Lasst Knochen knacken–Das Bruchenballturnier beim MPS in Hohenwestedt
Die Pausen zwischen den Sets der einzelnen Bands auf dem MPS sind in dieser Saison deutlich länger geworden – und diese Zeit nutze ich, um mir Attraktionen anzuschauen, die ich schon längere Zeit nicht mehr mitverfolgt habe.
Beim MPS in Hohenwestedt war es mal wieder das Bruchenballturnier – und ich hab selten so gelacht! Vier Herren- und drei Damenmannschaften (oder heißt es besser Weibschaft?) traten gegeneinander an, darunter der amtierende Meister von Thorsschmiede.
Die hatten ihren ersten Auftritt souverän in einer Minute hinter sich, ihre Gegner schauten recht verdutzt, der Bruchenball wurde geschnappt und locker zum gegnerischen Punkt getragen.
Eine der drei Damenmannschaften hatte ein Freilos gezogen und das erste Gefecht unter Weibern war sehenswert. Von wegen zartes Geschlecht!
Da wurde an Armen gerissen, geschubst, sich auf die Gegnerin drauf gesetzt, am Fuß gezogen was dass Zeug hielt.
Köstlich die Kommentare vom Vogt und Bruder Rectus, wobei sich letzterer diesmal als Frauenfeind gab.
Richtig zur Sache ging es aber auch bei den Herren, wobei Thorschmiede alle Wettkämpfe gewann. Es sind herrliche Momentaufnahmen im Fotoalbum und bei so mancher Aktion dachte ich: “Eieiei, das muss weh tun!” Schaut es Euch auf meinem Album hier an!
Das MPS in Weeze – Fünf Tage Party
Nicht authentisch – phantastisch! Das ist bekanntlich das Motto des Mittelalterlich Phantasie Spectaculum und ich kann vermelden: es war eine phantastische Party!
Meine Campside Gruppe, die Wolfstatzen (nicht authentisch, nur phantastisch und völlig durchgeknallt), fand sich schon am Freitag auf der Campside ein – und die war recht gut gefüllt. Die Side ist riesengroß, aber direkt am Gelände gelegen und weil das MPS gleich neben dem Flughafen in Weeze stattfand, der ja ein wenig außerhalb der bewohnten Gegend liegt, hat Gisbert Hiller einen Shuttle Service vom Bahnhof zur Side und zurück organisiert.
Das funktionierte recht gut und war für die Nutzer kostenlos.
Der Vorteil des Geländes war: es gibt keine Schwierigkeiten aufgrund von Lärmemissionen und man konnte bis nachts um 2:00 Uhr Musik genießen, wenn man wollte.
Gisbert Hiller hat das Konzept des letztjährigen MPS Debüts in Weeze noch einmal überarbeitet: Insgesamt wurde weniger Fläche bespielt und der reichlich vorhandene Platz wurde optimal ausgenutzt. Man hatte nicht mehr das Gefühl, auf einer riesige Fläche suchen zu müssen.
Für mich als Duschfanatiker war die Möglichkeit der täglichen Dusche im nahegelegenen Sportheim einfach genial. Zwei Mal am Tag wurden die Duschen für MPS Besucher und Teilnehmer geöffnet und ich habe das täglich ausgenutzt.
Freitagabend bin ich noch auf der Campside herumgelaufen und habe mit dem einen oder anderen bekannten Gesicht ein Schwätzchen gehalten und man hörte überall: “Schön, dass die Saison wieder läuft!”
Insgesamt ist das komplette Veranstaltungskonzept überarbeitet worden: bei den Heerlagern war mehr los, es wurde zwar auf drei Bühnen Musik angeboten, aber nicht so häufig.
Trotzdem kam jeder auf seine Kosten und dass die Sets der einzelnen Bands entzerrt waren, hatte vor allem den Vorteil, dass man auch noch genügend Zeit für den Markt hatte und trotzdem nix verpasste.
