig drauf, seit langem haben wir mal wieder einen Kampf mit Bidenhändern gesehen. Sehr lehrreich!

Leider war das Wochenende viel zu kurz, Sonntag konnten wir noch im trockenen abbauen, dann fing es gegen Mittag an zu regnen.

Armer Gisi! Der so wichtige Familientag fiel also mal wieder ins Wasser.

Ich habe jetzt eine langen lange MPS Pause vor mir und kann aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht nach Rastede und nicht nach Hohenwested kommen. Ausgerechnet meine beiden Lieblings MPS!

Aber dafür habe ich etwas Besonderes:

Die nächste Verlosung ist wieder eine Tageseintrittskarte. Aber eine ganz besondere! Sie enthält Unterschriften von Alea, El Silbador, Lutzi dem einsamen L, Versengold und Mr. Hurley und geht bis Mitte Juni!

Ich denke mir etwas besonderes aus, wie diese Karte verlost wird, mal sehen was mir einfällt.

Ich bin also erst in Weeze wieder dabei, bis dahin: “Gehabet euch wohl, meyne Lieben!”  Das Fotoalbum folgt morgen, ich bin zu müde es reinzustellen!

Ratten auf dem MPS in Dortmund

Gegen diese Ratten sollte der Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, Gisbert Hiller,  nichts unternehmen, denn sie sind einfach faszinierend und ein Beispiel dafür, welch bunte Vielfalt auch durch die Besucher der Veranstaltung gebracht wirdRatten auf dem MPS zu Dortmund.

Um es vorweg zu sagen: die Veranstaltung war ein voller Erfolg und dabei erreichte am Mittwoch die Besucher eine Hiobsbotschaft.

Zunächst herrschte feinstes Festivalwetter, Sonnenschein, nicht allzu kalt, die Stimmung begann langsam aber stetig zu steigen, die ersten Bands bespielten die Bühnen.

Ich hörte gerade völlig fasziniert bei Ye banished Privateers – eine neue Band auf dem MPS, als Gisi die Bühne betrat, alle Musik stoppte und die Besucher über eine Sturmwarnung informierte. Nur 5 km weiter war zurzeit das Zentrum, es wurde vor orkanartigen Regen, schwerem Hagelschlag und orkanartigen Böen gewarnt.

Gisi informierte die Besucher, dass, wenn auf dem Gelände die Warnung Rot ausgegeben würde, alle Besucher das Gelände zu verlassen hatten und sich in Autos oder ähnlichen in Sicherheit bringen sollten. Hier wurde nicht um unsere Gesundheit gepokert, sondern fair und kompromisslos für unsere Sicherheit gesorgt. Wir warteten die Warnung nicht ab und gingen zum Zelt – und innerhalb weniger Minuten brach die Hölle los. Starkregen ohne Ende verwandelte die Campside in eine etwas matschiges Vergnügen, glücklicherweise blieben die angesagten Katastrophen aus und abends konnte es weitergehen.

Der Regenschauer bescherte uns jede Matsch und dreckige Stiefel, tat aber der Stimmung auf dem Gelände keinen Abbruch. Die Campside wurde so betrieben wie ich es in Luhmühlen beschrieben habe, wenige Toiletten und keine Waschgelegenheit an den Dixies am Mittwoch und Donnerstag war die Campside dann auch nicht übermäßig voll, viel weniger Zelte als im Vorjahr, obwohl das Gelände super geeignet ist, ein idyllischer See, nur wenige Meter bis zum Gelände zu gehen.

Bedauerlicherweise ist mir in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mein iPad gestohlen worden, ich hatte es zum bisher ersten Mal auf dem Tisch im Pavillon vergessen und schon morgens war es weg.

Ich verstehe diese Leute nicht, mache Gisis Rückzug aus der Security auch nicht dafür verantwortlich, schließlich war ich der Vollpfosten und hab es liegen gelassen.

Für mich sind Mein und Dein heilig. Blöderweise ist das Pad für mich kein Spielzeug, ich nutze es auch im Beruf und  kann nun sehen wie ich es am nächsten Wochenende kompensiere, da brauche ich das dringend.

Nun denn, möge die Diebin oder der Dieb daran ersticken! Auch wenn solche bösartige Menschen mir echten Schaden zufügen, werde ich mein Verhalten auf der Campside nicht ändern. Jeder ist mir willkommen und ich trinke gerne ein Met oder auch zwei mit  Euch.