Es gab Bands beim MPS in Weeze, die vorher so noch nicht auf dem MPS aufgetreten waren: Vroudenspiel, Mr. Hurley und die Pulveraffen (oder waren die im letzten Jahr auch irgendwo dabei?). Außerdem fanden sich ein: Streuner, Reliquie, Metusa,Saltatio Mortis, Saor Patrol, Rapalje, Duivelspack (mit einem neuen Gesicht: Marcus Linnemann hat aus privaten Gründen die Band verlassen und wird durch Jank vom See ersetzt. Wer wissen will, wann und warum, kann das hier nachlesen). Weiterlesen
Gothic unerwünscht? Eine seltsame Diskussion über den Veranstaltungsort des MPS in Singen
Der MPS Fan Blog berichtete ja bereits über die Vorwürfe, über die der Südkurier schrieb, aber gestern legte die Zeitung noch einen nach und berichtete über Diskussionen des Finanzausschusses nach dem MPS in Singen.
Offenbar sind nach der Nutzung des Geländes durch das MPS massive Schäden entstanden, deren Beseitigung nun durch irgendwen bezahlt werden muß. Das ist ja durchaus ein Vorgang, den jeder Veranstalter von Open Air Veranstaltungen kennt – es geht immer mal was kaputt und dann werden die Verträge geprüft, wer dafür aufkommen soll.
Aber die Diskussion in Singen geht auf einmal in eine ganz andere Richtung. Da wird Oberbürgermeister Ehret zitiert, der früher gerne mit seiner Familie das MPS besucht hat und nun nicht mehr hingehen kann: “ Aber in den letzten Jahren hat sich ein Dunstkreis an Gothics und schwarz gekleideten Leuten an die inzwischen stark kommerzialisierte Veranstaltung gehängt“.
Diese Wortwahl ist bizarr. Ich bin kein Gothic und befinde mich im Dunstkreis dieser Leute. Liebe Gothics: ich fühl mich in eurem Dunstkreis sehr wohl, ihr habt echt scharfe Klamotten an und so wie ihr euch zurechtmacht ist mir das allemal lieber als diese super geschminkte High Society mit der der Oberbürgermeister wahrscheinlich keine Probleme hätte.
Ach ja, ich zitiere mal eben den Grundgesetz Artikel 3 Absatz 3: “Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.”
Nun werden Gothics hier nicht aufgrund einer Weltanschauung oder anderer im Artikel 3 aufgeführten Gründe benachteilig. Oder doch? Doch. Sie werden diskriminiert. Wegen dieser “schwarzgekleideten” Menschen und deren Dunstkreis (Danke nochmal liebe Gothics dass ihr mich so lieb in Eurem Dunstkreis akzeptiert, wir sollten da mal zusammen ein drauf trinken) fragt man sich, ob das MPS für das beschauliche Singen noch geeignet sei. Dies ist diskriminierend und damit eine Benachteiligung.
Jetzt zum Thema Kommerzialisierung: Ja, das MPS ist in über 20 Jahren sehr viel größer geworden als noch beim ersten Auftritt 1994. Ja die Ausrichtung hat sich geändert und weiterentwickelt. Ja, es kommen auf einmal zehntausende zu einer Veranstaltung, zu der früher nur ein paar tausend kamen. Und das bringt Geld in die Kassen. Auch in die Kassen des Gisbert Hiller, und das ist auch gut so, denn er ist Unternehmer. Und Umsatz und Gewinn sind nicht nur nicht unmoralisch, sie sind gewünscht, denn sie sind der Motor unserer Wirtschaft. Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt unter anderem, wie mit Gewinnen und Verlusten umzugehen ist.
MPS 2013 – Was lange währt geht nun nicht mehr
Das war ein Paukenschlag vom Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums Gisbert Hiller!