Bei den Bands waren viele neue Gesichter da, und richtig eingeschlagen hat die bereits erwähnte Gruppe Ye Banished Privateers, die am Donnerstag gleich noch für zwei zusätzliche Gigs gebucht wurde.

Ich bin sicher, sie werden dass MPS bereichern! Am Mittwoch habe ich mir das wirklich großartige Nachtkonzert von Saltatio Mortis angehört, die Jungs haben richtig geil aufgemischt  und ich habe jede Minute genossen.

Mittwoch spielten noch Mr. Hurley und die Pulveraffen auf, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen , die Streuner, allerdings ohne Rabe, Saor Patrol und Knasterbart.

MPS Dortmund FictumInsgesamt wurden drei Bühnen bespielt und zwischendurch gab es jede Menge Rahmenprogramm: das Ritterturney der Kinder, Schmieden für Kinder, das Bruchenballturnier, Die Fechtkampfgruppe Fictum, die auch im Programm mal die Kämpfe wechselte, Ars Equitandi mit der großartigen Show zu Pferde und es war ziemlich voll am Mittwoch.

Donnerstag, am 1. Mai, war ein schöner trockener Tag und dementsprechend war auch viel Publikum da.

Und ihnen wurde ordentlich was auf die Ohren gegeben, und zwar von Versengold, Duivelspack und einigen Bands vom Vortag.

Auf der Campside gesellten sich nun Deckschrubber zu uns, das ist der Fanclub von Elmsfeuer, über die ich ja schon im vorletzten Jahr in Borken berichtet hatte.

Donnerstag war der Tag neuer oder selten gesehener Bands: Wolfenmond, Celtica Pipe Rocks und Zwielicht , dazu Ignis Fatuu, Harpye, Ingrimm und besagte Ye Banished Privateers.

Es ging erst um 16.00 los und ich nutzte die Gelegenheit  Nachschub einzukaufen.

Der Samstag brachte wieder jede Menge cooles Musikprogramm und gutes Wetter und tausende Besucher.

Rapalje gaben sich die Ehre und Omnia. Die hatten richtig Spaß und konnten es kaum erwarten.

Der Soundcheck begann schon 1,5 Stunden vor dem Auftritt, was zur Folge hatte, dass der Platz vor der Bühne schon bald proppenvoll war.

Steve machte allerlei Faxen, interviewte sein Bandkollegen und dann feuerten sie ein Konzert ab, dass die Massen zum Jubeln brachte.

Meine Schwertkampfkameradin, die das Konzert mit mir anhörte, war höchlichst beeindruckt und wird vielleicht zum Omnia Fan …

Nach dem Omnia Konzert ist es immer schwer für mich, andere Musik zu hören, deshalb verbrachte ich den Rest des abends am Lagerfeuer und genoss die Feuershow.

Danach gab es noch eine längere Sitzung unterm Pavillon am Zelt, wo wir die Reste unseres Whiskeys (naja, er gehörte eigentlich Andreas) einer Güteprüfung unterzogen und jeder eventuell noch vorhanden Flasche Bier in unserem Vorrat den Garaus machten.

Auf dem Weg zum Dixie machten wir noch einen in der Kälte ausharrenden jungen Mann, der nur mit einem Kilt bekleidet war, sehr sehr glücklich – aber das ist ein Insider und ich hoffe er liest es und hat auf den nächsten MPS Veranstaltungen ebensoviel Glück.

Ein Wort übrigens noch zur Markteröffnung, die ja mittlererweile durch Bruder Rectus, dem hässlichen Hans und dem Tod veranstaltet wird.

Keine  Eröffnung glich der anderen und ich kam aus dem Lachen nicht heraus. Rectus wurde begleitet von zwei Nonnen: Schwester Kama und Schwester Sutra.

Diese Eröffnung gefiel mir insgesamt mehr als die des Vogtes und Rectus, weil mehr Variationen enthalten waren. Ich werde die nächsten auch verfolgen.

Am Sonntag gings dann noch mal auf den Markt, Elmsfeuer bestaunen und irgendwann dann glücklich nach Hause. Es war ein phantastisches Wochenende und ich freu mich auf Basthorst! Nehmen wir da ein Bierchen zusammen?

 

Das Fotoalbum findet ihr hier.