Aufgrund der wirtschaftlichen Katastrophe für das MPS in 2012 sind einschneidende und drastische Kürzungen für 2013 vorgesehen. Solches ist je – und gerade in dieser Saison – mehrfach angekündigt und sogar schon vorgezogen und mitten in der Saison umgesetzt. Aber wer heute morgen gemütlich in sein Facebook hineinschaute, hatte als MPS Fan schon einen schweren Start in den Tag.Gisbert Hiller streicht elf(!) Veranstaltungstage und garantiert nur noch an folgenden Orten die Durchführung des MPS :
- + Säckingen + Weil + Speyer + Maxlrain + Dresden + Köln + Telgte + Weeze + Rastede + Bückeburg 1 + Öjendorf + Hohenwestedt
Piratenhochzeit beim MPS in Bückeburg
Der Kampf gegen die Folgen des katastrophalen Dauerregens auf dem Gelände des MPS zu Bückeburg, er wurde letztendlich gewonnen.Ich bin ja bekanntlich zwischen den zwei Veranstaltungswochenenden nach Hause gefahren und habe mein Zelt auf der Campsite stehen lassen. Einige Mitglieder der Wolfstatzen hatten eine Woche Urlaub verbringen wollen und haben auf mein Zelt aufgepasst. Unsere Tatzen waren zunächst zahlreich vertreten und wir haben mit Andeas aus Bochum wohl erneut jemanden mit unserem Getränk begeistern können. Wär schön, wenn Du wieder bei uns lagerst!
Das schlechte Wetter war jedenfalls Geschichte und das MPS konnte mit den gewohnten Attraktionen aufwarten, der Platz war gut gefüllt und am Sonntag bei strahlenden Sonnenschein brechend voll. Es war mal wieder ein klasse Erlebnis, ich habe viele alte und neue Bekannte wiedergetroffen und mal wieder jede Menge vor der Dolmen Bühne getanzt. Ich hab leider wieder nicht The Moon and the Nightspirit anhören können weil einfach wichtigere Dinge anlagen – irgendwann werd ich auch darüber berichten können.
Die neuen Camper wurden direkt auf dem Platz vor dem Gelände ausgelagert weil am Freitagabend kein Durchkommen Site der letzten Woche möglich war. Es hat doch einer versucht – das war das meistfotgrafierteste Auto des MPS weil es direkt vor dem Eingang zu alten Campsite stand – und zwar im Matsch. Keine Chance da rauszukommen. Der Besitzer versicherte mir, er wollte eh bis Montag bleiben und entweder ist der Platz dann soweit abgetrocknet dass er den Wagen rausfahren kann oder aber ein Bauer soll helfen. Naja, die Ruhe möcht ich auch mal haben.
Der Samstag war Wahnsinn, das Wetter hielt, ich war mit tollen Freunden vor den Bühnen und ich habe den Tag sehr genossen. The Dolmen lässt sich vom MPS nicht mehr wegdenken und sie erfreuen sich immer mehr Fans. Dabei ist die Truppe nach JEDEM Set vor der Bühne, geht auf die Zuschauer zu, spricht sie an, erklärt und gibt tolle Hintergrundinfos zu den einzelnen Stücken. Toll! Übrigens: In Öjendorf werden sie ihr bis dahin produziertes Songbook mitbringen, mit allen Texten. Wer also noch mehr mitsingen will sollte unbedingt nach Hamburg kommen.
Zu Metusa gibt es etwas zu erzählen: Dominik probierte mal wieder zusammen mit dem Publikum die dreihuntertste Version von “Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren” aus. Das funktioniert so: Einer schlägt eine Melodie vor, also etwa den Yankee Doodle, und die Band versucht dann das Lied nach dieser Melodie zu spielen. Zum Brüllen! Dominik war Teil einer Bruchenballmannschaft und hat zum Spiel das halbe Publikums des Sets mitgebracht. Zu meiner Schande muss ich gestehen, das ich weder dabei war noch Fotos gemacht habe, ich hatte anderes im Kopf. Witzigerweise hat Dominik für seine Mannschaft den Punkt beim Spiel gemacht.
Das MPS in Bückeburg – das erste Wochenende war `ne Wucht!
Das war wieder eine Riesensause in Bückeburg – trotz des schlechten Wetters. Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS, hatte hochkarätige Musikbands präsentiert und die Zuschauer dankten es ihm trotzt des, sagen wir mal, suboptimalen Wetters. Immer wieder ging ein kurzer Schauer herunter, dazwischen lagen allerdings längere sonnige Phasen. So richtig nass geworden bin ich eigentlich nicht, schließlich hatte Hiller überall Sonnen- oder sollte ich besser Regensegel? aufgestellt und das Gelände ist ja reichlich mit Bäumen bestanden, so dass man einigermaßen geschützt ist. Ich habe wieder mit den MPS Fans von den Wolfstatzen gecampt, von unserer Truppe ist die ganze Woche jemand vor Ort.
Mittlerweile sind die Wolfstatzen international geworden: 3 unserer niederländischen Freunde waren da, wir haben noch eine Belgierin in den Reihen, so langsam wächst die Truppe.
Christian und Claudia, die ich in Dresden kennengelernt habe feierten mit uns, wenn sie sich entschließen unserem Forum beizutreten wären das die östlichsten Vertreter der Tatzen.
Zum ersten Mal war die Campsite kostenpflichtig, ich habe für s campen 5 Euro und ebenso viel fürs Parken ausgegeben. Gisi hatte eine Weide rechts neben der früheren Campsite gepachtet, die war riesig. Ich hatte den Eindruck, dass die Campsite diesmal weniger gut besucht war, das kann aber auch an der Größe des Geländes gelegen haben.
Als ich eintraf, waren die Piraten von den Schlimmen Schurken schon fertig eingerichtet und beim MPS Radio war man auch gut beschäftig. Der einzige Lärm kam allerdings von der Straße, die ist ziemlich gut befahren und weil wir wegen der Nähe zum Stromgenerator am Rand der Wiese campen mussten habe ich das also die ganze Nacht mitgekriegt. Der Freitagabend ging gut los, unsere niederländische Wolfstatzen Fraktion hatte den bestellten Honigrum mitgebracht und ich muss sagen, der hat schon ein gewisses Kaliber mit einer urplötzlichen Wirkung.
Unsere alte Bekannte Wahya hatte bei uns im Forum angekündigt, dass sie Schaukampftraining machen würde, also hab ich mal flugs zwei Schaukampfschwerter mitgebracht. Patrick, unser niederländisches Kampfschwein ist ein echter Krieger: ich habe null Chance gegen ihn im Fechten und selbst wenn ich mit der Hellebarde auf ihn losgehen gewinnt er immer. Nun haben Wahya und ich zu zweit auf Patrick eingedroschen, naja mehr oder weniger. Er hat sich mit der Hellebarde verteidigt – oder vielmehr kurz die Schläge abgewehrt um dann locker zum Angriff überzugehen. Muss ich erwähnen dass ich eine Schramme am Knie und einen leichten Schnitt an der Hand habe? Verursacht wurde das aus einer Mischung von Kampftechnik, Honigrum und Jever …
Das MPS in Dresden–ein gelungenes Debut
Es ist vollbracht – Gisbert Hiller hat das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum nach Ostdeutschland gebracht. Und man muss sagen: es gab ein gelungenes Debut. 460 anstrengende Kilometer musste ich fahren und ich habe nicht einen bereut. Die Campsite kann nahezu beliebig vergrößert werden und liegt unterhalb einer Hochstraße- Vorweg: Es gab weder Verkehrslärm noch irgendeinen Autostress, man hat von der Hochstraße nichts mitbekommen. Es waren nur an die 200 Zelte und WoMos auf der Campsite, und man sollte es nicht glauben, aber ich habe Freunde aus Bayern getroffen . Einige Leute vom MPS Radio waren auch dort so dass ich nicht nur unbekannte Gesichter gesehen habe. Übrigens bleibt man auch in Dresden nicht lange allein - neben mir zelteten Claudia mit Christian und Tobias, drei supernette junge Leute mit denen ich das eine oder andere Bier getrunken habe. Es hat echt Spaß gemacht mit Euch, hoffentlich treffen wir uns mal wieder!
Das Festivalgelände war direkt an der Campsite und nach dem ich in Hohenwestedt und Rastede soviel gelaufen bin war das ein echtes Highlight. Das Gelände war ziemlich klein – in gut 10 Minuten konnte man es umrunden. Ich hatte zunächst Befürchtungen, dass die drei Bühnen sich gegenseitig beschallen – das war aber nicht der Fall, schließlich ist Gisi Profi und hat die Bühnen gut ausgerichtet. Am Freitag war noch nicht so viel los auf dem Platz, einige Dresdner haben sich das Spektakel teilweise von der Hochstraße oder einem hinter dem Festivalgelände gelegenen Hügel angeschaut. Die, die draußen geblieben sind, haben was verpasst, denn musikalisch hat Gisi hier vom Allerfeinsten aufgeboten: Am Freitag spielten auf : Metusa, Versengold, Duivelspack, Vermaledeyt, Rapalje und das Niveau. Vor den Bühnen war immer gut Stimmung, auch wenn sich nicht solche Massen dort ansammelten. Ich habe selten soviel Platz zum Tanzen vor der Bühne wie am Freitagabend, aber ich bin sicher, das MPS Fieber hat die Dresdner erwischt und nächstes Jahr wird´s gerammelt voll sein. Am Freitag lieferten sich Metusa und Vermaledeyt ein Duell. Wie eingeweihte Metusiasten und die Vermaledeyten wissen, hat Metusa den Vermaledeyten das Maskottchen namens Hektor geklaut. Das sollte wieder zurück zu Vermaledeyt, also stürmten diese die Metusa Bühne. Alles Aufpassen und Blockieren half nix – Vermaledeyt eroberte im Handumdrehen die Stage. Man einigte sich, dass der Verbleib des Maskottchen über Armdrücken entschieden werden sollte: Anja gegen Vivianne von der Saar und der Saitenreiter gegen Thomas Galgenvogel. Während Anja den Job mühelos erledigte schwächelte der gute Domenicus und unterlag schmählich. Unentschieden! Listigerweise hatte Johann Lästerzunge von Vermaledeyt der guten Anja den Hut stibitzt und es war entschieden: Hektor wanderte wieder in seine bayrische Heimat zu Vermaledeyt und braucht sich nicht mehr über die verrückten Schwaben von Metusa gruseln. Ach ja, Metusa, da war noch was. Dominik spielte gleich im ersten Set Anna Dutzinger, dazu holt er sich ja immer ein Mädel auf die Bühne (ich schwörs – im nächsten Leben werd ich Musiker!). Und als er fragte wie sie hieße sagte sie: “Tina aus Bremen.” Aus Bremen! Ich hab sie hinterher angesprochen, sie studiert hier in Bremen und kommt ursprünglich aus Nürnberg. Aber trotzdem: Eine Bremerin zu Besuch des MPS in Dresden, super. Ich hoffe, Dir gefällt es in Bremen so sehr dass Du nach dem Studium nicht mehr weg willst …
Übrigens hat das Wetter nicht nur am Freitag gehalten. 23 – 24 Grad, trocken, ab und an Wolken also bestes Festivalwetter.
Der Samstag begann mit einem kleinem Würfelspiel mit meinen drei neuen Freunden (nein, nicht ich habe damit angefangen sondern Claudia) und diesmal habe ich mir Versengold und Metusa angeschaut. Der Platz wurde nun voller und man konnte ihn – was die Zuschauermassen betraf – kaum von einem der alten MPS Standorte unterscheiden. ich hab mit Gisi kurz gesprochen, er zeigte sich sehr zufrieden und hielt den Auftakt für gelungen. Drücken wir die Daumen dass es in Dresden weitergeht. Mittlerweile habe ich gemerkt, das ich immer mehr zum Versengold Fan werde. Das Nachtkonzert war allererste Sahne, die Texte sind Klasse und die Tunes die die reinlegen reißen die Füsse nahezu automatisch in den Tanz.
Da ich von Ignis Fatuu noch nie ein gesamtes Set gehört habe, hatte ich mir vorgenommen die einmal in Gänze zu hören – und es hat sich gelohnt. Tolle Musik, tolle
Klänge, jeder beherrscht sein Instrument und sie bringen eine Theatralik in ihre Geschichten die richtig Laune auf mehr macht. Ignis fatuu hat eine richtig große Fangemeinde und bildet für mich zusammen mit Vermaledeyt einen schönen Kontrast zu Saltatio Mortis, die natürlich auch wieder vertreten waren und gefühlt die Hälfte aller Besucher vor ihrer Bühne hatten.
Meine ostdeuschen Freunde waren von der Feuershow beeindruckt, die ich mir allerdings nicht angeguckt habe. Als ich dann am Samstagabend gegen 1:00 zu Zelt ging, warteten Claudia und Christian schon und fragten ob ich Tobias gesehen hätte. Hatte ich aber nicht und bald wurde klar, warum er sich verspätet hatte: er hatte zwei Mädels im Schlepptau. Allerdings lieber Tobias: Man sollte dann schon das versprochene Hauszelt haben sonst hauen die Damen – wie geschehen – wieder ab. Tobias hat mich ein bisschen an Mike aus dem Emsland erinnert …
So, das waren meine Eindrücke vom ersten ostdeutschen MPS, mein Fazit: Wieder mal tolle Leute kennengelernt, wieder mal jede Menge Spaß gehabt, wieder mal Entspannung vom Berufsstreß gefunden, tolles Wetter gehabt, super Musik gehört. Nächste Jahr fahre ich gerne wieder 460 KM um in Dresden dabei zu sein.
Mein Fotoalbum findet ihr hier.
Über Kommentare – positive wie negative – würde ich mich freuen, und wenn euch gefällt, was ich schreibe, dann empfehlt mich doch einfach bei Google. Sehen wir uns bei der nächsten Party in Hohenlockstedt?
BraAgas beim Saisonauftakt des MPS in Weeze
Das war ein gelungenes Debüt der tschechischen Gruppe BraAgas beim Saisonauftakt des MPS in Weeze! Musikalisch ist das aus meiner Sicht eine absolute Bereicherung für das MPS, leider fanden sich im Schnitt nur wenige Zuschauer zu den Sets ein – die anderen wussten nicht was sie verpassten.
BraAgas spielt Weltmusik, das Repertoire reicht nach den Angaben auf der bandeigenen Homepage (die sogar teilweise in Deutsch verfügbar ist) von Süd nach Nord durch das alte Europa. Man hörte slawische, spanische und skandinavische Klänge und jeder der Musikerinnen (und einem Musiker) sind wahre Meister an ihren Instrumenten. Dazu passte, dass sie sich mit Duivelspack abwechselten, die ja auch erstklassige Musiker sind.
Nicht ganz in den Bühnenablauf passte da meiner Meinung nach Das Niveau hinein, aber hier behalte ich meine Meinung lieber für mich.
Ich habe mir natürlich eine von mittlerweile insgesamt 4 CDs gekauft und dies habe ich bisher nicht bereut. Hätte ich mich besser vorbereitet dann hätte ich mich auf der Homepage von BraAgas über die Titel und den Klang der anderen CDs informieren können und die gesamte Kollektion für 35 Euro gekauft.
Auf
der Website sind nämlich vorbildlicher Weise nicht nur die Texte der einzelnen Lieder JEDER CD vorhanden, sie werden auch noch angespielt. Toll, so kauft man nicht die Katze im Sack.
Natürlich ist Worldmusic nicht gerade der Mainstream auf den MPS Veranstaltungen, hier finden die Vertreter härterer und lauterer Klänge wesentlich mehr Zuhörer als die gemäßigteren Klänge. Reliquiae, die ja meines Wissens nach auch zum allerersten Mal auf einem MPS vertreten waren hatten jedenfalls eine deutlich größere Zuhörerschar. Ich werde si e mir mal in den einen oder anderen Sets anhören, vielleicht revidiere ich ja meine Meinung vom Auftritt im Zoo Osnabrück. Ich denke, Gisbert Hiller hat mit BraAgas einen tollen Griff getan, er hat ja auch ein Gefühl und ein sicheres Händchen für die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.
BraAgas wird noch dreimal auf dem MPS zu finden sein, und zwar am 6.5. in Ballenstedt und am 08.09. und 09.09. in Remeringhausen.
Leider ist mir am Ballenstedt Wochenende etwas dazwischengekommen, so dass ich sie da nicht sehen kann, aber Remeringhausen steht erst einmal fest auf dem Plan.
So ich hoffe, ihr genießt das Video, wie immer freue ich mich über jeden Kommentar.
Metusa auf dem MPS in Weeze
DasMittelalterlich Phantasie Spectaculum in Weeze 20012 ist Geschichte und es gibt heiße Diskussionen über den Standort und das Ambiente. Aber über Eines sind s
ich nahezu alle einig: das Angebot von erstklassigen Gruppen ist nicht zu toppen. Im Laufe der letzten Jahre hat sich Metusa zu einem festen und nicht wegzudenkenden Bestandteil des MPS entwickelt und sich eine tolle Fangemeinde erarbeitet. Dabei ist die Truppe immer bodenständig geblieben und gibt den treuen Fans einiges zurück. Für mich jedenfalls ist jedes Metusa Set ein tolles Erlebnis und wenn ich kann, besuche ich auch Konzerte außerhalb der MPS Saison.
In diesem Jahr will ich auf meinem Blog auch immer wieder Videosequenzen einzelner Gruppen und Sets veröffentlichen und beginne mit Metusa. Für die Weeze Veranstaltung wird noch eines von BraAgas folgen und außerdem habe ich auch ein paar Eindrücke vom Platz mitgebracht.
Das Video ist am Sonntag Vormittag entstanden, trotz der Sonne war es doch recht kalt und ich habe einige sonnige Abschnitte genutzt um Videoaufnahmen zu machen. Maria war gar nicht sooo begeistert (zunächst) und hatte ihren stattlichen Freund dabei, den ich aber nicht ins Bild genommen habe. (ich übe ja noch
)
Ich hoffe, ihr genießt das Video und bedauert die arme Maria!
Das MPS 2012–Der Countdown läuft
Nur noch wenige Tage sind es bis zum Saisonauftakt des Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, kurz MPS, in Weeze und langsam steigt die Spannung bei den Fans. Der Veranstaltungsort Weeze steht wohl sinnbildlich für die zahlreichen spannenden Neuerungen, die Gisbert Hiller, der Veranstalter des MPS für 2012 und 2013 vorgesehen hat . In den letzten zwei Jahren hat der findige Gisbert Hiller Veränderungen im Veranstaltungskonzept vorgenommen wie niemals zuvor – jedenfalls aus meiner Wahrnehmung heraus. War die Planung für 2011 anfangs noch der Erfahrung geschuldet, das Wetterkapriolen die gesamte Veranstaltungsplanung und den wirtschaftlichen Erfolg des Events über den Haufen werfen kann (Stürme und Hitze bzw. Kälte und Regenperioden in 2010 haben enormen Schäden angerichtet) entpuppte sich 2011 als das Jahr, das man am Besten mit “Kampf gegen den Amtsschimmel” charakterisieren könnte. Die Antwort auf das Wetterrisiko – weniger ist mehr, keine großflächig angelegten, zentral auf Bühnen ablaufenden Künstlerdarbietungen, dafür publikumsnahe attraktive “Klein”kunsteinlagen ging voll auf- das Publikum
war begeistert. Allerdings lernten die Behörden aus z.T. katastrophalen Fehlentscheidungen anderer, völlig anders gelagerter Großveranstaltungen quasi reflexartig nur eines: Drastische und zum Teil sinnlose Verschärfung irgendwelcher Formalien, wie die Forderung nach Löschtrupps, die Bereitschaft für die Veranstaltung stehen sollen, unsinnige Vorgaben für Geräuschemissionen, Versuche die Veranstaltung zu einer Dorfkirmes zu reduzieren und gegen 23:00 enden zu lassen, damit Otto Normalbürger seine Schlafmütze aufsetzen kann und nach einem Gute Nacht Tee der wohlverdienten Ruhe nach einem anstrengenden Tag ohne von Störungen entfernter Saltatio oder Saor Patrol Klängen gepeinigt zu werden. Aus meiner Sicht hat sich Gisbert Hiller nicht immer diplomatisch vorbildlich verhalten – aber eines muss man ihm lassen, er hat alle Veranstaltungen in 2011 zu einem vollen Publikumserfolg gebracht und für 2012 ein Veranstaltungskonzept vorgelegt, das in der mehr als 20 jährigen Geschichte einzigartig ist. Einen Kompromiss bei Veranstaltungen für 2012 hinsichtlich der – erfolgstreibenden – Klänge zahlreicher Bands gibt es nicht. Zehntausende wollen ihren Spaß und wenn das nicht an den althergebrachten Standorten geht werden eben neue gesucht. Und nicht nur das – mit dem Konzept, Gelände außerhalb von Wohn- Weiterlesen

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